PC- und Videospiele

Es gibt 114 Antworten in diesem Thema, welches 70.877 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (22. Juli 2026 um 23:06) ist von Dian.

  • GTA V wäre beinahe mein einziges Platinspiel auf PS4 gewesen, so hab ich das geliebt und durchgesuchtet, aber der letzte Monsterstunt fürs Achievement wurde irgendwie nie gewertet und so hab ich das letztendlich frustriert in die Ecke geschmissen und jahrelang nicht mehr angerührt :fluch:

    GTA Online zock ich ab und zu, um neuen Krempel für gelegentliche Vernichtungsausflüge freizuschalten, der Nachfolger lässt mich bisher aber irgendwie kalt. Bin wohl schlicht zu übersättigt mit neuen Spielen, als das mich ein Grafikupdate fürs höchstwahrscheinlich selbe Spielprinzip noch großartig hinterm Ofen hervorlockt. Dafür lass ich dann wahrscheinlich keine 80 Euro zum Konsolenrelease springen. Auf die Frau in dem Trailer hab ich keinen Bock, ich hätte lieber wieder so nen Typ wie Trevor dabei und ein im Vergleich zu Los Santos frischeres Setting wäre mir auch lieber. Aber wer weis, falls sich die Charakter endlich mal etwas geschmeidiger und nicht so clunky bewegen, oder irgendwas bahnbrechend neues drin ist, werd ich vll doch schwach, mal sehen. Das reine GTA Gameplay allein ist ja schon ein Spassgarant, wenn man auf sinnlose Zerstörung in einem relativ realistischen Szenario steht und wenn man das dann online spielt, kann man sich ja wieder nen eigenen Charakter machen.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Zocke gerade gefühlt 10 Sachen - immer mal wieder in Häppchen - von DevilutionX (Port of Diablo1 + Hellfire) / Diablo 2 Resurrected, Slay the Spire / Demon´s Tilt / Ixion und Anno1602 HD.

  • Nun haben sie es wohl bald geschafft... nach vielen Jahrzehnten, in denen sich Hersteller vergeblich bemüht haben, den Gebrauchtmarkt auszutrocknen, an dem sie nichts verdienen, scheinen die Rahmenbedingungen nun günstig genug zu sein, dass sie es sich erlauben können, auf Download-only zu setzen und einfach keine physische Versionen von Spielen mehr anzubieten.



    Wie Andy von Spielewelten in dem obigen Video auch sagt, könnte da nur noch ein wirklich lauter Protest und großangelegter Boykott der Gamer helfen, um die Verantwortlichen zum Umdenken zu bewegen. Aber wie realistisch ist das schon? Es scheint der Weg zu sein, den alle physischen Medien im Lauf der Zeit gehen, genau wie es heute kaum noch CD's gibt, und sich die meisten auch ihre Filme nicht mehr ins Regal stellen, sondern bei einem der unzähligen Streaming-Anbieter anschauen und dann wieder vergessen.

    Die Menschen haben sich damit abgefunden, Dinge nur noch auf Leihbasis zu "besitzen", die man ihnen theoretisch jederzeit auch wieder entziehen kann, sobald die Server abgeschaltet werden oder gar eines dieser großen Unternehmen pleite geht.

    Die junge Generation kennt es ja auch gar nicht mehr anders.

    Vielleicht wird es noch Liebhaber-Collections zum Sammeln geben, dass man sich seinen Lieblingsfilm oder -Spiel noch in einer exklusiven Edition für ziemlich teures Geld physisch erwerben und ins Regal stellen kann. So, wie man auch im Musikbereich heute noch Schallplatten kaufen kann (was man aber üblicherweise ja nicht für jedes Lied tut, das man hören möchte, sondern hauptsächlich für irgendwelche Klassiker, die einem besonders viel bedeuten)

    Mein Gefühl sagt mir jedenfalls, dass am Ende damit nur die Industrie gewinnen wird, die nun nach Belieben die Preise diktieren kann. Bisher war es halt auf dem Gebraucht-Game-Markt noch so, dass der Einfluss der Industrie auf die Preisentwicklung eher begrenzt war. Wenn ein gehyptes Spiel auf dem Markt durchgefallen ist, oder ein Nachfolger auf dem Markt war, gab es das innerhalb kürzester Zeit für 20 Euro gebraucht, weil es jeder wieder loswerden wollte. Während sie heute in ihren Online-Shops oft auch nach Jahren noch Vollpreis für ihre Spiele verlangen. Ob das Spiel irgendwann in den Sale kommt oder nicht, dürfen dann allein die Hersteller entscheiden, unabhängig von der Qualität ihres Produkts. Und, was das wichtigste ist, sie verdienen eben auch an jedem älteren Spiel, das verkauft wird... und man kann als Spieler nicht länger durch Verkauf seiner alten Spiele etwas Geld generieren, um sich davon die neuen leisten zu können. So oder so werden die Konsumenten am Ende weniger Geld zur Verfügung haben. Aber wie gesagt, die neue Generation wird's nicht kümmern, die kennen es größtenteils gar nicht mehr anders, als dass man Abos abschließt und monatlich oder jährlich dafür zahlt, um Produkte nutzen zu dürfen, ohne dass sie einem wirklich gehören.


    Was denkt ihr, ist das einfach der Lauf der Dinge, der sich nicht ändern lässt? Ist es überhaupt ein Verlust, von materiellen Besitzgütern befreit zu sein und nur noch immaterielle Güter auf irgendwelchen Servern zu besitzen?

    Und wird es irgendwann so weit kommen, dass man Spiele gar nicht mehr käuflich erwerben, sondern nur noch mieten kann für die Dauer der Nutzung, während sie ganz offiziell im Besitz der Unternehmen bleiben?

  • Auch gut zu dem Thema, ein kompakter Überblick über die Geschichte des Gamings, und wie es immer kommerzieller und mainstreammäßiger geworden ist im Lauf der Zeit.

    Die Kapitalismuskritik kommt mir da vielleicht etwas zu kurz. Ein Hauptproblem der Branche ist einfach, dass da Leute in den Chefetagen sitzen, die oft keine leidenschaftlichen Gamer sind, sondern Geschäftemacher. Ist im Grunde genau das gleiche Phänomen, wie dass die großen Filmstudios Filme auch nicht deshalb finanzieren, weil sie große Kinofans sind, sondern weil sie ein Produkt verkaufen wollen.

    Und dann kommt am Ende seelenloser Mist dabei raus. Und irgendwann ist eben die Frage: Wird der seelenlose Mist von der Masse irgendwann abgelehnt, oder versaut er einfach deren Geschmack, bis sie es gar nicht mehr merken, was sie da konsumieren?