Wer bin ich

Es gibt 76 Antworten in diesem Thema, welches 60.097 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Juni 2026 um 17:35) ist von '"'"'.

  • es git kein ich.....
    gott gab mir lebeen
    er gab mir lebeben und ich kauch leben geben NEO

  • Ich hab das Puzzle gemacht und entdeckt wer ich war. Erstaunlich früh der Wille zu leben, hat mir ein Bett im wilden Ozean bereitet. Die Akzeptanz meiner Sturheit hat mich taub gemacht, mich in Watte gepackt, so dass ich die stummen Schreie nicht zuordnen konnte. Selbstliebe ist die härteste Sache, wenn man nicht lernt sich treiben zu lassen. Wann loslassen und wann festhalten?
    Ich muss einen neuen Weg puzzeln, um mich daran zu erinnern wofür ich ursprünglich hierher kam.

  • weil ich mir immer die gleichen Fragen gestellt habe. Wozu überhaupt leben, wenn man eh stirbt

    Soweit ich mich erinnere, fragte ich mich soetwas nicht. Die Titelfrage würde für mich auch mehr lauten: Wieso sind andere, wie sie sind? (Anders als ich, andere "Wellenlängen".)

    Und dann hat man das eine Weile gemacht und fühlt sich irgendwann auch wieder nur wie ein Zahnrad in einer Maschine, das eben seine Funktion erfüllt, und diese Funktion ist jetzt eben, Guru zu spielen.

    Wie ein Zahnrad, tatsächlich? Bedeutet, es gab da ein gewisses "Sichvereinnahmenlassen"? Vielleicht auch eine Art eigener Suche nach Bestätigung durch die anderen Menschen?

    Spiritualität geht da noch ein bisschen tiefer in dem Sinne, dass es nochmal um jeden selbst persönlich geht.

    Spirituelle Lehren haben in der Regel den Anspruch, sich mit Realität auseinanderzusetzen. Insofern würde es mich nicht wundern, wenn eigentlich alles, was spirituelle Lehren (korrekt) über die Realität vermitteln würden auch ohne diese Lehren erkannt werden könnte.


    Aber wieso sehnen sich Menschen nach Verschiedenem und werden von verschiedener Sehnsucht angetrieben? Was sagen uns Beispiele wie das von André Frossard?

  • Oh, interessanter Thread, den ich ja schon völlig vergessen hatte. Also Danke für's Hochholen!

    Da fällt mir ein: Ist eigentlich Hundertwasser noch anwesend in der einen oder anderen Form? Lange nichts mehr von ihr gelesen...

    Wie ein Zahnrad, tatsächlich? Bedeutet, es gab da ein gewisses "Sichvereinnahmenlassen"? Vielleicht auch eine Art eigener Suche nach Bestätigung durch die anderen Menschen?

    Ich versuche es mal so zu erklären: Angenommen, man hat ein paar wichtige Dinge erkannt, über sich selbst, seine Sehnsüchte, seine Talente, seine Konditionierung etc., dann wird man sein Leben eventuell völlig anders leben, als man es ohne diese Erkenntnis tun würde.

    Aber es macht einen leider nicht unabhängig von seiner Umgebung und deren Bedingungen. Nur, weil ich einige Dinge über mich verstehe, die ich vorher nicht verstanden habe, und etwas mehr Ahnung von meinem wahren Ich habe als vielleicht der Durchschnittsmensch, bin ich deshalb noch lange nicht Gott. Ich kann mir die Welt nicht so formen, wie ich sie gerne hätte, damit ich mein wahres Ich auf die bestmögliche Weise entfalten und ausleben kann. Könnte ich ein solcher Schöpfer oder Gott sein, würde ich garantiert nicht so leben, wie ich es aktuell tue. Ich wäre bestimmt an einem völlig anderen Ort oder einen komplett anderen Welt, und hätte ein völlig anderes Aussehen, und würde vermutlich auch nicht in einem popligen kleinen Internetforum meine Zeit vergeuden.

    Das, was ich hier tue, ist eben eine Art Kompromiss. Ein Versuch, mein wahres Ich so gut wie möglich auszuleben mit den extrem begrenzten Möglichkeiten, die einem in dieser Welt zur Verfügung stehen.

    Und wenn man dann mal davon ausgeht, dass es einen höheren Sinn hat, dass die Welt so ist, wie sie ist, und dass ich auch aus einem bestimmten Grund so bin, wie ich bin, kann man es ja so sehen, dass ich in gewisser Weise genau an dem Ort bin, an dem ich sein soll, um meinen Zweck zu erfüllen, wie ein Zahnrad in einer gigantischen Weltenmaschine. Und dem füge ich mich sozusagen. Wieso auch nicht, es ist ja offensichtlich das, was meiner Natur am nächsten kommt. Ich würde das nicht als "Sichvereinnahmenlassen" empfinden.

    Allerdings kann es eben trotzdem sein, dass es einem nicht genügt, dieses Zahnrad zu sein, so dass man selbst, wenn man an dem (in dieser Welt) bestmöglichen Platz für einen ist, unzufrieden sein kann, weil die Bedingungen der Welt vielleicht einfach nicht so ganz kompatibel sind zu dem, was man WIRKLICH sein möchte.


