Beiträge von Shinobi

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    Von mir aus können wir den generischen Maskulin gegen einen generischen Feminin Austauschen, wegen meiner auch alle paar Jahre wechseln damit sich keiner benachteiligt fühlt.

    Das halte ich für eine ganz üble Idee, das wäre auch nicht viel besser als Gendern. Wir müssen endlich mal aufhören so viel auf die irrationalen Befindlichkeiten irgendwelcher Sensibelchen zu geben. Das klingt jetzt vermutlich ziemlich hart, aber manchmal muss es eben auch mal direkt sein. Und alle Menschen sollten wieder etwas resilienter werden und lernen, dass sie nicht immer im Zentrum stehen können.


    Der Tocqueville effect ist hierbei auch recht interessant:

    Tocqueville effect - Wikipedia


    Die Empfindung benachteiligt zu sein wird nicht weniger nur weil man versucht die tatsächliche oder empfundene Benachteiligung durch eine Angleichung zu beseitigen. Nach kurzer Zeit schon wird ein Gewöhnungseffekt eintreten, die Baseline verschiebt sich und die neue Gleichheit wird fortan als normal und selbstverständlich empfunden, dafür stechen einem nun nur noch mehr neue Dinge ins Auge in denen man erneut eine Benachteiligung zu erkennen glaubt. Es ist wie bei jemandem der sich einredet er könnte vor seiner inneren Leere flüchten indem er in ein anderes Land auswandert, nur um dann zu erkennen, dass ihn die Unzufriedenheit auf schritt und tritt verfolgt. Die Ursache für die Unzufriedenheit liegt nicht im Außen sondern in einem selbst. Man wird vermutlich niemals jegliche Benachteiligung von dieser Welt tilgen können, aber man kann lernen resilienter zu werden und nicht alles so persönlich zu nehmen. Ich glaube diese ganzen versuche alle eckigen und kantigen Facetten des Lebens mit Watte überziehen zu wollen damit sich ja niemand mehr an etwas stößt, verhindert den individuellen Wachstumsprozess der Menschen und verunmöglicht es uns Widerstandsfähiger und Robuster zu werden.


    Natürlich meine ich damit jetzt nicht das andere Extrem, dass wir tatsächliche Ungerechtigkeiten einfach bloß hinnehmen sollen welche es zweifelsfrei gibt. Aber ich beobachte halt schon wie es auch ins Obsessive abgleiten kann und man sich ab einem gewissen Punkt scheinbar von allem benachteiligt und getriggert fühlen kann, sei es auch noch so unbedeutend. Ist die Wahrnehmung konsequent auf Benachteiligungen ausgerichtet wird man sie auch in jeder noch so kleinen Sache entdecken können. Sich von Pronomen bedroht zu fühlen driftet in meinen Augen schon etwas ins Absurde ab.


    Das gilt übrigens für die Rechten genauso wie für die Linken. Ich beobachte wie im konservativen bis rechtsextremen Lager eine ähnliche Hysterie vorherrscht, nur eben bei ganz unterschiedlichen Themen. Wohin das alles fühlt sieht man ganz gut an den USA wo alle diese Dinge ihren Höhepunkt zu erreichen scheinen und ich denke, dass bei den nächsten Wahlen keine Seite das Ergebnis mehr akzeptieren wird und es dann in jedem Fall zu blutigen Auseinandersetzungen beider Lager kommen wird.

    Wer kein Problem damit hat ruhigere Filme ohne Action zu schauen, dem kann ich den neuen Film von Wim Wenders ans Herz legen. Aber man muss diese Art von Filmen schon mögen.

    Interessant, ich habe mich damit noch nicht eingehend genug beschäftigt um groß etwas dazu sagen zu können. Bin mal gespannt ob die geschwärzten Stellen noch freigegeben werden und ob daraus dann auch irgendwelche Konsequenzen folgen werden, oder ob man sich dazu entschließt wie bisher alles aussitzen zu wollen. Aber schön zu sehen, dass jetzt so langsam doch mal endlich was ins Rollen kommen könnte.

    Gerade der komplett geschwärzte Teil bei der Teststrategie interessiert mich brennend. Ich habe immer schon angenommen, dass man sich die Pandemie in allererster Linie durch unsaubere Methoden herbeigetestet hat und diese These haben ja auch nicht wenige Experten vertreten, die aber natürlich in den Leitmedien nicht zu Wort kommen durften.

