Es gibt 56 Antworten in diesem Thema, welches 17.950 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. September 2025 um 11:38) ist von Neuschwabenland.

  • ich für meinen teil gebe meine stimmte wie bisher der spaßpartei "die partei". vielleicht werd ich auch mal irgendwann taktisch wählen.

    ansonsten hab ich keinen bedarf irgendeine der etablierten parteien zu wählen, und auch nicht die Linke, nicht die AfD und auch nicht die mögliche neue wagenknecht partei. ich halte alles für mist in einem anderen gewand.

    Die PARTEI ist alles andere als eine reine Spaßpartei, und natürlich ist auch sie im weiteren Sinne politisch links einzuordnen.

    Why do we fall?

  • Der Kampf gegen Überwachung und die Einschränkung von Freiheitsrechten wird ausschließlich (!) von links aus geführt

    Also ich habe von der FDP durchaus auch schon kritische Stimmen bezüglich der Einschränkung von Freiheitsrechten gehört, nicht nur zu Corona-Zeiten. Bei dieser Partei stimmen nur leider die sozialen Ansichten dann wieder nicht, und die machen nunmal einen Großteil ihrer Politik aus.

    Bei der Linken habe ich hingegen den Eindruck, der Kampf gegen Polizeigewalt und autoritäre Maßnahmen ist auch nur Klientelpolitik, nicht anders als bei der FDP, nur dass es eben ein anderes Klientel ist. Wenn die Polizei gegen Hausbesetzer, Asylbewerber oder Schwarzfahrer vorgeht, schreit man empört auf... aber wenn es gegen den politischen Gegner geht, kann die Polizei gar nicht hart genug drauf einknüppeln, da hilft man ja auch gern selber noch etwas mit.
    Auch was die Ablehnung von Zwangsgebühren und Steuern angeht (was für mich nunmal auch freiheitliche Themen sind), tun sich die Linken nicht gerade hervor, sondern finden staatliche Eingriffe und Rumschnüffelei eigentlich ganz gut, so lange es die ihrer Meinung nach Richtigen trifft.

    Nur kannst du eben keine Gebühren und Steuern eintreiben, ohne den repressiven Apparat dahinter, der diese dann auch durchsetzt. Besonders freiheitlich scheint mir das Weltbild dahinter jedenfalls nicht zu sein.

    Das ist jetzt vielleicht etwas polemisch dargestellt. Ich will ja auch nicht alles schlecht reden, was von links kommt... im Zweifelsfall sind mir die auch lieber als die Rechten, habe ich ja oft genug betont. Aber dennoch möchte ich eben darauf hinweisen, dass auch die Linken ganz schön autoritär sein können. Das ist eben nicht nur ein einmaliger Ausrutscher zu Corona-Zeiten gewesen, ich könnte viele Bereiche aufführen... Tempolimit (was ja letztlich auch nichts anderes bedeutet als mehr Überwachung und Strafmaßnahmen), Waffenbesitz, etc. In dieser Hinsicht ist die CDU liberaler als die meisten Linken.

    Natürlich klar, auch nur, weil sie eben ihre Wählerschaft und diverse Lobbyisten zufriedenstellen wollen.

    Aber genau das ist eben Politik. Und genau deshalb ist es immer nur ein Gegeneinander, aber nie ein Miteinander. Mal sind die einen an der Reihe, die eigene Weltanschauung durchzusetzen und allen Andersdenkenden das Leben möglichst schwer zu machen, und mal umgekehrt...

    Aber das alles führt eben zu nichts. bzw. wir sehen ja eben, wohin es führt. Zu einer immer größeren Zuspitzung der Konflikte und zu einer Spaltung der Gesellschaft.

    Und dass es eben nicht mehr so einfach ist, zu sagen, "Ich will mehr Freiheit, und deshalb wähle ich links". Sondern es gibt hier und da tatsächlich Gründe, warum einige Menschen denken: "Ich will meine Freiheit behalten, und deshalb wähle ich nicht links."

