Thread für bescheuerte Memes...

Es gibt 250 Antworten in diesem Thema, welches 56.122 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. August 2022 um 08:40) ist von _604_.

  • Ich persönlich war noch nie auf so einer Veranstaltung (höchstens mal zufällig dran vorbeigelaufen). Und als jemand, der sich selbst als bisexuell ansieht, fand ich es schon immer problematisch, dass da gerade diese Klischees ausgelebt werden, die man doch eigentlich aus den Köpfen der Leute rausbekommen möchte... nämlich, dass alle Schwule Tunten sind oder in Lack und Leder rumlaufen und den ganzen Tag nur an Sex denken.

    Eigentlich fände ich es besser, wenn die bei einer solchen Demo ganz "normal" rumlaufen würden, damit alle sehen: "Seht her, wir sind vielleicht schwul oder lesbisch oder fühlen uns im falschen Körper, aber wir sind deshalb trotzdem ganz normale Menschen wie ihr auch."

    Also ich finde die Art, wie dort demonstriert wird, jetzt nicht ganz so ideal von der Außenwirkung her. Aber ich verstehe natürlich, wie es sich historisch entwickelt hat und warum das manche für eine gute Idee halten, der ganzen Welt zu zeigen, dass sie und ihre sexuelle Orientierung da sind und dass sie sich nicht länger dafür schämen oder verstecken wollen. (also so der ursprüngliche Gedanke... heute ist das ja auch mehr so ein hedonistisches Spaß-Event wie die Loveparade früher oder der Karneval)

    Ich wurde mal eingeladen von einem Bekannten, auf so einem Wagen mitzufeiern. Bin dann aber irgendwie nicht hin, weil es mir aus anderen Gründen nicht zugesagt hat.

    Für mich ist es in Teilen nur eine in bestimmter Weise radikalisierte Gegenbewegung. Früher (oder in anderen Ländern) wurde/wird man fürs Schwulsein gesteinigt/verfölgt/verachtet, deshalb muss man jetzt jeden steinigen/verfolgen/verachten, der Schwulsein oder solche seltsamen Fetische nicht ganz normal findet. Ob man mit diesem Ausleben niederträchtiger Rachegelüste denselben Schwachsinn betreibt, wie seine Gegner und nur auf der anderen Seite vom Gaul runterfällt, scheint nicht zu interessieren. Das ist eine Eigenart für Gegenbewegungen, bei der deutsche besonders "gut" zu sein scheinen. Mir fällt dieses Muster immer mal wieder auf - vor allem in den Themen, die von den Leitmedien :evil::rolleyes:  gepusht werden.

    Also ich finde die Vorstellung abstoßend, von meinem männlichen Gegenüber als sexuell attraktiv empfunden werden zu können. Wenn dann noch sexistische Andeutungen kommen, dann ist das ein klares no-go, auch wenn es einigen vielleicht als homophob verurteilt wird.

    Wo es nicht in radikale Ecken geht, da scheint irgendein narrativ zu herrschen, dass man als nicht-hetero besonders hipp und bunt zu sein hat. Wenn ich dann in die leeren Augen von manchen Zeitgenossen blicke scheint das halt auch eher eine Maskerade zu sein. Das ist aber jedem sein Bier, nur sollte man Kinder da eben nicht in einer Form involvieren, wo sie dann zum unfreiwilligen Teil von Fetischen werden. Wenn man diesen Anspruch nicht nachvollziehen kann, muss man für meine Begriffe schon sehr verbohrt sein.

  • Es gibt auch genug linksprogressive Idioten. Und Feinde/Freunde gibt's bekanntlich nicht nur im Kapitalismus ;) Im vorliegenden Fall stören sich allerdings größtenteils Rechte an der angeblichen 'Sexualisierung' von Kindern.

    Für die Kids ist das ein harmloses Event mit komischen Verkleidungen. Wieso sich ausgerechnet daran stören, wenn es genug andere tatsächliche fragwürdige Verhaltensweisen gibt, die auf Festen vorgelebt werden (alkoholismus, gewalt etc.)? Wo siehst du den 'Schaden', den Kindern beim Anblick von Pferdemasken und Lederkostümen nehmen?

