Krieg in der Ukraine

Es gibt 528 Antworten in diesem Thema, welches 117.089 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. Juli 2026 um 10:12) ist von Yatan.

  • Kennst Du irgendjemand vom russischen Widerstand persönlich? Wie kommst Du auf die Idee einen auch nur ansatzweise stichhaltigen Einblick in den "russischen Widerstand" zu besitzen, falls das nicht so ist? Von irgenwelchen vorselektierten Medien?

    Schau mal weiter oben, was ich geschrieben habe. In 20 Jahren lernt man eine Menge Menschen persönlich kennen. Daher ist mein Blick glücklicherweise nicht medial gefiltert, sondern ich kann zumindest auf die Erfahrungen von Personen zurückgreifen, die ich für mich als 'Verbündete' erkannt habe. Daher ist es für mich im Zweifelsfall auch sehr einfach, 'eine Seite zu wählen'. Was wir konkret tun können, ist leider immer beschränkt. Das liegt in der Natur der Sache, wenn man außerhalb von staatlichen Strukturen oder großer Geldgeber handelt. Und im Fall der Ukraine ist der Support sicherlich noch mehr ein Tropfen auf den heißen Stein, als er es im Fall von Rojava war.

    Wie du die Rolle von bestimmten Konfliktherden für dein eigenes Leben einschätzt, ist deine Sache. ich persönlich will der Erfahrung, irgendwann zum Flüchtling zu werden, lieber entgehen.

    Why do we fall?

  • Kennst Du irgendjemand vom russischen Widerstand persönlich? Wie kommst Du auf die Idee einen auch nur ansatzweise stichhaltigen Einblick in den "russischen Widerstand" zu besitzen, falls das nicht so ist? Von irgenwelchen vorselektierten Medien?

    Schau mal weiter oben, was ich geschrieben habe. In 20 Jahren lernt man eine Menge Menschen persönlich kennen. Daher ist mein Blick glücklicherweise nicht medial gefiltert, sondern ich kann zumindest auf die Erfahrungen von Personen zurückgreifen, die ich für mich als 'Verbündete' erkannt habe. Daher ist es für mich im Zweifelsfall auch sehr einfach, 'eine Seite zu wählen'. Was wir konkret tun können, ist leider immer beschränkt. Das liegt in der Natur der Sache, wenn man außerhalb von staatlichen Strukturen oder großer Geldgeber handelt. Und im Fall der Ukraine ist der Support sicherlich noch mehr ein Tropfen auf den heißen Stein, als er es im Fall von Rojava war.

    Wie du die Rolle von bestimmten Konfliktherden für dein eigenes Leben einschätzt, ist deine Sache. ich persönlich will der Erfahrung, irgendwann zum Flüchtling zu werden, lieber entgehen.

    Ich hab keine Ahnung was Du mit "etwas, das Du weiter oben geschrieben hast" meinen könntest. Selbst-Korrektur: Ich habe schon auf Dein Posting mit irgendeinem Video (Vermutlich dem Video von dem die Rede war) geantwortet, also war Deine Antwort in dieser Hinsicht zumindest nicht so sehr an meiner Antwort vorbei gesprochen, wie ich dachte. "eine Menge Menschen", "Erfahrungen von Personen", "Verbündete". Das ist für mich alles extrem unkonkret, ich kann darauf also in keiner konkreten Weise eingehen. Ich würde vermuten, dass man innerhalb staatlicher Strukturen qualitativ noch viel weniger Handlungsspielraum hat, lediglich gegebenenfalls "quantitativ" heftigere Handlungen veranlassen kann.

    "ich persönlich will der Erfahrung, irgendwann zum Flüchtling zu werden, lieber entgehen." -- Wenn Du hier ein insofern für Dich tatsächliches "Bedrohungsszenario" siehst und diesem entgegenwirken möchtest, finde ich das legitim. Ich fühle mich von nichts bedroht, weder nah noch fern. Mir persönlich geht es primär darum, genau zu wissen, dass ich genau die richtige Handlung setze oder Aussage tätige oder im Zweifelsfall eben abzuwarten, bis ich diese Sicherheit habe, um nicht irgendwelchen Schaden anzurichten, von dem ich ganz genau weiß, dass er in jedem Fall irgendwie auf mich zurückfallen wird. Jedem das Seine.

