Wir wissen auch, dass das kaputtgewirtschaftete Gesundheitssystem nicht in ein paar Monaten reformiert werden kann. Und wenn die derzeitige Tendenz anhält, werden es eben die Ungeimpften sein, die die Krankenhäuser über die Belastungsgrenze hinausführen. Was ist also die realistische Perspektive?
Hat man eigentlich mal Berechnungen darüber angestellt, wie viele Raucher die Intensivstationen der Krankenhäuser belegen? Wie viele Menschen nur deshalb ins Krankenhaus kommen, weil sie so dumm waren, allen Gesundheits-Warnungen zum Trotz Zigaretten zu konsumieren?
Wie kann es sein, dass wegen solchen verantwortungslosen Individuen wichtige Operationen von gesund lebenden Menschen verschoben werden müssen?
Wenn man nun also darüber nachdenkt, aus Angst vor einer Überbelegung der Krankenhäuser die Ungeimpften dazu zu zwingen, sich impfen zu lassen, könnte man ja genaugenommen ebenso darüber nachdenken, das (vermutlich mindestens genauso gefährliche) Rauchen komplett zu verbieten.
Und Alkohol trinken und Skifahren am besten auch noch. Es geht ja im Grunde auch schon in diese Richtung, wenn das Feuerwerk an Silvester verboten wird mit der Begründung, dass man dadurch eine Überbelegung der Notaufnahme verhindert. ![]()
Die Frage, die ich mir nur stelle, ist: Wollen wir wirklich, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung entwickelt?
Eigentlich wollten wir mal irgendwann doch eher, dass Gras legalisiert wird und vielleicht auch alle anderen Drogen. Aber wenn wir in diesem (Un-)Geist weitermachen, der heutzutage dank Corona die Gesellschaft ergriffen hat, dann werden bald noch ganz andere Eingriffe in unser Privatleben stattfinden, und alle werden wunderbar menschenfreundlich begründet werden können mit dem Schutz der Klinikmitarbeiter vor Überarbeitung oder dem Schutz der armen Polizeibeamten vor körperlichen Übergriffen, oder dem Schutz von Kindern im Internet vor Cybermobbing, oder dem Schutz vor was auch immer.
Ach nennt es doch wie ihr wollt. Ich nenne es trotzdem Faschismus. ![]()