Was haltet ihr davon, geht das vielleich zu weit und setzt es nicht an der völlig falschen Stelle an? Es bedeutet ja mit anderen Worten, das menschenverachtende System in Südkorea, welches unerbitterlichen Wettbewerb und knallharten Leistungsdruck über alles andere stellt, wird nach wie vor nicht angegangen. Stattdessen werden lediglich einige Mobber bestraft und ihnen jegliche Zukunftschancen verbaut, was sicher nicht dazu beiträgt, dass diese Kinder und Jugendlichen später ausgeglichenere und empatischere Individuen werden.
Das selbe System welches Mobbing quasi hervorbringt bestraft selbige nun, aber auch nur wenn sie sich beim Mobbing nicht schlau genug angestellt haben und erwischt wurden. Oder wenn Lehrer schweigen, weil sie insgeheim glauben, dass diese Schikanen nötig seien um starke Persöhnlichkeiten hervorzubringen oder wenn die Schulleitung solche Fälle von vornherein vertuscht um das gute Ansehen nicht zu gefährden, dann werden die Mobber dennoch vorrankommen im Leben und ihre Opfer womöglich mit ihrem Trauma trotz Intelligenz und Begabung womöglich nie so ganz Erfolg haben im späteren Leben. Genauso kann es natürlich auch sein, dass sich eine ganze Klasse gegen einzelne gemobbte Schüler wendet und niemand die anderen Verpfeift.
In diesem Video wird auch sehr schön auf die gesamte Thematik eingegangen und hervorragend erklärt, warum es eben keine Sache einzelner Problemschüler ist, sondern ein systemisches gesamtgesellschaftliches Versagen, zumindest wenn einem menschlicher Umgang und das Wohlbefinden der Mitmenschen wichtiger ist, als bloße Höchstleistung zu produzieren.
Es ist ein Problem welches sich auf allen Ebenen der Gesellschaft, von der Schule bis in die spätere Arbeitswelt hineinzieht und welches auch von unserer assozial abgehobenen Politikerklasse nicht nur tolleriert wird sondern insgeheim sogar gewünscht ist.
Ich selbst zähle zu diesen besonders sensiblen Menschen, nur war mir das lange Zeit gar nicht so richtig bewusst. Ich hatte sogar Phasen wo ich dachte ich sei selber ein Psychopath oder ich hätte eine schizoide Persönlichkeitsstörung, entweder das oder betrachtete mich selbst als ungenügend und mangelhaft und suchte die Schuld bei mir. Ich hatte die Schulzeit nur schlecht verkraftet. Eine gewisse abgeschwächtere Form der Russischen Dedowschtschina gibt es nun mal nicht nur im Militär oder Gefängnissen und auch außerhalb von Russland, sogar hier bei uns im ach so weichen und woken Deutschland. Und sensible Menschen wie ich es bin, können damit einfach nur schlecht umgehen. Eine Zeitlang war ich jemand der starke Sympathien für Amokläufer hekte und hielt mich auch selbst für einen potentiellen Shooter. Aber eigentlich war das nie wirklich ich, im tiesten Herzen bin ich jemand der niemandem Schaden zufügen möchte, instinktiv habe ich mich daher bereits sehr früh dazu entschlossen der Schule weistestgehend fern zu bleiben und dann später auch am Arbeitsleben nicht teilzuhaben, quasi als Selbstschutz und auch zum Schutz meiner Mitmenschen, um nicht irgendwann durchzudrehen und ein Blutbat unter Mitschülern oder Arbeitkollegen anzurichten.
Ich habe tatsächlich starke Angstzhustände im Zusammenhang mit dem rauhen Klima der Arbeitswelt und den brutalen Anforderungen und Umfangsformen die dort vielfach herrschen und kann mich nur schlecht in sozialen Schulkontexten einfinden und das habe ich bis heute auch nie wirklich überwinden können. Und wenn man schon durch die vielen Fehlzeiten in der Schule und die schlechten Zeugnisse keinen guten Abschluss erlangen konnte und dann konsequenterweise auch keine Ausbildung und ähnliches absolviert hat, hat man dann auch später nur sehr wenig Optionen im weiteren Leben, um z.b. eine Arbeitsstelle finden zu können wo pure Schikane und Ausbeutung nicht gang und gäbe sind. Es ist halt eine Teufelsspirale, denn für den Rest seines Lebens von Sozialhilfe leben zu müssen ist halt auch kein Vergnügen und bedeutet sein gesamtes weiteres Leben auf vieles verzichten zu müssen was für andere ganz selbstverständlich erscheint, da einem einfach für fast alles das nötige Geld fehlt und man somit auch vom gesellschaftlichen Leben weitestgehend ausgeschlossen ist und man dahergehend auch mit höherer Wahrscheinlichkeit früher oder später in Einsamkeit endet und sogar rein statistisch eine geringere Lebenserwartung dadurch hat, insbesondere wenn Armut mit Einsamkeit geparrt ist. Wenn man dann zusätzlich auch noch neurodivergent ist und es um die eigene mentale Gesundheit dann auch logischerweise irgendwann nicht mehr so gut bestellt ist etc. Hat man eigentlich auf jeder erdenklichen Ebene die Arschkarte gezogen und hat im Grund überall verschissen.
Unsere gesamte Gesellschaft ist halt hochgradig unfair und ungerecht und natürlich kommt zu allem überfluss immer auch noch das generelle Problem der stetig zunehmenden ungleichen Vermögensverteilung hinzu, sowie steigende Inflation und ähnliches. Und nun wo auch das politische Klima immer rauer, unsozialer und menschenverachtender wird, fällt es einem immer öfter schwer überhaupt noch irgendwie positiv und obtimistisch in die nahe oder gar ferne Zukunft zu blicken.