Update zur Corona - Lage

Es gibt 2.035 Antworten in diesem Thema, welches 494.565 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. April 2024 um 10:44) ist von Lonewolf.

  • Dein Diskussionsverhalten ist auf ewige Zwietracht gepolt.

    Ich stelle nur kritische Fragen. Ist nicht mein Problem, wenn die ach so kritischen Freigeister und "jahrezehntelangen Anarchisten" bereits daran zerbrechen.

  • Dein Diskussionsverhalten ist auf ewige Zwietracht gepolt.

    Ich stelle nur kritische Fragen. Ist nicht mein Problem, wenn die ach so kritischen Freigeister und "jahrezehntelangen Anarchisten" bereits daran zerbrechen.

    Unmensch-Mode an: Finde ich ja wirklich sehr kritisch von dir, kritische Fragen zu stellen, aber solltest du dir diese kritischen nicht auch selbst stellen und nicht nur den anderen? weil so, kann ich diese ach so kritischen fragen nur als typisches schwurblerdummheit werten. ja, genau das bist du, ein dummer schwurbler. das ist die kritische frage, die du dir stellen solltest, ob du nicht einfach nur ein dummer schwurbler bist. aber die antwort darauf kennst du ja bereits. ^_^

  • Den Schwurbler-Part füllt ihr alleine schon ganz gut aus. Besonders beispielhaft finde ich, dass ihr euch gebärdet als wahrheitsliebende Kämpfer, dann aber alles das durchwinkt, was offensichtlich unwahr ist. Doch solange es nicht von Politikern kommt, sondern aus euren eigenen Reihen, nimmt man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Dann hat auch das vermeintlich kritische Denken kurz Pause. Dann sind auch bewusst inszenierte Falschaussagen nur noch halb so schlimm. Dient ja der Sache, irgendwie. Darüber, dass ihr dann Schwurbler genannt werdet, braucht ihr euch aber halt auch nicht wundern. Und trotzdem geschieht es immer wieder. Würdet ihr mit euresgleichen genauso hart/kritisch ins Gericht gehen, dann hättet ihr sogar meinen Respekt. So jedoch wird sich nur gegenseitig gedeckt und einer gibt die Vorlage für den Bestätigungsfehler des anderen.

  • Hallo Lonewolf,

    gerne gehe ich darauf ein.

    zum ersten Absatz) Von mir aus muss der Staat nicht da sein, um mich gesundheitlich zu behandeln. Ich würde die Selbstorganisation bevorzugen. Das Geld, was ich in die Krankenkasse einzahle, wäre dann besser angelegt. Deshalb passt Deine ganze Argumentation im zweiten Absatz nicht mehr.

    zum zweiten Absatz) Du glaubt echt an so etwas billiges, dass ich gerne einen Staat haben will, der mir und anderen ganz viel gibt, er aber nichts von mir und anderen verlangen darf. Nein.

    Ich will -egal, ob Staat oder Selbstorganisation- eine Gesellschaft, wo es keinen Wasserkopf gibt, der ständig und umfangreich Ressourcen abschöpft und dazu noch unlogische, unsinnige Entscheidungen trifft. Diese unsinnigen Entscheidungen dienen in der Regel hauptsächlich dem Machterhalt.

    Die Pandemie ist ein Paradebeispiel für unsinnige Entscheidungen für den Machterhalt bzw. sogar Machterweiterung. Es gab selten so viele unlogische und unsinnige Regeln auf einen Haufen.

    zum dritten Absatz) Viele "kapitalistische" Betriebe wurden ja massivst geschädigt. Letzlich wurden sie nach der Schädigung durch staatliche Förderhilfen von der Gunst der Bürokraten im Staat abhängig gemacht. Einige zieht der Staat durch, andere lässt der Staat fallen. Aber alle müssen sie den Staat anbetteln und brav den Hofknicks vollziehen. Die Macht des Staates ist enorm gewachsen.

    Es sollte aus anarchistischer Machtkritik leicht verständlich sein, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, ob Klein- und Mittelständische Betriebe ihre Umsätze selbstständig generieren oder ob sie ihre Umsätze zu einem hohen Prozentsatz nun vom Staat erhalten. Menschen werden abhängig gemacht. Abhängig vom Staat und seinen Bürokraten.

    Das gleiche Abhängigkeitsspiel läuft in den Krankenhäusern.

