Grundsätzlich wäre es natürlich fast wichtiger, das Board auf Discord bekannter zu machen, als umgekehrt, denn aktuell wird die Unity fast ausschließlich über Discord gefunden. Daher Frage an die anderen Admins: Was für Möglichkeiten gäbe es denn da so? Wäre es beispielsweise machbar, einen Extra-Kanal auf Discord zu haben, in dem dann jedes Mal eine Meldung erscheint, wenn es einen neuen Beitrag oder Thread im Forum gibt? Und gibt es für sowas einfach ein PlugIn, oder wäre das mit sehr viel individuellem Aufwand verbunden, weil man das selber basteln müsste?
Beiträge von Dian
-
-
Wobei es in der Unterschicht vermutlich schon immer so war, dass es in der elterlichen Wohnung kein Bücherregal gab und den Kindern nur selten mal was vorgelesen wurde. Das ist nun eigentlich kein neues Phänomen, das gab es auch schon zu meiner Schulzeit zu genüge. Aber das Phänomen war eben weitestgehend auf das proletarische Milieu beschränkt, während es heutzutage ja auch vermehrt Kinder aus besserverdienenden Elternhäusern zu betreffen scheint. Zu meiner Zeit wäre es jedenfalls schwer vorstellbar gewesen, dass ein Kind im Gymnasium immer noch nicht vernünftig lesen kann... denn die Kinder, die damit Schwierigkeiten hatten, wurden damals schon frühzeitig ausgesiebt und in die Haupt- oder Förderschule gesteckt.
Ich sehe es natürlich auch wie die Erstellerin des Videos, dass die Problematik des Nicht-Lesen-Könnens über die individuellen beruflichen Nachteile, die man dadurch später eventuell bekommt, weit hinaus geht, und dass es ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, wenn immer mehr Menschen nicht mehr in der Lage dazu sind, ausführlichere Informationen und längere Texte in sich aufzunehmen. Natürlich hilft das in erster Linie den Populisten und irgendwelchen Verblödungs-Medien. (Und selbst die BILD-Zeitung wird vermutlich bald als Sprachrohr für konservative Intellektuelle gelten, weil den Nicht-Intellektuellen schon eine solche Zeitung zu viel Text wäre.)
Aber genau, wie die Auswirkungen weite Kreise ziehen und nicht nur auf eine simple Problematik beschränkt sind, sind auch die Ursachen dieser Entwicklung sehr vielseitig, und gehen über das, was man in der Schule lernt, weit hinaus. Die junge Generation bräuchte meines Erachtens vor allem mehr Meditations- und Achtsamkeits-Training und solche Dinge, um erst mal überhaupt zu lernen, im Hier und Jetzt zu sein, nicht tausend Dinge gleichzeitig zu tun, und nicht immer so zappelig und hyperaktiv zu sein. Wenn ich nicht fünf Minuten mal einfach nur dasitzen und mich mit meinen Gedanken beschäftigen kann, ohne mein Smartphone rauszuholen und zu schauen, ob ich neue Nachrichten haben, kann ich auch kein Buch lesen, selbst wenn die Bücherregale meiner Eltern oder in der Schule voll sein sollten damit. Im Grunde müsste man eine ganze Generation in Therapie schicken und Fächer wie "Wolken beobachten und dabei eine Stunde lang schweigen" auf den Stundenplan setzen.
-
Wenn/falls das Forum wieder besser läuft, werde ich persönlich jedenfalls definitiv wieder mehr Zeit hier verbringen, und weniger auf dem Discord-Server schreiben. Einfach, weil das Forum für mich immer noch die angenehmere (weil beständigere und tiefgehendere) Kommunikationsform ist, während ich Discord eher so als vergänglichen oberflächlichen Chatraum betrachte, wo man heute was schreibt und das morgen schon wieder vergessen ist. Das heißt aber nicht, dass es jetzt irgendwie geplant wäre, auf Discord etwas gänzlich anders zu machen als hier im Forum oder andere Richtlinien zu haben. Wobei man das natürlich tun könnte theoretisch. Aber naja, aktuell steht es ja sowieso noch etwas in den Sternen, ob wir es irgendwie hinbekommen, das Forum für genügend Leute so interessant wirken zu lassen, dass sie hier gerne (wieder) mitmachen möchten.