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    Auch unter Putin ist es so, dass allen erzählt wird, dass man ja in einer großen Familie lebt, und jeder sich da mit einbringen soll, zum Wohl des großen Ganzen. Und genau wie in Russland wird nicht offen ausgesprochen, dass jeder Abweichler hart bestraft wird. Man weiß es einfach.

    Ich habe mal gehört das besonders Fiese in Russland und China sei es nie so ganz zu wissen woran man ist. Dinge die Gesetzlich zwar nicht explizit verboten sind, mitunter auch durch sehr schwammig Formulierte Gesetzte, können dennoch jederzeit geahndet werden wenn man eine der vielen unsichtbaren Taboos überschreitet, oder wenn man einfach einer Autoritätsperson unsympathisch ist, in anderen Fällen wird ein ähnliches Vergehen wiederum nicht bestraft, es ist letztlich völlig willkürlich und unberechenbar und daher versucht jeder noch angepasster und konformer zu sein als der andere, um bloß auf Nummer sicher zu gehen. Umgekehrt kannst du zugleich gegen jede Sittlichkeit, Moral oder Gesetz verstoßen solange jemand der in der Hierarchie über dir steht seine schützenden Hände über dich hält, du einen Polizisten schmieren kannst oder wenn du fürs System unentbehrlich genug bist um dir mehr Rechte rausnehmen zu dürfen als der Rest.

    Vorrauseilender Gehorsam und Selbstzensur finden sich jedoch überall statt nicht nur in China und Russland, dort ist es lediglich etwas offensichtlicher und drakonischer, aber die eigentliche Kunst der Beeinflussung von Menschen besteht ja darin die Menschen gar nicht erst merken zu lassen wie sie beeinflusst werden und kaum Repressionsandrohungen und drakonische Strafen zu brauchen um die Menschen dennoch zum gewünschten Ergebnis zu lenken.

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    Mit anderen Worten: Es liegt in meiner Natur, mich mit meinem Erzfeind (geistig) anzulegen.

    Falls ich dadurch sterbe, sterbe ich eben, aber ich sehe darin keinen Fehler.

    Manche Menschen machen es sich halt gerne umständlicher als unbedingt nötig wäre. Die Psychiater und ähnliches Personal wollen mit dir ganz sicher nicht ausdiskutieren ob und wie kaputt unser System und die Gesellschaft sind. Ihre Aufgabe liegt eher darin zu erkennen wie gut du dich anpassen und unterordnen kannst und ob du eine potenzielle Gefahr für dich und andere darstellst. Die wollen im Grunde nur testen ob du in der Lage bist die Antworten zu geben die man für angemessen hält und von dir erwartet. Da hast du halt mit deiner E-Mail eher dafür gesorgt dass bei solchen Leuten sofort alle Alarmglocken anspringen.

    Wenn sie dich bereits für so gefährlich halten, dass sie dich eine weile gegen deinen Willen wegsperren, dann sollte es ein leichtes für dich sein eine passende Diagnose zu erhalten und als erwerbsunfähig zu gelten. Seit ich meine Erwerbsunfähigkeit habe hatte ich jedenfalls bisher meine Ruhe und musste kaum mehr irgendwo antanzen. Das war mit Hartz 4 damals anders, da wird man ja andauernd zu Terminen eingeladen und unter Druck gesetzt. Mir war aber immer bewusst mich niemals offen zu verweigern und widerstand zu leisten, sondern ihnen glaubhaft zu vermitteln nicht in der Lage zu sein die von mir verlangten Dinge zu erfüllen. Die wollen mit dir nicht darüber diskutieren ob das System fair ist, die wollen von dir bloß hören, dass du eingestehst Fehler bei dir selbst zu sehen. Das gute ist dass man bei Ärzten und Behörden niemals die Wahrheit sagen muss, erzähl den Leuten einfach was sie von dir hören wollen, für alles andere such dir besser vertrauenswürdige Freunde oder schreibe es Anonym ins Internet.


    Ich gehe aber auch niemanden bei den Behörden auf den geist mit irgendwelchen sinnlosen Grundsatzdebatten. Wenn man sich einigermaßen kooperativ gibt und da wo es ohnehin alternativlos ist mitarbeitet ohne vorher lange zu diskutieren, werden einem auch meist weniger Steine in den Weg gelegt. Etwas Selbstbeherrschung und Zurückhaltung in dem was man äußert, sowie in der Art und Weise wie man seine Anliegen artikuliert bewahren einen zudem ganz gut vor Schwierigkeiten. Wenn man es jedoch darauf anlegt mit Psychiatern und Beamten einen Kleinkrieg zu führen und bei jeder Gelegenheit Einwände zu erheben und gegen das verhasste System zu wettern, dann werden diese Leute die üblicherweise in der Hierarchie klar über einem stehen ihre Position nutzen um einem das Leben nur noch zusätzlich zu vermiesen.

