Na, dann geh mal dein Getreide anbauen.
Gesellschaft neu Schaffen.
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Du meintest hier, wem stehe es frei sich seiner Erwerbsstelle zu entziehen? Heute praktisch jedem?
Vielleicht müsste man weniger darüber reden, ob Menschen "frei sind zu gehen" und mehr darüber, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit dieses Gehen nicht bloß der Wechsel in eine andere Abhängigkeit ist.
Ein Mensch hätte auch die Wahl sich um im Beispiel zu bleiben sein Getreide selbst anzubauen und weiterzuverarbeiten.
Sich dem Arbeitgeber zu entziehen, um dann vom eigenen Acker, vom Wetter, vom Boden, von Eigentumsfragen, Geräten, Ernteausfällen, Vorratshaltung und den eigenen körperlichen Bedürfnissen abhängig zu werden, klingt für mich nicht unbedingt nach "Freiheit". Eher nach einer anderen, vielleicht primitiveren und komplizierteren Form derselben Notwendigkeit. Beachtlicher Aufwand, um in angeblicher Ruhe fressen und scheißen zu können.
Natürlich haben Hunger, Kälte, Krankheit und Erschöpfung nicht erst mit dem Kapitalismus begonnen. Man könnte vielleicht sogar sagen, dass schon darin eine Art Unterdrückung steckt, dass wir überhaupt Körper sind, die versorgt werden müssen und sich nicht einfach über ihre Bedingungen hinwegsetzen können. Nur wäre dann zu fragen, was davon bloß die Gemeinheit des Lebens ist und wo Gesellschaft anfängt, diese Gemeinheit noch einmal zu organisieren und gegen einen zu wenden. Das beginnt ja nicht erst bei Staat, Markt oder großen Institutionen, sondern oft schon in sehr kleinen Gemeinschaften, im "Freundeskreis", in der Familie, im unmittelbaren sozialen Umfeld halt, sobald Abhängigkeiten, Erwartungen und Bedürftigkeiten zur Verfügung über andere werden.
Ich möchte noch einen echten und Gesunden Weltfrieden erleben ... nein das ist nicht zuviel verlangt, sondern einfach nur der Beweis, das wir wirklich eine Intiligente Spezies sind, für die wir uns ja eigendlich halten.
Auch bei einem "gesunden Weltfrieden" wüsste ich nicht sofort, was damit eigentlich gemeint ist. Nur die Abwesenheit von Krieg? Oder auch die Abwesenheit von Zwängen, Konkurrenz, Angst, Bedürftigkeit, Herrschaft und Erpressbarkeit? Und falls die Menschheit dafür "gesünder" werden soll: Wer bestimmt dann, was krank ist?
Vielleicht ist Intelligenz auch nicht einfach das Gegenmittel zu unseren Problemen. All diese hübschen Vorrichtungen von Staat, Märkten, Schulen, technischen Abhängigkeiten bis hin zu Waffen sind ja nicht aus reiner Dummheit entstanden. Zu welchen Erkenntnissen sollten wir gelangen, wenn wir "intelligenter" wären?
Solange die grundlegenden Zwänge bestehen bleiben, sagt die Möglichkeit, sich anders zu organisieren, noch wenig darüber aus, wie frei man dabei tatsächlich ist – und das scheint mir hier die tatsächlich interessante Frage zu sein.
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Wir müssen einfach nur die Replikatoren aus Star Trek und den Warpantrieb erfinden, damit sich jeder schön bequem sein Zeug herbeibeamen kann, dann wird alles gut und Arbeit wird ein Hobby für Menschen mit zuviel Langeweile. Lässt sich ein Streit so gar nicht lösen, fliegt man einfach weit genug weg und lebt auf seinem eigenen Planeten, ohne die ganzen Idioten.
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bezüglich meines Zitatś,
Philosophie nach Jung ist ein entspannter Grundansatz, doch der Grundgedanke liegt in der Verantwortung und dem nicht zulassen derer Abwesenheit. Fang selber an darüber nachzudenken, was gesunder Weltfrieden für dich bedeutet und wie du deinen Beitrag dazu Leisten kannst. Teile deinen Gedanken hier und wir kommen in den Austausch. Die Abwesenheit von Krieg hat noch nie exsestiert, das ist der erste Punkt, wie kommen wir da hin.
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Sorry, aber deine Ansätze bleiben mir bisher zu oberflächlich.
Du bekommst es ja nicht einmal hin, den Ansatz des von dir wohl gemeinten Carl Gustav Jung vernünftig darzustellen oder die Begriffe zu definieren, mit denen du arbeitest. "Gesunder Weltfrieden", "Verantwortung", "nicht Zulassen der Abwesenheit" – das bleibt alles ziemlich unbestimmt.
Gerade Jung würde doch eher nahelegen, den eigenen Weltfriedenswunsch selbst verdächtig zu finden und nach den darinsteckenden Projektionen, Erlösungssehnsüchten und dem der Welt aufzwingenden Ordnungswillen zu fragen. Mit seiner Schattenintegration geht's ihm ja nicht um die Heilung der Welt, sondern erstmal um die Zumutung, sich selbst auf die "Krankheit" zu prüfen.
Nun, was erklärt man eigentlich für krank, damit die eigene Vorstellung vom Geheiltsein unangetastet bleibt?
Wenn du Weltfrieden als Ziel formulierst, kannst du die Begriffsarbeit nicht vollständig an andere auslagern.

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