Beiträge von Lonewolf

    @ Pat92: Kommt dein Urologe zufällig aus Baden-Württemberg oder gar aus Schwaben? 8o Dann ist ein solches Verhalten völlig normal und gilt als Überprüfung des Gegenübers auf Gesellschaftstauglichkeit. Woanders wird zuerst nach Frau oder Familie gefragt, für Schwaben ist erstmal interessant, ob der Gesprächspartner fest ins Arbeitsleben integriert ist. Grün-schwarzer Sozialdarwinismus eben. :phatgrin:

    Noch eine Kleinigkeit, die Dian vielleicht noch nicht kennt und auf die mensch online mittlerweile insbesondere bei Vertreter*innen der woken Generation Z häufig stößt, ist die Angabe des Pronomens hinter dem Namen, auch wenn letzterer für uns Old Schooler auf den ersten Blick eigentlich eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann, z. B. "Tobias (he/his)" oder "Cindy (she/her)". Die geschlechtsneutrale korrekte Formulierung wäre dementsprechend "they/them". Ein absichtliches oder versehentliches 'Missgendern' einer Person brandmarkt den oder die Sprecher*in (in der Regel ein Boomer oder eine terf, die das Patriarchat internalisiert hat) als transphobes Stück Scheiße und setzt ihn oder sie dem Zorn der Gerechten aus.

    Für Dian, der ja aufgrund seines Nicks auch schon als weiblich gelesen missgendert wurde, empfehle ich daher aus Gründen der Eindeutigkeit, sich in Zukunft wie folgt zu schreiben: "Dian (he/his)" :hammer:

    Ich hab mich dann nur gefragt: Was macht das mit dem Betrachter langfristig, wenn er mit sowas jeden Tag konfrontiert wird?

    Ob diese Berichterstattung nun vertrauenswürdig ist oder alles erstunken und erlogen ist, spielt da meines Erachtens sogar nur noch eine untergeordnete Rolle.

    Denn sowohl die Betrachter der glaubwürdigen, seriösen Endzeit-Berichterstattung, wie auch die Betrachter der Fake-News-Endzeit-Berichterstattung, werden jeden Tag für 15 Minuten oder mehr in ein Gefühl ständiger Bedrohung und Alarmzustand versetzt. Und auf Basis dieses Wissens bilden sie dann ihre politische Meinung oder entscheiden, wen sie bei den nächsten Wahlen wählen wollen.

    Aber ist das wirklich "Information"?
    Wieso muss ich jeden Tag wissen, wie viele Tote es irgendwo am anderen Ende der Welt gegeben hat, oder wer sich nun wieder wo in die Luft gesprengt hat? Warum muss ich als Bildungsbürger überhaupt über so etwas informiert sein?


    Weil du als Bildungsbürger, wie du oben schon angedeutet hast, dazu gebracht werden sollst, eine bestimmte Politik mitzutragen. Um Maßnahmen zu akzeptieren, muss dir vermittelt werden, wie gefährlich Corona ist. Und um Aufrüstung und Beteiligung an Kriegen zu akzeptieren, muss dir eben die Gefahr des Krieges ständig vor Augen geführt werden (Ich schreibe das hier neutral und nicht im Sinne gewisser Schwurbelbacken, die uns leider verlassen haben;)). Konflikte, die für deutsche Interessen eher eine untergeordnete Rolle spielen, tauchen dementsprechend auch weniger in den Medien auf.

    Berichterstattung ist immer manipulativ, ungeachtet davon, ob die Fakten stimmen oder nicht. Deine Videos und Texte sind ja auch Manipulation im Kleinen, da du eine bestimmte Absicht damit verfolgst.

