Gesellschaft neu Schaffen.

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 942 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. Juni 2026 um 23:34) ist von Lissaminka.

  • Ich stelle alles in Frage.


    Das Leben was uns aus vergangenen Generationen vorgelebt wurde und so wie die Kapitaldiktator funktioniert, fande ich schon immer nicht wirklich lebenswerte, wenn ich jetzt im Nachhinein die einzelnen Lebensabschnitte im Nachhinein bewerte.


    Daher hätte ich Lust hier neue Strukturen und geselschaftlichen Wandel zu Diskutieren.


    in Bezug auf folgende Themen würde ich den grundsätzlichen Fokus legen, aber freu mich auch wenn du den Bogen weiter spannst :


    Schule: Schule sollte keine Pflicht sein, die Einschränkung der freien Entwicklung, hat in der Kausalkette, geselschaftliche Folgen der Unterdrückung.


    Gesundheit: Die zwanghaftigkeit und unverantwortung, die aus denn Geselschaftskrankheiten resultieren, macht uns zu Marionette in einem Gesundheitssystem.


    Gehirnwäsche: die Indoktrination durch so viele Einrichtungen und gesellschaftliche konventione, so wie Politik, Wirtschaft, Religion und Werbung, macht krank.


    Die Kapitaldiktator ist eine Sklavengesellschaft bis die daraus resultierenden Konsequenzen überall ersichtlich sind und durch Verantwortung ausgetauscht wird. Als Künstler hab ich ein großes Ziel: ... Ich möchte noch einen echten und Gesunden Weltfrieden erleben ... nein das ist nicht zuviel verlangt, sondern einfach nur der Beweis, das wir wirklich eine Intiligente Spezies sind, für die wir uns ja eigendlich halten. Dafür ist gesellschaftlicher weltweiter Wandel notwendig, damit wir nicht weiter, wie eine pharasitäre Lebensform auf diesem Planeten exsestieren.


    Was denkst du darüber, was würdest du anders machen und wie, was hinterfragst du kritisch und welchen Gerechtigkeitssinn trägst du in dir, bis hin zu den düsteren Realitäten, für welche Konsequenzen macht es Sinn mit gegen Konsequenzen zu handeln?


    Last uns Zukunft neu denken.

  • Die Kapitaldiktator ist eine Sklavengesellschaft bis die daraus resultierenden Konsequenzen überall ersichtlich sind und durch Verantwortung ausgetauscht wird.

    Für mich ist die interessante Frage, wieso die meisten Menschen denn nicht jetzt bereits eigenverantwortlich ihr Dasein gestalten. Sklaverei meint im eigentlichen Sinne ja eine Art Eigentum an Menschen, was heute so direkt nur noch zeitweise versucht wird (z.B. Militär und Schule).

    Gehirnwäsche: die Indoktrination durch so viele Einrichtungen und gesellschaftliche konventione, so wie Politik, Wirtschaft, Religion und Werbung, macht krank.

    Wo, denkst du, verläuft die Schwelle zwischen einem gemachten Angebot und Indoktrination?

  • Aus meiner Sicht muss es erstmal richtig knallen so dass sich die Menschheit selber zerstört , erst dann kann was Neues , besseres entstehen durch diejenigen , die überlebt haben und es dann besser als die vergangenen Generationen machen wollen .

  • Die "Kapitaldiktatur" ist nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil sie die Sklaven in gewisser Weise zu Teilhabern gemacht hat. Nicht in der Form, dass sie wirklich viel mitgestalten könnten, aber indem man sie mit in Haftung nimmt und ihnen Identifikationsangebote bietet.

    Ersteres geschieht, indem man den Sklaven sehr glaubwürdig vermittelt hat, dass sie es sind, die am meisten darunter leiden werden, wenn das System nicht erfolgreich ist. Und das mit der Identifikation passiert unter anderem durch die Abhängigkeit von Marken- und Konsumprodukten.


    Aber auch noch auf andere Weise...

