Glaubt ihr dass ihr alte Seelen seid?

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 5.957 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. November 2025 um 19:57) ist von Shinobi.

  • ich habe da auch meine eigenen vorstellungen von alte seelen.

    für mich sind alte seele eher menschen denen innere werte und wahrheit immer wichtiger wird anstatt in der gesellschaft nach geld und ruhm und dem immer mehr zu streben.alte seelen haben das spiel der gesellschaft durchschaut und machen da einfach nicht mehr mit, weil sie erkennen dass es falsch ist.

    man könnte dass so erklären , dass sie das selber in ihren früheren leben durchgemacht haben und davon genug haben.

    ob dass wirklich so ist , weiss ich nicht

  • Also wenn ich keinen Seeigel essen mag, dann hat das mehr mit meinem Gespür im Hier und Jetzt zu tun, als dass ich früher schon mal gelebt hätte und deshalb instinktiv weiß, dass ich das nicht möchte.

  • Da ich an wiedergeburt glauben, tröstet mich manchmal der gedanke, dass ich eine alte seele bin.(falls es dass denn gibt)

    eine alte seele, die es satt hat immer wieder das selbe zu erleben und einfach nur ihre ruhe haben will in dieser kaputten welt.

    jedenfalls trifft wohl vieles auf euch zu, was man so von alten seelen sagt.

    wie ist dass bei euch, könnt ihr was mit dem gedanken anfangen?

    Ach für den Wunsch nach einem Rückzug aus "dieser kaputten Welt" braucht es doch keine "alte Seele". Wer braucht viel Ruhe? Alte Leute! Vor kurzem hab ich gelesen, dass die Zeit für Alte gefühlt schneller vergeht, weil immer weniger Interessantes in ihrem Leben passiert. Dass man immer wieder dasselbe erlebt und langsam die Schnauze voll hat, könnte also auch einfach nur eine Alterserscheinung sein, die überhaupt nichts mit spirituellen Themen zu tun hat. ;-) Die Idee, erkenntnisreicher als die anderen, sinnlos umherirrenden Jungseelen zu sein, weil man halt öfter wiedergeboren wurde, tue ich als unrealistisches und überhebliches Wunschdenken ab, das höchstens brauchbar ist, um sich selbst das Ego zu streicheln. Ich hab nichts dagegen, mir das Ego zu streicheln, aber nicht mit sowas.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Er ist Schamane und redet über spirituelle Themen , is mal interessant

    Das Video ist ähnlich aber hier erklärt er was anderes :

  • Als Buddhist glaube ich nicht an Seelen, aber ich glaube an Wiedergeburt (nicht verwechseln mit Reinkarnation). Ich sehe das wie Yatan, es schmeichelt halt dem Ego und daher glauben Menschen gerne an sowas, man kann sich dabei halt ganz toll besonders vorkommen, weil man ja nicht so eine dieser unreifen jungen Seelen ist, sondern so eine uralte mit haufenweise Erfahrung und Weisheit. Typischer Fall von spiritual bypassing. Aber natürlich kann jeder glauben was er will, dass mit dem ganzen Buddhismus Zeug rund um Karma und Wiedergeburten muss ja auch nicht jedem gefallen.

    Mir schwingt da halt bei solchen Sachen immer auch so eine gewisse Hyris mit, manche gehen sogar noch weiter und glauben nur wenige hätten überhaupt Seelen (natürlich gehören sie selbst zu dieser erlesenen Gruppe) sie sprechen dann dem Rest der Menschheit komplett ab eine Seele zu haben, diese Menschen seien einfach nur leere Hüllen, oft wird in dem Zusammenhang auch von NPCs gesprochen. Was auch oft in diesen esoterischen Szenen rumgeistert, ist diese Überzeugung es gäbe Auserwälte die zu mehr bestimmt seien als der Rest und natürlich glaubt jeder der das Erzählt selbst ein solcher Auserwählter zu sein oder zumindest zu den Eingeweiten zu gehören die zu den wenigen zählen die überhaupt über die Existenz solcher besonderen Wesen wissen.

