Beiträge von Shinobi

    Ich finde die alten Alben hatten viel mehr gewöhnungsbedürftige Songs drauf als das aktuelle. Ich muss sagen ich war von der guten Soundqualität echt überrascht und ich finde das neue Album viel gelungener als die Alten. Besonders gefielen mir dabei folgende Lieder.


    Sie haben die Musik getötet
    Stirb Langsam
    Die Generation die es noch nicht gibt
    Lauf der Dinge

    @eternalvoid Schön dass du mal wieder hier vorbeischaust, hatte mich immer gefragt warum du so plötzlich verschwunden warst. Ich bin immer mal wieder auf deinem YouTube Kanal gewesen um zu schauen ob es dort neue AMVs und anderweitige Lebenszeichen gibt.

    Abwesenheit lag hauptsächlich darin, dass sich mein Denken (Weltbild) in vielen Punkten stark verändert hat und ich davon ausging, dass ich mit meinen neuen Ansichten hier nicht mehr hingehöre.

    Bei mir verhält es sich ähnlich, weswegen ich hier auch kaum noch aktiv bin und tagelang nicht mehr ins Forum schaue. Ich selbst bin auch deutlich mehr nach rechts gerückt und beginne immer stärker viele meiner damaligen Ansichten zu hinterfragen.

    Bin jetzt für solche schlimmen Sachen wie den freien Markt, Konkurrenz, Autorität, Hierarchie, natürliche Ungleichheit, Tradition, Patriotismus, elitäre, neoaristokratische Bestrebungen und ähnliches (der Großteil dieser Dinge macht aus meiner Sicht nicht den typischen Erwachsenen von heute aus).

    Ich würde nicht unbedingt behaupten dass ich ein Befürworter von Konkurrenz, Autorität oder Hierarchien geworden bin. Es wäre mir lieber in einer Welt zu leben die frei davon wäre, aber durch meine Beobachtungen bin ich immer mehr zu dem Schluss gekommen dass ich selbst nicht mehr so richtig daran glaube und die Realität einfach eine andere ist.


    Mir liegt neuerdings viel daran meine eigenen Wurzeln zu ergründen. Konzepte wie Herkunft und Heimat haben für mich einen höheren Stellenwert bekommen. Insbesondere die starke Zuwanderung aus muslimischen Ländern betrachte ich inzwischen als große Bedrohung. Nicht zuletzt das überdurchschnittlich dominante und aggressive auftreten vieler Menschen aus eben jenen Ländern hat letztendlich dazu geführt, dass ich heute nicht mehr an ein friedliches und tolerantes miteinander und nebeneinander glaube.
    Es geht immer und überall nur um Autorität, Unterwerfung, Macht und Dominanz. Es gab keine Zeit und keine Kultur die wirklich frei von Hierarchien und Konkurrenzkämpfen gewesen ist. Sogar die Natur selbst funktioniert ausschließlich nach solchen Prinzipien.


    Die deutsche Gesellschaft ist dekadent und schwach geworden und sie droht daran zugrunde zu gehen, ich selbst bin natürlich keine Ausnahme und diene selbst als bestes Beispiel dafür. Bestimmte Konzepte der Männlichkeit wie etwa die Notwendigkeit Opfer zu erbringen und Verantwortung zu übernehmen waren mir mein ganzes Leben lang fremd und darauf führe ich auch etwas mein eigenes Scheitern zurück.


    Wirtschaftlich befinde ich mich als Sozialhilfeempfänger natürlich auf den untersten sprossen der Gesellschaft und die Abhängigkeit vom Sozialstaat hat mich zu einem zahnlosen Tiger werden lassen. Ist halt auch irgendwie widersprüchlich eine ''fuck the system'' Mentalität aufrechtzuerhalten wenn gleichsam jenes System welches man so lautstark kritisiert, als einziges dafür sorgt dass man nicht verhungert und unter der Brücke schläft. Aus selbigem Grund fällt es mir auch schwer mit wirtschaftsliberalen Ansichten zu liebäugeln, weil ich die Befürchtung habe dass ich zu den ersten zählen würde welche die negativen folgen eines ungebremsten freien Marktes mit voller härte zu spüren bekämen.


