Posts by Dian

    Beruht die Story auch auf reale Fakten oder ist es wirklich reine Fiktion?

    Reine Fiktion, die aber auf diversen realen Begebenheiten basiert, die sich während dieser Zeit ereignet haben, und die dem kleinen Dian oft im Schulunterricht in Form von Lektüre oder Filmen vorgesetzt wurden. Zumindest an meiner Schule wurde man damals regelrecht damit zugeballert... sicherlich in gutgemeinter Absicht, weil man die Schüler ja für diese wichtige Thematik sensibilisieren wollte. Das Übliche eben, was sicher auch heute noch an vielen Schulen durchgenommen wird. Das Tagebuch der Anne Frank, Hitlerjunge Salomon, und unzählige andere Filme/Bücher, die man im Unterricht zu sehen bekam, und die dann meistens damit endeten, dass die sympathischen, guten Charaktere am Ende verraten und ins KZ gebracht wurden, wo sie dann gestorben sind, während ihre Freunde traurig dabei zusahen, wie sie abgeführt wurden.

    Und der kleine Dian fand das eben schon damals dann immer sehr deprimierend... und auch pädagogisch ein bisschen zweifelhaft, um ehrlich zu sein. Denn was wird dem jugendlichen Zuschauer/Leser da vermittelt? Klar, in erster Linie natürlich, dass das damals ziemlich schlimm war, wie mit den Menschen umgegangen wurde, und dass im Dritten Reich eine Menge Unrecht geschehen ist. Aber auf der Meta-Ebene wird in gewisser Weise gleichzeitig auch ein Gefühl der Ohnmacht vermittelt... die Guten sind die Hilflosen, die zu schwach sind, um etwas zu verändern, und die Nazis sind (bei aller Bösartigkeit) eben irgendwie auch immer stärker als alle anderen und haben die cooleren Klamotten an und die beeindruckenderen Auftritte.

    Als der kleine Dian dann etwas größer wurde und eine Story für seinen zweiten Roman suchte, war es irgendwie nur folgerichtig, dass er sich dann dieser Thematik angenommen hat, um dem althergebrachten Handlungsmuster des antifaschistischen Betroffenheits-Genres mal einen kleinen Twist in eine etwas andere Richtung zu geben.

    Also Fehler konnte ich so nicht feststellen, gerade mal einen, den ich als relativ gravierend einordnen würde. Da stören mich dann eher logische Fehler.

    All zu viele haarsträubende Fehler sollten eigentlich nach zwanzig Jahren nicht mehr drin sein. Ich denke, hauptsächlich sind es wohl Fragen der Groß-/Kleinschreibung, oder ob etwas zusammen oder getrennt geschrieben wird. Nach der x-ten Rechtschreibreform mach ich das meistens eher so nach Gefühl, was dann auch mal dazu führen kann, dass ich es an einer Stelle so und an einer anderen Stelle wieder anders mache. Da bin ich jetzt nicht so der Rechtschreib- := . Aber grobe Schreibfehler, falsche Buchstaben etc. sollten natürlich nicht vorkommen... also lasst es mich wissen, wenn euch so etwas noch auffällt.

    Über logische Fehler kann man gern diskutieren (am besten dann vorher mit Spoilerwarnung versehen, falls es irgendwas handlungsrelevantes ist.) Unlogischen, sich selbst widersprechenden Stuss will ich natürlich nicht verzapfen. Andererseits sind meine Geschichten aber auch nicht unbedingt in der realen, "vernünftigen" Wirklichkeit verwurzelt, sondern in einer Welt, in der durchaus auch mal unwahrscheinliche, magische Dinge geschehen können.


    Der Dian The Saint-Klassiker schlechthin... bald 20 Jahre ist es jetzt her.

    Und da man ja mit der Zeit gehen muss, habe ich den Roman nun auch für Ebook-Reader optimiert. Solltet ihr so ein Gerät besitzen, könnt ihr ja bei Gelegenheit mal testen, ob es bei euch vernünftig angezeigt wird, und ob das so einigermaßen lesbar ist. (Gibt ja da die verschiedensten Geräte... ich hab mir nur so eine App runtergeladen, und auf der sieht es ganz ok aus. Aber kann ja bei euch schon wieder ganz anders sein.)


    Download von Resistance im epub-Format:

    Resistance (Unity 2) - Dian The Saint.zip


    oder ganz altmodisch als pdf:

    Resistance (Unity 2).pdf


    Ich habe es jetzt auch zum ersten Mal seit längerem wieder gelesen, und es hat mich wieder genauso gepackt wie damals.

