Noch eine kleine Ergänzung: Der Titel des Threads lautet 'Antifakritik aus anarchistischer Perspektive'. Man könnte in diesem Zusammenhang den Spieß mal umdrehen: Anarchismuskritik aus antifaschistischer Perspektive. Tatsächlich hat sich seit den frühen 2000ern eine stärkere Hinwendung antifaschistischer Gruppen hin zum Marxismus vollzogen und so mancher ehemaliger Anarchopunkt ist zum Kommunisten geworden. Grund hierfür: Anarchos bekämen nix auf die Reihe, seien zu unorganisiert und unverbindlich etc. Da ist tatsächlich was Wahres dran, wenn wir konkret die aktiveren Gruppen und Netzwerke in Deutschland betrachten, die einen gewissen Organisationsgrad aufweisen. Dennoch fände ich es schön, wenn die schwarze Fahne im Logo wieder eine größere Rolle spielen würde - und das auch abseits irgendwelcher Anarchopunk-Subkultur.
Anarchistische Antifakritik
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Wenn sich jemand glaubhaft von der rechten Szene lossagt, ist das lobenswert und vor allem sehr mutig, denn ein glaubhafter Ausstieg setzt für mich immer voraus, dass er die Hosen komplett runterlässt, sprich auch seine ehemaligen Kameraden ans Messer liefert, Infos rausrückt etc. Nur so kann sichergestellt werden, dass er tatsächlich alle Brücken hinter sich abbricht und man sich nicht aus Versehen einen 'Doppelagenten' ins Haus holt. Ich rede jetzt konkret von Ex-Nazis, die tatsächlich die Seiten wechseln. Persönlich habe ich sehr selten 'echte' Aussteiger erlebt, die tatsächlich auch ihre Gesinnung ändern. Aber die 'echten' Fälle sind sehr viel Wert und ich habe auch schon Leute beim Ausstieg unterstützt.
Hat er getan ...
Und natürlich macht Antifa nur Sinn, wenn man auch die gesellschaftlichen Entwicklungen ins Visier nimmt, die den Aufstieg des Faschismus begünstigen. Aber dennoch sehe ich die 'Antifa-Identität' heute eher kritisch - soll heißen, Antifaschismus ist eben nur ein Teilbereich, aber es ist wichtiger, seine konkreten politischen Überzeugungen deutlicher zu formulieren, anstatt primär 'Antifa' sein zu wollen -denn dahinter kann vieles stehen, vom Juso bis hin zum Maoisten oder Anarcho-Punk.
Mitläufertum ist im konkreten Fall immer ein Problem, sobald wir von Subkulturen bzw Jugendkulturen sprechen. Die politische Überzeugung wird zum Code für junge Menschen, die auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit sind. Das ist eben eine sehr zwiespältige Sache. Einerseits kannst du vielleicht so besser Leute rekrutieren, aber letztlich sollte klar sein, dass es nicht um individuelle Sinnsuche, sondern um die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse geht.
Absolut ...
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Die Sache mit den 'Antifa-Aussteigern' ist auch recht putzig. Es gab ja tatsächlich den Ansatz der Behörden, 'Aussteigerprogramme' für 'Linksextremisten' zu fördern, inkl. Rufnummer, an die man sich wenden konnte. (Es gibt Leute, die sich einen Spaß daraus gemacht haben, da anzurufen ;))
Letztlich zeigt das eben den völlig verdrehten Blick von Außenstehenden auf linke Gruppen. Aussteigerprogramme machen dort Sinn, wo Menschen, die aussteigen, mit Repressionen rechnen müssen - wie es eben bei Neonazis und Islamisten der Fall ist. Wer aus linken Gruppen 'aussteigt' , ist mit sowas nicht konfrontiert und benötigt dementsprechend auch kein 'Aussteigerproramm'. Manchmal fragt man sich wirklich, was an staatlichem Handeln Diffamierungsversuche und Kriminalisierung, und was tatsächlich einfach reine Ahnungslosigkeit ist. Nennen ließe sich auch der Versuch, irgendwelche 'Anführer' oder 'Rädelsführer' ausfindig zu machen - autonome Organisierung ist eben etwas, das Bullen und Juristen nicht in ihre beschränkten Köpfe hineinbekommen.
Aber klar, Antifa ist natürlich sehr 'Mainstream', wie wir derzeit am Antifa-Ost-Verfahren bzw. im Fall von Lina sehen.
Lina E. vor Gericht: Der starke Staat will es wissenEs wird der bedeutendste Prozess gegen Autonome seit Jahren: Ab Mittwoch stehen die Leipzigerin Lina E. und drei Mitangeklagte vor Gericht.taz.de -
Bzgl. des von mir geposteten Videos, der Typ ist kein Antifaausteiger sondern noch aktiv.
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da die ANTIFA
nicht wirklich durch Hierarchien gekennzeichnet ist.