    Und so ging es mir wohl damals, 2019, wenn ich so heute meinen alten Beitrag lese. Ich fühlte mich verbrannt, nutzlos, irgendwie auch angeödet von allem, obwohl ich ja durchaus auch zu dieser Zeit meine Interessen ausgelebt habe und kreativ war und alles. Und da spielen eben dann auch die Mitmenschen eine Rolle, bzw. deren Abwesenheit.

    Ich würde sagen, die Mitmenschen sind oft das Salz in der Suppe. Und damit meine ich natürlich auch, die Rückmeldungen oder Beachtung, die man von ihnen bekommt. Ohne das kann es zuweilen ziemlich fad werden.

    Inzwischen haben sich bei mir doch ein paar Dinge geändert im Vergleich zu 2019, auch gesellschaftlich. Das war ja noch vor der Pandemie, und ich empfand alles irgendwie als Stillstand, nicht nur in meinem persönlichen Leben, sondern auch in der Welt. Dann hat sich zumindest einiges in der Welt verändert (vielleicht nicht unbedingt zum Guten), es kamen neue Möglichkeiten durch die KI dazu, das UAP/Alien-Thema, das mich interessiert, hat wieder an Fahrt aufgenommen. Ich habe einen Menschen kennengelernt, der meinem Leben etwas mehr Würze gegeben hat.

    Und das alles hat so bisschen dazu beigetragen, dass das Zahnrad heute eben etwas besser flutscht, und dass ich mein Leben wieder als spannender empfinde, und wieder etwas mehr das Gefühl habe, dort zu sein, wo ich sein soll, und in einer spannenden Zeit zu leben. Und falls es gelingt, das Forum wieder etwas aktiver werden zu lassen, kommt noch ein weiterer Baustein hinzu, der das Leben für mich interessanter macht.

    Nichts desto trotz ist es aber so, dass das immer noch meilenweit von meiner Fantasievorstellung eines idealen Lebens, in dem ich mich optimal selbstverwirklichen kann, entfernt ist. Und das wird vermutlich auch immer so sein. Denn wie gesagt, zum allmächtigen Schöpfer wird man auch durch alle Selbsterkenntnis dieser Welt nicht.

  • Du hattest, soweit ich es verstehe, "sich wie ein Zahnrad fühlen" als Beschreibung für ein Sichunbefriedigtfühlen benutzt. Man fühlt sich wie ein Zahnrad und mag deshalb zunächst aus seiner gesellschaftlichen Rolle ausbrechen, sich selbst mehr finden. Und ein solches Empfinden würde sich dann möglicherweise auch einstellen, wenn man sich selbst nach seinem eigenen Eindruck mehr gefunden haben würde und anderen zu helfen versucht "ihren Weg zu finden".

    Also man bricht in gewisser Weise zweimal aus dem Spiel aus: Einmal, weil man sich selbst zu finden versucht und aus seiner gesellschaftlichen Rolle auszubrechen versucht. Dann kehrt man irgendwann, wenn man sich gefunden hat, zurück und erzählt es den anderen und will ihnen dabei helfen ihren Weg zu finden. Und dann hat man das eine Weile gemacht und fühlt sich irgendwann auch wieder nur wie ein Zahnrad in einer Maschine, das eben seine Funktion erfüllt, und diese Funktion ist jetzt eben, Guru zu spielen.

    Meiner Erfahrung nach kann es mit einem "Sichvereinnahmenlassen" zusammenhängen, wenn soetwas geschieht, wenn jemand versucht die Welt zu verbessern, anderen zugunsten lebendigeren Seins zu helfen. Oder die heutige Sitte sich am zählbaren Erfolg irgendwelcher Unternehmungen, der oft auch einfacher "Anerkennung" durch andere (sich entfremdete) Menschen eröffnet, zu messen würde z.B. ins "die Welt verbessern" mitgeschleppt und es stellt sich dann wieder ein Empfinden von Entfremdung ein. So dachte ich es.


    Fragen kann man sich auch, inwiefern ein Guru denn überhaupt selbst "auf der richtigen Spur" wäre. Vielleicht wäre er auch von Ideen überzeugt, die zu recht auf andere nicht so interessant und beachtenswert wirken, weil sie nicht entsprechend geeignet wären den anderen wirklich in etwas aus Ungutem herauszuhelfen, statt Ungutes mehr auszutauschen.

    Und wenn man dann mal davon ausgeht, dass es einen höheren Sinn hat, dass die Welt so ist, wie sie ist, und dass ich auch aus einem bestimmten Grund so bin, wie ich bin, kann man es ja so sehen, dass ich in gewisser Weise genau an dem Ort bin, an dem ich sein soll, um meinen Zweck zu erfüllen, wie ein Zahnrad in einer gigantischen Weltenmaschine.

    Ja.

    Allerdings kann es eben trotzdem sein, dass es einem nicht genügt, dieses Zahnrad zu sein, so dass man selbst, wenn man an dem (in dieser Welt) bestmöglichen Platz für einen ist, unzufrieden sein kann, weil die Bedingungen der Welt vielleicht einfach nicht so ganz kompatibel sind zu dem, was man WIRKLICH sein möchte.

    Auch das könnte interessante Fragen eröffnen.

    würde vermutlich auch nicht in einem popligen kleinen Internetforum meine Zeit vergeuden.

    Wobei es ja auch Götter geben soll, die verlorenen Schafen nachgehen. Du als Gott würdest eher "gute Systeme" erschaffen?