    Es sind so viele Erinnerungen hochgekommen. Komischerweise aber kaum Erinnerungen daran, wie ich das Buch damals geschrieben habe, denn daran kann ich mich eigentlich kaum noch erinnern.

    Ich erinnere mich vielmehr an die Ereignisse aus dem Buch so, als hätte ich sie im realen Leben wirklich erlebt. Ich habe das Gefühl, ich war mit dabei... und die Protagonisten, sie sind sowas wie alte Freunde, mit denen ich viele lustige und auch traurige Abenteuer erlebt habe. Aber sie sind alle verschollen in den Wirren des Krieges... keiner ist zurückgekehrt, und ich weiß, ich werde sie niemals wiedersehen, und habe nichts von ihnen außer diesen Erinnerungen an unsere kurze gemeinsame Zeit. *seufz*

    Der Roman war eh schon immer so melancholisch von der Grundstimmung her... aber ich habe den Eindruck, im Lauf der Jahre ist es sogar noch stärker geworden, dieses Gefühl. Zumindest bei mir.


    Keine Ahnung, ob ihr das nachvollziehen könnt, oder ob das verrückt klingt. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass man die Dinge als Autor immer intensiver wahrnimmt als der Leser es tut. Im Idealfall überträgt man natürlich diese Intensität auch auf den Leser, und das scheint mir bis zu einem gewissen Grad auch gelungen zu sein, denn es hat ja damals auch den einen oder anderen berührt.

    Doch im Lauf der Jahre ist es etwas still geworden um Unity 2. Die alten Fans kennen es entweder auswendig oder sind in einen tiefen Abgrund gestürzt (manche im wahrsten Sinne des Worte). Und die neuen Unityaner scheinen wenig Bedarf zu haben an meinen guten alten Heroic Bloodshed-Geschichten. :sniper:

    Eigentlich schade, denn wie gesagt, ich finde die Story nach wie vor sehr inspirierend, irgendwie zeitlos. Gerade der knappe, bodenständige Stil, und dass ich mich damals aufs Wesentliche konzentriert habe, anstatt in unzählige Erzählstränge und Paralleldimensionen abzudriften wie in meinen späteren Werken, gibt dem Roman seinen ganz eigenen Reiz.

    Also, was ich eigentlich sagen möchte: Wer es noch nicht gelesen hat... lest es mal, es ist der perfekte Einstieg ins Dian The Saint-Universum. Und wer es vor 10 oder 20 Jahren schon einmal gelesen hat... lest es doch mal wieder, vielleicht fühlt ihr ja auch ein bisschen diese Melancholie, wie sie mich überkommen hat. Und wenn nicht... auch egal. Ich weiß jetzt wenigstens wieder, wofür ich es damals in erster Linie geschrieben habe. Nicht für andere oder für die Nachwelt, sondern um es für mich selbst Realität werden zu lassen. Damit es auf immer ein Teil meines Lebens sein wird. Und ich glaube, zumindest das dürfte mir gelungen sein.

    Da bekomme ich gleich wieder ostalgische Gefühle (auch wenn ich gar kein Ossi bin.)

    Muss auch mal wieder da irgendwo durch die Provinz fahren. Das hat immer eine so schön beruhigende Wirkung auf mich.

    Ja, stimmt. Diese Online-Konvertierer haben sich irgendwie nicht gut mit meinen uralten Word-Dokumenten vertragen. Hab mir jetzt Calibre runtergeladen, damit geht es besser. Jetzt sind es eigentlich nur noch ganz wenige Stellen, wo komische Leerzeilen stehen oder falsche Absätze.


    Nochmal durchlesen muss ich mir alles natürlich trotzdem, für den Fall, dass ich was übersehen habe.

    Demenstprechend müsst ihr euch auf Unity 5 auch noch paar Wochen länger gedulden... ich will dann zur Veröffentlichung gleichzeitig auch meine Homepage aktuallisieren und alle alten Bücher Ebook-fit machen.

    Wo siehst du den Unterschied zwischen diesen Begriffen?

    Ist es, weil "Theorie" etwas ist, was möglich sein kann... während man einem "Mythos" mehr oder weniger abspricht, dass er wirklich existiert?

    So gesehen ist die Bezeichnung "Verschwörungsmythen" natürlich stark wertend, ähnlich wie wenn man gleich "Verschwörungsmärchen" sagen würde.