  • Ich habe mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen (man möge mir verzeihen)
    Aber ich wollte mal eine Frage einwerfen...

    Meint ihr, das sich diese Kriegsthematik noch zu einem Weltkrieg ausweiten wird, und wir am ende vlt noch unseren Allerwertesten aufs Spiel setzen müssen?

  • Meint ihr, das sich diese Kriegsthematik noch zu einem Weltkrieg ausweiten wird, und wir am ende vlt noch unseren Allerwertesten aufs Spiel setzen müssen?

    Ich glaub das nicht. Gewinner bei einem Weltkrieg oder etwas, das in diese Richtung gehen würde, sind prinzipiell diejenigen, die nicht daran teilnehmen. Es gibt meines Erachtens nach zu viele verschiedene große Mächte, die alle fast überall irgendwie ihre Finger mit im Spiel haben und das bedeutet, dass wenn eine Macht "A" eine Macht "B" irgendwo schwächen möchte, all die restlichen Mächte bereits aus reinem Eigen-Machterhalt einen Angriff von "A" gegen irgendeinen konkreten Punkt, an dem eben nicht nur "B" allein getroffen würde, weil dort eben viele andere auch noch in irgendeiner Form mit drin sitzen, behindern, stark einschränken oder gar verhindern werden. "Es spielt keine Rolle, wieviele Schlachten gewonnen werden. Es kommt darauf an, dass die entscheidenden Schlachten gewonnen werden."/"Pick your fights very carefully."

  • Ich denke, der russische Bär hat mehr abgebissen, als er verdauen kann, und dürfte damit jetzt erstmal noch ne Weile beschäftigt sein.

    Die westlichen Mächte dürften auch kein Interesse an einer Ausweitung des Konflikts auf andere Länder oder gar auf einen dritten Weltkrieg haben. Die kriegen ja schon die Krise, wenn in der Ukraine mal die Sonnenblumenernte ausfällt... dann wird bei uns schon das Öl knapp. Klar würden sie Russland gern am Boden sehen, aber ich denke, nicht um jeden Preis... sonst hätten sie wie gesagt auch noch härter reagieren können.
    Ich glaube auch nicht, dass ein dritter Weltkrieg in der Art ablaufen würde wie der erste und der zweite, mit einer Generalmobilmachung von allen Wehrpflichtigen und Millionen Toten in den Schützengräben und auf irgendwelchen Schlachtfeldern. So wird Krieg heute nicht mehr geführt, und die Russen könnten einen solchen Krieg auch nie im Leben gewinnen mit ihrer maroden Armee.
    Wenn China und Russland sich verbünden würden... dann sähe die Sache schon etwas anders aus, aber momentan wirkt es ja auch nicht so, als ob China an einer Eskalation großes Interesse hat.

    Für wahrscheinlicher halte ich aktuell das Szenario, dass der Krieg in der Ukraine noch ne Weile weitergeht, und vielleicht das eine oder andere Land im Umkreis auch noch destabilisiert wird.

    Für uns im Westen bedeutet das vor allem eins: Alles wird noch teurer. Und wenn sich jemand beschwert, wird es von den Politikern nur heißen: "Wir können ja nichts dafür. Das ist eben höhere Gewalt."

    Und dann mal schauen, auf was für neue Gesetze und Ideen die Politiker noch so kommen werden, um die Bevölkerung ruhig zu halten. Mein Gefühl sagt mir, es wird jedenfalls nicht viel Gutes dabei herauskommen. Der Weg in die totale Rückverdummung der Menschheit ist ja auch längst eingeschlagen worden. Und auf dem wird es vermutlich die nächsten Jahre/Jahrzehnte weitergehen.

