Es gibt 107 Antworten in diesem Thema, welches 26.175 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. Juni 2022 um 09:34) ist von Unmensch.

  • Eigentlich hab ich keine fest definierten Ziele in Diskussionen. Ich erfreu mich am Austausch an sich. Wenn ich ein Thread eröffne, freu ich mich über die Ansichten der anderen auf das Thema. Schade finde ich es, wenn Diskussionen in persönliche Angriffe abdriften, hab darauf keine Lust, das auch zu machen.

    Austausch ist ein Ziel.

    Eigentlich ein Ziel, was sehr friedlich ist. Man nimmt wahr, was der andere sagt. Ohne Urteil. Ohne Zwang auf einen z.B. Konsens.

    Streit dürfte es nur dann geben, wenn der andere schweigt oder einen nicht zu Wort kommen lässt.

  • Verpiss Dich!

    uiuiui.. du kannst aber auch ganz schön... ;)

    Vorweg: Wenn ich "Covidioten" sage, dann meine ich damit neutral die Anti-Rotpunkt-Fraktion,

    Was mir halt oftmals auffällt, dass sich Leute, die mehr oder weniger das selbe "Gesinnungsfundament" haben, sich im Internet nicht viel zu sagen haben. Liegt das nun daran, dass "wir" mehr auf Konfrontation gepolt sind, oder dass "die" schon seit Jahren den Konsens und den Dialog im Internet stören? Mir persönlich lässt es einfach keine Ruhe, zu begreifen, wie Leute, die so einen Bullshit (Schwarze Rhetorik) verzapfen, sich "rechtfertigen" aber da ist die Suche wohl vergebens.

    Ich find's halt hier in der unity schön, weil das zumindest von Mod-Seite relativ anarchisch gehandhabt wird. Wenn sich auch ein großer Teil der Forenmitglieder für linksadikal halten, weil sie im sinne der BRD-Stasi Covidioten als Nazis dissen XD

    Vielleicht kriegen wir es ja mal irgendwie hin, ein Klima zu schaffen, wo man über kontroverse Themen reden kann. Ich hab halt den Eindruck, bestimmte Leute trampeln die Diskussion tot, weil sie angst vor dem haben, was dabei rauskommt, wenn bestimmte narrative ins wanken kommen und der wahrheitsgehalt anderer narrative nicht mehr geleugnet werden kann. So eine Phobie und konformität wäre von spießbürgerlichen zu erwarten aber eigentlich nicht von Anarchisten. Mir sind diese Blüten, die der linksflügel da treibt nicht so recht begreiflich und die Anhänger tun ja auch nicht viel dazu, verstanden oder gar legitimiert zu werden. Ihren Standpunkt mit schwarzer Rhetorik "verteidigen" können sie dafür umso besser. Dabei entblösen sie aber nur ihre Schande damit und eines schönen Tages werden sie dem auch gewahr. So oder so.

  • uiuiui.. du kannst aber auch ganz schön... ;)

    ja.

    In anderen Threads kann ich entscheiden, ob ich auf Unmensch's Provos eingehe.

    Wobei ich auch in anderen Threads sein negatives Zerreden sehr übel finde. Aber da sind eben die anderen Mitschuld, wenn sie das so dulden. Bzw. ich akzeptiere, wenn das so gewünscht ist. Ich will da nicht übermäßig meinen Willen durchdrücken.

    Hier aber mit meinem Threadthema könnte ich nur flüchten und ggf. einen neuen Thread mit gleichem Titel aufmachen, wo Unmensch dann sehr wahrscheinlich wieder erneut alles runterzieht und für sich vereinnahmt. Das wäre der reinste Kindergarten. Also soll er sich hier mal raushalten, solange er nichts Produktives beiträgt.

    Es steht ihm frei einen eigenen Thread aufzumachen.

    Ich find's halt hier in der unity schön, weil das zumindest von Mod-Seite relativ anarchisch gehandhabt wird.