  • Stichwort 'Cancel Culture', 'Meinungsfreiheit' und 'rückständiges Gesindel, das ins Land gelassen wird': Wie sieht es denn mit diesem netten Herrn hier aus: https://www.change.org/p/boykottiert-…%CC%81s-konzert


    Oder mit irgendwelchen islamistischen Predigern, die ähnliche Positionen vertreten? Alles legitim im Rahmen der 'Meinungsfreiheit' oder sollte man die nicht besser 'aus dem Abschiebeflieger abwerfen', um einen großen anarchistischen Denker unserer Zeit zu zitieren? ;)

    Zunächst mal würde es mir ja zu denken geben, wie es sein kann, dass so viele Menschen in Deutschland leben, die die Politik in ihrem Heimatland, aus dem sie angeblich fliehen mussten, ganz toll finden. Also entweder, die haben bei der Angabe ihrer Asylgründe glatt gelogen, oder es wurde ihnen sonstwie zu einfach gemacht, sich hier niederzulassen und hier ihre Hetze zu verbreiten.

    Prinzipiell sehe ich jetzt kein Problem darin, dass auch solche Leute ihre Meinung vortragen. Ich will ja auch sagen dürfen, dass ich religiöse Spinner zum Kotzen finde und sie am liebsten zurück in ihre Wüste schicken würde. Anders als der politische Mainstream heutzutage sehe ich es eben nicht so, dass Meinungsfreiheit irgendwo aufhört... sondern ich finde, bei Meinungen, die man schlimm oder verwerflich findet, fängt sie gerade erst an.

    Die Frage, warum man solche Leute überhaupt ins Land lässt, und sich dann hinterher darüber empört, was sie für rückständige Ansichten haben, stelle ich mir aber trotzdem. Genauso wie ich mich frage, wieso man einerseits mit irgendwelchen Staaten kooperiert, die Homosexuelle verfolgen, und dann gleichzeitig die Regenbogenfahne schwenkt. Da passt manches für mich nicht so recht zusammen, und ich glaube, mit dieser Ansicht bin ich auch nicht ganz allein.

  • Deine Aussage war, dass die Rechten 'freiheitlichere' Positionen vertreten würden als Linke. Und das ist eben eine ziemlich schräge Wahrnehmung, mehr noch, es ist genau dieses rechte Narrativ, wie es vom Trump-Lager und anderen verbreitet wird. Ausgerechnet diejenigen, die für Gewalt gegen Minderheiten, für Polizeistaat und Ausbeutung stehen, inszenieren sich als 'Verteidiger der Freiheitsrechte'.

    Hier geht es weniger um angebliche Freiheiten, sondern um Privilegien. Was klar macht, dass der Adressat dieser 'Freiheiten' nur eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen sind, während für den Gegner Law and Order und Marginalisierung gefordert werden. Das ist eine Eigenschaft sämtlicher rechter Gruppen von Trump bis zur AfD.

    Die FDP ist eine Klientelpartei, deren Pendel weg von bürgerlichem Liberalismus und hin zu wirtschaftlichem Liberalismus ausschwingt, weshalb sie selbstverständlich in der CDU ihren natürlichen Koalitionspartner sehen. Und wieder geht es hier nur um die Verteidigung von Privilegien.

    Ein linkes Freiheitsverständnis ist zumindest dem Anspruch nach universell, es geht tatsächlich um alle Menschen - ausgenommen natürlich diejenigen, die von der Unfreiheit anderer profitieren.

    Natürlich geht es mir nicht, wie gesagt, um diese oder jene Partei oder Gruppe. Die Linkspartei kannibalisiert sich selbst, und viele linke Gruppen sind im Grunde fleischgewordene Satire wie aus einer Southpark-Folge entsprungen. ich kann sehr gut verstehen, dass man dieses Klientel weder wählen noch sich mit ihnen abgeben will.

    Es geht mir daher eher um den Grundanspruch 'linken' Denkens. Denn nochmal: Was ist denn die Alternative? Und wenn du ein gesellschaftliches Ideal, das auf Gleichberechtigung, Solidarität und Freiheit basiert, mit einem anderen Wort als 'links' beschreiben willst, dann nur zu. Es ändert nichts an den Inhalten.

