Exemplarisches Beispiel für Kernunterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus

  • Hallo,


    ich wurde letztens durch ein Video* inspiriert, mir wieder einmal ein paar Gedanken zum Thema "Kapitalismus Vs. Kommunismus" zu machen und ich dachte ich teile sie einfach. Da es sich Gedankenschnipsel von mir handelt, wirken sie auf andere vielleicht wirr. Ich bin gerne für Fragen offen.


    Und eins noch: Ich habe versucht, keine persönliche Meinung mithineinfließen zu lassen, da ich möglichst objektiv bleiben möchte.

    Hier nun das Beispiel:
    Person A läuft dem Verdursten nahe durch die Wüste.Person B hat genügend Wasser und macht Person folgendem Vorschlag: „Wenn du denRest deines Lebens mein Sklave bist, bekommst du so viel Wasser, wie dumöchtest.“


    Meine Gedanken dazu:
    Aus Kapitalistischer Sicht ist das in Ordnung, da hierletztendlich nur eine Ware zum Verkauf angeboten wird (Vertragsfreiheit). Eswird niemand zu etwas gezwungen. Es sind folglich Sklaven möglich, wenn siesich freiwillig dazu entschieden haben. (Vgl. Angestelltenverhältnis).
    Hieraus folgt auch, dass Menschlichkeit (was auch immerdas ist) keine große Rolle im Kapitalismus spielt.
    Aus kommunistischer ist das Verhalten von Person Bfalsch. Person A hat eine Art „natürliches Anrecht“ auf das Wasser, falls erohne sterben würde. Somit wird argumentiert, dass Person A bei dem Angebotpraktisch keine Entscheidungsfreiheit hat und er durch „natürlichen Zwang“ zumSklaven wird.
    Zusammengefasst lässt sich dieses Problem (sowie auchalle anderen kommunistischen bzw. kapitalistischen Themen) auf dieEigentumsphilosophie (Eigentumstheorie) reduzieren. Auf der einen Seite ist dasWasser Eigentum von Person B, auf der anderen Seite ist es Eigentum von beidenbzw. von keinem.


    Wie ist nun eure Meinung dazu?


    * : Das Video, aus dem ich das Beispiel habe:

  • Zu deinem Beispiel mit dem Sklaven:
    In Deutschland gibt es jedoch das Recht welches „Gemeingebrauch“ genannt wird und ist durch das Wasserhaushaltsgesetz (Bundesgesetz) und das Landschaftsgesetz geregelt. Dieser besagt, den freien Zugang zu Gewässern für jedermann.


    Zum Beispiel: Ein größerer Badesee kann zum Teil kommerziell genutzt werden, jedoch muss ein weiterer Zugang für jeden kostenlos zur Verfügung stehen und vom Besitzer eingerichtet werden.
    Wenn ich falsch liegen sollte, berichtige mich bitte

  • Das ist ein hypothetisches Beispiel (fast schon ein Gedankenexperiment) in einer Wüste, welche zu keinem Staat gehört. und in welcher folglich gar keine Gesetze gelten. Es dient lediglich zur Veranschaulichung eines grundlegenden Unterschiedes zwischen den beiden beiden Konzepten (Anarcho-)Kapitalismus und (Anarcho-)Kommunismus.

  • Das ist mir natürlich klar.
    Dein Beispiel stellt natürlich sehr gut den Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus dar.
    Jedoch, hat das keinen richtigen Bezug zu "unserem kapitalistischen Lebensbereich". Wenn du den Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus wirklich gut darstellen willst, solltest du, wie ich finde, vielleicht ein besseres Beispiel wählen, welches auch auf ein kapitalistisches Land wie Deutschland zutrifft.

  • Nur leider ist Deutschland kein kapitalistisches Land (nach der Definition die ich verwende). (Anarcho-)Kapitalismus ist absolut freier Handel, also ohne Staat. Wird auch Libertarismus genannt.

  • Also.... Was ist Deutschland denn genau nach deiner Definition? Ist dann der ((Anarcho-))Kapitalismus (freie Marktwirtschaft) genauso einzustufen, wie der Kommunismus?
    Praktisch, in seiner "kompletten" Form noch nicht existent? Denn gibt es irgendwo einen freien Handel ohne Staat?


    Edit: Beziehe mich gerade nur auf den Kapitalismus, nicht auf den (Anarcho-)Kapitalismus; da du Anarchismus jediglich eingeklammert hast, denke ich, dass meine Fragen durchaus berechtigt sind. Meine Anmerkungen wären somit inakkurat, wenn du am Anfang deines ersten Beitrags Kapitalismus in deinem Beispiel, zu Anarcho-Kapitalismus unbennen würdest^^
    Das würde wohl Verwirrungen und Missverständnisse vermeiden ^^

  • Zu den Verwirrungen und Missverständnissen: Das es mir dazu kommt ist mir durchaus bewusst. Kapitalismus bedeutet für mich Anarchokapitalismus und Kommunismus bedeutet für mich Anarchokapitalismus, deswegen klammere ich das so. Da aber viele Menschen Kapitalismus und Kommunismus ganz anders definieren (im Prinzip liefern dir 10 Menschen dazu 10 Definitionen, aber die Vorsilbe "Anarcho-" macht es dann eindeutig). Manchmal vergesse ich die Vorsilbe leider...
    Wenn du magst, können wir ja einen "Definitions-Thread" eröffnen und schauen, ob wir für bestimmte Begriffe auf einen Nenner kommen :P


    Also ja, meines Wissens gibt es derzeit weder (Anarcho-)kapitalismus noch (Anarcho)-Kapitalismus.


    In Deutschland herrscht Korporatismus (Lobby mischt sich ein -> die "Großen" bekommen Vorteile) und eine Mischform zwischen Kapitalismus und Kommunismus, die man mit "soziale Marktwirtschaft" bezeichnen kann.

  • Kapitalismus bedeutet für mich Anarchokapitalismus und Kommunismus bedeutet für mich Anarchokapitalismus, deswegen klammere ich das so.

    Also ja, meines Wissens gibt es derzeit weder (Anarcho-)kapitalismus noch (Anarcho)-Kapitalismus.

    Bin ich jetzt blöd, oder warum kapiere ich nicht, was du mir damit sagen möchtest? Was ist der Unterschied zwischen (Anarcho-)kapitalismus und (Anarcho)-Kapitalismus? Was hat das mit der Schreibweise in den Klammern auf sich? Meinst du, weil man das eine zusammen schreibt, und beim anderen Mal das "anarcho" in Klammern steht?

  • Nein, da habe ich den Schreibweisen nicht aufgepasst, entschuldige. Ich bin zurzeit ein wenig wirr im Kopf und das mit dem Schreiben klappt atm auch nur bedingt (Rechtschreibfehler, fehlende oder doppelte Worte, ...).