  • Habe mir vorhins bei Youtube einen Bericht zur Russischen Propaganda angesehen.. das ist ja auch schon heftig was dort erzählt wird.

    Deutschland aus Sicht der russischen Propaganda | Fake News | ARTE
    Die russische Dozhd-Redaktion – derzeit im Exil in Georgien – betreibt seit 2018 den erfolgreichen YouTube-Channel "FAKE NEWS".Jede Woche wühlt sich das Team...
    www.youtube.com

    Man darf nicht vergessen das es bei uns ebenfalls so gemacht wird.

    Mir kommt die Welt, seit ein paar Jahren wie eine riesige South Park folge vor.
    Dort war es ja auch immer ähnlich, das die "Erwachsenen" nur Scheisse machen und die "Kinder" die schlaueren waren.

  • Mir kommt die Welt, seit ein paar Jahren wie eine riesige South Park folge vor.
    Dort war es ja auch immer ähnlich, das die "Erwachsenen" nur Scheisse machen und die "Kinder" die schlaueren waren.

    Das ist so auch korrekt dargestellt. Die sozialen und Lebensrealitäten verändern sich seit ungefähr zwei Jahrzehnten so schnell und Konservativismus ist gerade in der Generation 50+ (+/- 20 Jahre) so stark verwurzelt, dass diese Menschen buchstäblich in einer völlig anderen Welt leben, als sie glauben zu leben. Genau darum scheitern sie in ihrem Konservativismus auch immer konsistenter und immer spektakulärer.

    Philosophen sind immer tendenziell Anders- und Voraus-Denker. Was zur Zeit Platos bereits ersichtlich war (zumindest für ein paar wenige) ist für die heutige Zeit von geradezu exorbitant noch größerer Relevanz.

    Währenddessen das österreichische Parlament, das seit jeher an der Zerstörung der zukünftigen Lebensgrundlagen der momentanen Jugend und zukünftiger Generationen mitwirkt, diese Zerstörung verwaltet und weiter vorantreibt:

    Wie war das noch mal mit dem "Zynismus"?

    2 Mal editiert, zuletzt von _604_ (8. Juli 2022 um 14:38)

  • Meint ihr, das sich diese Kriegsthematik noch zu einem Weltkrieg ausweiten wird, und wir am ende vlt noch unseren Allerwertesten aufs Spiel setzen müssen?


    3. Weltkrieg: Diese Szenarien gibt es

    Um die Gefahr eines Dritten Weltkrieges zu minimieren, gibt es einige Szenarien möglichst zu verhindern. Dabei liegt aber nicht alles in den Händen Deutschlands und der Nato-Staaten. Im Folgenden sind die drei wahrscheinlichsten Szenarien für einen neuerlichen Weltkrieg zusammengefasst.

    Die Nato greift in den Krieg in der Ukraine ein: Falls die Nato in den Krieg in der Ukraine eingreifen sollte, dann könnte eine Eskalation und sogar ein Dritter Weltkrieg bevorstehen. Eine Einmischung wäre dann der Fall, wenn Soldaten aus den Nato-Staaten auf den Seite der Ukraine kämpfen. Auch eine Flugverbotszone wäre eine direkte Beteiligung, denn dann müssten russische Flugzeuge von der Nato abgeschossen werden, wenn sie über der Ukraine fliegen sollten.

    Russland verübt Grenzverletzungen oder greift Nato-Staat an: Sobald Russland einen Staat der Nato angreift, würde der Nato-Bündnisfall ausgelöst werden. Dann müssten also die Verbündeten zur Hilfe eilen und in den Krieg eintreten. Derzeit ein unwahrscheinliches Szenario, aber eben nicht ausgeschlossen.