    Why do we fall?

  • Im vorliegenden Fall stören sich allerdings größtenteils Rechte an der angeblichen 'Sexualisierung' von Kindern.

    Nachdem für dich doch per Definition rechts ist, sich an dieser Sexualisierung zu stören, dreht sich dein Argument im Kreis.

    Es gibt auch genug linksprogressive Idioten.

    Aber hast du dich damit nicht irgendwie selber widerlegt?


    Wo siehst du den 'Schaden', den Kindern beim Anblick von Pferdemasken und Lederkostümen nehmen?

    Wird dir wohl zu hoch sein:

    Es ist die devote sowie verächtliche Haltung, Männer mit Hunden gleichzusetzen, die mit Sicherheit nicht nur gegen patriarchische Strukturen geht. Wie eben angedeutet fällt man - wieder mal - von der anderen Seite vom Gaul runter und propagiert die Abwertung des Mannes. Die Kinder werden dieses Thema, woran sich die Geister momentan aufreiben in Form von fehlenden Bezugspunkten und Orientierungslosigkeit mitbekommen.

    Dass traditionelle Werte, wie die Überlegenheit des Mannes in diesen Zeiten nicht nur demontiert sondern invertiert werden ist sicherlich für den Status Quo eine Willkommene Ablenkung, wirklich essentielle Änderungen in Angriff zu nehmen. Ob "Neu-Linke" (wie ich sagen würde), die eigentlich nur dem Status Quo in die Tasche reden, das realisieren wage ich zu bezweifeln. Deshalb ist der Begriff "progressiv-links" aus mehreren Aspekten heraus zutreffend.

  • Es ist die devote sowie verächtliche Haltung, Männer mit Hunden gleichzusetzen

    fällt man - wieder mal - von der anderen Seite vom Gaul runter und propagiert die Abwertung des Mannes.

    Interessant ist, dass diese Jammerhaltung immer nur von Männern kommt, die in ihrer Männlichkeit gekränkt sind oder ihre Felle von Machtmonopol davonschwimmen sehen.

    Man könnte dem ganz einfach dadurch begegnen, wenn das Mannsein nicht das einzige Attribut ist, mit welchen man(n) sich nach außen definiert. Aber was bleiben einem auch für Alternativen, wenn das gleiche männliche Selbstverständnis seit Jahrtausenden quasi alles als falsch. abstoßend oder gar "schwul" deklariert, wie man sonst so auftreten könnte.

  • Ich schieb gleich nochmal eins hinter her - weil es so schön passt.

    Was ist das? Ein Kamin? Nette Andeutung auf die Industrie, die das thema für sich ausschlachtet.

    Die Kritikunfähigkeit der Truppe zeigt sich mal wieder in dem Shitstorm und dass sich ein Künstler/Karrikaturist für sein Werk entschuldigen "muss"...

  • Es ist die devote sowie verächtliche Haltung, Männer mit Hunden gleichzusetzen

    fällt man - wieder mal - von der anderen Seite vom Gaul runter und propagiert die Abwertung des Mannes.

    Interessant ist, dass diese Jammerhaltung immer nur von Männern kommt, die in ihrer Männlichkeit gekränkt sind oder ihre Felle von Machtmonopol davonschwimmen sehen.

    Man könnte dem ganz einfach dadurch begegnen, wenn das Mannsein nicht das einzige Attribut ist, mit welchen man(n) sich nach außen definiert. Aber was bleiben einem auch für Alternativen, wenn das gleiche männliche Selbstverständnis seit Jahrtausenden quasi alles als falsch. abstoßend oder gar "schwul" deklariert, wie man sonst so auftreten könnte.

