Der Unmensch

    • Der Unmensch

      Hallo zusammen,

      ich trete aus dem Schatten und zeige mich nach langer Abstinenz wieder der Unity. Kennen wird mich hier keiner, lediglich Dian könnte sich vielleicht noch an mich erinnern. Ich verfolge das Forum jetzt schon seit ca. 14 Jahren, war auch einige Zeit mal recht aktiv, bevor ich mich aus dem Tagesgeschäft zurückzog, aber trotzdem mindestens einmal wöchentlich weiter hier vorbeischaute.
      Denn auch so etwas gibt es - Menschen, die über Jahrzehnte ihren Idealen treu geblieben sind und sich nach wie vor dieser Gesellschaft komplett verweigern.
      Was aus dem alten Haufen von damals geworden ist, weiß ich nicht. Da ich hier keine alten User mehr wiedererkenne, hat diese Generation wohl mittlerweile ihre jugendliche Trotzphase überwunden und buckelt fleißig für den Chef, für ein größeres Auto oder die üblichen Luxusgüter.
      Es kann natürlich auch sein, dass sie es mir gleich getan haben und noch immer unter uns sind. Sollte dem so sein, trauen sich vielleicht bald noch mehr aus dem dunklen Schatten hervorzutreten. Oft muss ja erst jemand den ersten Schritt machen.

      Eine gewisse Konstante hier im Forum ist natürlich Dian. Soviel Durchhaltewillen für die eigene Sache finde ich beeindruckend. Seien es nun die schriftlichen Werke, die Videos oder die tolle Musik der Anarchonauten. All das hat mir sehr viel Verständnis verschafft und auch Mut gespendet. Tut es auch nach wie vor. Ich bin sehr dankbar für all diese Einflüsse und ich denke es ist auch endlich einmal Zeit, dafür Danke zu sagen. Danke, dass man sich nicht gänzlich allein auf diesem Planeten fühlt. Dass für diesen virtuellen Rückzugsort in einer Welt, die das sonst nicht bietet.

      Natürlich ist es mir nicht entgangen, dass hier mittlerweile weniger die Post abgeht, als noch vor Jahren. Wir sind alle älter geworden und die Gesellschaft umso dümmer. Eine Anti-Haltung zu haben ist nicht mehr salonfähig. Heute spielt man mit. Und man tut es sehr gerne. Fast wäre ich dankbar für etwas Jugendrebellion, selbst wenn sich das nach zwei Jahren sowieso wieder legt. Doch heute ist das Bravsein im Trend. Für mich noch immer eine sehr befremdliche und widerliche Haltung. Gleichzeitig muss ich aber einräumen, dass man im Laufe der Jahre selbst auch resignierter wird, vor allem auch weil der Input oder schlicht die Motivation von außen fehlt, die es aber ab und an braucht, um neue Kraft zu schöpfen.

      Es ist daher fraglich, ob ich hier wieder aktiver mitmischen werde, aber meine Intention sollte eigentlich ja auch eher sein, einfach mal angesprochene Motivation zu geben - dass eben nicht alles für die Katz ist und durchaus dort draußen noch Potenzial schlummert. Irgendwo. Mich hat die Unity jedenfalls derart geprägt, so dass ich ihr auch zukünftig treu bleiben werde. Wohl bis zum Tod.
      Und wer weiß, vielleicht irren dort draußen ja noch unzählige weiterer Freigeister umher, die sich ebenso niemals von ihren Idealen abbringen lassen werden. Denn eines ist klar: In einer Gesellschaft, in der alles auf Hochglanz ausgelegt ist und in der das ständige Lächeln als sympathische Charaktereigenschaft gilt, gibt es definitiv auch immer welche, die darauf keinen Bock haben und nicht mitspielen wollen. Diese Menschen gibt es. Und irgendwo sind sie auch.
    • Unmensch wrote:

      Ich bin sehr dankbar für all diese Einflüsse und ich denke es ist auch endlich einmal Zeit, dafür Danke zu sagen. Danke, dass man sich nicht gänzlich allein auf diesem Planeten fühlt.
      Freut mich, dass ich dir den Aufenthalt auf diesem Strafplaneten ein bisschen erträglicher gestalten konnte.
      Es sind zwar immer nur vereinzelt Rückmeldungen wie die von dir... aber wenn man die alle zusammenzählt, sind es doch irgendwie auch schon wieder viele, die da im Lauf der Jahre zusammengekommen sind. Also muss ich wohl doch irgendwas richtig gemacht haben. Das gibt mir dann auch wieder ein bisschen Motivation, noch weiter zu machen, und nicht irgendwann vorzeitig aufzugeben.