    Ich versuche mich stets im Umgang mit Behörden oder Ärzten nicht zu emotionalen oder unüberlegten Äußerungen und impulsiven Handlungen hinreißen zu lassen, halte die von mir verlangen Deadlines und Pflichten ein und bin allgemein kooperativ, freundlich und pflegeleicht, aber bleibe dennoch stets darauf bedacht als unbrauchbar fürs System und die Arbeitswelt wahrgenommen zu werden. Die werden immer erst mal versuchen jene zu brechen die permanent quer schießen wollen und dafür dann unauffällige Leute die wie ich zwar als angenehm im Umgang empfunden werden, aber als hoffnungsloser Fall für die Arbeitswelt gelten eher in Ruhe lassen.

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    ja genau, transgends der sparte MZF tun sich den ganzen psychoscheiß von gesetzes wegen nur deshalb an, um dann als ehemaliger mann endlich

    in schutzräume von frauen eindringen zu können. etwas dümmeres habe ich in dieser debatte echt noch nicht gehört. falls es das sein sollte,

    was JKR antreibt, dann kann ich diesen punkt absolut nicht nachvollziehen und finde es eher lächerlich, darüber überhaupt zu reden, dieser punkt

    ist doch reiner unsinn ...

    Zu dem Anderen kannst du dich als Nichtbetroffener nicht äußern, warum dann hier?

    Wenn ich so darüber nachdenke hätte es halt auch noch ein ganze Reihe weiterer negativer Folgen. Wenn keiner mehr stirbt würde es irgendwann ziemlich eng auf diesem Planeten werden und die Ressourcen würden uns irgendwann ausgehen. Oder die Menschen hätten dann irgendwann weniger Interesse an Kindern, weil sie nicht mehr ihre Gene an die nächste Generation übertragen müssten um fortzuleben. Aber schön fände ich das auch nicht, so eine Welt ganz ohne Kinder welche die Welt noch mit völlig neuen Augen sehen können, weil sie nicht schon hunderte oder tausende Jahre leben und alles schon gesehen haben was es zu sehen gibt. Und irgendwie wäre es auch etwas fies sich auf diese Weise zu weigern der nächsten generation Platz zu machen, man wäre wie so ein Unternehmer einer großen Firma der sich krampfhaft an seiner Position festklammert und niemand anderen die Geschäfte übernehmen lässt. Hier ist ja auch Alter und Tod oftmals das Einzige was solchen Leuten irgendwie Einhalt gebietet und ermöglicht dass auch mal ein frischer Wind durchzieht. Einflussreiche Personen wie Kissinger oder die Queen würden niemals ein Ende finden.

    Die Superreichen würden dann in dieser unendlichen Zeit nur noch unendlich reicher werden und Monopole immer monopolistischer. Und die Angst davor dennoch bei Unfällen oder ähnlichem ums Leben zu kommen würde viele Menschen womöglich nur noch ängstlicher werden lassen. Wer erwartungsgemäß nur etwa 80 Jahre zu leben hat und einen Teil davon bekanntermaßen noch mit Alter und Krankheit zubringen muss, der klammert sich vielleicht weniger an seinem Leben fest als jemand der theoretisch auch unendlich lange bei bester Gesundheit weiterleben könnte. Aber wenn man sich aus Angst vor den Gefahren des Lebens vor ihnen versteckt hat man auch nichts von diesem langen Leben und fristet am Ende doch nur ein Dasein welches mehr dem Tod ähnelt als dem Leben.


    Mit dem Leben verhält es sich vielleicht ähnlich wie mit Geld, je mehr man davon haben kann desto mehr möchte man haben. Es ist nie genug und je mehr man hat (in dem Fall die unendliche Jugend) desto mehr fürchtet man sich davor diese doch noch zu verlieren und wird vielleicht anfangen viel vorsichtiger zu Leben. Ich denke ein einziger Moment tiefer Zufriedenheit im Hier und Jetzt, in dem kein einziger Gedanke an die Zukunft mehr bestehen bleibt, kein Gefühl der Unvollkommenheit, kein Wunsch nach immer neuen unstillbaren Befriedigungen und keine Notwendigkeit für weitere Pläne oder die Angst davor noch nicht genug gelebt zu haben, in dem es kein Müssen und kein Wollen mehr gibt, ein solcher Moment hat unvorstellbar mehr wert als ein unendliches Leben bestehend aus unstillbarem Verlangen nach weiteren Momenten.