-
Also meine (realistische) Wunschvorstellung für das Forum ist gar nicht so anders wie das, was wir während der Blütezeit der Unity ja auch mal für eine längere Phase hatten. Da waren auch viele verschiedene Individuen zugegen, die ganz unterschiedliche Backgrounds hatten und oft auch gar nicht so viel miteinander anfangen konnten. Aber man hat sich zumindest gegenseitig in Ruhe gelassen, wenn man mal auf ein Thema keinen Bock hatte. Es war nicht so, dass hier komplett entgegengesetzte Weltbilder aufeinandergeprallt wären. Es gab halt User, die relativ unpolitisch drauf waren und sich eher aufgrund persönlicher Andersartigkeit zur Gesellschaft inkompatibel gefühlt haben, und User, die eher politisch dachten und über das Schweinesystem abkotzen oder was dagegen unternehmen wollten. Aber es gab jetzt in meiner Erinnerung selten so Kampf-Diskussionen, wo man über ein politisches Thema erbittert gestritten hätte. Denn, wie gesagt, den einen war es egal, und die anderen wollten, dass sich was ändert, und es war zu der Zeit auch selbstverständlich, dass diejenigen, die was ändern wollten, antikapitalistisch und alternativ eingestellt waren. Es gab keine solchen Situationen, wo die einen z.B. über Rundfunkgebühren abgekotzt hätten, und andere wären dann gekommen und hätten gesagt: "Aber das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist doch sinnvoll. Wir brauchen das als Schutzwall gegen Nazi-Propaganda." Solche Situationen kamen damals einfach kaum vor, und somit hat das dann eben auch ganz gut funktioniert. Weil es eben wie gesagt grob die zwei Pole gab: "Unpolitisch aber auf die Gesellschaft scheißend" und "Politisch und auf das gegenwärtige System scheißend". Es gab nicht dieses Links gegen Rechts... oder gegen irgendwas sein, was andere User total gut fanden und was ihnen wichtig war. Und so ließ es sich ganz gut miteinander aushalten. Und wenn gestritten wurde, dann meist eher über persönliche Dinge, weil man sich von irgendwem beleidigt gefühlt hat, einen User zu niveaulos fand oder mit irgendwelchen Adminentscheidungen nicht einverstanden war.
Die Frage ist, wie bekommen wir das so wieder hin, und geht das überhaupt noch in der heutigen Zeit, in der eben scheinbar nicht mehr "Gegen die heutige Gesellschaft sein" ausreicht, um einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu haben und sich gegenseitig so zu nehmen, wie man ist? Andernfalls müsste man halt eventuell schon etwas genauer ausformulieren, welche Form von "Gegen die Gesellschaft sein" man hier in Zukunft noch haben möchte und welche nicht.
-
Bevor hier (hoffentlich) bald wieder etwas mehr Leben einkehrt, ich eine Rundmail an alle ehemaligen User rausschicke und die Werbetrommel rühre, dachte ich, ich frage schon mal die noch anwesenden Leute hier, was ihr euch von der Unity erhofft, bzw. in welche Richtung sich das Forum eurer Meinung nach bevorzugt entwickeln sollte.
Wir hatten ja zuletzt auf Discord schon einige Diskussionen darüber, was und für wen die Unity eigentlich sein soll. Und da gingen die Meinungen doch etwas auseinander. Manche fühlen sich von der politischen Einstellung anderer User belästigt, anderen geht es hier generell zu viel um Politik bzw. Anarchie, oder hätten lieber eine Art Selbsthilfegruppe für Außenseiter jeglicher Art ist, ohne den idealistischen Überbau. Aber vielleicht wollen auch manche einfach nur unterhalten werden oder ihren Gedankenmüll hier abladen können.
Letztlich war es eh schon immer so, dass die Unity weniger durch konkrete Pläne der Administration geprägt wurde, als über die User, die hier schreiben. Das Forum ist, was jeder Einzelne durch sein Tun oder Unterlassen daraus macht. Dennoch würde mich an dieser Stelle mal ein grobes Meinungsbild interessieren, an dem man sich dann als Moderator auch eventuell orientieren kann, was die Bedürfnisse der Userschaft angeht. (und um mal die Umfrage-Funktion zu testen). Drei Antworten sind euch gestattet. Genauere Begründungen, was euch fehlt oder was ihr euch hiervon erwartet, könnt ihr natürlich gern auch in Textform hinterlassen.