    Absolut Top. Ja. Zustimmung. Dank an Dian

    Die "autoritären" Mod's in anderen Foren moderieren sich ihre schöne weise Fassade. Und dahinter schimmelt es.

    Die User werden im Kleinkindstatus gehalten. Kein Wunder, dass die User durchdrehen, wenn sie dann mal dürfen. Wir Menschen werden durch solche Maßnahmen sozial verödet.

    Wir hatten damals mal einen milden, antiautoritären Lehrer an der Schule. Die Klasse drehte durch bei ihm. Er war verzeifelt und sprach nun von zukünftig strengen Maßnahmen, insbesondere, weil wir nur bei ihm so fieß sind.

    Ich sagte ihm, beziehen Sie das nicht auf sich. Was wir tun, ist das Ergebnis der autoritären Lehrer vor Ihnen. Die Aggression gilt dem Vorgänger. Wenn jetzt auch Sie strenger werden, wird es in der Klasse leiser werden, aber dann werden vielleicht die Jüngeren nach der Schule verprügelt. Irgendwohin wird die soziale Verödung einschlagen.

    Was mir halt oftmals auffällt, dass sich Leute, die mehr oder weniger das selbe "Gesinnungsfundament" haben, sich im Internet nicht viel zu sagen haben. Liegt das nun daran, dass "wir" mehr auf Konfrontation gepolt sind, oder dass "die" schon seit Jahren den Konsens und den Dialog im Internet stören?

    Es beobachte auch im Reallife: gibt es Widerspruch konzentriert man sich auf Widerspruch.

    Gibt es nur Gleichgesinnte, dann kann sich der Geist produktiv entfalten. Man diskutiert positiver und kommt dann auch besser voran.

    Ich finde Gemischte wie Gleichgesinnte Gruppen wichtig. Es muss sich die Waage halten.

    Aber eine gemischte Gruppe führt schnell zu Fronten.

    In einer gemischten Gruppe ist keine Zeit sich mit Gleichgesinnten geistig zu entfalten. Allein der Versuch würde schnell ein Kontraargument eines Dritten provozieren. Das ist auch ok, aber man muss eben plötzlich andere Dinge diskutieren.

    Eine sozial-geistige Weiterentwicklung wäre es, wenn in einer gemischten Gruppe "die Anderen" einfach nur zuhören würden - ohne gleich etwas zu sagen. An einem anderen Tag vertauscht man die Rollen.

    Und an einem dritten Tag gibt jeder ein Feedback.

    So würden die Menschen lernen, sich in andere hineinzuversetzen, sie zu verstehen.

    Das wäre meines Erachtens ein großer sozialer Fortschritt. Ein Meilenstein. Verstehen heißt nicht Zustimmung. Den Anderen verstehen macht weise. Man kann danach klügere Entscheidungen treffen ohne zwangsläufig eigene Positionen aufzugeben.

    Da jede große Macht/Herrschaft auf Zwietracht und Spaltung zwischen den Anderen basiert, würde ein großangelegtes "Verstehen meines Gegners" im besten Falle zur Abschaffung bzw. Verkleinerung von Macht und Herrschaft führen.


    Vielleicht kriegen wir es ja mal irgendwie hin, ein Klima zu schaffen, wo man über kontroverse Themen reden kann. Ich hab halt den Eindruck, bestimmte Leute trampeln die Diskussion tot, weil sie angst vor dem haben, was dabei rauskommt, wenn bestimmte narrative ins wanken kommen und der wahrheitsgehalt anderer narrative nicht mehr geleugnet werden kann.

    Ja. Spaltung überwinden. Ganz wichtig.

    Mein Eindruck ist aber ein Anderer. Es geht nicht um Narrative, nicht um die Angst was rauskommt, nicht um den Wahrheitsgehalt.

    Es geht ganz schlicht, um die Unfahigkeit der Menschen sich zu verbrüdern, weil der Staat Tag für Tag immer wieder neue Spaltungsthemen produziert. Der Staat bzw. die Mächtigen sind eine Spaltungsmaschine.