    Zum einen bekommt ein Krankenhaus einen staatlichen Bonus bis zu 12.000,-€ pro abgebautes Krankenhausbett. (Vgl. §11 und §12: https://www.gesetze-im-internet.de/khsfv/BJNR235000015.html)

    Zum anderen bekommt ein Krankenhaus in Coronazeiten Sonderzahlungen für freigehaltene Betten bzw. Belastungszuschläge etc.

    Die Sonderzahlungen von bis zu 9.500,-€ pro Covid-Fall verleiten natürlich dazu, symtomlose Patienten zu testen und wenn "positiv" als Covid-Fall zu deklarieren und die 9.500,-€ einzusacken (Vgl. https://www.bibliomedmanager.de/news/kliniken-…-pro-covid-fall)

    Das Ganze geht aber nur, wenn man ordentlich bettelt, dramatisiert, jammert und ständig mit den Staatsbürokraten auf gutem Fuße in Kontakt steht. Wie ein kleiner Junge, der mehr Taschengeld haben will und dafür Dinge tut, um die Gunst zu erhöhen.

    Ein anarchistisches Krankenhaus, dem es egal wäre, wie es um die Gunst des Staates steht, würde nur unterdurchschnittlich mit Geld und Ressourcen versorgt werden.

    Dies alles hat sich in Coronazeiten eben massiv verschärft. Ein Krankenhaus wird sich mehr und mehr gut stellen müssen, mit Vater Staat.

    Diese vielbeschworene wissenschaftliche Notwendigkeit ist ja überhaupt nicht eindeutig. Hierzu müsste es freie Dialoge geben - mit Thesen und Gegenthesen. Dialoge nach echten wissenschaftlichen Standards. Die gibt es natürlich innerhalb der Wissenschaft - aber nicht zur Schnittstelle zur Politik. Wir haben es zur Genüge gesehen, dass die Politiker wissenschaftliche Thesen so definiert hatten, wie es ihnen in den Kram gepasst hat. Die Politiker haben sich aus der Wissenschaft das herausgegriffen, was ihnen gerade dienlich erschien.

    Die Politik verteilt unsere Gelder in die Wissenschaft. D.h. je mächtiger der Staat wird, desto schwieriger könnten Wissenschaftler die so notwendigen Antithesen zur Querprüfung bestehender Standards entwickeln. Das bedeutet: unter Umständen findet bestimmte Forschung mangels Zuwendungen nicht mehr statt.

    Logisch: der Staat fördert die Wissenschaft, die er für wichtig erachtet. Der einzelne Entscheider im Staat fördert das, was seine Politik bestätigt bzw. fördert.

    Dieses (Macht-)spiel funktioniert aber auch andersherum: benötigt der Staat dringend wissenschaftliche Ressourcen (z.B. Impfstoff, Pandemie-Prognosen), dann versucht jedes Institut soviel Forschunggeld wie möglich abzugreifen, indem es dem Staat Versprechungen macht oder -schlimmer noch- Katastrophenmodelle vorentwirft. Denn es ist klar, dass der Staat dann zwecks Risikominimierung dazu neigt entsprechende Forschungen zu beauftragen.

    Ja! Man müsste das Narrativ angreifen. Nicht, weil eine wissenschaftliche Erkenntnis falsch ist, sondern weil Wissenschaft eines bestimmten Fachgebietes (z.B. Virologie) nun mal niemals alleinbestimmend sein darf, wenn alle Bereiche des Lebens betroffen sind.

    Ein anarchistisches Modell würde hier viel mehr die Basis einbeziehen sowie thematisch breitaufgestellte Experten und Basisdeligierte in die Gremien miteinbeziehen. Bei der Frage von z.b. Kindergartenschließungen hätten Kinder, Eltern und Erzieher das größte Entscheidungsrecht, minestens aber ein Veto.

    Ein anarchistisches Modell würde es respektieren, wenn Menschen nicht in den Lockdown gehen wollen.

    Man würde auf Vernunft setzen und Menschen aufklären. Das bedeutet: ein grundehrliches Diskutieren. ein grundehrliches und gewissenhaftes Ausräumen aller Fragen und Zweifel. Ein Umgang auf Augenhöhe.

    Menschen wollen gehört werden. Wenn Menschen Zweifel haben, dann muss derjenige, der mit ihnen etwas (Neues, Unangenehmes) machen will wirklich grundehrlich sein.

