• Normalerweise hält sich mein Interesse am Wälzen philosophischer Werke stark in Grenzen und ich mach mir stattdessen lieber zu den wesentlichen Kernaussagen Gedanken, die in diesem Bereich gebildetere Menschen herausgearbeitet haben. Vor nem halben Jahr wollt ich dann aber doch mal wissen, was ich auf eigene Faust mit sowas anfangen kann und hab mir "Das Sein und das Nichts" von Jean Paul Sartre gekauft. Den kann man laut Google als einen, wenn nicht den Hauptvertreter des atheistischen Existenzialismus ansehen, auf den ich eher zufällig (blackmetal lyrics) aufmerksam geworden bin. Beschreibungen wie "Eine philosophische Strömung, die der gelebten Existenz den Vorrang einräumt und die es ablehnt, diese Erfahrung auf ein Konzept, eine Definition oder eine Essenz zu reduzieren." und Sartre Zitate wie z.b. "Das Leben hat a priori keinen Sinn. Ehe Sie leben, ist das Leben nichts; es liegt an Ihnen, ihm einen Sinn zu verleihen, und der Wert ist nichts anderes als der Sinn, den Sie wählen." passen eigentlich ganz gut zu meiner egozentrischen Lebenspraxis und meinem Streben nach Selbstkongruenz. Bisher stellt sich die Lektüre des tausendseitigen Schinkens aber als ziemlich freudlose Qual heraus, weil das alles so dermaßen kompliziert, anstrengend und auf Vorwissen aufbauend geschrieben ist, dass ich nach wenigen Seiten schnell wieder die Lust verliere und mir stattdessen begeistert die Witcher-Saga reinpfeife. Ich bleibe aber dran und selbst für den Fall, dass mir dieses sündhaftteure Mängelexemplar für 30 € am Ende überhaupt keinen Mehrwert bringt, hab ich wenigstens einmal im Leben einen bedeutenden Philosophen gelesen und kann mich mit einem weiteren, sinnlosen Achievement schmücken. :)


    Antiquitiertheit des Menschen:

    Wenn das mit den Hightech-Waffen voll göttlicher Zerstörungskraft so weitergeht, sollten wir vielleicht so schnell wie möglich auch unsere Affengehirne technisch aufrüsten. :borg:

    Anders herum hat das Bremsen des technisch Möglichen im Sinne des Humanismus ja noch nie so richtig funktioniert anscheinend, also wird es vermutlich auch nicht nach der Philosophie von Günther Anders funktionieren.

    Außerdem besteht bei mir das Interesse an bzw. das Bedürfnis für eine technisches Upgrade, mit dem ich mir Sartres komplette Philosophie einfach in wenigen Sekunden direkt ins Hirn laden kann, inklusive makelloser Interpretation. Dann bliebe mir genug Zeit, auch meinen anderen Hobbys nachzugehen und ich würde trotzdem nicht völlig verblöden. 8)

    Gegen die Sinnlosigkeit des Lebens kommt man nicht an, aber man kann drüber lachen und dem Universum stolz den ausgestreckten Mittelfinger zeigen.

  • Yatan Ich glaube Elon Musk hat da was für Dich (;


    Wenn mir langweilig ist, hilft mir Philosophie dabei, mein Hirn beschäftigt zu halten.

    Mein Therapeut meint zwar, dass ich lieber Dinge machen sollte, die das Herz und den Körper ansprechen, da ich zu sehr im Geist sei, aber ich glaube, ich bin einfach nicht der Typ dazu. Ich soll zum Beispiel tanzen gehen oder ein Instrument lernen, aber wenn ich damit anfange, fühlt es sich irgendwie etwas fremdartig an und ich kehre wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen, zurück.

    Manchmal denke ich, dass ich auch etwas anderes machen sollte, um für andere Menschen nicht allzu langweilig zu sein. :dead: Aber meine Möglichkeiten sind ziemlich begrenzt, da ich die meiste Zeit meines Lebens in einem Plattenbaugebiet verbringe.