    Den Menschen wird tagtäglich eingeredet, sie müssen sich für diese oder jene Position entscheiden. Egal wie unwichtig diese Positionen für einen privat eigentlich sind. Die Menschen werden so ständig im Streit gegen andere gehalten.

    Mit Streit und Spaltung bleiben die Menschen klein und schwach sowie sozial degeneriert. Und wer kann dann nur noch helfen? Der Staat bzw. die Mächtigen.

  • Die_Feldkatze : Dem würde ich mal zu gefühlt 95% zustimmen. Ich will aber versuchen, dir den Punkt näher zu bringen, wo du nicht zugestimmt hast, die Sache mit der Angst vor Kompromissen. Dazu hole ich etwas aus. Das ist jetzt ein bissl weit weg vom Thema "Diskussion" aber gegen Ende komme ich wieder da hin.

    Die Fronten: Leitmediengläubig oder Aussätzig

    Ich denke, dass die Gesellschaft vor einigen Jahren an einem Punkt war, wo durch das Internet durchaus eine sehr aufklärerische Möglichkeit gegeben war, die aber durch Fake-News Streuung dazu führte, dass die Menschen quasi keine Alternative mehr sahen: Die Leitmedien, auf der einen Seite, die massiv an Einfluss und Glaubwürdigkeit verloren haben, Alternative Medien, die quasi pauschal als Fake-News Produzenten diffamiert wurden auf der anderen Seite. Der Steuermichel dazwischen, quasi zum Vertrauen genötigt. Da die Medien keine Einnahmen mehr hatten (Großflächig genutztes Internet und Vertrauenskrise der Leitmedien) wurden die Leitmedien von Staat und Stiftungen mit Milliarden subventioniert und heute sind natürlich dadurch in diese Richtung, weg von den Interessen des Volks gerückt.

    Aus der ehemaligen 4ten Gewalt im Land wurde systemkonforme Hofberichtserstattung und Werbeportale für s.g. Philanthrope, die natürlich schnell angefangen haben, ihre Möglichkeiten finanziell auszuschlachten. Und auch die Medien wurden kaputt gespart. Investigativer Journalismus Fehlanzeige. DPA-Meldung/Copy-Paste, eine Geschichte ausgedacht und ein paar Symbolbildchen aus dem Archiv dazu - fertig ist die Schlagzeile. Im besten Fall noch einige meinungsstarke Hasstiraden in Form einer Kolumne - Je provokativer desto mehr Klicks, desto besser, der Facebook Algorithmus beweist es.

    Auf der anderen Seite die Front, die sich darüber schon lange ankotzt und seit Jahren nur auf Ignoranz, Verleumdnung und Diffamierung stößt. Und natürlich ein Teil von Leuten, deren Vertrauensverlust soweit geht, dass sie jede Errungenschaft der Moderne in Frage stellen. Nur dass die Antipathie dieser Idiotie auf der Gegenseite bis in die intellektuellsten Kreise vorgedrungen zu sein scheint. Wenn es die überhaupt gibt, denn ich habe eher den Eindruck, dass wir gegen eine aufgehetzte, totalitär indoktrinierte Maße kämpfen. Wie bringt man das Individuum dazu, sich von der Maße zu emanzipieren? Ich glaube, man sollte sich aus dem Niveau verabschieden und gar nicht auf die Leute eingehen, wenn diese von diesem Geist heimgesuchtes zum Besten geben.

    Religion, Angst und Indoktrination

    Mit dem fortschreitenden Wegfall der Religion, also der Indoktrination mit der ultimativen, diffusen Angst, der Angst vor einem strafenden Gott und ewiger Verdamnis, sah man sich befähigt, die breite Maße mit einer Unmenge von Quellen der Angst zu indoktrinieren. Denn das wirkt vielleicht nicht so extrem aber dafür umso universeller. Außerdem ist es "eleganter" da diese neuen Narrative nur sehr begrenzt Werte und Gemeinschaft stiftendes transportieren, also die Gesellschaft und den Zusammenhalt der unteren Schichten effektiver zersetzen.