    Wenn der Staat (gilt auch für das anarchistische Modell) Grundrechte einschränken will, dann hätte der Staat um Vertrauensvorschuß bitten müssen und dabei hätte er täglich aufzeigen müssen, dass er äußerst gewissenhaft und über alle Zweifel erhaben mit diesem Vertrauensvorschuss wirklich sehr sorgfältig umgeht.

    Jede Fehlentscheidung hätte sofort einer gründlichen Prüfung und Offenlegung unterzogen werden müssen.

    Menschen, die vor 2 Jahren eine Impfplicht befürchtet hatten, als Irre zu brandmarken und Verschwörungtheoretiker zu disqualifizieren, war ein essentieller gesellschaftlich und sozial fataler Fehler. Ein irreversibler Fehler, weil diese Menschen -zu recht- dem Staat mit Beginn der Impfpflichtdebatte bei den Politikern nicht mehr vertrauen werden. Das Ding ist -zu recht- gelaufen.

    Solche grundsätzlichen Vertrauensverluste gab es zuhauf. Der Staat war/ist nicht ehrlich. Nicht vertrauenswürdig. Die zweifelnden Menschen wurden in ihren Befürchtungen bestätigt. Aber stets wurde ihnen zuvor gesagt: "Du spinnst".

    Ein anarchistisches Modell würde und muss auf Vernunft und ganz besonders Vertrauen aufbauen.

  • Der Umgang mit der Impfung ist weitaus komplexer, da wir im Grunde sehr selektiv nach den Quellen suchen, die unsere Erwartungen bestätigen. Keine Impflicht ist eine Sache, aber wie ich schon in meiner mehrfach gestellten Frage angedeutet habe: Wie kann - meinetwegen aus 'anarchistischer' Perspektive - die Solidarität mit den Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, zusammengedacht werden mit der Solidarität für die Betroffenen, die eindringlich für das Impfen werben? Ist es sinnvoll, an dem Narrativ der 'gefährlichen' oder 'wirkungslosen' Impfung festzuhalten, oder sollten wir nicht eher die Vorstellung kritisieren, dass eine Durchimpfung die Bedingung für Freiheit ist? Weiter: Macht es Sinn, die drohende Überlastung des Gesundheitssektors zu leugnen? Ist es 'anarchistisch', hierüber einfach hinwegzusehen? Wenn nicht, wie sieht die Konsequenz aus, außer wieder nach dem handlungsfähigen Staat zu rufen (ist das dann noch 'anarchistisch'?) ?

    Ich behaupte überhaupt nicht, dass ich hierauf eindeutige Antworten habe. Nur irritiert mich schon die Selbstgewissheit, mit der manche Gegner der Maßnahmen durchs Leben gehen - und dies umso mehr, wenn sie gleichzeitig das Banner des 'Anarchismus' vor sich her tragen.

    zum vierten Absatz) diese leidliche Frage nach der Impfpflicht kann man aus menschenrechtlicher wie anarchistischer Sicht eigentlich sehr einfach beurteilen (zumindest fürs erste):

    Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und körperliche Selbstbestimmung ist eines der höchsten Grundrechte. Egal, ob Anarchismus oder Demokratie.

    Ja, dieses Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung wurde sogar in den letzten Jahrzehnten massiv verstärkt.

    Z.b. im Recht auf sexuelle Selbstbestimmung

    Der neue Ausdruck "kleiner Piks" ist deshalb irritierend und verachtend. Denn es wird sogar eine Substanz gespritzt. Klar mehr als "ein kleiner Piks". Es geht ganz klar nicht um einen Piks.

    1) Man stelle sich vor, ich gehe in den Park und klatsche einer Frau auf den Hintern. Dabei sage ich "ach, der kleine Klapps". Komme ich mit dieser verachtenden Verniedlichung durch? Nein. Vor 20 Jahren vielleicht schon. So stark wurde das Recht auf eigenen Körper verschärft.

    2) Die Gurtpflicht wird neuerdings als Argument für die Impfpflicht missbräuchlich verwendet. Dabei gibt es ein umfangreiches Verfassungsgerichtsurteil, weshalb die Pflicht gilt:

    a) kein Eingriff in den Körper (nur äußere Berührung)

    b) keine schadhaften Folgen möglich

    c) es besteht die konkrete Pflicht bei einem Unfall anderen Menschen erste Hilfe zu leisten. Sind alle angeschnallt, überlebt man und kann erste Hilfe leisten

    Müsste man sich den Gurt vor Fahrtantritt in den Körper einführen, hätte es niemals eine Gurtpflicht gegeben.