    Auch dieser ganze Kram wonach man sich alles im Leben einfach Manifestieren kann etc. daran glauben halt komischerweise auch immer gerade nur jene Leute die bereits ein gutes Leben haben. Ist ähnlich wie mit Milliardären die sich einreden alles allein und aus eigener Kraft geschaffen zu haben und dass ja jeder seines glückes Schmied sei. Und dann gibt es da ja noch die Anhänger des reality shiftings welche davon ausgehen, dass Menschen entsprechend der Schwingungen die von ihrem Bewusstsein ausgehen in unterschiedliche alternative Realitäten aufsteigen oder absinken, diejenigen mit höherem Bewusstsein finden sich dann wieder in so einer parallelen Realität wo ein goldenes Zeitalter beginnt und der rest der Dafür nicht bereit ist bleibt zurück in einer Realität wo das Kali Yuga dominiert oder so ähnlich.

    ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
    Motoko Kusanagi

    2 Mal editiert, zuletzt von Shinobi (15. November 2025 um 23:39)

  • es kommt auch immer drauf an wie man sowas verarbeitet . Shinobi

    Ich denke es kann zu mehr Frieden mit sich selbst führen oder eben das Ego bläht sich auf, je nachdem wie man diese Themen verarbeitet .

    Aber das wird im Video ja auch schon gesagt .

    Dass es Leute gibt die komplett entgleisen und sich völlig überlegen fühlen gibt es sicherlich auch .aber dass heißt für mich nicht dass diese Themen völlig unsinnig sind

    Und An manifestieren usw glaube ich auch nicht

  • ich glaube an Wiedergeburt (nicht verwechseln mit Reinkarnation)

    Was ist der Unterschied?

    Ansonsten ist mir dieser Thread zu bullshittig.

    Ich hab dafür jetzt einfach mal Chat GPT bemüht, weil ich mir manchmal selbst nicht sicher bin ob ich die beiden Begriffe richtig herum andwende.

    Es gibt da aber auch innerhalb der verschiedenen Strömungen im Buddhismus unterschiede. Ich bin ja Anhänger der Theravada Ausrichtung welche auch am nähesten an den ursprünglichen Lehren des Buddha ist. Die Tibeter glauben soweit ich das richtig in Erinnerung habe schon an eine gewisse Reinkarnation, wenn z.b. der neue Dalai Lama gesucht wird und man glaubt, dass es sich dabei um dieselbe Person handelt wie alle vorangegangenen Dalai Lamas, eben dessen Inkarnation in einem neuen Körper.

    Es gibt auch sowas wie momentäre Wiedergeburt, also dass sich in jedem neuen Bewusstseinmoment ein völlig neues Selbst formt, und es somit kein solides Selbst gibt, nur sich bedingende Prozesse die mit einander interagieren und sich immer neu zusammensetzen. Es wird auch nicht gesagt es gäbe keine Selbst, wie oft von vielen Missverstanden wird. Das Selbst ist aber nichts eigenständiges das aus sich selbst heraus existieren kann, es ist nicht wesenhaft, unabhängig oder beständig.

    Falls es dich interessiert Gerd Scobel hat mal was zu Nagarjuna gemacht, so einem alten buddhistischen Gelehrten, der eine recht komplexe Philosophie vertrat, gerade sein Take zum abhängigen Entstehen kann hilfrreich sein kann, wenn man da ein besseres Verständnis haben möchte wie sich das Selbst immer neue verändert. Aber der gesamte Buddhismus ist generell nur schwer verständlich, außer wenn man sich damit tiefer beschäftigt hat und selbst praktiziert. Muss man aber auch nicht wenn es einen nicht interessiert. Zu Karma geistern auch zu viele Irrtümer herum um sie jedes Mal aus der Welt räumen zu müssen. Ich ziehe es daher mittlerweile vor, nur noch mit Buddhisten über Buddhismus zu unterhalten, die auch wirklich in der Lehre vertraut und gefestigt sind, da man sonst immer jedes Mal so weit ausholen und unmengen erklären und Missverständnisse korrigieren müsste.