    Die Frage, was das ständige Doomscrolling mit einem macht, ist wohl leicht zu beantworten, es macht seelisch krank. Es sei denn, man hat einen sehr distanzierten, 'professionellen' oder zynischen Zugang zu den Dingen. Womit wir wieder bei dem Punkt der mentalen Hygiene sind. Auch die mediale Berichterstattung ist ja nicht durchgehend auf Katastrophen fokussiert. Der Voyeur in uns neigt dazu, sich auf das Elend zu fokussieren, wie bei einem Verkehrsunfall, bei dem gewisse Individuen nicht wegsehen können.

    Insofern wird eben immer auch ein Bedürfnis bedient. Niemand wird gezwungen, die BILD oder andere entsprechende Medien zu konsumieren. Wobei der Suchtfaktor hier wohl unterschätzt wird, auch der Konsum von Nachrichten stimuliert das Gehirn und kann tatsächlich eine Suchtwirkung entfalten.

    UNMENSCH ist definitiv schon länger dabei und hat auch schon viele gute Beiträge verfasst. Andererseits scheint er mir auch der toxischere von den beiden zu sein. Die Zahl der User, mit denen sich Unmensch in den letzten Jahren schon gestritten hat, ist kaum noch überschaubar und es scheint im Lauf der Zeit auch zunehmend schneller zu gehen, bis er einen neuen User anpöbelt wegen irgendetwas, was ihm an dem nicht gefällt. Es reicht ja mittlerweile schon, sich hier anzumelden und zu schreiben, dass die Medien die Bevölkerung manipulieren, um von Unmensch in die rechte Schwurbler-Stammtisch-Ecke gestellt zu werden... Ich meine, das ist doch eigentlich Wahnsinn... gerade in einem Forum wie diesem... wenn man sich jetzt schon rechtfertigen muss dafür, dass man das System ablehnt und Politiker oder die Mainstream-Medien verabscheut. Was will einer wie Unmensch überhaupt hier?


    Ich war nun mit Unmensch keineswegs in entscheidenden Punkten (Verhältnis zu Demokratie und 'Rechtsstaat', Corona-Politik ;-)) on the same page, aber insgesamt hat er schon zu den intelligentesten Zeitgenossen gehört, die hier aufgeschlagen sind. Und er hat sich wacker an den Schwachköpfen abgearbeitet, die sich durch vermeintliche 'Systemgegnerschaft' (als ob das heute irgendetwas Besonders wäre) dazu genötigt gefühlt haben, ihren Müll hier abzuladen. Mir hat diese Ausdauer gefehlt und daher hab ich Seebee auch zuletzt blockiert, und schon seinerzeit dumme Nazischweine wie Darkeastwood oder auch rechtslibertäre Bengel und Kapitalismusfans, die selbst wohl nie einer geregelten Erwerbsarbeit nachgegangen sind, weitestgehend ignoriert. Insofern bin ich mal gespannt, ob du oder jemand anders sich in Zukunft genötigt sehen wird, ausdauernd solchen Irrläufern Paroli zu bieten, sollten sie hier wieder aufschlagen.

    Insofern hab ich Unmensch eher als Regulativ wahrgenommen, wenn der teils doch etwas simplifizierende Unity-Anarchismus dazu geführt hat, dass eine Form von 'Mainstreamfeindschaft' gepredigt bzw akzeptiert wurde, die selbst in ihren Konsequenzen vielmehr zu einer Zunahme an Unfreiheit und Ungerechtigkeit führen würde.

    Klar, der Schwurbler-Vorwurf kam bzw. kommt mittlerweile etwas inflationär. Aber wir leben eben in Zeiten, in denen Massen an 'Systemkritikern' aus den Löchern gekrochen kommen, die eben nicht unbedingt auf eine freiere Welt zusteuern, sondern sich in Wahnideen versteigen. Und hier war Unmensch dann eben doch eher eine Stimme der Vernunft und Differenzierung, während ich bei dir manchmal den Eindruck habe, dass es schon reicht, wenn jemand 'Staat und Medien scheiße findet', um als potenzieller Sympathieträger zu gelten.

