Man müsste sich über jeden "Binsenweisheit" extra nochmal unterhalten, aber ohne einer konkreten Situationm auf die diese Anwendung und in der diese "Messbarkeit" finden könnten, also ohne einen tatsächlichen Kontext, würde das nur zu einem endlosen Um-einander-herum-philosophieren führen.
Ah, deshalb also eine möglichst hohe Schlagzahl an Memes, weil dieselbe Quantität an Argumenten dann doch eher schwierig zu erbringen ist. Masse statt Klasse. Kein Wunder, warum diese Kommunikationsform vor allem bei der Boomer-Generation und jenen, die es halt nicht ganz so mit der intellektuellen Kommunikation haben, besonders beliebt ist. Kopiert ist es halt schnell. Und durch die Reduzierung auf ein möglichst tiefes und plattes Level, kapiert es scheinbar auch jeder. Mögen sich alle anderen daran abarbeiten, einem selbst interessiert nur das verbreitete Narrativ. Und ob man das nun mit sachlichen Argumenten mühevoll erbracht wird, oder man irgendwas möglichst dummes herleitet, was in dieselbe Kerbe schlägt, ist letztlich egal. Irgendwer klatscht ganz sicher Beifall.
Dies ist tatsächlich mittlerweile die Kommunikationsform in vielen Bereichen des Internets. Und als das auch hier Einzug fand, sah ich das aus gutem Grund kritisch. Ist dann letztendlich sogar noch wesentlich beschämender geworden, als ich mir das ursprünglich ausmalte. Dieselbe Niveaustufe, auf der sich dubiose Facebook-Gruppe gegenseitig bei der Stange halten. Durchhalteparolen aus dem tiefsten Sumpf der geistigen Primitivität.