    Warum lassen sich Leute spalten

    Vor dem Hintergrund sehe ich schon, dass Spaltung natürlich erste Wahl zur Herrschaft ist. Aber warum lassen sich Leute spalten? Die Spaltung kommt imo eigentlich zu einem sehr großen Teil aus Angst zu Stande. Angst vor einem Virus, Angst vor kollektivistisch Schädlichen Ansichten, Angst, alternative (umwelt/gesundheits) Maßnahmen in Frage zu stellen, Angst davor, als Schwurbler oder Verschwörungstheoretiker gehandelt zu werden usw. und eben die andere Seite, die darüber nur lacht, weint oder wütend den Kopf schüttelt. Die Angst ist schon das Vehikel schlecht hin, denke ich nach wie vor. Angst die einen dazu treibt, die Notbremse zu ziehen, sich auf der einen oder anderen Seite zu radikalisieren und keinen Widerspruch, keinen Kompromiss zu dulden. Es wurde halt auch zu viel Salami Taktik betrieben in einer nicht mehr als reaktionären Maßnahmenpolitik, die nurmehr ausnahmslos alternativloses sieht, das man der Bevölkerung nur radikal genug anbiedern muss, damit sie es akzeptiert. Heraus kommt dann Demokratie. Theoretisch.

    Auch eine Erklärung:

    Wie kommt es, dass gerade in einer Zeit, die nach Umbruch schreit, diese Tendenzen (Bild) so klar hervortreten. Ich denke es ist eben die Angst vor dem Umbruch. Angst davor, dass die doch recht haben könnten in einem gewissen Maße. Denn der kleinste Riss in der Mauer der eigenen Bubble ist das Zeichen inakzeptabler Schwäche. Deshalb kann sich der totalitär Denkende auch nicht auf einen Austausch von Argumenten einlassen. Er hat Recht, ausnahmslos und ohne jeden Kompromiss. Und es ist die Angst, dass die Welt doch nicht so einfach ist und nur aus diesem schwarz und weiss besteht. Angst, dass auch nur ein Quentchen Yin in dem steckt, was man als Yan verurteilt hat. Oder andersrum.

    Back To Topic

    Vielleicht verstehst du jetzt besser, wie ich das mit der Angst vor den Narrativen gemeint hab. Der Begriff "Narrativ" ist heute negativ belegt, da es PR technisch vergewaltigt wurde, aber klassisch sind Narrative für eine Gesellschaft sinn- und wertestiftend. Und ich habe den Begriff so verwendet dass ich meinte: Man hat Angst, das in den Erzählungen (=Narrative) der Gegenseite doch irgendwie etwas wahrhaftiges (nachvollziehbares, etwas dem man zustimmen kann) steckt. Aber man kann heutzutage nicht mehr zustimmen, wenn man eine Ansicht des Gegenübers eingesehen hat. Wenn überhaupt, dann sieht man sich dazu gezwungen zuzustimmen, kann es aber nicht, weil das würde ja bedeuten, dass man (vermeintlich) verloren hat. Oder es sind einfach nur Arschlöcher. Kann natürlich auch sein ;-)

    Habe gerade nebenher das Album hier gehört. Imo lyrisch Prädikat besonders wertvoll.

    Das ham die schon 2002 gesungen, hört sich irgendwie an, wie wenn sich die Geschichte wiederholt ;-)

    Zitat

    Hatred, boredom and the lies
    Plenty of false moral rules
    Breaking them in many ways
    You don't belong to these fools

    5 Mal editiert, zuletzt von SeeBee (14. Juni 2022 um 06:04)

  • Streit dürfte es nur dann geben, wenn der andere schweigt oder einen nicht zu Wort kommen lässt.