      Was den "Durchhaltewillen" angeht:
      Das war früher mal trotziger Stolz, und so eine "Ich werde es euch allen zeigen!"-Haltung. Inzwischen ist es eher die Gewohnheit... und das Gefühl, dass es für was Neues eh zu spät ist, und man dann besser bei dem bleibt, was man am besten kann.
      Du hast ja sicher auch gemerkt, dass ich im letzten Jahr etwas geschwächelt habe, was meinen Durchhaltewillen angeht, und dass ich kurzzeitig alles hingeschmissen hatte. Zur Zeit geht es zwar wieder einigermaßen, aber es ist immer so ein Zwiespalt. Einerseits stehe ich zu meinen Idealen, und ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass diese Welt noch viel mehr Angebote bräuchte, die in diese Richtung gehen. In solchen Momenten würde ich am liebsten auch selbst noch mehr tun und wieder so energiegeladen sein wie früher. Ich glaube, die Anarchonauten-Songs könnten doppelt so gut sein, wenn alle Beteiligten noch mehr Energie reingesteckt hätten. Und meine Bücher könnte man auch mal überarbeiten. (vielleicht nicht Gegenwelt, das ist ziemlich perfekt so wie es ist, aber ein paar der anderen möglicherweise...)
      Also eigentlich müsste ich noch mehr tun, wenn es danach ginge. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist aber, dass ich dermaßen die Schnauze voll hab von dieser Welt... dass ich das Gefühl habe, von der Macht, der göttlichen Eingebung, oder was immer das ist, was mich damals so geniale Dinge tun ließ, komplett im Stich gelassen worden zu sein. In dem Moment, wo ich es am meisten gebraucht hätte, hat mich das Schicksal fallen lassen, und ein Mensch, den ich für einen der wenigen Vertrauten hielt, hat mich ebenfalls fallen lassen. Und das kann ich nicht einfach abhaken. Das ist ein Schlag in die Fresse gewesen, nach dem Motto "Der Welt ist es egal, ob du glücklich bist oder leidest."
      Also auf der einen Seite habe ich meine Ideale und ein paar Leute, die mir sagen, dass ich ihnen geholfen habe und dass ich wichtig bin... und auf der anderen Seite ist diese kaltherzige Welt voller Arschlöcher, die mir zumindest in den letzten Jahren das Gefühl gegeben hat, dass ich komplett entbehrlich bin und meine Träume und Wunschvorstellungen komplett irrelevant sind. Wie soll man in solch einer Welt noch kreativ sein können, außer vielleicht mit Schweineblut und Kotze um sich zu schmeißen? Würde ich manchmal am liebsten machen. Das wäre die einzige künstlerische Ausdrucksform, die diese Welt eigentlich verdient hätte.
      Und so mache ich eben weiter, aber voller zwiespältiger Gefühle... und wenn ich momentan ein Vorbild bin, dann wohl vor allem ein Vorbild darin, dass man halt trotzdem gewohnheitsmäßig immer weiter macht, auch wenn einem die Scheiße bis zum Hals steht. Weil es einfach irgendwie weitergehen muss. Und weil man ja auch nicht sagen kann, was vielleicht noch kommt. Vielleicht verpasst man ja das Beste, wenn man vorzeitig aufgibt. Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe einfach mal, dass es so ist. ;)

      Unmensch wrote:

      Es ist daher fraglich, ob ich hier wieder aktiver mitmischen werde
      Eine gelegentliche Wortmeldung, wenn dich ein Thema interessiert, würde sicher nichts schaden.
      Du siehst ja, sobald mal jemand Neues hier reinschaut und ein bisschen was beisteuert, hat das meistens auch einen belebenden Effekt auf andere User, die sich dann kurzzeitig auch wieder mehr beteiligen oder aus der Versenkung zurückkommen.
      So gesehen ist es also nie verkehrt, sich hier zu beteiligen, auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick so wirken mag, als ob man kaum jemanden erreicht. Aber es scheint ja doch noch mehr stille Mitleser da draußen zu geben, als man denkt.