    Andererseits sorgt das gleiche System aber auch dafür auf ein solches Sozialsystem überhaupt erst angewiesen zu sein. Ab einem gewissen Punkt gibt es eben keine wirklichen Aufstiegschancen mehr, sowohl wirtschaftlich als auch sozial. Ich hatte das gesellschaftliche Wettrennen schon verloren gehabt bevor ich mir dieses Wettrennens überhaupt bewusst war und noch nicht mal die Regeln verstand.
    Das ist wie in einem normalen Rennen auch, wenn du einen Fehlstart hast von dem du dich nicht innerhalb kürzester zeit wieder erholen und aufgrund angeborener oder anderweitig erworbener Fähigkeiten deinen Rückstand schnell wieder gut machen kannst, dann ist das rennen für dich gelaufen. Du kannst dann nur noch die Trostpreise abgreifen, oder den Champagner vor der Siegestribüne vom Boden lecken. Und je mehr verpasste Chancen sich in deinem Leben ansammeln um so schwerer wird es dann. Das zieht sich wie ein roter Faden durch alle weiteren Aspekte deines Lebens, so wirst du es dann auch schwerer haben bei der Partnerwahl nicht leer auszugehen, weil eben auch das ein Wettrennen ist und ehe du dich an der Startlinie eingefunden hast sind bereits alle Preise vergeben. Zu glauben es gäbe Chancengleichheit innerhalb der Gesellschaft oder auch in der Natur wäre absoluter quatsch.


    Früher dachte ich immer ich müsste irgendwie dafür eintreten dass es gerechter in der Gesellschaft zugeht, nur mittlerweile glaube ich dass die Ungleichheit etwas ist welche in allen Systemen inhärent ist und unweigerlich zum Vorschein kommen muss.
    Zu beginn war sogar der drang gegen etwas als ungerecht empfundenes vorgehen zu wollen, ausschlaggebend dafür stärker nach rechts zu rücken. Ich empfand zunehmend dass das rechte als Gegenkultur fungierte und dass das linke als Leitkultur auftrat, ausschlaggebend dafür war unter anderem auch die Debatte um die Meinungsfreiheit und deren Zensur, welches ich als ungerecht empfand.

    Als sich der Tempel damals noch direkt in Kaiserslautern befand war er direkt gegenüber von der Wohnung meiner Eltern gelegen. Ich erfuhr das erste mal davon als auf Vox eine Doku darüber lief, vorher wusste ich noch nichts von den Mönchen aus meiner Nachbarschaft. Ich hab sie damals auch ein paar mal beim Training im nahegelegenen Park beobachten können, während ich die Schule schwänzte.


    Ich finde die vorgebrachten Anschuldigen auch etwas lächerlich. Von dem was ich sehen konnte scheint das Training dort schon ziemlich gut zu sein und einige der Lehrer sind wohl auch ehemalige Mönche aus China. Ich meine wer es ganz Authentisch möchte der muss halt direkt nach China fliegen und dort trainieren gehen, sofern man sich das leisten kann. Und beim Stichwort Geld komme ich auch direkt zu dem Punkt der mich an dem Kloster ein wenig stört und der auch ausschlaggebend dafür war warum ich dort nie trainiert habe.


    Für eine 5 tägige Woche Kloster auf Zeit muss man halt schon mal 450€ hinblättern.
    Kaiserslautern tut gut - Shaolin Tempel - Stadt Kaiserslautern


    Und wer einen längeren Aufenthalt plant sollte schon mal frühzeitig anfangen zu sparen.
    Live and train in the Shaolin Temple Europe (歐洲少林寺)

    Nach der ersten Doku auf SpiegelTV gab es dann noch irgendwann eine Fortsetzung. Dort hat man dann schon so ein wenig ein fragwürdiges Geschäftsmodell erkennen können. Gezeigt wurden jugendliche die dort das Kloster auf Zeit besuchten und alle sehr frühzeitig abbrachen, weil sie dem harten Training nicht gewachsen waren. Bei Abbruch wurden allerdings keinerlei Kosten erstattet.


    Mir ist klar dass die sich auch irgendwie finanzieren müssen, insbesondere jetzt auf dem größeren Gelände in Otterberg. Aber mir bleibt irgendwie so ein komischer Geschmack auf der Zunge bei dem Ganzen. Und es dürfte ersichtlich sein dass bei den Preisen die Möglichkeit eines Aufenthaltes dort eher einem wohlhabenderen Klientel vorbehalten ist.