Was es Kapitalisten und dem establishment umso leichter macht, sie zu instrumentalisieren.
. Die Kritik daran, dass die ANTIFA heute nur noch Söldner der Globalisten sind, halte ich für derart lächerlich.
Kannst du machen. Ich denke aber, dass es da mehr gibt, als rein zufällige Überlappungen.
Wir leben hier im offenen Psycho- und Informationskrieg und hier hüpfen immer noch ein paar mimosen mit rosa brille rum - "Mimimi, verschwörugen gibts doch gar nicht... und wenn ich dreimal mit dem fuss auf dem boden stampfe dann ist das auch so!"
Dir ist schon klar, dass du damit verloren hast, bevor du Scharmützel sagen kannst?
Ich will dich hier auch nicht belehren oder sowas, mir will es nur nicht in den Kopf, wie man als anarchist und antifa sympathisant der regierung so dermassen unkritisch in die Tasche reden kann... Hast du auch Verbindungen zu den autonomen linken? Was geht denn mit denen eigentlich? Werfen die ihre Ziegelsteine jetzt covidioten an den Kopf? XD
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Genauso kann man es deuten, dass die Geimpften vor den Ungeimpften in ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit
nicht geschützt sind.Das ist eben nicht so: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Recht auf unmittelbare körperliche Unversehrtheit.
Du wirst doch wohl zustimmen, dass konstruierte Eventualitäten ala "Wenn der krank wird und wenn der dann ansteckend ist und wenn ich mich anstecke und wenn ich (oh wunder) krank werde und wenn ich das dann nicht gut vertrage und daran sterbe, dann muss der aber diesen impfstoff nehmen, um mich zu schützen" Da sind eine Menge wenn und dann's drin und das kann doch nicht das gleiche Gewicht haben, wie eine aus ganz anderen Gründen als dem Schutz des Lebens sehr relevanten REcht auf körperliche Unversehrtheit.
Ich sage: Wenn du das Fass "auf den Wink von Bigpharma staatlich zwangsverordnete Medizin" einmal aufmachst (ganz abgesehen davon, dass du damit gegen den Nürnberger Codex von 45 verstösst, womit wir dann oh wunder wieder beim thema holocaust "verharmlosung" wären...) dann wirst du auf kurz oder lang medikamente und scheisse in deinem Körper haben, wo die 124te covid impfung eine kneipkur dagegen ist. Die Qualität der Medikamente wird sinken und man wird dich zwingen alles mögliche an Pharma Produkten zu konsumieren - aus reiner profitgier.
Bei mir ist bei einer Zwangsimpfung ganz klar eine ganz rote Linie überschritten und ich frage mich ernsthaft, ob das thema bei mir nicht ganz böse eskalieren wird. Eine Patientenverfügung für solche Fälle liegt schon lange beim Hausarzt aber die Kentniss darüber hat bisher offizielle Stellen davon abgehalten mich anzugehen. Bei dem Corona Wahn wird das anders laufen befürchte ich.
Also ich möchte nicht in so einem Pharma Faschismus leben. Bisher haben die bei all ihrer Radikalität noch die freie Marktwirtschaft als regulator. Wenn die einmal anfangen zwangszuverordnen - oh weia...
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Werfen die ihre Ziegelsteine jetzt covidioten an den Kopf?
Dir schon ... Wenn du weiter solch einen Unfug schreibst. Außer heißer Luft mal wieder nix los bei SeeBee.
Bring doch einfach zur Abwechslung mal paar Argumente und was stichfestes, anstatt wieder mit vielen Worten eigentlich nix zu sagen.Wie kommst du zB darauf, dass ich nicht regierungskritisch bin, wie kommst du darauf, die AF wäre nicht regierungskritisch. Bei beiden Punkten habe
ich nur deine Anschuldigung gehört und das du so denkst, aber NICHT, woran du das festmachst. Aber wenn man dich so wie Unmensch oder Lonewolf
das schon öfter taten, dann bittet konkret zu werden, kommt halt meißt nix. Ich bin dennoch gespannt.
Das ist eben nicht so:
Natürlich ist das so. Sehen auch genügend andere Menschen so. Warte, die Mehrheit der Bevölkerung sieht das so. Die sind nämlich ganz schlimm böse unkritisch
der Regierung so gegenüber und so.
Du wirst doch wohl zustimmen, dass konstruierte Eventualitäten ala "Wenn der krank wird und wenn der dann ansteckend ist und wenn ich mich anstecke und wenn ich (oh wunder) krank werde und wenn ich das dann nicht gut vertrage und daran sterbe, dann muss der aber diesen impfstoff nehmen, um mich zu schützen"
Genauso, aber haargenauso konstruiert du doch auch deine Angst vor dem Impfstoff. Oder ist es bei dir etwa wie bei einem Kleinkind welches seine Suppe nicht
essen will, weil es bockig ist?