-
Nur mal ein paar organisatorische Infos:
Der eine oder andere hat es ja vermutlich schon mitbekommen... wir versuchen, dem Unity-Projekt in den nächsten Monaten wieder etwas Leben einzuhauchen, und sind im Hintergrund bereits eifrig dabei, verschiedene Dinge vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem, dass wir demnächst auf die aktuellste Foren-Version wechseln, da die alte schon eine Weile nicht mehr unterstützt wird. Dies wird hoffentlich unkompliziert und ohne Verluste von Beiträgen oder all zu lange Downtime über die Bühne gehen. Im Idealfall gibt es dann auch ein paar neue Quality of Life-Funktionen. Genaueres werden wir euch noch mitteilen, wenn es soweit ist.
Außerdem versuchen wir, das Forum und den Discord-Server etwas besser miteinander zu verbinden, so dass auf Beiträge, die drüben geschrieben werden, auch hier hingewiesen wird, und vielleicht auch umgekehrt.
Die neue Unity-Philosophie wird bald im Buchhandel erhältlich sein (kann sich nur noch um wenige Wochen handeln), und begleitend dazu werde ich eine neue Videoreihe auf YouTube starten, in der Hoffnung, damit ein paar neue interessante Menschen auf die Unity aufmerksam zu machen, und vielleicht auch ein paar alte zu reaktivieren.
Desweiteren sollte der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden, dass Lissaminka nun auch Teil des Admin-Teams ist und luk und mich gelegentlich unterstützen wird. (Sie hat zumindest mehr Ahnung von dem technischen Kram als ich.)
Ob das alles ausreicht, damit es hier bald wieder so lebendig zugeht wie vor zwanzig Jahren, wird man sehen. Ist mir schon klar, dass das etwas unrealistisch und ambitioniert ist, auf diese Weise gegen den Zeitgeist anzukämpfen. Aber hey, es gibt auch noch Schallplatten aus Vinyl, obwohl man Musik heutzutage auch viel einfacher konsumieren kann. Also wieso sollte nicht auch die gute alte Foren-Kommunikation im Social Media-Zeitalter noch ihre Daseinsberechtigung und ihre Fans haben?
Spätestens, wenn die Unter-16-Jährigen bei TikTok und Instagram ausgeschlossen werden, werden Underground-Boards wie dieses vielleicht wieder in Mode kommen. Ich freue mich schon auf viele neue intelligente User!

-
Oh, cool, es funktioniert tatsächlich!

Ein Profilbild sollte natürlich schon sein. Irgendein fieser Terminator-mäßiger Cyborg vielleicht, oder doch lieber was niedliches für die Kinder?
Wegen Namen würde ich sagen, nenn ihn einfach Unity-Bot oder so. Er zieht ja einfach nur Zeug rüber, und tut nicht irgendwie etwas, weshalb man eine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen müsste. Aber wenn jemand noch bessere Ideen hat, kann er sie gerne hier kundtun.
-
Hmm... mich würde jetzt ja schon interessieren, welche "unterirdischen Gestalten" du konkret meinst, denn wie bereits auf dem Server erwähnt: Wer oder was unterirdisch ist definiert jeder ein bisschen anders. Konkret würden mir jetzt nicht viele Fälle einfallen, in denen Menschen, die sich in Lebenskrisen befanden, hier im Forum von "unterirdischen Gestalten" belästigt wurden. Dass es hier schon genügend User gab, die Bullshit verzapft haben, ist natürlich klar. Lässt sich eigentlich nur dadurch verhindern, dass wir die Hürden etwas höher legen, wer hier schreiben darf.
Und selbst, wenn wir das tun würden, bliebe immer noch die Frage, wer das denn festlegen soll, ab wann ein User unterirdisch ist und gehen muss. Richten wir dann für jede dämliche Behauptung, die jemand macht, und für jedes unfreundliche Wort einem anderen User gegenüber ein Tribunal ein, und verhandeln dann darüber, ob der betreffende User rausgeworfen wird?