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  • Die Frage, warum man solche Leute überhaupt ins Land lässt, und sich dann hinterher darüber empört, was sie für rückständige Ansichten haben, stelle ich mir aber trotzdem. Genauso wie ich mich frage, wieso man einerseits mit irgendwelchen Staaten kooperiert, die Homosexuelle verfolgen, und dann gleichzeitig die Regenbogenfahne schwenkt. Da passt manches für mich nicht so recht zusammen, und ich glaube, mit dieser Ansicht bin ich auch nicht ganz allein.

    Letzteres nennt sich eben 'pink washing' :zombie:

    Ansonsten ist es eben nicht immer leicht, Menschen in den Kopf zu zu schauen und zu prüfen, ob die nun reaktionäre Scheiße drin haben oder eben auch vor jener Scheiße geflohen sind (Gesinnungsprüfungen dürften sich etwas kompliziert gestalten). Wobei ich deine Logik nicht so ganz verstehe: Am besten gar nicht reinlassen, aber wenn sie schon mal da sind, dürfen sie hetzen wie sie wollen? Da würde ich schon widersprechen wollen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Lonewolf (4. Oktober 2023 um 12:50)

  • Deine Aussage war, dass die Rechten 'freiheitlichere' Positionen vertreten würden als Linke.

    Dann habe ich mich vielleicht unglücklich ausgedrückt. Es ging mir mit meinen Aussagen in diesem Thread vor allem darum, aufzuzeigen, dass man es sich etwas zu einfach macht, wenn man alle Ideen die von rechts kommen pauschal verdammt, und dementsprechend alle Menschen, die ihre Interessen von den Rechten besser vertreten sehen als von den Linken, gleich als Nazis abstempelt. Und dass es eben sehr wohl ein paar Themengebiete gibt, wo die Rechten mehr Freiheit wollen als die Linken.

    Dass es langfristig mit der AFD an der Macht nicht auf eine tolerantere, sozialere und freiere Gesellschaft hinauslaufen würde, sollte jedem klar sein.

    Aber die Gründe, warum Menschen die AFD wählen, etwas differenzierter zu betrachten als einfach zu sagen "Die sind halt Rassisten und waren es schon immer", würde schon nichts schaden. Und dann vielleicht diese Wähler auch mal anhören und ihnen vernünftigere Alternativen zur Alternative anbieten.

    Wobei ich deine Logik nicht so ganz verstehe: Am besten gar nicht reinlassen, aber wenn sie schon mal da sind, dürfen sie hetzen wie sie wollen? Da würde ich schon widersprechen wollen.

    Ach, im Grunde weiß doch jeder, dass es homophobe Kulturen gibt... oder sagen wir besser, Kulturen, in denen eine deutliche Mehrheit der Menschen weder besonders demokratisch noch besonders tolerant und progressiv eingestellt ist. (Wäre es anders, würde es ja auch in denen ihren Heimatländern ganz anders aussehen.)

    Da würde mir es schon sinnvoll erscheinen, wenn man in irgendeiner Weise, jedenfalls mehr, als dies heutzutage gemacht wird, die Gesinnung dieser Menschen aus solchen Ländern überprüfen würde. Wie sowas konkret möglich ist, ist dann wieder ein anderes Thema. Darauf wüsste ich so spontan auch keine vernünftige Antwort.

    Aber diese Dinge werden ja nicht einmal thematisiert. Allein die Aussage "Das ist eine homophobe, rückständige Kultur" würde mich schon zum Rassisten machen bei vielen Linken.

    Darum geht es doch hauptsächlich... dass solche Dinge nicht mal angesprochen und vernünftig in der Öffentlichkeit beredet werden, bzw. halt nur von Parteien wie der AFD, die ja genaugenommen selber rückwärtsgewandt ist. Eigentlich sollte es doch auch im Interesse der progressiven, toleranten Parteien sein, den Zuzug von rückständig gesinnten Menschen einzudämmen. Passiert aber halt nicht, und das liefert den Rechten ganz gute Munition.

    Was die Meinungsfreiheit an sich angeht... da würde ich das in der Gesellschaft ungefähr so handhaben wie hier im Forum auch. Wenn jemand mal irgendwas inkorrektes sagt, ist das völlig in Ordnung. Wenn einem mal eine Beleidigung rausrutscht in Eifer eines Wortgefechtes, ist das auch ok.

