• Drucken kannst Du für 10-15 Euro ab 10 Stück i.d.R. Die Frage ist, was Du damit machst. Verkaufen? Dann brauchst Du in Deutschland ein Kleingewerbe. Für Ebooks reicht es freiberuflich zu sein.

    Sobald es materiell ist, nicht.


    Außer Du verschenkst es und jeder der will, kann einen Wert zahlen, der angemessen erscheint (Spende). Sollte denke ich als Grauzone gehen.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.


    "Der Mensch beherrscht nicht das Eigentum, das Eigentum beherrscht ihn."
    - August Bebel

  • Ist schon ne Weile her, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Damals vor über 15 Jahren, als "Resistance" rauskam, hab ich mal darauf geschielt, das ganze etwas professioneller zu betreiben. Hab Werbeanzeigen geschaltet, und die Bücher wurden dann über Book On Demand bei denen im Shop vertrieben, und waren auch in Buchhandlungen erhältlich. Pro verkauftem Exemplar bekam ich damals so ungefähr 1,50 Euro von denen. Da muss man also schon ganz schön viel verkaufen, wenn sich das irgendwie für einen rechnen soll. (zumal die ja auch noch ne monatliche oder jährliche Gebühr von einem wollten). Und die haben halt wirklich auch nix dazu beigetragen, um die Bücher zu pushen, wie es ein richtiger Verlag machen würde, sondern die ganze Öffentlichkeitsarbeit und alles blieb komplett an mir hängen.


    Als ich später dann "Gegenwelt" veröffentlicht habe, habe ich mich entschieden, die Teile lieber selber anzubieten und zu versenden statt über den Buchhandel. Der Hauptgrund für diese Entscheidung war damals vor allem der, dass das Buch viel dicker war als der Vorgänger... und die Preise fürs Drucken von etwas dickeren Wälzern waren damals wirklich jenseits von Gut und Böse. Um das Buch in den Handel zu bringen über BoD, hätte ich glaube ich über 28 Euro verlangen müssen. Um davon dann 50 Cent zu sehen pro verkauftem Exemplar. Das erschien mir natürlich ein bisschen ein unfairer Deal zu sein, sowohl für mich als auch für die Käufer des Buches.

    Also hab ich die kommenden Bücher im Eigenverlag drucken lassen, mal 100, mal 200 Exemplare. Mit dem Ergebnis, dass ich heute immer noch Kartonweise Bücher bei mir rumstehen habe. Ist manchmal ganz praktisch, um sich daraus Sitzgelegenheiten zu basteln. Aber auch hier gilt: Um damit richtig Profit zu machen, muss man erstmal eine ganze Menge Bücher verkaufen, weil man ja in Vorleistung gegangen ist und ein paar Tausend Euro ausgegeben hat für den Druck. Und natürlich muss man dann auch selber das Verpackungsmaterial organisieren, die Pakete zur Post bringen, etc. Was auch schnell ziemlich nervig wird, wenn es mal ein paar mehr Bestellungen gibt.


    Mittlerweile sehe ich es eher so, dass die Bücher hauptsächlich als Download angeboten werden, und die gedruckten Exemplare sind einfach nur ein spezieller Service für die paar altmodischen Fans, denen es besonders wichtig ist, ein reales Buch in den Händen zu halten. Ich werde mir auf jeden Fall vom neuen Roman ein paar Exemplare drucken lassen. Aber will ich die dann wirklich wieder in großen Stückzahlen hier rumliegen haben, verpacken und zur Post bringen? Ich denke, eher nicht.

    Außer Du verschenkst es und jeder der will, kann einen Wert zahlen, der angemessen erscheint (Spende).