    Lediglich c) wäre bezüglich Übertragung in die Pandemie überdenkenswert.

    Weil sich aber jeder selber durch Impfung oder Kontaktvermeidung schützen kann, muss sich der Ungeimpfte nicht extra für den Geimpften einer Impfung unterziehen.

    Der vulnerabele Mensch, der sich nicht impfen kann kann auf Kontaktvermeidung ausweichen. Das Grundrecht auf körperliche Unverletzlichkeit ist wie gesagt das Höchste. Damit ist das Recht auf uneingeschränkte Beweglichkeit untergeodnet. Es wäre nicht untergeodnet, wenn die betroffene Person in der Versorgung entscheidend eingeschränkt wäre oder aber ein Leben wie im Gefängnis fristen müsste. Dieser Beweis müsste ersmal erbracht werden.

    Des Weiteren existieren zur Genüge andere Krankheiten, was bedeutet, dass die vulnerable Person trotz Impfpflicht aufgrund anderer Viren (Grippe etc.) im Kontakt zu anderen Menschen stets weiterhin gefährdet wäre.

    Sinn würde aus diesem Grund ganz klar dann nur eine allumfassende Impfpflicht für alle denkbaren Krankheiten machen, für die Impfstoff vorhanden ist.

    Ein Bekannter von mir hat tatsächlich dieses Schicksal.

    Er fährt Auto oder Taxi. Nur ganz selten mit dem Zug.

    Das wäre auch aus anarchistischer Sicht eine Lösung für vulnerable Personen. Gerne bezahle ich dafür Geld in die Gemeinschaftskasse.

    3) Masernbeispiel.

    a) Die Masern sind eine alte fast ausgestorbene Krankheit. Weshalb wenig "Überraschungen" bezüglich Varianten zu erwarten sind.

    b) Hier war es tatsächlich problematisch geworden, weil zu viele geimpft waren und dann diejenigen Wenigen sich gerade deshalb womöglich erst im Erwachsenenalter anstecken, was dann Risikobehafteter wäre.

    c) Damit geht eben einher, dass der Masernimpfstoff dann auch wirklich immun macht. Es gibt also einen echten Nutzen.

    d) Gleichzeitig ist der Masernimpfstoff langjährig erprobt und damit gut berechenbar.

    e) Und er basiert auf einem gentechnikfreien klassischen Verfahren.

    f) Berufsspezifisch. Und trotz dieser Vorteile und ganz anderen Verhälnismäßigkeit, gilt die Masernimpfpflicht nur in diversen Berufen. Das ist ein wirklich ganz deutlicher Unterschied zur Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht. Denn ich kann einen anderen Beruf wählen.

    g) Des Weiteren muss ich mich nicht Impfen lassen, wenn ich den positiven Titer habe. Ich bin lebenslang befreit von der Pflicht! Auch im Schulberuf.

    h) Des Weiteren kann ich selber entscheiden (z.B. wenn ich gerne Lehrer werden will) ob ich mich nicht lieber selber anstecke und den natürlichen Verlauf anstelle einer Impfung wähle.

    i) Letzlich ging dieser Massernimpfplicht eine lange gründliche Debatte voraus. Sodass wirklich genug Zeit für Feintunig und Ausräumen vieler Vorbehalte möglich war. Das dient deutlich der Risikominimierung. Denn wenn in der Hektik was schief geht, wills ja niemand gewesen sein und die Schuld übernehmen, nicht wahr?

    Eine Impfpflicht ist somit eigentlich nie machbar und es gibt auch keine, die allumfassend ist. Masern ist es nicht.

    Ich kann mir diese Debatte nur erklären, dass hier Druck und Angst alle Grenzen und Hemmschwellen hat fallen lassen.

    O-Ton Scholz: "es gibt keine roten Linien mehr"

    Frage: gibt es eine noch eine Steigerung? Will man jemanden z.B. als Mitbewohner oder Beziehungspartner haben, der sagt: "es gibt keine roten Linien!"?

    Höchstes Gebot für eine Einschränkung ist die Verhältnismäßigkeit.

    Das besagt:

    --> zuerst müssen alle anderen Optionen und Alternativen ausführlich in Erwägung gezogen werden.