    Wenn aber regelmäßig zu erkennen ist, dass nur der pure Hass aus den Worten eines Users spricht, und er gewohnheitsmäßig für Unruhe sorgt und andere, friedliche User beleidigt und belästigt, dann würde ich ihn auch vor die Tür setzen, mit dem Verweis darauf, dass es andere Orte im Internet gibt, an denen er gern weiter seinen Hass verbreiten darf.

    Und so könnte man das in der Gesellschaft ja auch handhaben. Die Zivilgesellschaft hat ein gutes Recht darauf, irgendwelchen Nazis die Benutzung ihrer Infrastruktur zu verweigern. Aber wenn sich Nazis in einer Scheune treffen und dort Hakenkreuzfahnen aufhängen und ihre Hass-Reden schwingen, würde ich sie lassen. Anders wäre es, wenn sie selbiges vor einer Synagoge machen würden... da ist es dann eben keine bloße Meinungsäußerung mehr, sonderen Belästigung oder Bedrohung.

  • Es ist eben offensichtlich nicht jedem klar, wohin die Reise mit einer AfD gehen würde. Ich denke, dass du massiv die gesellschaftliche Ignoranz in manchen Bereichen unterschätzt. Daher, auch wenn wir uns hier im Kreis drehen: Überzeugungsarbeit bei AfD-Wählern würde ich sehr kritisch bis aussichtslos sehen. Denn die teilen größtenteils die Positionen der Partei und wünschen sich eine entsprechende Gesellschaft. Du kannst vielleicht einen bestimmten Prozentsatz noch abholen. Allerdings nicht dadurch, dass du dich an rechten Positionen abarbeitest, sondern indem du tatsächliche Gegenentwürfe präsentierst und deine eigenen Narrative stärkst. Deine Logik entspricht eher der von Friedrich Merz oder Konservativen generell: 'Erfüllen wir die Forderungen des reaktionären Teils der Bevölkerung, dann werden sie aufhören, rechte Parteien zu wählen'. Das wird nicht funktionieren, als Gewinner wird nur die Rechten hervorgehen, denn deren Klientel wählt eben das Original.

    Ansonsten sehe ich Menschen als Individuen und nicht als Repräsentanten irgendeiner Gruppe. Zugewanderte, auch aus muslimischen Gesellschaften, sind bei weitem nicht so homogen, wie du es in deiner kulturalistischen Weltsicht darstellst.

    Als Beispiel sei nur die neue Welle an Türkei-Auswanderern genannt, die explizit vor Erdogans Regime fliehen. Ein Vorschlag: Komm doch mal raus aus deinem Schneckenhaus und tritt in Kontakt mit den Menschen. Ich war seit 2012 in Dutzenden Flüchtlingsheimen, war mit afghanischen Anarchisten in Athen unterwegs, hab mit nigerianischen Linken demonstriert und mit Nordafrikanern in besetzten Häusern gelebt. Du kannst das nun gern als 'nicht repräsentativ' abtun, aber die Welt ist ein bißchen komplexer, als es uns kulturalistische Narrative weismachen wollen.

    P.S. Dass Wege gefunden müssen, mit dem rückständigen Teil umzugehen, müssen wir nicht mehr betonen. Da sind wir uns sicherlich einig, ebenso wie in der Tatsache, dass viele Linke auch hier ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht werden bzw. mit zweierlei Maß messen.

    Why do we fall?

    Einmal editiert, zuletzt von Lonewolf (5. Oktober 2023 um 09:54)

  • Heute sind in Bayern ja Landtagswahlen. Da kommt bestimmt was "Gutes" raus. :thumbsup:

    Chaos und Liebe und irgendwie überstehen:rain:

  • Es gab mal Zeiten, da hätte ich mich nach solchen Wahlergebnissen voll aufgeregt...

    Wie kann es sein, dass die Leute, die gerade eben noch die Schnauze voll hatten von Merkel und der CDU, so schnell vergessen, und plötzlich wieder denken, es wird irgendwas besser, wenn sie zur Abwechslung mal wieder CDU wählen? :wandrenn:

    Und die zweitstärkste Kraft ist nicht die Opposition von links, sondern die von rechts der CDU, weil vielen Wählern die CDU nicht mehr konservativ und rechts genug ist. :dash:

    Und die Linken sind wohl endgültig zur Sonstigen-Partei mutiert, die man bald gar nicht mehr extra aufzählen muss.