    Ich fürchte das ist halt heute schwieriger denn je, wir haben heute mehr Auswahl als alle Generationen vor uns. Die Möglichkeiten zur Stillung unserer unstillbaren Verlangen werden nahezu Augenblicklich erfüllt und kommen quasi nie zum erliegen, eine riesige Industrie hat sich gebildet um unser nie enden wollendes Verlangen nach immer neuen Befriedigungen, Betäubungsmöglichkeiten und neuer Unterhaltung zu stillen. Ich schätze der Mann aus deinem Beispiel hatte es da noch etwas einfacher in seiner Jugend als es weniger Dinge gab mit denen man sich theoretisch hätte ewig beschäftigen können.


    Im Leben basiert einfach alles auf zyklischen Prozessen. Es ist nicht das ganze Jahr über Winter und draußen ist nicht ewig Tag sondern auch mal Nacht. Wir können auch nicht ewig Glücklich sein, um Glück als solches wahrnehmen zu können müssen wir es zunächst von etwas gegensätzlichem unterscheiden können. Wir benötigen Kontraste und Gegensätze, als zwei Seiten einer Medaille die erst im Zusammenspiel Sinn ergeben und somit ein untrennbares Ganzes bilden. Ohne heiß wüssten wir nicht was kalt bedeutet und umgekehrt. Jemand muss erst erfahren haben was Einsamkeit bedeutet um Zweisamkeit zu schätzen zu wissen oder umgekehrt auch mal die Schattenseite der Zweisamkeit erlebt haben um wieder all die Vorzüge der Einsamkeit zu bemerken. Es ist ein stetiger Wechsel der Polaritäten, bei dem alles Wandelbar ist und erst durch diesen Wandel ergibt unsere Welt überhaupt Sinn und wird für uns Erfahrbar.

    Es ist sinnvoll sich immer erst mit dem Gegenstück dessen zu versöhnen was man haben möchte. Wenn es einem gelingt Frieden zu schließen mit den unerwünschten Szenarien bekommt man das erwünschte quasi gratis dazu. Wenn man reich sein möchte, es einem aber dennoch gelingt sich auch mit dem Gedanken daran anzufreunden zu scheitern und der Reichtum womöglich immer bloß ein frommer Wunsch bleiben wird, der erhält dadurch einen ganz anderen Reichtum, nämlich den unbedingter Zufriedenheit. Wenn man sich mit dem Gedanken versöhnen kann alt zu werden und irgendwann sterben zu müssen, kann man viel mehr Lebensfreude auch im Alter noch bewahren und wird sich dabei seine Jugendlichkeit auf eine ganz andere Weise erhalten können.


    Unser menschliches streben danach die angenehmen Empfindungen ewig andauern zu lassen und stetig weiter zu mehren und alle unangenehmen Empfindungen zu meiden und dauerhaft aus unserem Leben zu tilgen, wird immer nur das genaue Gegenteil von dem erreichen was wir damit versuchen. Indem man lernt auch die unangenehmen Dinge zu akzeptieren und die angenehmen Dinge gehen zu lassen, kann man seinen Frieden mit dem unweigerlichen Lauf des Lebens machen und wahres Glück finden. Neben der bitteren Erkenntnis über die Vergänglichkeit aller schönen Momente und die Flüchtigkeit aller Dinge die wir lieben und schätzen, beinhalt dies im Umkehrschluss eben auch die Vergänglichkeit aller unangenehmen Erfahrungen, welche ebenso von beschränkter Dauer sein müssen. Alles wieder eine Frage der Perspektive und ändern wird man diese Dinge ohnehin nicht können, also wäre es halt schlauer sich irgendwo damit abzufinden. Aber natürlich kann man sich auch weiterhin darüber ärgern und sich wünschen es wäre anders, auch das ist Teil des Lebens und gehört mit dazu. Alles hat irgendwo auch seinen Nutzen, vielleicht ist es gerade die mangelnde Bereitschaft sich damit anzufreunden die es einem erlaubt, im Wissen über die Dringlichkeit des Lebens, dieses vollends auszukosten und wie zum Trotz so zu leben als würde es ewig anhalten, statt sich mit irgendeinem Gedanken an Vergänglichkeit zufrieden zu geben. Letztlich gehört auch dieses Kämpfen, sich Abmühen und Scheitern als fester Bestandteil zum Leben mit dazu, alles hat seine Zeit und seinen Platz.