  • Ich glaube Elon Musk hat da was für Dich (;

    Neuralink zum Musik in die Birne streamen? Ach nee lass ma, für meine Playlist brauch ich sowas nicht. Außerdem lass ich mir von Typen wie Elon Musk lieber nicht so schnell am Hirn rumpfuschen, der Spinner verwandelt mich sonst noch heimlich in ne Arbeitsdrohne für seine Giga-Fabriken. :huch:


    Wenn mir langweilig ist, hilft mir Philosophie dabei, mein Hirn beschäftigt zu halten.

    Mein Therapeut meint zwar, dass ich lieber Dinge machen sollte, die das Herz und den Körper ansprechen, da ich zu sehr im Geist sei, aber ich glaube, ich bin einfach nicht der Typ dazu. Ich soll zum Beispiel tanzen gehen oder ein Instrument lernen, aber wenn ich damit anfange, fühlt es sich irgendwie etwas fremdartig an und ich kehre wieder zu meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen, zurück.

    Manchmal denke ich, dass ich auch etwas anderes machen sollte, um für andere Menschen nicht allzu langweilig zu sein. :dead: Aber meine Möglichkeiten sind ziemlich begrenzt, da ich die meiste Zeit meines Lebens in einem Plattenbaugebiet verbringe.

    -.-

    Versuchs doch mal mit Podcasts/Hörbüchern auf den Ohren und Joggen/Sport in der Natur/Stadtpark?. Damit schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Körper und Geist kommen in Schwung und du erhöhst nebenbei deine Chancen, eher fitten Leuten, anstatt Schlafmützen mit stechendem Blick zu begegnen.

    Meine erste eigene Wohnung war in einem Saarbrücker Plattenbaugebiet, fand ich eigentlich nicht schlecht. Man hatte ne schöne Aussicht und war entweder schnell in der Stadt oder im Stadtwald dahinter. Das mit der Begrenzung der Möglichkeiten kann ich nicht ganz nachvollziehen, es sei denn dir fehlt die Möglichkeit, in eine für dich geeignetere Umgebung zu ziehen.

    Gegen die Sinnlosigkeit des Lebens kommt man nicht an, aber man kann drüber lachen und dem Universum stolz den ausgestreckten Mittelfinger zeigen.

  • Tach Leute, ich mische mal wieder ein wenig mit, wenns erlaubt ist. ^^


    Moderne Philosophen, die ich mag sind:


    Richard david precht

    Michael Salomon Schmidt

    Markus gabriel


    Habe vor demnächst ältere oder Antike Philosophen zu lesen.Epikur will I h auf jeden Fall lesen.


    Derzeit blättere ich ein wenig in Nietzsches Werke rum.

  • Hallo (:


    Bei nietzsche ist es mal so mal so.

    Manche Texte verstehe ich sehr gut andere nicht so gut, da weiss ich nicht genau was er meint. Und manchmal verstehe ich nur bahnhof.

    Aber ich Glaube, dass ist normal.

    Ich muss einen text von ihm sehr oft mehrmals lesen, um zu verstehen was er sagen will. Also ich lese dann einfach weiter.


    Also im ganzen ist das eine anstrengende sache.


    Ich denke es ist so, dass wenn man mit ihm einer meinung ist, einen text sehr schnell versteht, weil man genauso denkt.


    Man muss ja auch immer im hinterkopf behalten, dass er fehlbar ist und nicht immer richtig liegt,und villeicht auch mehr oder weniger unsinn geschrieben hat.

  • Dann beginne ich mal aus Spaß wieder von vorn und mal schauen, bis wo ich komme. ^^Welche Bücher hast Du bisher gelesen ShadowX?


    Danke Lonewolf, das kannte ich noch nicht :)

    meinst du allgemein oder von nietzsche?

    von nietzsche lese ich gerade "jenseits von gut und böse" und "menschliches allzumenschliches " habe ich vor kurzem gekauft.

    wollt einfach mal wissen was nietzsche so schreibt.