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aber NICHT, woran du das festmachs
Das schliesse ich aus den Narrativen die du sowie Unmensch übernehmt. Diese würden gar nicht existieren ohne dass sie dir jemand in den Kopf scheisst. Weil ihr da so schön konform innerhalb des zulässigen Meinungskorridors lauft. (EDIT: Deshalb schokiert mich dass ihr als Anarchisten so dermassen obrigkeitshörig seid)
Natürlich ist das so.
Siehst du, wenn du sagst, dass ich nicht argumentiere dann liegt das wohl daran, dass du die argumente ausblendest. Auf das argument "recht auf unmittelbare körperliche vs. konstruierte Abhängigkeiten" bist du nicht eingegangen. Stattdessen bringst du das argument von 1000 mücken die scheisse fressen. Ist das für dich ein argument?!
Kürzlich hat einer argumentiert, dass individuelle rechte niemals durch mehrheitsentscheidungen abgeschafft werden können.
Das andere: Es geht eigentlich niemand einen der grund an, weshalb man sich nicht impfen lassen will. Das wurde nur von der deutungshoheit nun verdreht und da wird noch einiges mehr verdreht werden. Die Leute sind jetzt schon drausen, aber das wird mit sicherheit noch viel extremer werden. Aber keine sorge: Mit der Blödheit ist es wie mit dem Tot sein: Man selber merkt es nicht, aber die anderen belastet es ;-)
Heute hab ich nen zitat gesehen von irgendso einem spezialisten der meinte, noch vor 3 Jahren hätten sich 95% klar gegen so ein gen-gepansche entschieden und wie toll das doch wäre, dass die pandemie für innovationen offen macht.... XD
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deine Angst vor dem Impfstoff. Oder ist es bei dir etwa wie bei einem Kleinkind welches seine Suppe nicht
essen will, weil es bockig ist?
In einem anarchistischen (bzw. dem nahestehenden) Forum

Dabei hat doch heute nahezu jeder Konservative kapiert, dass man Kindern kein Essen reinpressen darf. Und "bockig" auch nichts ist, was sanktioniert werden muss.
Die Welt hat sich diesbezüglich (Kindererziehung) deutlich gewandelt - mit Dank an die antiautoritätren/anarchistischen Menschen der 68er-Bewegung, die einfach mal andere Werte praktiziert hatten.
Vielleicht sind viele "Linke (bzw. Antifas)" tatsächlich auf dem Rückweg zu einer autoritären Gesellschaft....
Während "Konservative" die Werte der letzten 40 Jahre erhalten wollen....
....wäre eine interessante These.
Impfen, Kind, Suppe nicht essen ..... der Vergleich lässt tief blicken, sorry.
Ja - da wird man sehr gerne "bockig". Man muss geradezu bockig werden!
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Ist dir schonmal aufgefalen, dass "DIE ANTIFA" sehr oft mit Ironie und Sarkasmus in ihren Bildern arbeitet?
Du meinst in etwa ähnlich, wie Ironie und Sarkasmus bei Demonstranten mit Ungeimpft-Armbinde bzw. Ungeimpft-Markierung?
Dann müsste die Antifa entsprechend tolerant dazu eingestellt sein.
Ich sehe es diesbezüglich so....
--> Man ist sehr gerne "ironisch" und "sarkastisch" gegenüber anderen Gruppen. Hier lässt man sehr gerne fünfe gerade sein.
--> Aber wehe die eigenen Werte werden ironisch, sarkastisch angegriffen. Dann fordert man gerne die Höchststrafe.
Das betrifft nicht nur die Antifa. Aber die Antifa spielt bei dieser Engstirnigkeit/Intoleranz ganz oben mit.
Anderes Beispiel bezüglich dieser Doppelmoral der Intoleranz...
Die Antifa (und andere Gruppen) beschweren sich, dass die Demonstranten die gegen die Maßnahmen demonstrieren Nazi-Verharmlosung betreiben. Z.B. durch besagtes Ungeimpft-Zeichen oder durch Rufe "keine Diktatur" etc.
Ich war früher oft auf Antifa-Demos. Blockierte die Polizei den Demozug wurde geschrien: "Polizei = SA/SS"
Und die Texte von Slime kennen wir hier doch sicher alle. Diese Musik war stets Begleiter auf den Demos.
Das alles war und ist Nazi-Verharmlosung, denn die heutige Polizei ist natürlich nicht die SS (die SS wäre mit der Demo anders umgegangen).
Diese Form der Nazi-Verharmlosung war/ist für die Antifa völlig ok und wird vermutlich nicht mal als solche erkannt.
Nazi-Verharmlosung geht quer durch ALLE gesellschaftlichen Gruppen.
Aber man schont stets die eigene Gruppe mit Kritik und schimpft wie ein Rohrspatz auf die "andersdenkenden" Gruppen.
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