Was kotzt euch heute an?

Es gibt 884 Antworten in diesem Thema, welches 389.165 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Dezember 2023 um 13:23) ist von Yatan.

  • Er hatte in seinem früheren Job viel Geld verdient, und verbrachte seinen Lebensabend dann auf irgendeiner gemütlichen Berghütte in den Alpen. Da kann man auch mal optimistisch sein. ;)

    Tja, dann sei es ihm gegönnt.

    Oh Gott, ich hoffe ich muss den dann nicht auch wieder für dich zusammenfassen.

    Keine Sorge, das bekomme ich schon alleine hin. Nicht, dass du noch durchdrehst und dich der Schul-Wahn noch in deinen Träumen heimsucht, obwohl du ihn längst fair überstanden hast. :D

    Es geht mir nur darum, die Texte zu teilen, weil der eine oder andere interessante Gedanke drinsteckt, aber ja, deine Kritik an diesem hier kann ich gut nachvollziehen. Unser Lehrer versucht auch nicht, absichtlich widersprüchliche Thesen aufzustellen, sondern zeigt lediglich unterschiedliche Perspektiven auf. Das kennst du bestimmt noch aus deiner Schulzeit, sie dürfen uns Schülern keine direkte Meinung aufzwingen. Tun sie natürlich trotzdem.

    Im Text von Konrad Lorenz hieß es ja eher, dass der ständige Wettkampf, der Stress und die Hektik die Menschen kaputt machen. Sowas kann ich prima nachvollziehen. In dem neuen Text hingegen scheint die Annahme ja eher zu sein, dass die Menschen mehr der Hektik verfallen, weil ihnen der Sinn fehlt, weil die Traditionen/Religion etc. abhanden gekommen ist

    Ich kann eigentlich beide Seiten gut verstehen. Gerade das zweite führt ja wieder zurück zum ersten und Lorenz' Annahme, dass sich Menschen vor dem mit-sich-Sein fürchten. Es ist miteinander vernetzt, Stress und Hektik entmenschlichen und um sich den wichtigen Fragen des Lebens zu entziehen, stürzen sie sich in noch mehr Stress und Hektik.

    Edrey, deine Gelassenheit ist mir ein Rätsel. Ne, also mich zermürbt recht vieles an dieser Welt. Klar ist alles sinnlos, aber ich müsste schon gefühlskalt sein, um gelassen über den ganzen Scheiß hinwegsehen zu können.

    μολὼν λαβέ.

  • Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!

    Ich estimiere es als suboptimal, wenn man altera-linguale Synonyme iterativ apportiert.

    μολὼν λαβέ.

  • heute ist ein besonderer Tag...

    nicht nur negativ

    ich bringe Leben

    Freude

    Glück

    Lächeln

    oh ja

    und wieder

    etwas

    Wahrheit

    in diese Welt

    und etwas nicht von hier

    Seele

    Kompass MC ist ein guter Junge ;)

    ich war kurz wieder mit ihm unterwegs :)

    alles wird gut

    :)

  • Wir haben übrigens auch einen "was macht mich heute fröhlich" thread, aber mach wie du willst, spread the doom !

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • deine Gelassenheit ist mir ein Rätsel. Ne, also mich zermürbt recht vieles an dieser Welt. Klar ist alles sinnlos, aber ich müsste schon gefühlskalt sein, um gelassen über den ganzen Scheiß hinwegsehen zu können

    Mich "stört" auch vieles auf der Welt. Aber ich kann's weder ändern noch habe ich ständig das Bedürfnis meine Zeit dahin zu investieren. Da bastel ich mir lieber eine eigene fiktive Welt im Buch.

    Mit Gefühlen hab ichs auch nicht so, vielleicht ist das der Grund.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Fiktive Welten und Träume wenden meist so viel Kraft und Energie auf und werden trotzdem von der Realität durchlöchert, bis sie verblassen.

    Das Zwischenstadium hieße übrigens Realitätsverleugnung - das klingt doch wunderbar.

    Nie wieder Schule!

    Nein, aber deine Gemütsruhe ist auf jeden Fall vorbildlich.

    μολὼν λαβέ.