    Andererseits kann man es natürlich auch so sehen, dass ein "Verschwörungsmythos" etwas ist, was irgendjemand irgendwann mal ausgedacht hat, und sich dann immer mehr verbreitet, eben auch wie so ein Meme, wo oft keiner mehr weiß, wie es eigentlich entstanden ist... während eine "Verschwörungstheorie" eher den dahintersteckenden Denk-Vorgang bezeichnet. Auch in der Wissenschaft gibt es ja Theorien, auch einige etwas verrückt anmutende. Die Frage ist nur eben, ob sie irgendwann widerlegt werden können, wenn jemand stichhaltigere Beweise liefert... oder ob sie in Wahrheit keine Theorien, sondern Glaubenssätze sind, von denen sich die Menschen durch keine noch so guten Gegen-Argumente jemals wieder abbringen lassen.

    Ich trau mich ja kaum zu fragen... aber schaut sich hier irgendjemand die EM an? Und wenn ja, welche Spiele, nur die der deutschen Mannschaft, oder auch darüber hinaus?


    Nach drei Jahren ohne großes Turnier freu ich mich gerade irgendwie auf die Aussicht, jeden Tag zwei oder drei (hoffentlich spannende) Spiele anschauen zu können. Naja, alles werde ich mir sicher auch nicht reinziehen, aber dennoch mag ich das Spektakel, gerade in seiner Sinnlosigkeit und nahezu unveränderlichen Struktur ist es eine angenehme Zerstreuung in einer Zeit, in der dir jeder die Welt erklären will und Politik nur ein unwürdiges Geschachere ist, anstatt so wie früher, zwei Armeen, die sich bekämpfen, und einer ist dann klarer Sieger, und der andere hat verloren. Die Wahrheit ist auf dem Platz, und alles drum herum wird für 90 Minuten keine Bedeutung haben. Und theoretisch kann jeder jeden besiegen, auch etwas, was mir in der heutigen Gesellschaft irgendwie fehlt, wo die Sieger immer die selben sind, und meistens nicht mal deshalb, weil sie es sich verdient haben.


    Besondere Favoriten hab ich bis jetzt nicht. Ich sehe das im Moment völlig neutral und rein sportlich, ganz nach dem Gedanken: Möge der bessere gewinnen! Eine Mannschaft nur deshalb anzufeuern, weil sie aus der selben Gegend/dem selben Land kommt, war jetzt noch nie so mein Ding, auch nicht in der Bundesliga. Natürlich kann sowas Identifikation schaffen, aber ich würde diese regionale Verbundenheit nicht überbewerten, es gibt genauso auch viele andere Gründe, eine bestimmte Mannschaft sympathisch zu finden, oder eine andere abzulehnen.

    Selbst was die deutsche Mannschaft angeht (der ich bei der letzten WM das Scheitern richtig gewünscht habe, und mich dann auch entsprechend über das frühe, peinliche Ausscheiden amüsiert habe) bin ich gerade ungewohnt neutral eingestellt. Bin eigentlich eher neugierig, wie sie sich in der neuen Zusammenstellung anstellen werden, wenn sie auf die richtig harten Gegner treffen. Irgendwie glaube ich aber, dass Frankreich ne Nummer zu groß sein wird.

    Denn auch hier sind mittlerweile Ebook-Reader am Start und eine Umwandlung in das gängige EPUB-Format sollte doch wirklich drin sein.

    Ich bin gerade dabei, meine alten Bücher in dieses Format umzuwandeln. Die werden dann in Zukunft auf meiner Homepage sowohl als pdf als auch als epub-Datei verfügbar sein. Vielleicht wird das ja dann den einen oder anderen zum Lesen motivieren, der bisher noch gezögert hat.

    Dabei ist mir auch noch aufgefallen, dass mir wohl irgendwann im Lauf der Jahre die Original-Datei von Resistance abhanden gekommen ist. Zum Glück hatte ich noch die pdf von der Homepage, welche ich dann wieder ins Word-Format zurückverwandeln konnte. Allerdings gab es einige Formatierungs-Probleme, und ich muss da wohl manuell nochmal drüber gehen über das ganze Buch, weil die Abschnitte teilweise verschoben sind. Ächz. Das ist alles so nervige Fleißarbeit, die keinem auffällt. Auffallen tut's nur, wenn man es falsch macht, und dann beispielsweise die Seitenzahlen statt am unteren Rand irgendwo quer übers ganze Buch verteilt sind und ähnliche Ärgernisse.