    Andererseits schien bei Unmensch dann doch zu sehr am Ende die Staatsgläubigkeit durch, als dass ich hätte sagen können, dass wir hier wirklich auf derselben Seite stehen.

    Allerdings kannst du ihm kaum vorwerfen, dass er allergisch auf Seebees Schwachsinn reagiert hat. So viel Blödheit und Penetranz hatten wir hier noch nie, und wenn er jemals etwas halbwegs Intelligentes von sich gegeben haben sollte, ist mir das wohl entgangen.

    Sei's drum, so oder so wäre mir ein Unity-Forum mit persönlicherer Note, mehr Lebensphilosophie und weniger Pseudo-Systemkritik tatsächlich lieber.

    Aber nochmals zu der Gesellschaftskritik von meiner Seite, da habe ich eine Frage an euch: kann man denn in der heutigen Zeit wirklich zufrieden und Glücklich leben?

    viel mehr ist es doch so, das die meisten sich in irgendwas rein flüchten um ihren Schmerz zu betäuben...

    Arbeit, Drogen, Hobbys, Sex, Beziehungen usw.

    wer ist denn heutzutage noch wirklich Glücklich? ich zumindest kenne keinen, nur welche die nach aussen ausstrahlen das sie Glücklich sind, aber wenn man sie näher kennenlernt merkt man schnell das sie nur betäubt sind.


    'Glück' ist ein komplexes Thema und verdient einen eigenen Thread, da wir uns hier in philosophische Gefilde begeben. Was du beschreibst, ist eine (vor dem Hintergrund deiner Erfahrungen) negative Projektion deinerseits und in diesem Sinne weniger Gesellschaftskritik, sondern eher eine Form der Ausrede/Verdrängungsstrategie, die ich oben angesprochen habe. Es gibt sowohl glückliche als auch unglückliche Menschen, ebenso wie glücklich oder unglücklich erscheinende. Ein Schritt zum eigenen Glück besteht allerdings darin, aufzuhören, sich in dieser Hinsicht mit anderen zu vergleichen. Dein Weg zum Glück muss nicht so aussehen wie derjenige der anderen. Viele Menschen führen z. B. sehr glückliche Beziehungen, was allerdings keine Voraussetzung für einen selbst darstellen muss. 'Die Gesellschaft' ist kein monolithischer Block, man kann hier Glück haben oder eben die Arschkarte ziehen. Zumindest haben wir hier alle 'First-World-Problems' , was schon mal ein Anfang ist. Wobei natürlich zum Glück mehr als Privilegien gehören.

    "Es war ja eher anderstrum, als ich merkte das ich in der Welt nicht klar komme, habe ich mich zurück ins Internet gezogen"


    Wobei dir vermutlich aufgefallen ist, dass das Internet kein besserer Ort ist als die reale Welt, sondern eher ein Ort, an dem Extreme deutlicher zutage treten und sich ebenso Abgründe an Dummheit und Verkommenheit auftun. Spielt mentale Hygiene in deinem Leben eine Rolle? Soll heißen, sich von schädlichen Dingen fernzuhalten, (Rückzugs-)Räume zu schaffen, an denen du deinem Geist ermöglichen kannst, zur Ruhe zu kommen und zu heilen. Für mich ist dies vor allem Natur, Literatur und körperliches Training. Leider bin auch immer noch recht 'digitalisiert'. Ein Freund von mir entgiftet sich beispielsweise konsequenter; Rückzug in die Natur, kein Handy, hinzu kommt Fasten und teils auch Dinge wie Vipassana.

