Meinungsfreiheit im Internet (Twitter und Elon Musk, etc.)

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 11.430 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Oktober 2023 um 13:29) ist von Shinobi.

  • Ja, das ist traurig, aber es ist wohl einfach so... wenn Menschen von Meinungsfreiheit reden, geht es ihnen im Grunde fast immer nur um die Meinungsfreiheit von ihnen und Ihresgleichen. Sobald sie sich dann aber bedroht wähnen, setzt sich doch schnell wieder die Erkenntnis durch, dass es Regeln und Gesetze braucht, damit nicht jeder alles sagen oder schreiben darf, was er möchte.

    Gerade bei denen, die von der rechten Seite her "Meinungsfreiheit" fordern, ist das ja nur all zu offensichtlich.

    Im Grunde wollen sie gar keine Meinungsfreiheit, sondern einfach grenzenlos alles sagen und schreiben dürfen, inklusive Mordaufrufe gegen Flüchtlinge oder linke Politiker. Aber wenn dann die Antifa die Privatadresse eines AfD-Politikers veröffentlicht, soll selbstverständlich der Rechtsstaat einschreiten...

    Also ich finde ja, entweder alle halten sich an die Spielregeln, oder wir ändern die Regeln vielleicht dahingehend, dass man zukünftig etwas mehr sagen darf als bisher, was dann aber für alle gelten sollte. Eine objektive Debatte darüber fehlt mir irgendwie komplett heutzutage... es geht ja wirklich gar nicht um die Sinnhaftigkeit der Gesetze an sich, und ob vielleicht mehr Redefreiheit FÜR ALLE und weniger staatliche Kontrolle nicht auch positive Effekte haben würde... sondern es geht nur um das Rumgejammere der verschiedenen politischen Fraktionen, die sich ungerecht behandelt fühlen.

    Aber mir fehlen Advokaten für echte Meinungsfreiheit für alle, denen es nich nur um ihren eigenen Arsch geht, sondern die etwas darüber hinaus denken und das große Gesamte im Blick haben.

    Was Elon Musk angeht... naja, ich denke mal, der ist eben so ein typischer Neoliberaler oder vielleicht auch leicht anarchokapitalistisch, keine Ahnung... er scheint ja auch mit den Trumps dieser Welt zu liebäugeln, aber vermutlich hauptsächlich aus dem Gedanken heraus, dass die ihm unternehmerisch weniger Steine in den Weg legen als die Demokraten oder die Linken.

    Hab mir schon gedacht, dass da viel Doppelmoral dahintersteckt. Dennoch fand ich es erfrischend, dass er einfach mal gesagt hat "Ich ändere jetzt die Regeln, und wenn es euch Werbekunden nicht passt, dürft ihr euch gern verpissen." Während die meisten anderen halt kriechen vor der Macht der Umfragewerte und der (gesteuerten) öffentlichen Meinung bzw. der Angst vor einem Shitstorm.

  • Ich mag Elon Musk ehrlich gesagt. Ich finde, er hat einen guten Sinn für Humor. ^^

    Chaos und Liebe und irgendwie überstehen:rain:

  • Okay, ich nehme bezüglich Elon Musk alles zurück. Er ist leider doch nur ein Idiot.

    Chaos und Liebe und irgendwie überstehen:rain:

  • Späte Einsicht ist besser als gar keine. Mir war Elon Musk schon immer sehr suspekt. Allein seine Haltung bezüglich Arbeitnehmerrechten sollte zu denken geben.

    ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
    Motoko Kusanagi