    Also wenn jetzt mein zwanzig Jahre jüngeres Ich mit einer Zeitmaschine ins Jahr 2023 gekommen wäre, und solche Wahlergebnisse wie jetzt bei den Landtagswahlen gesehen hätte, dann hätte es sich sicher gedacht: Sind die alle komplett verrückt geworden???

    Und dann noch der Scheiß in Israel gerade. Als ob sich die Welt nur noch im Kreis dreht, bis alle kotzen. :waah: :kotz: :kotz2:

    Und danach dreht sie sich noch ne Runde. :hurtself:

    Lernfähigkeit dieser Spezies: offensichtlich gleich Null.

    In Anbetracht dessen, was wir hier in diesem Thread und anderswo schon ewig diskutieren, wundert mich das Wahlergebnis aber dann irgendwie doch nicht besonders.

    Also zumindest, was den Verlust der Parteien aus dem linken Spektrum angeht. Egal, ob man ihre Politik nun gut findet oder nicht... sie vermitteln es dem Wähler offenbar nicht gut genug, warum man sie wählen sollte. Also entweder die Propaganda der Gegenseite ist einfach besser, oder sie schießen sich mit ihrer eigenen Propaganda regelmäßig selbst ins Knie, weil sie damit mehr Leute abschrecken als abholen. Oder die Deutschen sind halt einfach mehrheitlich Arschlochnazis und es ist völlig egal, was man macht und wie man als linke Partei auftritt.

    Was kann da jetzt noch helfen? Am besten noch vehementer darauf hinweisen, dass linke Politik vor allem bedeutet, noch mehr Seenotrettungsschiffe ins Mittelmeer zu schicken, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Und ein Tempolimit einführen. Ganz wichtig, weil sonst die Eisbären in der Arktis schmelzen. Und natürlich gendern, bis der Arzt/dieÄrztin/das Transendoktor* kommt.

    :stammtisch:

    Weiß nicht, was ich noch dazu sagen soll. Außer Spott fällt mir gerade nicht mehr viel ein. Vielleicht besser schlafen gehen.

    :sleepdrunk:

  • Wie soll denn eine linke Partei grundlegende radikale Forderungen gegen den Widerstand von Wirtschaft, Konservativen und Liberalen durchsetzen?

    Es geht doch darum das es nicht einmal Versuche gibt diesen Widerstand zu durchsetzen. Sobald man auf ihn stößt fällt man auf minimal Forderungen zurück und begnügt sich mit ein bisschen Umverteilung. Wie zum beispiel new labour. Und dann fällt man halt auf Kulturelle Themen zurück weil man dort Hegemonial war bzw. ist. Oder jetzt bei der Ampel die tendenziell eine links liberale Koalition ist, wenn man nach den Wahlprogrammen und den Koalitionsvertrag geht.

    Der Schwerpunkt liegt doch in größeren Städten mittlerweile eher in den Bereichen Gentrifizierung, Freiräume, generelle Gestaltung des urbanen Raums etc.

    Das kommt aber halt auch darauf an wie man etwas aufzieht. Diese Themen kann man auch alle auf Kulturelle ebene abhandeln wie es momentan in meiner Wahrnehmung auch hauptsächlich passiert. Deutsche Wohnen enteignen war natürlich ein super Projekt aber davon ist ja jetzt nicht mehr soviel übrig? Unter anderem wahrscheinlich auch wegen der SPD aber das hat halt trotzdem alles keine Langlebigkeit. Was ich jetzt gerade gut finde und auch involviert bin, ist TVStud was tatsächlich auch gute Erfolgsaussichten hat aber auch in ein paar Monaten dann vorbei ist.

    Dass sich ein Großteil linker Gruppen nur an Rechten abarbeitet ist nicht mein Eindruck.

    Ich meine damit auch explizit Linksliberale, die ich jetzt mal lose zum linken Spektrum hinzufügen würde.