    Solange vulnerable Menschen z.b. auf Gemeinschaftskosten Taxi fahren können, wäre das die andere Option.

    Die Gemeinschaft könne bei der Versorgung der vulnerablen Menschen die Paketgebühr sponsern, sodass per www bestellt werden kann.

    --> dann muss der Impfstoff über alle Zweifel erhaben sein

    Gibt es tatsächlich noch Menschen, die das denken?

    --> wenn Geimpfte das Virus irgendwie noch übertragen können, verliert sich der Sinn.

    Die Waage schlägt mit Übertragung sofort zu "Unverhältnismäßig" aus. Keine Chance.

    Wenn hier das Verfassungsgericht keine Probleme sieht --> dann werden wir zukünftig in Sachen Grund- und Menschenrechte noch ganz andere Probleme bekommen.

    --> die zeitlich kurze Wirksamkeit

    Die Waage schlägt hier auch zu "unverhältnismäßig" aus.

    Lebenslange Wirksamkeit wäre ein Argument zur Verhältnismäßigkeit.

    10-15 Jahre wären meines Erachtens für eine Pflicht schon zu kurz, um noch verhältnismäßig zu gelten. Denn es würde auch schon 4-10 mal nachspritzen bedeuten.

    Aber alle 6 Monate ist ganz ehrlich Wahnsinn. Ein 90 Jähriger hätte dann 180 Impfdosen gespritzt bekommen. Es muss doch jedem normal denkendem Menschen klar sein, dass eine "Pflicht" regelrecht grotesk erscheint. Es sei denn der 90 Jährige ist Sklave oder eine Kuh.


    Wer sich 100 bis 180 Spritzungen freiwillig reinziehen will - ok. Ich persönlich hätte solche Menschen nicht gerne in meiner Krankenkasse.


    Und damit kommen wir zu einer anarchistischen Lösung bzw. fairen Lösung, falls sich dieser Streit nicht mehr klären wird:

    Wir schaffen Krankenkassen für Geimpfte.

    Wir schaffen Krankenkassen für Ungeimpfte.

    Jede Gruppe zahlt exakt seine eigenen Kosten.

    Die beiden Gemeinschaften sind immer noch groß genug um Schicksale gut abzufedern.

  • Den Schwurbler-Part füllt ihr alleine schon ganz gut aus. Besonders beispielhaft finde ich, dass ihr euch gebärdet als wahrheitsliebende Kämpfer, dann aber alles das durchwinkt, was offensichtlich unwahr ist. Doch solange es nicht von Politikern kommt, sondern aus euren eigenen Reihen, nimmt man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Dann hat auch das vermeintlich kritische Denken kurz Pause. Dann sind auch bewusst inszenierte Falschaussagen nur noch halb so schlimm. Dient ja der Sache, irgendwie. Darüber, dass ihr dann Schwurbler genannt werdet, braucht ihr euch aber halt auch nicht wundern. Und trotzdem geschieht es immer wieder. Würdet ihr mit euresgleichen genauso hart/kritisch ins Gericht gehen, dann hättet ihr sogar meinen Respekt. So jedoch wird sich nur gegenseitig gedeckt und einer gibt die Vorlage für den Bestätigungsfehler des anderen.

    Wirklich beeindruckend. Gut gemacht. Dass ich als Versuch einer Kopie hinter diesem wahren Original meilenweit hinterherhinke war ja abzusehen. :thumbsup:

  • Ein 90 Jähriger hätte dann 180 Impfdosen gespritzt bekommen. Es muss doch jedem normal denkendem Menschen klar sein, dass eine "Pflicht" regelrecht grotesk erscheint. Es sei denn der 90 Jährige ist Sklave oder eine Kuh

    Okay da musste ich lachen.

    Das klingt echt gut, werde ich mir merken und den Witz bringen.

    Danke!


    Wir schaffen Krankenkassen für Geimpfte.

    Wir schaffen Krankenkassen für Ungeimpfte.


    Jede Gruppe zahlt exakt seine eigenen Kosten.

    Die beiden Gemeinschaften sind immer noch groß genug um Schicksale gut abzufedern

    Da muss ich widersprechen.

    Wenn man sowas im anarchistischen Sinn anfängt - wo hörts dann auf?

    Wir haben doch schon KK für Arm und Reich. Dann noch für Corona-Ungeimpft und Corona-Geimpft?