    . Und eine toxische Beziehung mit einem anderen Menschen, der genauso kaputt ist wie du, brauchst du auch nicht.

    er ist nicht kaputt. er muss nur stabil werden und sein selbstbewusstsein aufbauen


    Nun gut, dann ersetze 'kaputt' durch 'beschädigt'. Ich würde dies so gezielt angehen wie eine Reha-Maßnahme für körperliche Gebrechen. Gesundwerden ist ein (langsamer) Prozess und die mentale Haltung ist entscheidend. Das Problem ist, dass es sehr viele mögliche Ausreden und Vermeidungsstrategien gibt, die das individuelle Wachstum bzw. den eigenen Heilungsprozess sabotieren. Eine besteht darin, die Verantwortung für die eigene Situation auf 'die Gesellschaft' abzuwälzen. Es gibt bestimmte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, sprich die finanzielle Absicherung, die eine Rolle spielen, aber davon abgesehen ist man letztlich selbst für sich verantwortlich.

    Pat92: Da die Ausgangsfrage in deiner Überschrift war, 'wie schafft IHR es, weiterzumachen', mein kleiner Ansatz hier im Forum ist dieser Thread als Gegengewicht zu Opferhaltung und dem Fingerzeig auf die böse Gesellschaft, was Unity-typische Reaktionen sind: Der Weg des Kriegers

    Wie schon in den anderen Postings angedeutet, ist der beste Ratschlag, den du hier bekommen kannst, dich selbst in Form von Babysteps wieder aufzubauen. Ich würde mich Schritt für Schritt auf die Dinge fokussieren, die in deinem direkten Einflussbereich liegen (Schluss mit Drogen jeder Art, gesunder Schlafrhythmus, körperliche Fitness, 'Achtsamkeit' bzw. bewusste Wahrnehmung usw.), und hier einen langsamen Fortschritt anstreben. Es macht keinen Sinn, das Pferd von der falschen Seite aufzuzäumen (der Aufbau von Beziehungen ist ein klassisches Beispiel). Selbstachtung zu entwickeln ist ein schwerer Prozess, besonders mit problematischer Vorgeschichte, aber wie soll es ohne gehen?


    Wenn das Problem tatsächlich (und deine Aussagen lassen den Schluss zu) eher sexuelle Verklemmtheit/Frustration und weniger das Fehlen einer Beziehung ist, halte ich die Empfehlung, zu einer Prostituierten zu gehen, nicht unbedingt für falsch. Keine Straßenhure und kein Laufhaus oder Atelier, sondern eher was in Richtung Hobbyhure, wobei du vorher in einem Email-Kontakt dein 'Problem' schildern kannst. Ist eben nicht ganz billig, aber dann muss eben an anderer Stelle gespart werden (Alk, Drogen, Kippen). Unter der Voraussetzung, dass die Frustration schon sehr belastend ist. Wenn in der Hinsicht etwas 'Dampf aus dem Kessel raus ist', hilft die das vielleicht auch dabei, etwas unverkrampfter mit Frauen umzugehen. Dass sich eine Beziehung in deiner jetzigen Situation sehr schwer gestalten würde, muss dir wohl niemand erzählen. Und eine toxische Beziehung mit einem anderen Menschen, der genauso kaputt ist wie du, brauchst du auch nicht.

    Toll, jetzt sind wir wieder auf dem Niveau von vor ein paar Wochen angelangt...

    Ja, weil es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder man ignoriert die Spatzenhirnfraktion und überliest deren Beiträge, oder man arbeitet sich daran ab. Ersteres führt dazu, dass jede Menge Scheiße bis hin zu antisemitischem Müll unwidersprochen bleibt, was man aufgrund der Riesenreichweite dieses Forums vielleicht verschmerzen kann, und letzteres hat zur Folge, dass das 'Niveau eben sinkt' (wobei ich mich mittlerweile frage, wie du diesen Begriff definierst), denn mittlerweile kann man wirklich sagen, dass soviel Dummdreistigkeit eine Premiere in 20 Jahren Forumsgeschichte darstellt. Da hilft auch kein Verweis auf Spinner wie Spiegel oder dumme Nazischweine wie Darkeastwood.