Mich würde interessieren, was hier jeweils der Grund dafür ist, sich nicht impfen zu lassen. Sind es Bedenken bezüglich der Nebenwirkungen oder geht es ums Prinzip? Oder ist es eine Mischung aus beidem?
Mir geht es da schon in erster Linie ums Prinzip. Ich lasse mich nicht gern erpressen (auch wenn man natürlich ständig und überall erpresst wird in dieser Gesellschaft). Außerdem erscheint mir für mich persönlich Corona einfach nicht bedrohlich genug, als dass ich mich deswegen impfen lassen würde. Ich wäre ja auch nie auf die Idee gekommen, mich gegen Grippe impfen zu lassen. Einfach deshalb, weil ich eigentlich ein ziemlich gutes Immunsystem habe, seit Jahren nichtmal ne kleine Erkältung bekommen hab und die letzte Arztpraxis vielleicht vor zwanzig Jahren gesehen habe.
Wieso sollte ich bei Corona jetzt anders entscheiden, nur weil die Propaganda-Maschine hochgefahren wurde?
Die aktuellen Zahlen geben mir ja auch völlig Recht. Bei uns im Kreis gibt es ne Inzidenz von, keine Ahnung, irgendwas zwischen 20 und 30... und anscheinend muss aktuell kein einziger (!!!) Corona-Fall in den Krankenhäusern des Kreises behandelt werden. Da sollte der Politik vielleicht allmählich mal ein Licht aufgehen, dass diese ganze Panikmache jetzt, wo jeder Angehörige der Risiko-Gruppen die Möglichkeit bekommen hat, sich impfen zu lassen, durch nichts mehr zu rechtfertigen ist.
Trotzdem wird damit weitergemacht werden, so lange das Volk es sich gefallen lässt. Würde die AfD bei der nächsten Wahl 30 Prozent erreichen, würde die Seuche ganz schnell auch von CDU und SPD-Seite offiziell für beendet erklärt werden.
Aber so lang die Masse diesen Kurs unterstützt und die Leute brav zu den Tests rennen (und dann später auch noch bereitwillig selber dafür bezahlen), wären die Politiker ja blöd, wenn sie von einem Tag zum anderen damit aufhören würden, weil sie dann ja vielleicht auch zugeben müssten, dass sie damals überreagiert haben. Spätestens, wenn die große Klagewelle bei den Gerichten ankommt, würden sie sich unbequeme Fragen stellen lassen müssen, die man natürlich hinauszögern kann, wenn die Menschen in einer dauerhaften Alarmstimmung gehalten werden.
Für sonderlich gefährlich halte ich die Impfung jetzt nicht. Ich denke, für Angehörige der Risikogruppe und Leute, die Angst vor Corona haben, ist es ne super Sache.
Aber wie gesagt, anstatt jetzt den Geimpften und Nichtgeimpften unterschiedliche Rechte einzuräumen (oder auch nur darüber zu diskutieren), erschiene es mir ungleich logischer, jetzt einfach mal zu sagen: Durch die Impfung hat die Seuche für jeden, der davor Angst hatte, ihren Schrecken verloren. Das war damals das erklärte Ziel aller Maßnahmen... die Seuche so lang aufzuhalten, bis ein Impfstoff in Sicht ist. Jetzt haben wir ihn. Kein Grund mehr für irgendwelche Maßnahmen. Nicht mal mehr für die Gesichtswindel und dämliche Hygienestationen zur Reinigung der Einkaufswägen an jedem Supermarkt, die vermutlich noch keine einzige Infektion verhindert haben, aber den Leuten halt schön Sicherheit und Aktionismus vermitteln.