    Als nächstes kommt dann noch eine KK die für absolute Impfverweigerer (gegen alles) ist.

    Eine die für psychische Probleme zuständig ist. Dann noch eine für xyz, irgendwelche Sonderwünsche/Beschränkungen vom Bauern Horst, der ja NIE und NIMMER krank wird.

    Den Gedanken per se, kann ich natürlich verstehen. Aber in unserer Welt, wäre das ein reinstes kapitalistisches Chaos.

    Dann ist man bei 5 KKs um sich abzudecken, zahlt 5x einen Beitrag. Naja. Suboptimal.

    Und glaub mir, es sind NICHT genug Ungeimpfte da, die dieser Kasse beitreten würden. Die Beiträge würden extrem hoch sein.

    Ich kann mir keinen (unfreiwilligen) Krankenhausaufenthalt leisten, wenn man das 1:1 weitergibt. Von den nötigen Maßnahmenn ganz zu schweigen. Eine Blutuntersuchung bei einer Katze kostet zwischen 60-80 Euro. An jegliche OP-Kosten für den Menschen will ich gar nicht erst denken. 100 Euro für n Grundabcheck. Hab ich mal gehört. Da ist man ganz schnell im hohen drei/vierstelligen Bereich, wenns blöd läuft. Dann vielleicht doch lieber sterben.

    Mit den aktuell entwickelten Corona-Medikamenten, sollte sich die Pandemie allmählich ändern. Daher sollen mMn die KK so bleiben wie sie sind. Bzw. Private sogar gerne abschaffen.

    Bist Du dann Privatversichert? Wenn Du es selbst entscheiden/bezahlen willst, wie Du sagst?

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Der Umgang mit der Impfung ist weitaus komplexer, da wir im Grunde sehr selektiv nach den Quellen suchen, die unsere Erwartungen bestätigen. Keine Impflicht ist eine Sache, aber wie ich schon in meiner mehrfach gestellten Frage angedeutet habe: Wie kann - meinetwegen aus 'anarchistischer' Perspektive - die Solidarität mit den Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, zusammengedacht werden mit der Solidarität für die Betroffenen, die eindringlich für das Impfen werben? Ist es sinnvoll, an dem Narrativ der 'gefährlichen' oder 'wirkungslosen' Impfung festzuhalten, oder sollten wir nicht eher die Vorstellung kritisieren, dass eine Durchimpfung die Bedingung für Freiheit ist? Weiter: Macht es Sinn, die drohende Überlastung des Gesundheitssektors zu leugnen? Ist es 'anarchistisch', hierüber einfach hinwegzusehen? Wenn nicht, wie sieht die Konsequenz aus, außer wieder nach dem handlungsfähigen Staat zu rufen (ist das dann noch 'anarchistisch'?) ?

    Ich behaupte überhaupt nicht, dass ich hierauf eindeutige Antworten habe. Nur irritiert mich schon die Selbstgewissheit, mit der manche Gegner der Maßnahmen durchs Leben gehen - und dies umso mehr, wenn sie gleichzeitig das Banner des 'Anarchismus' vor sich her tragen.

    zum vierten Absatz) diese leidliche Frage nach der Impfpflicht kann man aus menschenrechtlicher wie anarchistischer Sicht eigentlich sehr einfach beurteilen (zumindest fürs erste):

    Hier ist wohl nicht ganz rübergekommen, worum es mir geht. Ich plädiere nicht für eine Impfpflicht und wollte auch nicht deren Sinn diskutieren. Diese ist für mich aufgrund der bestehenden Datenlage auch abseits freiheitlicher Überlegungen fragwürdig. Mir ging es um die Frage bzw. das Dilemma, sich als 'Anarchist' oder 'Linker' in erster Linie mit den Impfverweigerern (im Gesundheitspersonal) zu solidarisieren, anstatt zu überlegen, ob es nicht eher Sinn machen würde, zumindest für eine freiwillige (!) Impfung zu werben und sich damit eben auch mit den Betroffenen zu solidarisieren, die genau hierzu aufrufen. Ich sehe hier momentan eine tiefe Kluft zwischen denjenigen, die sich nun primär auf den Kampf gegen eine kommende Impfplicht fokussieren, und denen, die die Impfung prinzipiell für sinnvoll halten (ohne dabei unbedingt für eine Pflicht einzutreten).