    Ein Bewerbungsverfahren gibt es übrigens auch noch.

    Ich nehme an das die Kennenlernwoche sowie die dreimonatige Probezeit natürlich auch nicht geschenkt sind. Stellt sich die Frage wie hoch die Durchfallquote bei diesem Schüleraufenthalt ist und in wieweit dort zuvor geleistete Kosten überhaupt erstattet werden.


    Zitat

    It's not about the destination it's about the journey, but the journey loses its meaning when there's no destination at all. When you not trying to get anywhere you can't travel.


    Ich denke damit hat er meine Situation und meinen Lebenswandel bereits ganz gut zusammengefasst. Alles verliert irgendwie an Bedeutung. Man fängt an bis in den späten Nachmittag hinein zu schlafen und erst am frühen Morgen wieder ins Bett zu gehen, doch der Verlust des Tages hat keinerlei Bedeutung. Das Internet stellt rund um die Uhr alles bereit was man möchte, da spielt es keine Rolle mehr ob es draußen hell oder dunkel ist. Auch der Verlust von menschlicher Nähe und das knüpfen und erhalten von Beziehungen verliert mit der Zeit an Wert. Sobald man sich einsam oder traurig fühlt gibt es unzählige Möglichkeiten sich davon abzulenken und seinen Schmerz zu maskieren. Durch Drogen, Videospiele, Internet und Selbstbefriedigung lässt sich so ziemlich alles simulieren was einem im echten Leben fehlt und zugleich steht einem eine schier unaufhörliche Dopaminquelle zur Verfügung, die für ein permanentes Glücksgefühl sorgt.
    Dagegen verblassen alle Ereignisse und Aktivitäten aus der realen Welt irgendwie. Nur hin und wieder wenn durch all diese Schleier künstlicher Glückseligkeit die dahinter liegende Leere durchscheint, beginnt man ein wenig diesen Lebensstil zu hinterfragen. Aber man bringt irgendwie nie die nötige Kraft für einen radikalen Wandel auf.


    Die Welt da draußen ist hart und beschwerlich, sich stärker in die Gesellschaft einzubringen führt lediglich zu mehr Frust und Enttäuschungen. Und alles was sie einem für die geleisteten Anstrengungen an Belohnungen in Aussicht stellen wirkt wie ein schlechter Witz, wirkt wie blanker Hohn. Keine der Anstrengungen des echten Lebens scheint sich zu Lohnen, keines der Risiken es wert zu sein. Und es ist ja nicht so als ob all die Menschen die ein ''echte'' Leben haben, einen zufriedeneren Eindruck machen würden. Im Gegenteil, verglichen mit ihnen wirkt man selbst gleich wieder viel Zufriedener und fühlt sich in seiner stagnierenden Lebensweise sogar noch ein wenig bestätigt.


    Gestern habe ich wieder für einen Moment eine tiefe innerer leere verspürt und die Lustlosigkeit schien allem was mir sonst so viel Spaß bereitet irgendwie im Weg zu stehen. Also legte ich mich bereits früher als üblich ins Bett. Nach 3 Stunden bekam ich dann aber doch wieder einen Sinneswandel, fing an mich zu betrinken und hockte mich bis 5 Uhr Morgens vor den PC. Danach ging es mir wieder etwas besser und als ich so in meinem Bett lag, dachte ich mir wieder dass mein Leben doch im Grunde ganz ok sei. Weihnachten wird halt mit der Zeit auch bloß zu einem weiteren unbedeutenden Tag im Kalender welcher kurz darauf durch einen anderen ersetzt wird, so als wäre nichts gewesen.

    Ich war Einzelkind. Früher war ich absolut gern allein und hätte einen Bruder oder eine Schwester extrem nervig gefunden. Heute seh ich das anders. Ich glaube, dass es vielleicht doch ganz gut gewesen wäre, Geschwister zu haben. Gerade jetzt, wo man nahezu allein ist.

    Ganz wie bei mir. Bin Einzelkind und hätte früher auch keine Geschwister gewollt, aber im Nachhinein wäre es sicher nicht schlecht gewesen. Gerade einen älteren Bruder oder eine kleinere Schwester hätte ich ganz gerne gehabt. Langsam kommen auch meine Eltern in ein gewisses alter wo ich nicht mehr weiß wie lange sie mir noch bleiben und danach bin ich im Grunde ganz allein.