    Mit der Musik mache ich es so. Ist alles umsonst, aber wer etwas zahlen möchte, darf dies natürlich auch gerne tun. Und tatsächlich gibt es hin und wieder freundliche Menschen, die einem tatsächlich 10 Euro oder so dafür zukommen lassen, obwohl sie es nicht müssten. Für ein downloadbares, kostenloses Buch hat mir hingegen noch niemand was gespendet. :hmm: So gesehen ist das Musikbusiness die Zukunft. Und die Musik spricht auch einfach viel mehr Menschen an, weil die Hörer in 3 Minuten sagen können, ob sie meinen Stil gutfinden oder nicht. Aber die Hemmschwelle, ein Buch mit ein paar hundert Seiten zu lesen, nur um dann hinterher sagen zu können, ob man den Stil des Autors mag oder nicht, ist natürlich ungleich höher.

  • Für ein downloadbares, kostenloses Buch hat mir hingegen noch niemand was gespendet. :hmm:

    Nein, dass gilt beim gedruckten Buch. Ebook, kann man ja freiberuflich verkaufen. Ein Buch nicht.


    Also mein Partner und Ich verkaufen unseren Teamroman über diverse Plattformen als Ebook und über (*kotz*) Amazon als Ebook und Taschenbuch.


    Amazon bietet den Druckservice quasi pro Bestellung (nach Auftrag) an. Wenn wir uns unser Buch als Autor bestellen, kostet es keine 5 Euro plus Versand (egal wie viele Bücher). Verkaufen müssen wir es für 12 Euro, damit wir gerade so 1,80 verdienen über Amazon.. Was soll's.


    Beim ebook kriegen wir auch 1.80, der Kunde zahlt aber nur 3. Die Plattformen machen das "kostenlos".


    Dazu bin ich auf tolino Media. Der stellt das dann auf unzählig viele Plattformen, wie Weltbild, Google book, Thalia, etc. Kostet quasi nix außer das, was sie sich abziehen beim Verkauf.

    Wäre doch ne Überlegung für Dich? Zumindest im Ebook Bereich.


    Du bist schon freiberuflich angemeldet oder? Klar; wo kein Kläger da kein Richter, aber das kann schnell nach hinten losgehen im Punkt Steuerhinterziehung.


    Bei meinem eigenen Buch, werde ich Amazon ausnutzen und mir darüber ein paar drucken lassen, billiger geht es halt nicht. Und es an vereinzelten Leuten geben, die Interesse haben.

    Mit Post und Versand/Verpackung, habe ich mit meinem Job zum Glück voll ins Schwarze getroffen - in der Verpackungsbranche.

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  • Wäre doch ne Überlegung für Dich? Zumindest im Ebook Bereich.

    Danke für die Tipps. Du scheinst ja wirklich gut informiert zu sein, wie man heutzutage Bücher vertreibt. Ich bin hingegen immer noch auf dem Stand vor 20 Jahren hängengeblieben, als noch niemand wusste, was "Kindle" ist. Gab es damals überhaupt schon die Bezeichnung E-Book? Wie auch immer.

    Ich denke, ich werde das Buch jetzt erstmal wie üblich auf meine altmodische Weise auf der Homepage veröffentlichen, zum kostenlosen Runterladen für jedermann. Und dann mal schauen, wo ich mir ein paar Exemplare für einen günstigen Preis drucken lasse. Darüber hinaus habe ich gerade wie gesagt keine größeren Ambitionen, das überlasse ich gern der jüngeren Generation.:greybeard:

    Und letzten Endes musst du auch nicht centgenau auf den Preis achten. Deine Fans erwarten keinen Saint-Roman für 2,50.

    Ich will aber auch nicht, dass meine Fans weniger Geld für Drogen ausgeben können, nur weil ein neuer Roman von mir erscheint. :420:

    Ich denke, wir werden einen angemessenen Preis finden. Es scheint ja auf jeden Fall heutzutage deutlich kostengünstiger zu sein als in meinen Anfangstagen, und das ist ja schonmal eine positive Entwicklung.

  • Danke für die Tipps. Du scheinst ja wirklich gut informiert zu sein, wie man heutzutage Bücher vertreibt.

