Einkaufen

Es gibt 59 Antworten in diesem Thema, welches 18.072 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. Oktober 2021 um 10:11) ist von Celdur.

  • Seit Anbeginn der Pandemie konnte man gut beobachten welche Supermärkte eine beschissene Fuehrungeebene haben, und welche menschlich geblieben sind.

    Ich übe dahingehend keine Kritik beim Personal aus, können ja nichts dafür wenn sie die Anweisungen des Chefs wörtlich nehmen. Das würde nur zu noch mehr Angespanntheit führen denke ich.

    In meinen Lieblings Läden lasse ich aber hin und wieder eine positive Aussage da, weil ich mich in den anderen Läden wie dämlich behandelt fühle, wenn ich an der Kasse wegen des Preises moniere.

    Mich amüsiert es dann regelrecht, wenn die Kassiererin mit der einzelnen Bio Zitrone zurückläuft, weil sie es überhaupt nicht fassen kann dass das Teil keine € 1,29 kostet, obwohl die Computerkasse immer recht hat und der Kunde sowieso einen Scheiss weiß.

    Aus Österreich passender Witz dazu:

    "Wieso gibt's in Deutschland keinen BILLA?

    Weil die auch keinen Hausverstand haben!"

    ("BILLA! - sagt der Hausverstand", so der Werbeslogan)

    Egal was, Deutschland ist halt reichlich unentspannt in seinen Aktionen, fällt mir immer mehr auf.

    Trotzdem schreibe ich mir meistens einen Zettel, sonst vergesse ich dort angekommen durch die Reize was ich brauche.

  • Wie fühlt ihr euch eigentlich so beim Einkaufen? Beim Durchschreiten der Gänge, beim Rauspicken der Waren für den geplanten? Einkauf? Wie nehmt ihr eure Umgebung beim Einkaufen wahr? Wie ist es an der Kasse, wie fühlt ihr euch da so beim Rauflegen der Waren? Und schlussendlich beim Abkassieren bei der Kassiererin? Welche Worte spult ihr da runter? Die Standardworte? Oder seid ihr da flexibel?

    In meiner Jugend waren Supermärkte und Kaufhäuser Orte, die ich wegen Geldmangel, Langeweile und stets ohne einen Hauch von Reue beklaut habe.

    Meist zusammen mit meinem besten Kumpel, aber die kriminelle Energie ging doch eher von mir aus.

    Da gab es einige brenzlige Situationen, die ich zu unseren Gunsten entschärfen konnte und deshalb erinnere ich mich gelegentlich ganz gern daran, wenn ich z.b. diese Spiegel über den Kassen betrachte.

    Jahre später hatte ich aber auch schonmal Angst vor banalen Einkaufssituationen, weil ich mich ständig beobachtet oder sogar bedroht fühlte, das hielt aber nur kurz an und erledigte sich dann wieder, ich glaube das hab ich dir auch schonmal erzählt. Ich lege Sachen so aufs Band, dass ich ich sie später günstig ins Auto packen kann.

    Beim Einkaufen fühl ich mich oft vom Produktsortiment verarscht und bin vor allem von Menschen genervt, die meinen zielstrebigen, zügigen Einkauf durch Verhaltensweisen nach dem Motto "ich bin langsamer als du, aber ich bin vor dir, höhö" durchkreuzen. Ist manchmal wie auf der Autobahn, wo die Überholspur von riesigen Lastern verstopft wird, die unbedingt den Kollegen kilometerweit mit +0-5 km/h überholen müssen.

    Am "shopping" habe ich generell keinen Spass, es sei denn es geht um Sachen, die ich für meine Hobbys haben will. Ich amüsier mich aber stets gern mit zynischen Kommentaren über Menschen in den Läden, in die mich meine Frau manchmal mitschleift, ansonsten bin ich eher froh, wenn ich mit sowas nicht unnötig viel Zeit verplempere.

    Zu Menschen an der Kasse bin ich in der Regel freundlicher, als die es zu mir sind. Ich sage das wozu ich gerade gelaunt bin und zerbrech mir vorher nicht groß den Kopf. Roboterhaftes Verhalten der Angestellten hat mich früher manchmal geärgert, aber mittlerweile ist mir das scheiss egal, wie vieles andere auch, was nicht wirklich wichtig ist.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Unterm Strich ist Einkaufen ein notwendiges Übel. Dass Menschen irgendwie Spaß am Einkaufen empfinden können, kann ich gar nicht nachfühlen. Ich mag es, wenn ein Einkauf möglichst schnell erledigt ist. Der Bezahlvorgang an der Kasse (mit kurzem Wortwechsel) finde ich noch etwas irritierend, eben weil gefühlt fast alle das Gleiche sagen, ohne ein Hauch von Individualität. Könnte das aufbrechen, trau mich aber nicht. Insgesamt klappt Einkaufen besser, früher hatte ich Phasen, da hatte ich Angst davor. Aber da hatte ich ja auch Angst vor allen möglichen (sozialtechnischen) Sachen.