      Unmensch wrote:

      Wohl bis zum Tod.
      So sei es!
      Unity bis zum Tod :kotz:
    • Das Problem ist wohl vor allem, dass die Unity mit ihrer Forenstruktur ziemlich anachronistisch daherkommt. Die Menschheit hängt heute in sozialen Netzwerken herum. Diskussionsforen kennt nur noch die alte Generation, die aber inzwischen wohl größenteils im Mainstream angekommen ist und sich ihrerseits angepasst hat.
      Zwar kann man hier im Forum mittlerweile auch Likes verteilen, aber der soziale Anschluss fehlt einfach. An Facebook führt heute nichts vorbei, aber dort irgendwelche Gruppen zu eröffnen, sehe ich jedoch auch als großen Verrat des Unity-Gedanken.
      Andererseits hat es bei Youtube auch schon mal funktioniert. Zumindest so lange, bis die ihren Algorithmus geändert haben, oder du zwischendurch alle Segel gestrichen hast, was rückblickend wohl nicht die klügste aller Ideen war.

      Fakt ist, dass man die ganze Sache wieder etwas beleben müsste. Wie man das machen soll, weiß ich aber auch nicht. Allerdings läuft einem etwas die Zeit davon, denn durch angesprochene Problematik des veränderten Nutzerverhaltens, wird man die Unity immer schwieriger finden, auch wenn sie immer schon da war - viel eher als Youtube und noch vor Facebook oder wie sie alle heißen.
      Das sehe ich als das größere Problem, nicht etwa dass es nicht genügend Gleichgesinnte gibt. Die Summe derer dürfte immer noch gleich hoch sein, nur mittlerweile macht halt jeder sein eigenes Ding im stillen Kämmerlein, weil vor lauter Herdentieren und asozialer Netzwerke keiner sich mehr verstanden fühlt. So war es ja auch bei mir.

      Direkt jetzt nach einer Plattform zu suchen, das tun wohl die Wenigsten. Das heißt, sicher kann ich das nicht sagen. Mache es ja selber ab und zu. Der Thread "Was die Menschen im Internet suchen" zeigte mir aber auch, dass die Schlagwörter für Suchmaschinen vielleicht nicht ganz richtig gesetzt sind. Es ist aber mittlerweile einfach auch schwieriger geworden. Man findet heutzutage schon eher auf Youtube ähnliche Gedankengänge(r) als im Buchstaben-WWW. Vielleicht kann man hier ja eine Art Kooperation ankurbeln. Quasi der Unity-Gedanke wörtlich genommen. Ansonsten bliebe da noch diese Sache mit dem Vertretungsplan an Schulen. Daraus soll schon einmal eine interessante Geschichte entstanden sein, hörte ich.

      Ich will mal sehen, ob ich mich hier zukünftig ab und an beteiligten kann. Allerdings ist es auch so, wie ich es hier mal in einem Thread passend formuliert fand: entweder man streitet sich bis aufs Blut oder man gibt einen Schulterklopfer in Likeform und kommentiert lediglich, dass man es genauso sieht.
      Wenn ich also doch nichts sagen sollte, fühlt euch einfach verstanden und voller Zustimmung, so wie sie hier vermutlich täglich einige stille Mitleser zollen.

      Ansonsten ist es immer eine gute Entscheidung, mit seinen Idealen stets am Ball zu bleiben. Bekanntlich wiederholt sich die Geschichte, so dass auch immer die Hoffnung bleibt, irgendwann genau richtig zu sein.
      Und bis dahin ist man einfach nur zu früh.
    • Unmensch wrote:

      An Facebook führt heute nichts vorbei
      Ich denke, auf Facebook könnte es vielleicht funktionieren, wenn man jeden Tag ein lustiges gesellschaftskritisches Bild postet, den Anarcho-Spruch des Tages, oder irgendwelche sonstigen interessanten News. Man müsste auf jeden Fall viel Energie reinstecken. Ähnlich auf Youtube. Wenn ich jetzt sage, ich mache jeden Tag ein Video, und das über 2 Jahre hinweg, dann werde ich danach sicher auch wieder deutlich mehr Abonnenten haben.
      Und ne zeitlang hab ich ja früher auch mal oft und relativ regelmäßig neuen Content rausgehauen. Nur dafür braucht man halt den Idealismus und die Kraft der Jugend (oder sagen wir, deren naiven Glauben daran, durch solcherlei Engagement wirklich etwas verändern zu können)
      Es ist das Privileg des Alters, sich nicht mehr so ins Zeug legen zu müssen, weil man sich und der Welt nichts mehr zu beweisen braucht. Weil man im Idealfall schon alles bewiesen hat, was zu beweisen war. Dann überlässt man das Feld eben den jüngeren. Ist halt nur blöd, wenn die nix Gescheites zu Stande bringen und sich nur beim Egoshooter-Spielen filmen oder vor der Kamera Waschmittel schlucken, weil man damit scheinbar mehr Klicks bekommt.