    Versehentlicher Zwischenfall: Womöglich die gefährlichste Option, weil die wahrscheinlichste. Kürzlich kam es über dem Mittelmeer beinahe zu einem Zusammenstoß von Flugzeugen der USA und Russland. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Provokationen vor. Je aufgeheizter die Stimmung, desto gefährlicher. Beispielsweise könnte ein Flugzeug der USA an der Grenze versehentlich abgeschossen werden, oder ein russische Rakete verfehlt ihr Ziel und trifft auf Nato-Territorium. Dann wäre wohl eine Reaktion nötig, welche sogar einen Kriegseintritt betreffen könnte.


    Keine Ahnung. Akute Sorgen mach ich mir deshalb noch nicht, aber entspannt sehe ich das Ganze auch nicht gerade. Man denke an die Story mit Kuba damals, als irgend ein russischer Dude den 3. Weltkrieg verhindert hat. Vielleicht läuft es diesmal genau anders herum xD

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Das ist so auch korrekt dargestellt. Die sozialen und Lebensrealitäten verändern sich seit ungefähr zwei Jahrzehnten so schnell und Konservativismus ist gerade in der Generation 50+ (+/- 20 Jahre) so stark verwurzelt, dass diese Menschen buchstäblich in einer völlig anderen Welt leben, als sie glauben zu leben. Genau darum scheitern sie in ihrem Konservativismus auch immer konsistenter und immer spektakulärer.

    Joa. Die Generation in Russland, die noch in der Sowjetunion sozialisiert und dort anscheinend geistig hängengeblieben ist, demonstriert das Problem aktuell recht anschaulich wie ich finde.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Ich könnte mir vorstellen, es wird schon an sehr vielen Schauplätzen gekämpft, wo das von den Normalsterblichen keiner mitbekommt z.b. an der Arktis. Wenn das nicht (mehr) der Fall ist und sich Russland die dort vor einigen Jahren neu entdeckten Rohstoffe gesichert hat, dann dürfte sich der Russe so schnell nicht übernehmen mit dem was er tut. Man hört über die Arktis recht wenig in den Medien.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass solche Auseinandersetzungen mehr hinter den Kullissen passieren, weil man die Bevölkerung nicht involvieren möchte. Allerdings kommt ja Krieg gerade in Deutschland wieder schwer in Mode und es fangen hier wieder einige Spezialisten an, über "Wehr" - "pflicht" nachzudenken. Wenn sowas progressiv sein soll, dann bin ich gerne konservativ. Abgesehen davon denke ich nicht, dass der Umstand, weshalb vielen Leuten das aktuelle Zeitgeschehen vorkommt wie ein schlechter Film etwas mit progressiv vs. konservativ zu tun hat. Für meine Begriffe hat das eher mit "völlig hängengeblieben" vs "einigermaßen bei trost" zu tun. Und wenn ich ernst sein soll, dann würde ich es Dekadenz nennen, die hier gerade massiv grassiert. Das hat schon etwas vom Untergang Roms und das hatte es für mich schon seit Jahren. Wenn man es nicht ignoriert oder sich den Arsch drüber ablacht kann das schon angst machen, was hier gerade passiert. Das F-Wort will ja keiner in dem Kontext hören, aber es liegt nahe, das hinter all dem zu vermuten. Man wird sehen, ggf. wird es die nächste Verschwörungstheorie, die wahr wird.

    Russland und China rücken seit 2009 immer näher zusammen. Wenn der Westen aggressiv wird um seine bisherige Vorherrschaftstellung beizubehalten, dann hat er auf jeden fall nicht Russland alleine gegen sich. Erst vor einigen Tagen kam im Focus was dazu. Aber wenn ich mir die Prognosen von China anschaue, dann sehe ich nunmehr schwarz auf weiss, dass das Kapital gen osten wandert. Ich hab den China Boom fast von Anfang an (2004) quasi am eigenen Leib mitbekommen. (KnowHow Transfer) Die Gross-Investoren haben China ins Auge gefasst und sägen den Westen nach und nach ab. Das ist meine Prognose. Damit dürften auch die BRICS Staaten irgendwann die der Nato zumindest ebenbürtig werden. Irgendwann wird das auf jeden Fall scheppern, ggf. schon bald.