    Generell bin ich mit dem ganzen Word-Kram noch nie so gut zurecht gekommen. Ich kann eben das nötigste, was ich unbedingt brauche, aber wenn irgendwelche Tabellen oder Striche in einem Dokument drin sind und die einfach nicht mehr weggehen wollen, dann bin ich schon überfordert und brauch mindestens ne halbe Stunde, bis ich die richtigen Optionen gefunden habe.

    Da lobe ich mir doch die gute alte Zeit:

    Von mir handgeschrieben mit Mutters alter Schreibmaschine... die allererste Fassung von Unity 1. Es dürfte nun inzwischen 22 oder 23 Jahre her sein...

    Ich sollte das Zeug gut aufbewahren, vielleicht wird es irgendwann in einem Museum ausgestellt und ziemlich viel Geld wert sein. Wenn ich tot bin. :dead:

    Wäre doch ne Überlegung für Dich? Zumindest im Ebook Bereich.

    Danke für die Tipps. Du scheinst ja wirklich gut informiert zu sein, wie man heutzutage Bücher vertreibt. Ich bin hingegen immer noch auf dem Stand vor 20 Jahren hängengeblieben, als noch niemand wusste, was "Kindle" ist. Gab es damals überhaupt schon die Bezeichnung E-Book? Wie auch immer.

    Ich denke, ich werde das Buch jetzt erstmal wie üblich auf meine altmodische Weise auf der Homepage veröffentlichen, zum kostenlosen Runterladen für jedermann. Und dann mal schauen, wo ich mir ein paar Exemplare für einen günstigen Preis drucken lasse. Darüber hinaus habe ich gerade wie gesagt keine größeren Ambitionen, das überlasse ich gern der jüngeren Generation.:greybeard:

    Und letzten Endes musst du auch nicht centgenau auf den Preis achten. Deine Fans erwarten keinen Saint-Roman für 2,50.

    Ich will aber auch nicht, dass meine Fans weniger Geld für Drogen ausgeben können, nur weil ein neuer Roman von mir erscheint. :420:

    Ich denke, wir werden einen angemessenen Preis finden. Es scheint ja auf jeden Fall heutzutage deutlich kostengünstiger zu sein als in meinen Anfangstagen, und das ist ja schonmal eine positive Entwicklung.

    Deswegen wirds später gefühlt 50% der Menschheit geben, für die sich das alles fast wie eine Traumsequenz anfühlt.

    (...)

    Wohingegen die anderen 50% ganz genau wissen, was Covid alles bedeuten kann

    Das ist natürlich ein wichtiger Punkt, den du ansprichst. Aber genaugenommen ist das ja nicht nur typisch für Corona, sondern generell ein großes Problem des gesellschaftlichen Miteinanders. Diejenigen, die eine Sache konkret erfahren oder darunter leiden, sehen diese Sache naturgemäß als ein größeres Problem an als diejenigen, die diese Sache nur vom Hörensagen kennen.

    Jemand, der in einer engen Wohnung lebt, und für den Partymachen und Nachts ausgehen der einzige Lichtblick in seinem trostlosen Leben ist, wird Ausgangssperren für problematischer erachten als ein Ü 40-Spießer, der in einem Einfamilienhaus mit schönem Garten wohnt, den ganzen Abend vor der Glotze verbringt und sowieso nachts nie freiwillig in die gefährliche Stadt gehen würde. Der kann dann natürlich leicht sagen: "Was jammern die rum wegen ein paar kleinen Beschränkungen? Ein bisschen wird man ja wohl mal verzichten können!"

    Natürlich wird unsere Wahrnehmung durch unsere jeweiligen Lebensumstände (und gemachte Erfahrungen) verzerrt.

    Deshalb sollte eine Gesellschaft, wenn sie funktionieren möchte, auch nicht unterschiedliche Interessen gegeneinander ausspielen (Freiheitswunsch gegen Sicherheitsbedürfnis), sondern im Idealfall intelligente Lösungen finden, die möglichst viele verschiedenen Bedürfnisse abdecken.

    Unser gesellschaftliches Zusammenleben wird aber aktuell sehr einseitig von der sicherheitsbedürftigen Fraktion bestimmt. Und das auch schon lange vor Corona, nebenbei bemerkt. In sofern hab ich großes Verständnis für jeden Protest gegen diese Entwicklung.