      Unmensch wrote:

      Ansonsten ist es immer eine gute Entscheidung, mit seinen Idealen stets am Ball zu bleiben. Bekanntlich wiederholt sich die Geschichte, so dass auch immer die Hoffnung bleibt, irgendwann genau richtig zu sein.
      Bin mir sicher, dass ich einfach nur zu früh bin. Aber ich bin mir nicht so sicher, über welche Zeiträume wir reden.
      Hat die Jugend schon in 5 oder 10 Jahren die Schnauze voll vom Anpassungsdruck und Karrieredenken ihrer Elterngeneration und der ständigen Überbehütung, und geht dann massenhaft auf die Straße, um zu Ende zu bringen, was die 68er einst begonnen aber leider nicht konsequent zu Ende gebracht haben?
      Oder wird die Verblödung nur noch weiter voranschreiten, weil jede neue dumme Jugendgeneration immer schneller noch dümmeren Nachwuchs produziert, dem sie noch weniger Vorbild sein können, als es ihre eigenen Eltern bei ihnen waren? Und so geht das dann über Generationen, immer ein bisschen tiefer vom Niveau, bis in 100 oder 200 Jahren religiöse Wahnvorstellungen und Nationalismus wieder so populär geworden sind, dass man wieder Hexen verbrennt und Kriege mit seinen Nachbarstaaten führt... und erst dann kommt irgendwann eine neue Aufklärungs-Welle, die aber auch nur erzählen wird, was vor 200 Jahren bereits schonmal Allgemeingut gewesen ist?
      Es ist alles ein Kreislauf. Die Frage ist nur, ist es eine Spirale, die die Menschheit langsam aber sicher nach oben führt, oder ist es nur ein sich ständig wiederholender Zyklus durch die Tiefen der Hölle?
    • Das schlucken von Waschmittel wäre natürlich ein guter Ansatz für das Generieren von Klicks. Viel cleverer ist es allerdings, wenn man selbst einen Internettrend setzt. Wenn das die Volltrottel können, sollte es nicht so schwer sein, in gleicher Weise zu etablieren, seinen Ausbildungsvertrag öffentlich zu verbrennen. Aber vermutlich ist das viel zu krass im Gegensatz zu den lebensgefährlichen Waschmittelaktionen.

      Tatsächlich würde auch ein wiederholtes posten von Bildern oder Videos etwas bringen, weil man eben wieder in den Fokus des Algorithmus gerät. Gerade bei kontroversen Themen ein Publikumsmagnet, was dann wiederum einen noch besseren Score generiert, worauf Youtube wiederum noch mehr mehr Leute hinschickt.
      Wenn man das nötige Kleingeld hat, geht es aber auch leichter. Dann macht man sich einfach das Treiben der Datenkrake zunutze und bucht zielgerichtet Werbebanner bei den potentiellen Klienten, die sich bereits in einem ähnlichen Themenspektrum aufhalten.

      Und was den Zeitpunkt der großen Wende betrifft: Ich glaube nicht daran, dass es noch 200 Jahre dauern wird. Wenn es so weiter läuft, geht das sehr viel schneller. Das soziale Gefüge wird noch mehr als jetzt zusammenbrechen, Wohnraum wird unbezahlbar sein, staatliche Überwachung zunehmen und es gibt nur noch sehr arme oder sehr reiche Menschen.
      Mit unbedingt sehr klugen Menschen ist jedoch nicht zu rechnen. Schon jetzt werden ja die falschen Schlüsse gezogen und es wird rechts gewählt, was den gesellschaftlichen Niedergang nur noch beschleunigt. Aber vielleicht muss auch erst wieder die große Katastrophe passieren, ehe es einen Neuanfang geben kann.
    • @daryus: Ok, hatte ich anders aufgenommen. Zumal du weiter dazu nichts geschrieben hast. Das ist aber mittlerweile geschehen.