  • Ich wundere mich auch, wie man so sehr sich aufregen kann. Ne, ich wundere mich eigentlich gar nicht, aber ich wundere mich über die Menge, wie oft man sich so stark aufregen kann. Wegen irgendwelchen komischen Noten in der Schule würde ich mich maximal für einen Tag aufregen, sind ja eh nur ausgedachte Zahlen, die per Knobelsystem irgendwie zu einer Person passen sollen.

    Ich rege mich über Menschen auf, die in meiner Riechweite meinen zu rauchen. Aber dann bin ich weiter gelaufen und nach 5 Minuten wieder vergessen. Dann rege ich mich lieber über Dinge auf, die nicht änderbar sind, aber dennoch unmittelbar greifbar und mich beeinflussend.

  • Ich wundere mich eher darüber, wie man nicht oft angekotzt sein kann von dieser Welt?

    Ich meine, ist ja bewundernswert, wenn man sich mit den Dingen, die man ohnehin nicht ändern kann, abfindet und sie akzeptiert. Allemal besser (und gesünder) als das andere Extrem, nämlich zu so einem Wutbürger zu mutieren, der sich so sehr in seinen Ärger reinsteigert, dass er irgendwann den Schornsteinfeger abknallt oder sich mit seinen Nachbarn um einen über den Zaun hängenden Ast streitet.

    Und trotzdem ist da eben so dieses Gefühl der ständigen Ungerechtigkeit in dieser Gesellschaft... dass es einfach nicht gerecht zugeht, weil zu viele Arschlöcher anderen Menschen das Leben schwer machen, ohne dafür jemals zur Rechenschaft gezogen zu werden, während andere, die niemandem was getan haben, darunter leiden müssen und sich nicht wehren können, weil das "Recht" nicht auf ihrer Seite ist, oder sie noch minderjährig sind.

    Wie schafft man es, sich über sowas nicht aufzuregen?

    Man versucht sich richtig zu verhalten, keinem anderen Menschen auf den Sack zu gehen, niemanden zu stören und immer höflich zu sein...

    Und dann sieht man seinen Arsch von Nachbarn, der Sonntag morgen (gerade vor ner halben Stunde) nur weil er es lustig findet, ewig lang den Motor von seinem getunten Monstertruck aufheulen lässt, ohne dass es ihn im Geringsten kümmert, ob er damit die halbe Nachbarschaft aus dem Schlaf reißt.

    Oder diese Arschgeigen, die gestern um 0 Uhr mal wieder gemeint haben, Feuerwerk zu zünden und die ganzen Tiere aufzuschrecken, nur weil irgendeiner von ihnen Geburtstag hat und sie deshalb ja unbedingt der ganzen Welt mitteilen wollen, dass sie der Mittelpunkt der Welt sind und die Bedürfnisse anderer Menschen keinerlei Bedeutung für sie haben. Oder die Idioten, die meinen Lieblingsaussichtspunkt auf dem Hügel seit einigen Monaten regelmäßig zumüllen und ihre ganzen McDonalds-Tüten und Bierflaschen einfach da liegen lassen, ohne dass es sie kümmert..

    Dann wünscht man diesen Arschlöchern, dass sie mal richtig leiden um zum Nachdenken zu kommen. Dass dem Nachbarsproll sein Auto explodiert oder denen ihr verficktes Feuerwerk in der eigenen Hand hochgeht oder sie an ihren Hamburgern ersticken.

    Aber es passiert nicht. Diese Leute sind glücklich. Ok, hin und wieder kriegen sie natürlich auch Probleme, weil sie zu doof sind oder zu egoistisch, aber letztlich bleiben sie wohl bis an ihr Lebensende in diesem Mindset verhaftet, dass sie weder ihr Gehirn benutzen noch Rücksicht nehmen müssen auf andere, weil sie ja der Mittelpunkt des Universums sind und immer Recht haben.

    Und wenn ich darüber zu sehr nachdenke, regt es mich eben auf, dass ich so ein ohnmächtiger kleiner Wurm bin und nicht die Macht habe, ein bisschen regulierend bzw. "erzieherisch" einzugreifen. Ich würde mir sicher lustige Lernspiele ausdenken für diese Leute, ganz wie mein großes Vorbild...