Wer streut das Gift im Forum? (aka Fact Checking the Fake Checkers)

  • Faktencheck der Faktenchecker: Die fragwürdige Finanzierung und Zertifizierung von Correctiv
    „Unabhängig“, „investigativ“, „umfassende Transparenz unserer Finanzen“ – mit diesen Schlagworten werben die selbsternannten Faktenchecker von Correctiv für…
    www.nachdenkseiten.de


    Ja, das tolle correctiv. Einige der Oberhämmer, die ich miterlebt habe kamen von denen...

  • Man muss halt leider auch wirklich sagen... es wird so unglaublich viel Müll verbreitet im Internet. Gerade auf Seiten, wo sich viele rechtspopulistischen "Systemkritiker" und Querdenker tummeln. Da halte ich so eine Institution, die das unter die Lupe nimmt und die dümmlichsten Lügen widerlegt, erstmal grundsätzlich für sehr sinnvoll.

    Ich rede jetzt von so Dingen, wo einfach mal Statistiken erfunden werden, die es gar nicht gibt... oder Politikern Zitate in den Mund gelegt werden, die diese so nie gesagt haben... oder wo angeblich irgendein Russe in einem deutschen Supermarkt abgestochen wurde, und dann sieht man beim genaueren Hinsehen (auch ohne Correctiv) schon selber, dass das irgendwo in Russland passiert sein muss.

    Es kann eben heutzutage so leicht wie nie zuvor jeder Idiot irgendwas behaupten, ein gefaketes Bild nehmen oder aus dem Zusammenhang reißen und ins Internet stellen... er wird garantiert Leute finden, die ihm glauben, weil sie es glauben möchten.

    Das heißt nicht, dass die offiziellen Medien nicht auch hin und wieder Lügen würden. Aber ich glaube eben schon, durch das Internet hat sich die Lügen-Dichte auf dieser Welt mal eben mindestens verzehnfacht.


    Klar wäre es wünschenswert, wenn Faktenchecker dann auch wirklich unabhängig finanziert wären... aber wer sollte sie finanzieren, damit sie wirklich unabhängig sind? Der Staat mit Steuergeldern? (dann wären sie ja wohl auch nicht wirklich unabhängig...) Ich meine, es wird alles von irgendwem finanziert, der gewisse Absichten hat. Alle Medien. Auch alle Internetseiten, die ihre Aufklärung bzw. Propaganda etwas professioneller betreiben, werden von Leuten finanziert, die bestimmte Erwartungen an sie haben.

    Wenn es danach geht, sind nur diejenigen unabhängig, die das in ihrer Freizeit und ganz ohne in irgendeiner Form Kapital daraus zu schlagen tun. Aber selbst die können ja theoretisch eigene, egoistische Interessen verfolgen... zum Beispiel Anhänger für ihre Sekte suchen, so wie ich. :D

    Im Grunde kann man niemandem vertrauen auf dieser Welt, den man nicht persönlich viele Jahre lang kennt.


    Hast du denn konkrete Beispiele, wo die "Faktenchecker" wirklich gelogen haben?

    Ich habe den Eindruck, das hauptsächliche Problem ist nicht, dass sie falsche Informationen verbreiten, sondern dass sie eben oft sehr einseitig nur bestimmte Lügen (die aus einem bestimmten, ungewollten politischen Lager kommen) "checken", aber nicht die Lügen die vom System kommen.

  • Man muss halt leider auch wirklich sagen... es wird so unglaublich viel Müll verbreitet im Internet. Gerade auf Seiten, wo sich viele rechtspopulistischen "Systemkritiker" und Querdenker tummeln. Da halte ich so eine Institution, die das unter die Lupe nimmt und die dümmlichsten Lügen widerlegt, erstmal grundsätzlich für sehr sinnvoll.

    Ich rede jetzt von so Dingen, wo einfach mal Statistiken erfunden werden, die es gar nicht gibt... oder Politikern Zitate in den Mund gelegt werden, die diese so nie gesagt haben... oder wo angeblich irgendein Russe in einem deutschen Supermarkt abgestochen wurde, und dann sieht man beim genaueren Hinsehen (auch ohne Correctiv) schon selber, dass das irgendwo in Russland passiert sein muss.

    Es kann eben heutzutage so leicht wie nie zuvor jeder Idiot irgendwas behaupten, ein gefaketes Bild nehmen oder aus dem Zusammenhang reißen und ins Internet stellen... er wird garantiert Leute finden, die ihm glauben, weil sie es glauben möchten.

    Das heißt nicht, dass die offiziellen Medien nicht auch hin und wieder Lügen würden. Aber ich glaube eben schon, durch das Internet hat sich die Lügen-Dichte auf dieser Welt mal eben mindestens verzehnfacht.

    Keine Frage, dass das stimmt. Und ich sehe eben in dieser Dynamik die Problematik. Solchen Instanzen kommt ungut viel Vertrauen zu und ich bin ohnehin der Meinung, dass der Ruf nach vertrauen durch Medien und Staat ein propgandistischer Trick ist. Wer kam überhaupt auf die Idee, dass man Staat und Medien "vertrauen" muss? Ein kritischer Blick auf die Sache wäre hier weit angebrachter.


    Der Spur des Geldes zu folgen ist nie eine schlechte Idee, denn wie die Fäden irgendwo zusammen laufen zeigt sich hier schon anhand von Zahlen. Da braucht man dann auch keine Verschwörungstheorien mehr.


    aber wer sollte sie finanzieren, damit sie wirklich unabhängig sind? Der Staat mit Steuergeldern? (dann wären sie ja wohl auch nicht wirklich unabhängig...)