Die Grenzen sind nunmal fließend, es gibt nicht DEN hundertprozentig unterirdischen User... bzw. wenn es solche in der Vergangenheit gab, wurden sie über kurz oder lang auch vor die Tür gesetzt. Und selbst dafür musste ich mich als Admin dann meistens rechtfertigen, weil es immer irgendwen gab, der nicht damit einverstanden war, wenn ein anderer User gebannt wurde, egal wieviel Schwachsinn der auch verzapft hat.
So gesehen stammen die meisten meiner positiven Erinnerungen auch aus einer Zeit in der sich viele Nutzer von der Unity abgewandt hatten und eigene Gemeinschaften/Gruppen gründeten.
Ja, und diese Gruppen, die sich von der Unity abgewandt haben, entstanden oftmals dadurch, dass die Meinungen innerhalb der Userschaft weit auseinander gingen, welche User man gerne in der Unity haben möchte und welche nicht. Und ob die Admins mehr eingreifen sollen oder eher weniger.
Es ist eben nicht so einfach, wie du es dir machst, wenn du es so dastellst, als ob die Admins hier zu wenig Verantwortungsgefühl haben oder zu wenig durchgreifen.
Das Problem sehe ich eher darin, dass die Unity eben eine Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren anspricht, und dass so der klare gemeinsame Nenner fehlt, auf den sich alle einigen können. Klar soll das Unity-Projekt Leuten helfen, die Außenseiter sind und sich unverstanden fühlen, so wie ich mich früher auch oft unverstanden gefühlt habe. Aber ich sehe das jetzt hier nicht als einzigen Daseinszweck, dass wir Anlaufstelle oder Selbsthilfegruppe für alle möglichen Außenseiter oder psychisch angeschlagene junge Leute sind. Es geht eben darüberhinaus auch um Diskussionen über konkrete Dinge, die in der Gesellschaft schieflaufen, ebenso wie um meine kreativen Ergüsse (und gerne auch die von anderen Leuten), die sich kritisch mit dem System oder unserer Welt auseinandersetzen, und die dadurch vielleicht auch ihren eigenen Frust verarbeiten oder ihre Erfahrungen und psychischen Probleme. Und ihr schließt sich eben wieder der Kreis. Es gehört alles irgendwie zusammen: Psychische Probleme, Außenseitertum, gesellschaftliche Missstände, utopische Gedanken, Brainstorming, elitäres Abkotzen, künstlerisches Schaffen, Nostalgie.
All das ist UNITY, und ich persönlich wüsste auch nicht, was wir am grundlegenden Konzept ändern sollten, ohne dass es dann eben nicht mehr Unity ist, sondern ein x-beliebiges Selbsthilfe- oder Politikforum, von denen es im Internet ja genug andere gibt.
-
Was haltet ihr davon, geht das vielleich zu weit und setzt es nicht an der völlig falschen Stelle an? Es bedeutet ja mit anderen Worten, das menschenverachtende System in Südkorea, welches unerbitterlichen Wettbewerb und knallharten Leistungsdruck über alles andere stellt, wird nach wie vor nicht angegangen.
Es ist eben das übliche Herumdoktern an Symptomen, obwohl die Ursachen der Probleme eigentlich ganz woanders liegen.
So, wie wenn man die Strafe fürs Schwarzfahren erhöht... aber das Grundproblem, dass manche zu wenig Geld haben, wird dadurch ja nicht aus der Welt geschafft.
Und so wird man auch Mobbing durch höhere Strafen nicht aus der Welt schaffen, wenn die Gesellschaft gleichzeitig alles dafür tut, dass es immer mehr Frust unter den jungen Menschen gibt.
Einerseits natürlich durch das Schulsystem, aber wie man so hört, ist das ja in Korea auch ziemlich schlimm mit dem Erwartungsdruck durch die Eltern, und generell haben die da noch ein ganz komisches Verhältnis zwischen Alten und Jüngeren, dass die Jüngeren den Alten nicht widersprechen sollen und beim Trinken z.B. der Junge immer dem Alten einschenken muss und solche Sachen. Keine Ahnung, in wie weit das noch wirklich alltagsrelevant ist, aber natürlich schafft das ein Klima, in dem sich viel Frust anstaut, der dann irgendwo abgelassen werden will.