    Ist euch aufgefallen, wie penetrant mittlerweile Werbung für Tradingplattformen gemacht wird? Es gibt ja zahlreiche erfolgreiche Streamer und YouTuber, die Aktienhandel für junge Leute attraktiv gemacht haben, weil sie ihnen leichtverdientes Geld versprechen. Aber darüber hinaus wird da ja auch Identifikation geschaffen. Anstatt jungen Leuten klarzumachen, dass sie nur das menschliche Rohmaterial sind, mit dem die kapitalistische Maschine angetrieben wird, und dass die Bonzen sie nur verarschen, vermittelt man ihnen, dass jeder selber so ein kleiner Bonze werden kann. Und dass es sogar cool ist, so zu sein.

    Erzähl den Sklaven nur oft genug, dass sie Aufseher werden können, und befördere auch gelegentlich wirklich welche von ihnen, und das Sklavensystem wird gleich deutlich gefestigter sein.

    Und da stehen wir heutzutage. Früher musste man Ketten vielleicht nur sprengen, um die Sklaven zu befreien. Heute musst du ihnen die Ketten erstmal zeigen und sie davon überzeugen, dass sie Sklaven sind.


    Irgendwelche Ideen, wie man das tun könnte?

  • Heute musst du ihnen die Ketten erstmal zeigen und sie davon überzeugen, dass sie Sklaven sind.

    Oder im Sinne dessen, was ich oben anmerkte im Gegenteil, ihnen aufzuzeigen keine Sklaven zu sein und es ihnen freisteht zu gehen und ihr Dasein anders zu gestalten.

  • Heute musst du ihnen die Ketten erstmal zeigen und sie davon überzeugen, dass sie Sklaven sind.

    Oder im Sinne dessen, was ich oben anmerkte im Gegenteil, ihnen aufzuzeigen keine Sklaven zu sein und es ihnen freisteht zu gehen und ihr Dasein anders zu gestalten.

    Wo nimmst du diese Freiheit denn her?

    Wem steht es denn frei, sich seiner Schulpflicht zu entziehen? Dem Arbeitgeber oder Staat, um seine Brötchen zu verdienen?

    μολὼν λαβέ.

  • Aber auch noch auf andere Weise...

    Ist euch aufgefallen, wie penetrant mittlerweile Werbung für Tradingplattformen gemacht wird? Es gibt ja zahlreiche erfolgreiche Streamer und YouTuber, die Aktienhandel für junge Leute attraktiv gemacht haben, weil sie ihnen leichtverdientes Geld versprechen. Aber darüber hinaus wird da ja auch Identifikation geschaffen. Anstatt jungen Leuten klarzumachen, dass sie nur das menschliche Rohmaterial sind, mit dem die kapitalistische Maschine angetrieben wird, und dass die Bonzen sie nur verarschen, vermittelt man ihnen, dass jeder selber so ein kleiner Bonze werden kann. Und dass es sogar cool ist, so zu sein.

    Siehe genau so.


    Ach neulich habe ich wieder eine Influencerin gesehen, die ihren Kontoauszug gezeigt hat und über 50.000 € Schulden hat. Das Erschreckende daran war nicht nur die Summe, sondern dass sie fast schon stolz darauf gewirkt hat. Da frage ich mich wirklich, wie Werbeagenturen und Firmen so etwas unterstützen können und trotzdem noch weitere Kooperationen anbieten.

    Viele junge Leute wissen gar nicht, wie gefährlich diese Branche werden kann, wenn man einmal in diesem Kreislauf drin ist. Am Anfang wird einem oft versprochen, dass man viel Geld verdienen, frei leben und erfolgreich werden kann. Das erinnert fast an ein modernes Narrativ vom schnellen Aufstieg. Man sieht die teuren Reisen, die Markenklamotten, die Luxusautos und die große Reichweite. Was man aber oft nicht sieht, sind die Schulden, die Steuern, der Druck und die Unsicherheit dahinter.

    Gerade Social Media erzeugt dabei eine starke Inszenierung der Wirklichkeit. Die Selbstdarstellung wird zur Bühne, auf der Erfolg permanent performt werden muss. Dadurch entsteht eine Diskrepanz zwischen Erscheinungsbild und Realität. Die Influencer werden zu Protagonisten einer Erzählung, in der Konsum als Symbol für Freiheit und Erfolg dargestellt wird, während die Schattenseiten häufig ausgeblendet bleiben.