    Was mir nur eben auch auf den Sack geht, ist wenn die Querdenker-Fraktion die selben Taktiken anwendet, die sie der Gegenseite immer vorwirft, nämlich Fake-News zu verbreiten und Panik zu schüren (etwa im Bezug auf Impfungen). Es kann nicht sein, dass wir Angst mit noch mehr Angst bekämpfen. Und wenn wir alle nur noch in unseren Propaganda-Blasen leben, ist das zwar gut für's Selbstwertgefühl, aber es wird die Gesellschaft eben immer weiter auseinanderreißen und radikalisieren, siehe USA.

    Ist schon ne Weile her, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Damals vor über 15 Jahren, als "Resistance" rauskam, hab ich mal darauf geschielt, das ganze etwas professioneller zu betreiben. Hab Werbeanzeigen geschaltet, und die Bücher wurden dann über Book On Demand bei denen im Shop vertrieben, und waren auch in Buchhandlungen erhältlich. Pro verkauftem Exemplar bekam ich damals so ungefähr 1,50 Euro von denen. Da muss man also schon ganz schön viel verkaufen, wenn sich das irgendwie für einen rechnen soll. (zumal die ja auch noch ne monatliche oder jährliche Gebühr von einem wollten). Und die haben halt wirklich auch nix dazu beigetragen, um die Bücher zu pushen, wie es ein richtiger Verlag machen würde, sondern die ganze Öffentlichkeitsarbeit und alles blieb komplett an mir hängen.


    Als ich später dann "Gegenwelt" veröffentlicht habe, habe ich mich entschieden, die Teile lieber selber anzubieten und zu versenden statt über den Buchhandel. Der Hauptgrund für diese Entscheidung war damals vor allem der, dass das Buch viel dicker war als der Vorgänger... und die Preise fürs Drucken von etwas dickeren Wälzern waren damals wirklich jenseits von Gut und Böse. Um das Buch in den Handel zu bringen über BoD, hätte ich glaube ich über 28 Euro verlangen müssen. Um davon dann 50 Cent zu sehen pro verkauftem Exemplar. Das erschien mir natürlich ein bisschen ein unfairer Deal zu sein, sowohl für mich als auch für die Käufer des Buches.

    Also hab ich die kommenden Bücher im Eigenverlag drucken lassen, mal 100, mal 200 Exemplare. Mit dem Ergebnis, dass ich heute immer noch Kartonweise Bücher bei mir rumstehen habe. Ist manchmal ganz praktisch, um sich daraus Sitzgelegenheiten zu basteln. Aber auch hier gilt: Um damit richtig Profit zu machen, muss man erstmal eine ganze Menge Bücher verkaufen, weil man ja in Vorleistung gegangen ist und ein paar Tausend Euro ausgegeben hat für den Druck. Und natürlich muss man dann auch selber das Verpackungsmaterial organisieren, die Pakete zur Post bringen, etc. Was auch schnell ziemlich nervig wird, wenn es mal ein paar mehr Bestellungen gibt.


    Mittlerweile sehe ich es eher so, dass die Bücher hauptsächlich als Download angeboten werden, und die gedruckten Exemplare sind einfach nur ein spezieller Service für die paar altmodischen Fans, denen es besonders wichtig ist, ein reales Buch in den Händen zu halten. Ich werde mir auf jeden Fall vom neuen Roman ein paar Exemplare drucken lassen. Aber will ich die dann wirklich wieder in großen Stückzahlen hier rumliegen haben, verpacken und zur Post bringen? Ich denke, eher nicht.

    Außer Du verschenkst es und jeder der will, kann einen Wert zahlen, der angemessen erscheint (Spende).

    Mit der Musik mache ich es so. Ist alles umsonst, aber wer etwas zahlen möchte, darf dies natürlich auch gerne tun. Und tatsächlich gibt es hin und wieder freundliche Menschen, die einem tatsächlich 10 Euro oder so dafür zukommen lassen, obwohl sie es nicht müssten. Für ein downloadbares, kostenloses Buch hat mir hingegen noch niemand was gespendet. :hmm: So gesehen ist das Musikbusiness die Zukunft. Und die Musik spricht auch einfach viel mehr Menschen an, weil die Hörer in 3 Minuten sagen können, ob sie meinen Stil gutfinden oder nicht. Aber die Hemmschwelle, ein Buch mit ein paar hundert Seiten zu lesen, nur um dann hinterher sagen zu können, ob man den Stil des Autors mag oder nicht, ist natürlich ungleich höher.