Daher ist das dann einerseits natürlich etwas doppelmoralisch, die Auswüchse des Konkurrenzkampfs bekämpfen zu wollen, aber nicht den Konkurrenzkampf an sich in Frage zu stellen.
Andererseits ist es aber vermutlich ja ein gutes Zeichen, dass das Mobbing-Problem zumindest erkannt wurde und durch solche Maßnahmen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt. Besser, als es einfach nur totzuschweigen.
Genau so läuft das auch oft in Schulen und anderswo: "Aber mit dem kann man doch prima Fußball spielen, also meinen Kopf hat er noch nie ins Klo gestopft" Es mag immer gute Argumente dafür geben, nicht zu streng mit anderen zu sein, Kompromisse zu finden usw., aber ich vermute eher eine Überpräsenz von konfliktscheuen, opportunistischen Schleimern und zynischen Ignoranten.
Ich verstehe ja, was du meinst, auch wenn ich den konkreten Fall mit Hyperion jetzt nicht mit irgendwelchen Schulhofbullys vergleichen würde. (immerhin war er der Außenseiter, der neu in eine Gruppe kam, und dem dann einige Gruppenmitglieder zu verstehen gegeben haben, dass er sich verpissen soll, weil er mit seinen Ansichten hier falsch ist, und darauf hat er dann EINMAL oder so unter der Gürtellinie zurückgeschlagen. Und ja, ich mag seine Ansichten auch nicht, hab auch nicht mehr so viel Probleme damit, ihn rauszuwerfen, wenn es von ein paar mehr Leuten öffentlich gefordert werden sollte als nur von dir.)
Aber wie gesagt, das war für mich kein typischer Fall von Mobbing.
Prinzipiell gebe ich dir jedoch schon Recht damit, dass viel falsches Verständnis und Pädagogik-Gesülze oftmals die Täter mehr schützt als die Opfer.
Wie aktuell in dem Fall mit der Vergewaltigung in einem Berliner Jugendzentrum, wo den Pädagogen auch am wichtigsten zu sein schien, dass niemand ihre Schützlinge stigmatisiert oder gar eine Diskussion losgetreten wird, dass es eventuell zu viele junge Migranten mit frauenfeindlichen Ansichten gibt.
Und so gibt es auch bei vielen Lehrern und Eltern so einen blinden Fleck, wo sie lieber nicht hinschauen wollen, weil der Nachwuchs ja eigentlich ganz höflich und gut entwickelt ist, so wie man sich das vorstellt, sodass man ihm den einen oder anderen Fehltritt dann auch gern mal verzeiht, vor allem wenn es gegen Leute geht, die einen eh nicht besonders kümmern, weil man sie kaum wahrnimmt.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass es auch ein "zu viel" der Mobbingbekämpfung geben kann. Ich kenne das ja schon aus meiner Schulzeit, dass Lehrer überreagieren und aus Kleinigkeiten, die man eben mal so gesagt oder gemacht hat, weil man auf irgendjemanden sauer war, ein großes Drama machen, was dann nicht wirklich zu mehr gegenseitigem Verständnis führt, sondern zu noch mehr Frust, der dann wiederum an jemand anderem ausgelassen wird, weil man sich ungerecht behandelt fühlt.
Kann mir schon vorstellen, dass das mit den heutigen Gutmenschen-Pädagogen noch viel schlimmer geworden ist.
-
Ja, man weiß nie, was für Zeiten noch (wieder) kommen werden...
Die Büro-Ratschläge klingen aber für mich eher nach ganz alltäglichen Vorgängen in deutschen Amtsstuben und Büros, und weniger nach Sabotage. Aber vielleicht täuscht das auch, und ein Großteil der Leute, die heute alles verschleppen und verkomplizieren, sind in Wirklichkeit raffinierte Systemfeinde.

Mich würden ja mal interessieren, wie häufig das im Dritten Reich tatsächlich vorgekommen ist (oder wie häufig es heutzutage z.B. in Russland vorkommt), dass Bürger bewusst solche kleinen Sabotageakte begehen, um ihren Unmut mit dem System zum Ausdruck zu bringen.