      Es ist nun mal so, dass scheinbar wirklich erst die Welt untergehen muss, ehe etwas passiert. Ansonsten juckt es niemanden. Sehen wir ja aktuell: Immer größer werdende Beschneidung der Freiheitsrechte, Überwachung auf Schritt und Tritt, Verblödung wohin man sieht. Es juckt aber niemanden. Bisher nicht und zukünftig wohl noch viel weniger. Zumindest wenn man sich den Werdegang der Gesellschaft heute so anschaut. Von sich aus wird nichts passieren. Jedenfalls nicht in die bessere Richtung. Und genau deshalb setzten wohl auch so viele ihre Hoffnung in eine Apokalypse. Für etwas anderes reicht offenkundig weder die Fantasie, noch die Wahrscheinlichkeitsrechnung.
    • Die Existenz von neongrün-leuchtenden Einhörnern kann ich dir übrigens nicht belegen. Aber ich habe das auch nie behauptet oder ein Buch darüber geschrieben oder prächtige Bauten in eine jede Stadt mit seinem Antlitz gesetzt. Daher sehe ich auch gar keine Schuldigkeit, den Beweis zu erbringen. Vielmehr hast du die Existenz dieser Art ins Leben gerufen. Also bist auch du mir den Beweis schuldig.

      Nur so wird ein Turnschuh draus.
    • Danke für deine Antwort. Damit hast du sie mir quasi schon abgenommen und meiner zuvor getätigten Behauptungen die Absolution erteilt. Denn offensichtlich kann man alles behaupten, es hat irgendwo immer seine Berechtigung. Auf der einen Seite werden diversen Göttern hohe Gebäude gewidmet und ganze Lebensläufe davon beeinflusst, auf der anderen Seite hat eine Comicfigur, die nur in den Köpfen der Fans existiert, den Ersten, der auf die Idee kam, die Legende von Donald Duck aufzustellen, ihn zum Millionär gemacht.

      Trotzdem finde ich, dass der Inhalt meiner Beiträge nicht unbedingt nur in meinem Kopf existiert. Es sind Beobachtungen, die auch Andere gemacht haben. Für manche Sachen (z.B. das Essen von Waschmittel) gibt's gar Videobeweise. Und dass die Welt mehr als nur am Ende ist, das wissen wir insgeheim doch alle; sonst wären wir nicht hier.
      Bei mir ist das einfach ein Reflex, Behauptungen zu hinterfragen und Begründungen einzufordern. Daher auch meine Reaktion auf deinen Beitrag. Ist halt die jahrelange Konditionierung durch soziale Netzwerke und deren Kommentarspalten. Quasi Aufklärung im Kleinen und im persönlichen Rahmen. Ob damit auch nur ein einziger auf den rechten Pfad des Weges zurückgebracht werden konnte, kann ich zwar nicht sagen, aber immerhin hat man den größten Unsinn nicht wortlos so stehenlassen. Ein bisschen muss das Internet ja auch sauber gehalten werden. Verschwörungsidioten gibt es bereits viel zu viele.
    • Unmensch wrote:

      ich trete aus dem Schatten und zeige mich nach langer Abstinenz wieder der Unity. Kennen wird mich hier keiner, lediglich Dian könnte sich vielleicht noch an mich erinnern. Ich verfolge das Forum jetzt schon seit ca. 14 Jahren, war auch einige Zeit mal recht aktiv, bevor ich mich aus dem Tagesgeschäft zurückzog, aber trotzdem mindestens einmal wöchentlich weiter hier vorbeischaute.
      Denn auch so etwas gibt es - Menschen, die über Jahrzehnte ihren Idealen treu geblieben sind und sich nach wie vor dieser Gesellschaft komplett verweigern.
      Finde ich faszinierend. Bin vor kurzem auch nach langer Abstinenz zurückgekehrt in dieses Forum. Wahrscheinlich haben wir uns schonmal gegenseitig gelesen, auch wenn ich mich nach 10-14 Jahren nicht mehr erinnere doofy .

      Schön, dass du da bist. :thumbsup:

      Aber ich hoffe doch, dass ich ebenfalls meinen Idealen treu geblieben bin. Naja, ok, ich bin jetzt bayerischer Beamter - Gymnasiallehrer - hmm.
      Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, ich habe meine Vorgesetzten so doof angeredet, dass ich einen Verweis bekommen habe. Was ich als Schüler nicht geschafft hab, möchte ich mal betonen.
      Ich versuche folglich das System von Innen zu verbessern. Damit aus meinen Schülern mal keine Lemminge werden ...
      - naja, man tut halt was man kann.

      PS: 8 von 21 meiner Oberstufenschüler glauben, dass ein Trainer das Ergebnis eines Fußballspiel durch die Farbe seines Hemds beeinflussen kann - nur weil die Mannschaft bei einer Farbe signifikant öfter gewonnen hat. dash