    Manche geben mehr Geld aus, als sie eigentlich besitzen, nur um das aufrechtzuerhalten, was man als Fassade oder Idealbild bezeichnen könnte. Dadurch entsteht eine Spirale aus Konsum, Werbung und neuen Schulden. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht könnte man von einer Art Konsum-Motiv sprechen, das sich als roter Faden durch viele Social-Media-Erzählungen zieht. Der Konflikt zwischen Schein und Sein wird dabei zu einem zentralen Thema.

    Für mich ist das kein echtes Win-Win-System. Es wirkt eher wie eine moderne Tragik, in der die Figuren immer mehr Erfolg anstreben, sich aber gleichzeitig immer stärker von wirtschaftlichen Zwängen abhängig machen. Die Versprechen des Kapitalismus erscheinen dabei fast wie ein Leitmotiv, das ständig wiederholt wird: mehr Reichweite, mehr Geld, mehr Konsum. Doch nicht selten endet diese Erzählung in Überschuldung, Druck oder persönlicher Ernüchterung.

    Deshalb sollte man sich von solchen Inszenierungen nicht blenden lassen. Hohe Einnahmen bedeuten nicht automatisch Wohlstand und viele Follower nicht automatisch ein erfülltes Leben. Hinter der Fassade verbirgt sich oft eine wesentlich komplexere Realität. Finanzielle Bildung, Eigenverantwortung und ein kritischer Blick auf mediale Narrative sin0d am Ende oft mehr wert als jeder kurzfristige Internet-Hype.

  • Wo nimmst du diese Freiheit denn her?

    Woraus genau leitest du eine sklavenartige Unfreiheit her?

    Wem steht es denn frei, sich seiner Schulpflicht zu entziehen?

    Oben merkte ich ja bereits an:

    Sklaverei meint im eigentlichen Sinne ja eine Art Eigentum an Menschen, was heute so direkt nur noch zeitweise versucht wird (z.B. Militär und Schule).

    Eltern ziehen heute mitunter einfach nach Österreich, wo es keine Schulpflicht im deutschen Sinne gibt.

    Dem Arbeitgeber oder Staat, um seine Brötchen zu verdienen?

    Du meintest hier, wem stehe es frei sich seiner Erwerbsstelle zu entziehen? Heute praktisch jedem? Weiter gibst du zu bedenken "man muß ja seine Brötchen verdienen". Aber das liegt in der Natur des Daseins? Ein Mensch hätte auch die Wahl sich um im Beispiel zu bleiben sein Getreide selbst anzubauen und weiterzuverarbeiten. All das bringt oft gewisse ökonomische Verflechtungen mit sich, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß heutiger "Durchschnittslöhne", sondern weit unterhalb dieser.

  • Aus literaturwissenschaftlicher Sicht könnte man von einer Art Konsum-Motiv sprechen, das sich als roter Faden durch viele Social-Media-Erzählungen zieht.

    Ja, Konsum, Erfolg und körperliche Perfektion. Das sind Werte, die viele junge Leute erstrebenswert finden, vor allem solche, die sich ständig durch TikTok und Co. klicken. Wenn sie älter werden, arrangieren sich die meisten notgedrungen mit dem Mittelmaß und machen irgendwann ihren Frieden damit, dass sie kein leuchtender Star, sondern nur ein kleines Glühwürmchen sind. Aber selbst das ist ja meistens nicht gerade eine komplette Abkehr von diesen hedonistischen Werten.

    Jedenfalls dürfte es ungleich schwieriger sein, jemanden von der Schädlichkeit des Systems zu überzeugen, der den Konkurrenzkampf nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene angenommen und verinnerlicht hat, als jemanden, für den das alles die pure Hölle ist.

    Und das ist eben auch ein Punkt, wo ich sage: Mit klassischem Revolutionssprech oder Abkotzen über das System erreicht man diese Leute nicht, sondern eher nur die richtig unzufriedenen, kaputten oder intellektuellen. Doch die Mehrheit der Sklaven spricht eher die Sprache ihrer Herren als die ihrer "Befreier". Und so lang diese Problematik besteht, und die Leute nicht von sich aus noch viel mehr Abscheu gegenüber den kapitalistischen Zuständen entwickeln, wird es sehr schwer, sie zu erreichen.