    Es reicht. Mach Deinen eigenen Thread. Verpiss Dich!

    Die "autoritären" Mod's in anderen Foren moderieren sich ihre schöne weise Fassade. Und dahinter schimmelt es.

    Was ich beobachte, ist, dass es eher hinter deiner Fassade gehörig schimmelt. Es ist daher kein Wunder, wieso du in SeeBee deinen neuen Bruder im Geiste gefunden hast. Der fällt ja ohnehin allen direkt um den Hals, bei denen er nur einen Hauch an Zuspruch und Kampfgefährten sieht.

    Nach außen die krassen Rebellen, aber wenn es darauf ankommt, werden genauso Meinungen unterdrückt und dreiste Aufforderungen ausgesprochen, man soll aus "ihrem Thread" verschwinden.

    Wann fing das eigentlich an? Vor allem ausgerechnet in diesem Forum? Also, dass man für sich fest beansprucht, dass einem ein Thread gehört und man deshalb bestimmen kann, wer und was dort geäußert wird. Das geschieht mit solch einem Selbstverständnis, dass ich mich echt frage, was ihr am Begriff der Anarchie eigentlich konkret nicht verstanden habt.

    Es ist hier noch immer ein öffentlicher Thread und dir steht es schlicht nicht zu, Yatan oder mich in irgend einer Form zu maßregeln. Schon gleich gar nicht unter dem Bezug, sich in einem anarchistischen Forum zu befinden, wo die Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit hochgehalten wird.
    Richtig peinlich wird es aber, wenn man auch noch einen "anarchistischen Modstil" belobigt, selbst davon aber meilenweit entfernt ist.

    Für mich steht völlig außer Frage, dass du meine Beiträge längst verbannt und damit gezeigt hättest, welch genauso autoritärer Stil hinter deiner scheinbar weißen Fassade steckt. Gib einem Menschen Macht und erkenne sein wahres Gesicht. Dieser Spruch gilt nach wie vor - und insbesondere bei dir wie für keinen Zweiten

  • sie will einfach nur über diskussionsstile reden und sich nicht deine abwertenden sticheleien anhören.

    Das hat was mit anstand zu tun, dass man sich am thema des threaderstellers orientiert und andere nicht am laufenden band dumm von der seite vollschwallt. in einem anarchistischem kollektiv irl hätte dir mit sicherheit lange jemand eine aufs maul gehauen für dein verhalten.

    analyiserst du eigentlich mal selber, was du ständig schreibst? das waren wieder etwa 60-80% Abwertungen, sticheleien und anschuldigungen, was du hier wieder vom stapel gelassen hast.

    und - um das auch mal klar zustellen : es ist kein zeichen irgendeiner form von überlegenheit, jemandem so lange verbal zu terrorisieren, bis derjenige ausrastet und die krise kriegt.

    Einmal editiert, zuletzt von SeeBee (14. Juni 2022 um 10:33)

  • Ich finde, "Verpiss dich" muss nun wirklich nicht sein, wenn man gleichzeitig für einen besseren Diskussionsstil wirbt und dabei glaubwürdig wirken möchte. ;)

    Dass Unmensch sehr gut darin ist, provokante Äußerungen zu machen und einen zur Weißglut zu treiben mit seinen merkwürdigen Beispielen, ist mir schon auch klar... ich habe da in der Vergangenheit ja auch schon harte Debatten mit ihm geführt.

    Im konkreten Fall war es ja wohl so, dass SeeBee darauf hingewiesen hat, dass er staatliche Regelungen wie Verfassungen ohnehin nicht akzeptieren kann, weil deren Durchsetzung letztlich auf Gewalt basieren. Dann kommt Unmensch und bringt ein Beispiel von bewaffneten Staatsdienern, die einem eine Knarre ins Gesicht halten, und wirft SeeBee indirekt Heuchelei vor, weil er sich in so einer Situation ja dann doch (wie so ziemlich jeder Mensch) kooperativ und gehorsam verhalten würde.

