Anarchismus

    • Anarchismus

      "Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird." – Die Russische Revolution, Hrsg. Paul Levi, Verlag Gesellschaft und Erziehung G.m.b.H., 1922, S. 109,

      Ich halte das Zitat von Rosa Luxemburg für eine ganz gute Grundlage für eine anarchistische Idee. Was denkt ihr, wie sollte Anarchismus aussehen und wie können wir uns in unserer Gesellschaft schonmal auf diesen vorbereiten? Im Moment erstmal ganz theoretisch. In naher Zukunft ist das sowieso eher ausgeschlossen.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • MiriOm wrote:

      Echt jetzt? Muss man das ganze wieder kindlich auf eine Gradwanderung der Definition von Freiheit runterbrechen??
      Ich schon. Du kannst das ja anders machen. Dafür ist der Thread ja da. Fang doch mal an mir zu erzählen, was du unter Anarchismus verstehst.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Ist ja auch schon Hundert Jahre her ... @ Lonewolf Sicherlich ist es nicht ausgereift. Aber ich finde das als Grundlage ganz in Ordung. Sehr viele Menschen verstehe unter Anarchismus, dass jeder machen kann was er möchte. Dass es hier aber eindeutige Schranken gibt und geben muss, besagt meines Erachtens dieses Zitat ganz gut, da meine Freiheit da endet, wo sie beginnt andere einzuschränken.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Etwas illusionslos würde ich sagen, dass Freiheit primär ein Gefühl ist. Man fühlt sich frei, oder auch nicht. Manche empfinden bestimmte Zustände als sehr freiheitsberaubend (Familie, geregelte Arbeit), andere gehen voll und ganz darin auf. Das Beste wäre, wenn man sich tatsächlich einfach gegenseitig in Ruhe lassen würde bzw könnte, ganz nach dem Motto: Leben und leben lassen. Das geht aber leider nicht, solange es menschliche Not gibt, die auf unterschiedliche Eigentumsverteilung zurückzuführen ist. Insofern wäre eine anarchistische Gesellschaft vielleicht eine solche, in der dieses gegenseitige Inruhelassen tatsächlich umsetzbar wäre, weil es zumindest keinen materiellen Grund mehr gibt, anderen zu schaden. Das Problem des 'Bösen' ist damit nicht aus der Welt geschafft, aber das kann der Anarchismus wohl auch nicht leisten.
      Why do we fall?