'Mein Kampf' tatsächlich zu lesen und ernst zu nehmen.
Hab die ersten 50-100 Seiten gelesen, bis ich gemerkt hab, worin sein Judenhass begründet war: Aus einem unzureichenden Einbllick in die biblische Lehre und antisemitischer Auslegungen. Es waren (Ich habs glaub letztens schonmal hier geschrieben) Vertreter einer bestimmten jüdischen, philosophischen Schule, die in der Bibel als Sinnbild für "Verstockte", also engstirnige, lieblose und selbstgerechte gestalten hergenommen wurden. Damit dann einzelne Individuen zu verurteilen ist genau das was passiert, wenn man meint, mit einer Ideologie das Maß der dinge in der hand zu halten.
Mit diesem Archetyp "Verstockt=Jude" wird ziemlich intensiv hantiert, nicht nur in "Mein Kampf". Was aber auch irgendwie naheliegt, da das Judentum das neue Testament ja nicht "assimiliert" hat und es fehlt deshalb imo ein wesentlicher Aspekt der Sache. Ob und inwieweit das jetzt aber auf ein Individuum zutrifft, das kann man wie gesagt nicht über einen Kamm schehren.
Ich selber würde mir gerne ein Bild davon machen, aber die Urtexte dieser pharisäischen Schule sind anscheinend verschollen. (Die haben heute die Illiminaten in ihren Tresoren versteckt ;-) )