    Die Frage ist tatsächlich, was für ein armes kleines Würstchen man(n) sein muss, um sich von Typen in komischen Verkleidungen in seiner Männlichkeit bedroht zu fühlen ;)

    Diskutieren wir hier ernsthaft über Lederkostüme und Pferdemasken? Interessanterweise wurden erstere seinerzeit von Rob Halford mehr oder weniger in der Metal-Szene eingeführt, der sich wohl auch von der Schwulen-Szene inspirieren ließ. Ist auch schon bald 50 Jahre her. Dass Metalhören schwul macht oder die männliche Vorherrschaft untergräbt, habe ich auch noch nicht gehört. Ist aber ein interessanter Denkansatz, vielleicht sollten wir das mal den Evangelikalen stecken, die in Stuttgart ihren Feldzug gegen die Verderbtheit der Gesellschaft führen.

    Why do we fall?

  • Interessant ist, dass diese Jammerhaltung immer nur von Männern kommt, die in ihrer Männlichkeit gekränkt sind oder ihre Felle von Machtmonopol davonschwimmen sehen.

    Man könnte dem ganz einfach dadurch begegnen, wenn das Mannsein nicht das einzige Attribut ist, mit welchen man(n) sich nach außen definiert. Aber was bleiben einem auch für Alternativen, wenn das gleiche männliche Selbstverständnis seit Jahrtausenden quasi alles als falsch. abstoßend oder gar "schwul" deklariert, wie man sonst so auftreten könnte.

    Wenn es für dich dem neuen Mann-sein entspricht, sich nackt devot mit Hundemasken und Lederriehmen zu präsentieren -- Mach ruhig. Aber vergiss bitte nicht, ein Bild davon hier reinzustellen und jammere am Ende nicht, wenn sich Leute über dich lustig machen. :)

  • Die Frage ist tatsächlich, was für ein armes kleines Würstchen man(n) sein muss, um sich von Typen in komischen Verkleidungen in seiner Männlichkeit bedroht zu fühlen

    Auch wenn Du versuchst, mir jetzt anzudichten, dass ich denke, dass das gegen mich geht: Ich erinnere an das Thema: Es ging darum, dass man bei sowas nicht Kinder mit rein zieht. Die bekommen diese Verunglimpfung des Mannesbildes mehr mit, als ich. Aber du kannst halt nichts anderes als dummschwätzen und provozieren, wenn man dir widerspricht. Kennt man ja nicht anders. Das alles gibt nur Zeugnis darüber, wie flach deine Argumentation und deine Denke ist.

  • Interessant ist, dass diese Jammerhaltung immer nur von Männern kommt, die in ihrer Männlichkeit gekränkt sind oder ihre Felle von Machtmonopol davonschwimmen sehen.

    Man könnte dem ganz einfach dadurch begegnen, wenn das Mannsein nicht das einzige Attribut ist, mit welchen man(n) sich nach außen definiert. Aber was bleiben einem auch für Alternativen, wenn das gleiche männliche Selbstverständnis seit Jahrtausenden quasi alles als falsch. abstoßend oder gar "schwul" deklariert, wie man sonst so auftreten könnte.

    Wenn es für dich dem neuen Mann-sein entspricht, sich nackt devot mit Hundemasken und Lederriehmen zu präsentieren -- Mach ruhig. Aber vergiss bitte nicht, ein Bild davon hier reinzustellen und jammere am Ende nicht, wenn sich Leute über dich lustig machen. :)

    Es wäre bereits ein Zugewinn an gesellschaftlicher Lebensqualität, wenn man sich lediglich drüber lustig machen würde, statt Menschen tatsächlich mittels eines banalen Fotos aufwiegeln zu können, bis einer, der irgendwann genug davon konsumiert hat, zur Waffe greift und damit beweist, dass er es eben nicht nur "lustig" findet.

    Du verharmlost hier einen Themenkomplex, den du weicher zeichnest, als er tatsächlich ist. Hast du in den Tankstellenmörder von Idar-Oberstein auch nur jemanden gesehen, der seiner Kritik an den Coronamaßnahmen lediglich Luft gemacht hat?