    Der Bürger über seine Steuergelder, die er selbst kontrolliert? Wäre doch eigentlich mal nen Versuch wert, oder?


    Alle Medien. Auch alle Internetseiten, die ihre Aufklärung bzw. Propaganda etwas professioneller betreiben, werden von Leuten finanziert, die bestimmte Erwartungen an sie haben.

    Es geht in dem Artikel u.a. um die Selbstbeweihräucherung, wenn man wieder mal sieht, wie Preise von Investoren verlieren werden usw. Das erhebt einfach einen Anspruch der nicht gegeben ist. Der manipulierte Durchschnittsdeutsche denkt sich dann "Oh toll, die haben nen Preis bekommen", dass sich da jemand selber nen Preis verliehen hat, fällt da oft untern Tisch. Ich vermute auch mal, wenn heute Medienkompetenz vermittelt werden soll, dann meint man damit, den Leuten beizubringen, wie man auf den Fakt-Check Link unter einem Beitrag tippt... ;-)

    Hast du denn konkrete Beispiele, wo die "Faktenchecker" wirklich gelogen haben?

    Irgendwie impliziert dein Satz, dass man sich nur "Faktenchecker" nennen braucht und bei dir schonmal nen dicken Vertrauensbonus sicher hat. ;)


    Aber zur Frage: dass man zu Anfangszeiten oftmals dümmliche Memes mit seinen Faktcheckern mitlieferte, wo PErsonen in diskredit gebracht wurden - ohne irgendeine Evidenz - ist nur eine Meinungsmache und nicht seriös. (Eigentlich nennt man sowas dann rufmord)


    Wenn aber jemand - aus dummheit oder bösartiger Absicht - mathematische Sachen verschwurbelt, um Falschinformationen zu liefern dann stinkt das schon gewaltig. Z.b. kennst du doch bestimmt eine Liniendiagram, das laufend schwankt und auch wenn es Korrelationen und Kausalitäten zwischen Umständen gibt, dann wird dies natürlich nicht in jedem Datenpunkt wiedergespiegelt, , der eine liegt ein bisschen drüber, der andere ein bisschen drunter, auch wenn die referenzgröße sich anders verhällt, einfach weil da natürlich immer auch ein gewisses Rauschen drin ist. Damit haben sie aber (ich glaube correctiv war es) belegen wollen, dass der Satz "Wer mehr testet, erhält mehr testpositive" nicht stimmt. Naja, spitzfindigerweise muss man anmerken, dass es genau so lange der trend ist, bis man aber auch wirklich jeden einzelnen infizierten getestet hat. Erst dann tendiert ein neuer Test nicht dazu mehr Positive zu erzeugen, und eigentlich auch dann noch, denn es infizieren sich ja laufend neue. Naja, was will man gross erklären, wer sowas einfach nicht rafft, oder nicht darüber nachdenkt, der glaubt halt - in dem fall das gegenteil. XD Das aber nur, weil du nach einem konkreten Beispiel gefragt hast.


    Es gingen auch genug Memes rum, die nur aus einem Fake-Checker und einigen rot unterstrichenen Worten bestand, die zeigten, wie manche Faktenchecks sich nichtmal selbst überlebt haben.


    Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass ich in meinem Paralleluniversum immer nur auf ausgerechnet die Bullshitsartikel gestossen bin, aber ich habe bestimmt 10 mal sehr genau recherchiert und bin immer zum selben ergebnis gekommen, sowie unzählige solcher Faktenchecker memes, über die ich nur geschmunzelt habe. So FaktenChecks wie "Stimmt es, dass die erde flach ist", waren da halt nicht dabei...

    Ich habe den Eindruck, das hauptsächliche Problem ist nicht, dass sie falsche Informationen verbreiten, sondern dass sie eben oft sehr einseitig nur bestimmte Lügen (die aus einem bestimmten, ungewollten politischen Lager kommen) "checken", aber nicht die Lügen die vom System kommen.

    Ja. Den Eindruck habe ich auch, keine Frage. Es gibt eben auch sowas wie eine Tendenz zur Objektivität oder eine Tendenz zur Manipulation. Das mag jetzt jeder selber einordnen, wo es ihm zu viel wird. Viele Leute bezeichnen halt als Lügen schon manipulationsmethoden und unlautere täuschung, wie zb die viel zitierte selektive authenzität.

  • Ja, das tolle correctiv. Einige der Oberhämmer, die ich miterlebt habe kamen von denen...

    Schon wirklich toll, wenn die Kritik daran von NDS kommt. :thumbsup:


    Der Amerikanist und Verschwörungstheorieforscher Michael Butter reiht die NachDenkSeiten ein in die „alternativen“ Medien wie KenFM, Telepolis, oder Rubikon, die alle eine Gegenöffentlichkeit zu den traditionellen Qualitätsmedien und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bilden würden. Sie bedienten Verschwörungstheorien wie die von der „Lügenpresse“ und verkauften diese als seriöse Nachrichten.

    8) :monster::clap: :monster: 8)


    Fakt ist, man sollte nie einem Medium blind Vertrauen, egal welches es ist!
    Ob Wikipedia, NDS oder Correctiv ...

  • Schon sehr viel sagend, wenn die kritik von wikpedia kommt :)


    Könntest du nicht seriöse medien, wie psiram zu dem thema heranziehen?