    Muss ich ja, wenn ich eins online habe und hoffentlich in naher Zukunft ein Weiteres.


    Also tolino ist ganz OK. Gibt sicher noch viele andere... Ist auch richtig einfach.

    Ich will aber auch nicht, dass meine Fans weniger Geld für Drogen ausgeben können, nur weil ein neuer Roman von mir erscheint.

    Also ich kriege die in letzter Zeit immer geschenkt :thumbsup:  animiertes-rauchen-smilies-bild-0031.gif

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  • Also überleg dir das halt gut, Dian. Wenn der Aufwand zu groß ist im Vergleich zum Nutzen, na ich weiß nicht, ob sich das lohnt. Wenn ich lese, was du für "Resistance" erhalten hast, wird mir zwar nicht übel, aber ich empfinde das als blöd. Ist natürlich immer bequemer, alles über Zwischenstationen zu betreiben, aber auch die wollen eben bezahlt werden. Eigenbetrieb ist natürlich mehr Arbeit. Aber lohnenswerter, oder?

    Naja keine Ahnung, kenn mich da mit Vertrieb und wie man das macht echt nicht so aus. Aber verkauf dich echt nicht unter Wert, Dian, es gibt natürlich Leute, die dich nicht nur mit 2,50€ unterstützen würden.

    Dieser Beitrag könnte Spuren von Unsinn enthalten. Entschuldigung im Voraus.

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  • Denn auch hier sind mittlerweile Ebook-Reader am Start und eine Umwandlung in das gängige EPUB-Format sollte doch wirklich drin sein.

    Ich bin gerade dabei, meine alten Bücher in dieses Format umzuwandeln. Die werden dann in Zukunft auf meiner Homepage sowohl als pdf als auch als epub-Datei verfügbar sein. Vielleicht wird das ja dann den einen oder anderen zum Lesen motivieren, der bisher noch gezögert hat.

    Dabei ist mir auch noch aufgefallen, dass mir wohl irgendwann im Lauf der Jahre die Original-Datei von Resistance abhanden gekommen ist. Zum Glück hatte ich noch die pdf von der Homepage, welche ich dann wieder ins Word-Format zurückverwandeln konnte. Allerdings gab es einige Formatierungs-Probleme, und ich muss da wohl manuell nochmal drüber gehen über das ganze Buch, weil die Abschnitte teilweise verschoben sind. Ächz. Das ist alles so nervige Fleißarbeit, die keinem auffällt. Auffallen tut's nur, wenn man es falsch macht, und dann beispielsweise die Seitenzahlen statt am unteren Rand irgendwo quer übers ganze Buch verteilt sind und ähnliche Ärgernisse.


    Generell bin ich mit dem ganzen Word-Kram noch nie so gut zurecht gekommen. Ich kann eben das nötigste, was ich unbedingt brauche, aber wenn irgendwelche Tabellen oder Striche in einem Dokument drin sind und die einfach nicht mehr weggehen wollen, dann bin ich schon überfordert und brauch mindestens ne halbe Stunde, bis ich die richtigen Optionen gefunden habe.

    Da lobe ich mir doch die gute alte Zeit:

    Von mir handgeschrieben mit Mutters alter Schreibmaschine... die allererste Fassung von Unity 1. Es dürfte nun inzwischen 22 oder 23 Jahre her sein...

    Ich sollte das Zeug gut aufbewahren, vielleicht wird es irgendwann in einem Museum ausgestellt und ziemlich viel Geld wert sein. Wenn ich tot bin. :dead:

  • Ich sollte das Zeug gut aufbewahren, vielleicht wird es irgendwann in einem Museum ausgestellt und ziemlich viel Geld wert sein. Wenn ich tot bin.

    Ach klar, denk nur an Vincent van Gogh.

    Oder es kommt fällt irgendwann ein anarchistischer Umschwung vom Himmel. Bei der Frage, wie man diesen leben soll, werden dann auch deine Werke im großen Maße berühmt. ;)

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