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    Motoko Kusanagi

    2 Mal editiert, zuletzt von Shinobi (16. November 2025 um 17:50)

  • Noch ein letzter kommentar zu Buddhismus in diesem Thread, ich will das Thema nicht noch weiter unnötig derailen. Ich habe noch mal die KI bemüht, da es auch eine mögliche Lesart der buddhistischen Lehre gibt, welche sich überhaupt nicht mit metayphysischen Fragen auseinander setzt, wie der Frage ob wir nach dem Tod wiedergeboren werden und als was und unter welchen Umständen etc. Man kann die gesamte Lehre auch auf psychologische Weise interpretieren, ohne sich mit Fragen außerhalb des diesseitigen Lebens beschäftigen zu müssen. Karma sowie bedinktes Entstehen und alle weiteren essentiellen Aspekte der Lehre haben nach wie vor ihre Gültigkeit in dieser Auslegung, nur eben rein auf unser jetziges Leben bezogen.

    Zitat

    🌏 Die sechs Daseinsbereiche als innere Zustände

    In der traditionellen buddhistischen Kosmologie gibt es sechs Bereiche des Samsara. Neben der Vorstellung realer Wiedergeburten werden sie oft symbolisch interpretiert:

    • Höllenwesen (Naraka) → Zustände von extremer Wut, Hass oder Depression.
    • Hungrige Geister (Preta) → unstillbare Gier, Süchte, zwanghafte Begierden.
    • Tiere (Tiryagyoni) → Unwissenheit, Trägheit, Instinktverhalten ohne Reflexion.
    • Menschen (Manushya) → Balance von Freude und Leid, Fähigkeit zur Reflexion und Praxis.
    • Halbgötter (Asura) → Neid, Konkurrenzdenken, ständiger Kampf um Status.
    • Götter (Deva) → Glückszustände, Genuss, aber auch Selbstzufriedenheit und spirituelle Trägheit.

    Diese Deutung macht die Lehre unmittelbar relevant für das tägliche Leben: Wir „wandern“ nicht nur zwischen Leben, sondern auch zwischen inneren Welten Wikipedia Study Buddhism.

    🧠 Psychologische Lesart

    • Moderne buddhistische Lehrer wie Alexander Berzin oder Paul Dahlke betonen, dass die Bereiche als Metaphern für Geisteszustände verstanden werden können das-buddhistische-haus.de Study Buddhism.
    • Das „Rad des Lebens“ (Bhavachakra) wird so zu einer psychologischen Landkarte: Jede Emotion oder Haltung kann uns in einen bestimmten Bereich „hineinziehen“.
    • Diese Sichtweise erlaubt es, Wiedergeburt nicht nur als kosmisches Konzept, sondern als kontinuierliches Werden im Augenblick zu verstehen – jede Handlung und jeder Gedanke erzeugt eine neue „Existenzweise“ Loslassen lernen.

    📌 Bedeutung für die Praxis

    • Achtsamkeit: Indem wir erkennen, in welchem „Bereich“ wir uns gerade befinden, können wir bewusst gegensteuern.
    • Ethik und Meditation: Praktiken wie Mitgefühl (gegen Zorn), Großzügigkeit (gegen Gier) oder Weisheit (gegen Unwissenheit) helfen, aus den niederen Bereichen herauszutreten.
    • Motivation: Die menschliche Geburt gilt als besonders wertvoll, weil sie die Chance bietet, die Zustände bewusst zu reflektieren und den Weg zur Befreiung einzuschlagen.

    ✨ Fazit

    Die buddhistischen Wiedergeburtsbereiche sind nicht nur kosmologische Vorstellungen, sondern auch psychologische Archetypen. Sie beschreiben innere Zustände, die wir im Alltag erleben – von Wut und Gier bis zu Freude und Gelassenheit. Diese Interpretation macht die Lehre unmittelbar praktisch: Wir können schon im Diesseits erkennen, wie wir „wiedergeboren“ werden – in jedem Moment, durch unsere Geisteszustände.

    ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
    Motoko Kusanagi