Dians Wahlkampf (Walkampf) brachte mich zu der Frage, wie ihr zu Vegetarismus steht.
Geht das zu weit (carnivore) oder nicht weit genug (Veganismus)?
Ich habe mal ein Video gesehen, in dem eine Kuh mit einem Menschen Fußball gespielt hat. Das war noch lange bevor diese "KI" Videos anfingen. Ob es echt war, weiß ich natürlich trotzdem nicht. Aber ich fragte mich, wie viel in diesen Tieren eigentlich vor sich geht.
Schweine, Krähen, Wale, Delphine.. allen spricht man Intelligenz zu. Unabhängig davon sind manche Trophäen, andere Nahrung und wieder andere klauen der Nahrung die Nahrung.
Ich habe mal versucht, auf Fleisch zu verzichten. Gründe gibt es ja genug, und da schreibe ich noch nicht einmal vom Preis. Eigentlich ist es ja sogar noch günstig, stellt man sich vor, gewissermaßen für ein Lebewesen zu bezahlen.
Wenn ich ehrlich bin, könnte ich nicht auf einem Bauernhof leben. Das klingt zunächst romantisch und bodenständig, aber einem Tier den Hals umzudrehen oder die Kehle aufzuschlitzen - so wurde es manchen Büchern nach zumindest früher gemacht (und heute gibt es wohl Bolzenschussgeräte) - das könnte ich eher nicht. "Eher" deshalb, weil es natürlich auf die Not ankäme.
Aber in unserer Überflussgesellschaft, wo man keinem Tier vorher in die Augen blicken muss - ja, nicht einmal optisch erkennen können muss, was es mal war - da sind alle Wege offen. Also auch der eines Vegetariers.
Tatsächlich stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, komplett auf Fleisch zu verzichten. Das wird zu meinem damaligen Erstaunen auf verschiedenste Weise in alle möglichen Lebensmittel verarbeitet.
Aber zurück zu den Gründen.
Neben dem Preis und der Ethik haben wir noch den gesundheitlichen Aspekt. Wenn ich mich nicht irre, git es hier für und wieder. Manche Stoffe sind gar nicht so leicht zu ersetzen. Andererseits wird gegen Bakterienbefall wohl häufig präventiv Antibiotikum eingesetzt, was wiederum resistente Keime fördert.
Zudem: Habt ihr mal versucht, dem Nitritpökelsalz aus dem Weg zu gehen? Das ist in fast allen Fleischprodukten drin. Es hat den Vorteil, dass es Keimbildung verhindern kann, und den Nachteil, dass es (je nach Dosis) wohl krebserregend sein kann.
Ich koche inzwischen und achte etwas auf meine Gesundheit. Es hat natürlich seine Grenzen. Hat eigentlich noch jemand so etwas wie eine 70/30 Regelung?
Jedenfalls bin ich bemerkenswert einfallslos. Wenn ich mir auferlege, ohne Fleisch zu kochen, kann man die möglichen Gerichte, die ich beherrsche, an einer Hand abzählen.
Ich werfe hierfür mal Fischgerichte in einen Topf mit Fleischgerichten - sozusagen.
Also: Wie steht ihr zu dem Thema? Schaffen wir gar einen Konsens? Gibt es Extreme? Ich würde auch gerne noch dazu lernen.