Ich habe erst vor kurzem zum ersten Mal von Schulbegleitern gehört, nun frage ich mich, ob es sowas auch schon zu meiner Schulzeit gab. Ich kann mich definitiv nicht erinnern, jemals damit auf irgendeine Weise in Berührung gekommen zu sein.
Wenn der im Beitrag gezeigte Junge namens Ibrahim berechtigt scheint, so einen Schulbegleiter gestellt zu bekommen, dann hätten an meiner damaligen Hauptschule sicher Dutzende von diesen Schulbegleitern in den Klassen anwesend sein müssen. Ich selbst war ja damals auch ADHS Kind, von spezieller Förderung war jedoch nie die Rede. Führt sich hier der Gedanke der Inklusion nicht ad absurdum. Wie sinnvoll ist Inklusion überhaupt, auch für wirklich geistig und körperlich stark beeinträchtigte Kinder? was meint ihr dazu? Ich weiß nicht ob ich als so ein Kind überhaupt um jeden Preis an eine Regelschule wollen würde, man bleibt ja doch immer ein Sonderfall, man wird nie ganz dazugehören und nie die gleichen Leistungen bringen wie der Rest. Im besten Fall sind halt alle nett und freundlich aus purem Mitleid, aber will man das überhaupt.
Die Gesellschaft tut sich generell extrem schwer damit einzugestehen, dass nicht alle Menschen für ihr schwachsinniges System geschaffen sind. Nicht alle Menschen kommen mit der Arbeitswelt, Bürokratie und all den immer vielfältiger und komplexer werdenden Anforderungen einer modernen Gesellschaft zurecht. Viele dieser Menschen landen dann im im Bezug von Transferleistungen und auch dort versucht man sie noch weiter zu nötigen sich in ein System einzugliedern, dass nicht zu ihnen passt, notfalls auch mit zwang oder man streicht ihnen jede finanzielle Unterstützung und nimmt damit ihre sichere Obdachlosigkeit in kauf.
Nicht jeder Mensch ist gleich belastbar, unterschiedliche Menschen können von unterschiedlichen Dingen unterschiedlich schnell überfordert und überlastet sein. Nicht jeder schafft es zu Terminen beim Jobcenter zu erscheinen oder sich dazu zu motivieren Morgens pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen und dort die geforderte Leistung zu erbringen.
Wenn sich eine Gesellschaft dann doch mal eingesteht, dass nicht alle Menschen ins gewünschte Muster passen und den Rahmenbedingungen des Systems entsprechen, dann passiert das oftmals wie in den dunkleren Kapiteln userer Geschichte und man hinterfrägt dann nicht etwa das System selbst, sondern brandmarkt alle die sich nicht anpassen können oder wollen als wertlos und schädigend und sperrt sie kurzerhand weg oder beseitigt sie gar.
Niemand hat sich ausgesucht geboren zu werden oder in welchem System er leben möchte. Zu viele Dinge in unserem Leben werden einfach für uns entschieden oder besser gesagt über uns hinweg. Da wären wir im Grunde auch schon bei so Themen wie Antinatalismus, Euthanasie und Wehrpflicht. Themen die von der Gesellschaft nicht so gerne erörtert werden weil sie die gesamte moralische Grundlage der Gesellschaft schnell ins wanken bringen. Man wird ungefragt ins Leben katapultiert und ist dann sein gesamtes Leben lang gesellschaftlichen Zwängern ausgeliefert, sowie den Zwängen der eigenen Biologie und Umwelbedingungen. Wenn man dann irgendwann wenigstens auf eigenen Wunsch human sterben möchte, wird einem das verweigert, aber im Falle eines Krieges darf man dann sehrwohl in den Tod geschickt werden, notfalls auch gegen seinen Willen und man bekommt sogar obendrein noch die erlaubnis, nein sogar den Befehl, andere zu töten. Nur weil diese Anderen zufällig das Pech oder Glück hatten im Fremden Team mitspielen zu müssen statt im eigenen. Mit anderen Worten von der Geburt bis zum Tod wird einem permanent der eigene Wille verweigert. Ob und wann du sterben darfst unter unter welchen Umständen dass entscheiden immer andere über dich hinweg, genauso wie über deine eigene Geburt, die immer ohne deine Zustimmung passiert.
Um zu kaschieren wie abgefuckt dieser ganze Mist ist, klammert man sich dann um so mehr an Erzählungen wie die der Inklusion und schreibt sich ganz stolz Toleranz auf die eigenen Fahnen. Ist doch alles total verlogen. Aber das Leben ist ja ansich total krank und absurd, wie ja bereits im Veganismus Thema angerissen wurde, ist man ab der unfreiwilligen Geburt, darauf angewiesen für den Rest seines Lebens andere Lebewesen zu verzehren. Aber ich schätze ich bin etwas zu sehr abgedrifted.
In Zukunft wird es vermutlich nicht mal mehr eine individuelle Entscheidung der Eltern sein Kinder in die Welt zu setzen oder eben dies zu unterlassen. Weil bereits an Robotern geforscht wird die Kinder zur Welt bringen.
https://www.firstpost.com/health/china-pregnancy-robot-humanoid-surrogacy-ws-e-13925730.html
Ich will mir gar nicht ausmahlen wie abgefuckt die Zukunft noch werden wird. Inklusion wird dann vermutlich gar nicht mehr nötig sein, weil man bis dahin alle genetischen Faktoren von Neugeborenen derart genau abstimmen kann, dass immer kerngesunde leistungsfähige Babys zur welt kommen, perfekt um dann als makellose Arbeitsdrohnen eingesetzt werden zu können.