    Generell hab ich den EIndruck, dass in Unmensch's Diskussionsstil gerade überproportional häufig solche Argumente kommen wie "Aber du zahlst doch auch Steuern, also bist du doch kein so toller Rebell wie du denkst."

    Seine Intention dahinter ist vermutlich, dass er darauf hinweisen möchte, dass einige User seiner Meinung nach nur cool anarchistisch daherreden an einem Ort, an dem dafür nicht viel dazugehört, aber im realen Leben dann weitaus weniger konsequent sind, wenn es darum geht, ihre Ideale umzusetzen.

    Das kann man natürlich so sehen... streng genommen kann man auch mir vorwerfen, dass ich im Netz den Oberanarchisten raushängen lasse, und bei der Polizeikontrolle dann doch brav meinen Führerschein aushändige und freundlich lächle, weil alles andere nur zu einer Verlängerung der unangenehmen Situation führen würde...

    Vermutlich wollte Unmensch damit einfach bei SeeBee bewirken, dass er etwas demütiger auftritt und sich selbst nicht so als den perfekten Aufklärer in Szene setzt, der auf alles eine Antwort weiß und in jeder Situation aufrichtig und standhaft ist.

    Ja... also ich kann beide Seiten hier irgendwie nachvollziehen.

    Ob es sinnvoll ist, so zu argumentieren, weiß ich nicht. Das ist, wie wenn ich einem überzeugten Kommunisten dadurch seine Ideologie ausreden möchte, indem ich darauf verweise, dass er ja neulich auch in einem kapitalistischen Supermarkt war und dort eingekauft hat. Irgendwie glaube ich nicht, dass er sich davon seine Ideale ausreden lassen würde. Wir sind letztlich doch alle gefangen in einer Welt aus Regeln und Zwängen. Trotzdem kann man sich ja Gedanken darüber machen, wie man eine ideale Gesellschaft gestalten würde, wenn man die Möglichkeit dazu hätte, und was einen an dieser Gesellschaft ankotzt.

    Diskutieren wir doch lieber darüber...

  • Die_Feldkatze : ignorier ihn einfach, glaub mir, es ist genau seine zielsetzung dich zu provozieren und in dummgeschwätz zu verwickeln, um dich von deinem ursprünglichen thema abzulenken. das gehirn neigt dazu, irgendwann diese themen mit negativen emotionen zu assozieren und dann hat er es dir erfolgreich "abgewöhnt". wir müssen uns gegenseitig den rücken vor solchen angriffen freihalten. wenn man das nicht macht, ist die aktuelle gesellschaft das beste beispiel, wohin das führt.

    frag dich einfach bei jedem satz: war es abwertend, war es eine beleidigung oder anschuldigung und wenn ja, dann ignorier es und geh nicht drauf ein.

  • Die_Feldkatze : ignorier ihn einfach, glaub mir, es ist genau seine zielsetzung dich zu provozieren und in dummgeschwätz zu verwickeln, um dich von deinem ursprünglichen thema abzulenken. das gehirn neigt dazu, irgendwann diese themen mit negativen emotionen zu assozieren und dann hat er es dir erfolgreich "abgewöhnt". wir müssen uns gegenseitig den rücken vor solchen angriffen freihalten. wenn man das nicht macht, ist die aktuelle gesellschaft das beste beispiel, wohin das führt.

    Dadurch, dass du dir dein eigenes Verhalten weiter schönredest, wird es halt auch nicht besser. Ich sehe in Dians Posting jedenfalls mehr Erkenntnis, als du je selbst erlangen wirst.

    Und ob das mit deinem eisernen Ignorierwillen, den du jetzt sogar anderen empfiehlst, überhaupt jemals Realität wird, bleibt ebenso fraglich. Ich beobachte vielmehr einen permanenten Bezug auf mich. Sei es hier, sei es in anderen Threads, oder sogar bei deiner Avatarwahl. Ignorieren geht irgendwie anders.