    Ich bin gegen eine Pflicht, da sie zwar seltene, aber dennoch ernsthafte Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Ich bin für die Impfung, da sie zwar nur zu einem bestimmten Prozentsatz gegen eine (symptomatische) Infektion schützt, aber, nach allem was wir wissen, zumindest schwerere Verläufe unwahrscheinlicher machen kann und damit sowohl das individuelle Risiko senkt als auch die Belegung der Krankenhäuser vermindert.

    Dementsprechend geht es mir nicht um den Staat, sondern um die Frage der Eigenverantwortung. Deine allgemeinen Ausführungen zum Gesundheitssystem sind bestenfalls langfristige Visionen. Mir ging es eher um die Frage des kurz- bis mittelfristigen Handlungsspielraums. Dementsprechend sehe ich momentan nicht die Gefahr, dass ein Leben lang jährlich mehrfach geimpft werden muss (außer vielleicht Risikogruppen).

    Langfristige Perspektiven benötigen wir sicherlich nicht nur in Hinblick auf diese oder kommende Pandemien. Hier muss ganz klar die Systemfrage gestellt werden. Nur beantwortet das für mich immer noch nicht die Frage nach den kurzfristigen Handlungsmöglichkeiten. Mein Verweis auf die bestehende Triage-Problematik, die ja hier zu Unmut geführt hat (obwohl ich im Grunde nichts anderes geschrieben habe als Dian zuvor), ist schlichtweg eine Beschreibung der Ausgangssituation der beschränkten Kapazitäten. (Vermutlich ist dies der einzige Streitpunkt, da ich davon abgesehen die bestehende Lockdownpolitik ebenso ablehne. ) Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird es eben ein staatliches Gesundheitswesen sein, dass dich auffängt, solltest wider jeder Erwartung eben doch von Corona niedergerafft werden. Genau darauf zielte meine Formulierung des Staates ab, der alles können, aber nichts tun darf. Wobei die meisten Impf- und Maßnahmengegner ihrem Selbstverständnis nach sicherlich keine Anarchisten sind.

    Why do we fall?

  • Hallo,

    erstmal vielen Dank, dass Du es durchgelesen hast und auf meinen Text eingegangen bist.

    Das ist nämlich in einem Forum nicht selbstverständlich.

    --> Ich will diesen gemeinsamen Nenner finden, ein Agreement unter allen Beteiligten. Denn so würde und müsste es in einer anarchistischen Gesellschaft laufen!

    Antwort auf Deinen Text/Deine Fragen:

    - Es hört dann genau im Anarchismus auf.

    - Wenn sich in einer freien, selbstbestimmten Gesellschaft Menschen innerhalb einer Gruppe nicht auf einen bestimmten Weg einigen können, dann teilt man sich in kleinere Zellen ein.

    Demokraten & Co unterjochen die Minderheit. Anarchisten bilden dezentrale Gruppen, die sich dann miteinander vernetzen. So und nur so kann jeder Mensch ernst genommen werden.

    - glaube mir: es sind genug Ungeimpfte da, die von diesen Vorwürfen des angeblichen Schmarotzens die Schnautze so dermaßen voll haben, dass sie raus wollen!

    - es gibt doch genug Krankenkassen im Land. Kein Mensch braucht eine Mitgliedschaft in gleichzeitig 5 Krankenkassen, wie Du sagtest. Jeder kann sich doch die Eine suchen, auf die er Bock hat. Derzeit besteht leider nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Die Beiträge in Selbstverwaltung (in einer neuen Krankenkasse) würden nicht steigen!

    Glaubst Du wirklich, es gibt bei den bestehenden Kassen einen freiwilligen Spender? NEIN, es ist nur Dein und unser Geld, womit das ganze finanziert wird.

    - Von deinen Beiträgen gehen allein ca. 20-25% für die Verwaltung drauf.

    - Auch hier: ein Wasserkopf an Verwaltung.

    - Die anderen 75% werden verteilt, aber eben nicht sozial und effektiv. Einige bekommen extrem viel Geld (z.B. Apparatemedizin), andere eben sehr wenig. Wir sind in einer undurchsichtigen Geldverteilungmaschine gefangen. Kapitalismus und Bürokratie eben.

    Sorry, es ist echt Wahnsinn, was hier für eine Staatsgläubigkeit existiert.

    Die Krankenkassenbeiträge sind unser Geld und die Mächtigen verteilen das nach ihrem Belieben. Dreimal darfst Du raten, wo der Löwenanteil hinfließt....