    Einen Freund zum Klauen hatte ich früher auch in der Jugendzeit. Sind dann aber doch mal beim Zigarettenklauen erwischt worden, da gabs Ansage von Eltern sowie ein Hausverbot von einem Jahr im beklauten Supermarkt, seitdem mach ich das nicht mehr.

  • Ich weiß noch dass ich mal Bettwäsche geklaut hatte. Ab in

    Rucksack damit und zum Notausgang hinaus, der offen stand.

    Im gleichen Laden dann Musikkassetten für über hundert Mark mitgehen lassen und draussen vom Hausdetektiv erwischt worden.

    Sein Spruch war: "Ich bin Hausdetektiv und du hast Pech gehabt".

    Das war mal ne coole Socke alter!

    Hatte aber beim Einpacken schon herumgetroedelt und konnte mich nicht entscheiden, da hab ich einfach so viele wie möglich eingesteckt.

    War auch mehr ein Frustklau weil mir meine Mutter den Ferienjob versaut hatte.

    Hab dort lebenslanges Hausverbot bekommen, und war vielleicht 1-2 Jahre nicht mehr drin, bis es von einer anderen Kette aufgekauft wurde.

    Später mal Hausverbot im einzigen Laden im Dorf bekommen, weil ich über die Chefin was blödes gesagt habe :D

    Danach durfte ich paar Kilometer mit dem Fahrrad zum Einkaufen ins nächste Dorf fahren.

    Das letzte Mal hatte ich ein Brötchen zuviel in der Tüte und hab das absichtlich nicht angegeben. Keine Ahnung wieso ich das tat, ich mag den Tante Emma Laden sehr.

    Vielleicht ist es nur der Kick der einen reizt, oder manches Mal auch einfach nur Frust rauslassen.

  • Ich habe ja noch das äußerste Privileg, nicht selber einkaufen gehen zu müssen. :D

    Gehasst habe ich es, seit ich denken kann: komische Waren, komische Menschen und meine Mutter, die niemals beim Nötigsten bleiben kann, vielleicht noch Bekannte antrifft, mit denen quatscht und mich, zehnjähriges, bettelndes und genervtes Mädel mitschleift. Ich bekam jedes mal nach spätestens zehn Minuten Kopfschmerzen.

    Heute gehe ich in der Regel nicht mit und der einzige Laden, in dem ich Stunden verbringen könnte und bei dem sich das Spielchen umkehrt, ist der Bücherladen.

    Edit: Was ich dabei denke? Vertieft an Gott und die Welt, warum es die gleiche Ware in zwanzig verschiedenen Marken gibt, warum die Anordnung im Laden so ist wie sie ist, warum mich die Person da hinten anglotzt und wann diese Alte da vorne endlich weggeht, damit ich mir das auch anschauen kann, während ich umhergehe und es so wirken lasse, als ob ich ganz und gar nicht da hin wollte.

    Altersgenossen zu sehen ist auch unangenehm.

    μολὼν λαβέ.

  • Das letzte Mal hatte ich ein Brötchen zuviel in der Tüte und hab das absichtlich nicht angegeben. Keine Ahnung wieso ich das tat, ich mag den Tante Emma Laden sehr.

    Gib doch zum Ausgleich deines Karmas nächstes Mal ein Brötchen mehr an als du hast. ;)

    6 Mal editiert, zuletzt von Celdur (17. September 2021 um 15:56) aus folgendem Grund: Beitrag hat Endstadium erreicht hoffe ich.

  • und meine Mutter, die niemals beim Nötigsten bleiben kann, vielleicht noch Bekannte antrifft, mit denen quatscht und mich,

    Da ich bei meinen Eltern wohne und regelmäßig mit meiner Mutter einkaufe, kenn ich diese Situation. Total in die Länge gezogener Smalltalk, während ich selber schon in Gedanken biertrinkend und zockend vorm PC hänge. Also schweigend die Konversation beobachten, aber dabei nicht so tun so wirken, als würde einem das Gesagte des Gesprächspartners der Mutter eigentlich völlig am Arsch vorbeigehen und dass man am liebsten einfach nur weiter nach Hause gehen würde. Naja, das sind wohl Probleme. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Celdur (17. September 2021 um 16:15) aus folgendem Grund: kleine Fehler. "So tun" war der falsche Ausdruck auch.

  • Gib doch zum Ausgleich deines Karmas nächstes Mal ein Brötchen mehr an als du hast. ;)

    hm ja kann ich tun, dann könnte ich es aber auch genauso gut ehrlich ansagen und das Geld zurückgeben.