    Ich habe teilweise >600,-€/Monat (= 144.000,-€ auf 20 Jahre) in die Kasse einbezahlt. Nie ernsthaft etwas beansprucht. Und jetzt sagt man mir, ich sei als Ungeimpfter ein Schmarotzer.

    OK, ich bin sehr gesund. Aber ich habe immer sehr gerne meine Beiträge an Menschen abgegeben, die viel mehr krank sind als ich. Aber ich will keine korupten Politiker sponsern, die zudem noch mich als "Faul, Schmarotzer" beschimpfen und mir gerne bei einer ggf. Intensivbehandung weitere Geldbeträge abknöpfen wollen.

    Und ich werde auch keinen kranken Ungeimpften sponsern, der mich als Schmoratzer etc. beschimpft.

    Ich werde auch keinen kranken Raucher sponsern, der mich als Schmarotzer etc. beschimpft.

    --> Seid einfach mal konsequent!! Macht diese Bilanz mal zu 100% korrekt und dann sehen wir, wo die "Kosten" liegen.

    --> im Anarchismus gäbe es hier (nach dieser Hetze) eine ganz klare Regel.....

    Wir Ungeimpften steigen aus!

    Und wenn ihr Geimpften in dieser Geldverteilungmaschine nach oben so glücklich seid, dann zahlt bitte Euren Dreck alleine. Ihr müsst das dann mit den Politikern ausmachen.

    --> jeder wie er will. Macht eure eigene Erfahrung. Aber zieht uns Ungeimpften da kostenmäßig nicht rein und schiebt uns die Schuld für das Systemversagen in die Schuhe!


    Und während Spahn und andere Politiker sich die Taschen millionenfach voll gemacht haben, glaubt ihr weiterhin, dass die Ungeimpften Euer finanzielles Unglück sind.

    --> ihr seid auf Hetzer reingefallen, die sich mächtig die Taschen vollschaufeln

    --> Nein, keine "Nazis" sind diesmal darauf reingefallen, sondern Menschen aus dem linken Spektrum - vom Links-Reformer bis zur Antifa!.

  • Sinn machen würde, zumindest für eine freiwillige (!) Impfung zu werben und sich damit eben auch mit den Betroffenen zu solidarisieren,

    Hallo Lonewolf,

    ich hatte jetzt sehr viel geschrieben.

    Deshalb bitte verzeihe mir, wenn ich dir jetzt einen wichtigen Text gebe, der eben diese Mär der angeblichen Solidarität widerlegt.

    Wenn Du dich wirklich wegen "Solidarität" hast impfen lassen, dann ich dieser Test Pflichtlektüre!

    --> Denn NEU ist, dass die Impfung unter nicht-vulnerablen Menschen sogar anti-solidarisch ist (weil sie die Escape-Mutante schneller hervorlockt). Damit wird den vulnerablen Menschen geschadet.

    --> sehr gerne nehme ich wissenschaftlich fundierte Gegenthesen entgegen!!

    Ich komme aus der Naturwissenschaft.

    Ich denke, der Text ist aber auch allgemein sehr gut verständlich und logisch. Möglicherweise wird das der Gamechanger, wenn endlich mal der massive Tunnelblick aufhört.

    Erste Anzeichen bei Omikron können wir ja schon sehen.

    Und ich bin ein solidarischer Mensch!

    Mit meinen Bio-Wissen habe ich mich gerade aus Gründen der Solidarität nicht impfen lassen.

    Der Inhalt des Textes ist in dem Sinne nicht vollkommen neu, aber ich könnte das niemals so gut erklären.

    Keine Angst vorm Lesen:

    - Herr Tasler ist Pharmakologe

    - er ist ausdrücklich kein Impfverweigerer (ich bin auch keiner)

    Quelle:

    „Wir haben mit der aktuellen Impfstrategie eine gemähte Wiese für die Etablierung von Mutationen geschaffen, die dem Impfprinzip entkommen“ (1/3)
    Sämtliche bislang in der EU zugelassenen Impfstoffe sind eindimensional auf ein einziges Protein des Sars-Cov2-Virus ausgerichtet. Eine Impfstrategie, die die…
    www.nachdenkseiten.de

    https://www.nachdenkseiten.de/wp-content/uploads/2021/12/211213-Tasler-Interview-komplett-NDS-JB-1.pdf