"The medium is the message." Wenn ich mich damit zufrieden geben will, dass ich in meinen höchst-persönlichen Belangen ("Gesetze" gelten für jeden, auch für mich persönlich) nur ein Mitspracherecht von 1/8.000.000 oder 1/80.000.000 habe, dann mache ich ein Kreuzchen auf ein Zettelchen und geben meinen vernachlässigbaren, im statistischen Rauschen untergehenden, Bruchteil der Stimme des Volkes dem geringsten Übel. Und signalisiere damit gleichzeitg, dass ich mit genau diesem Umstand auch einverstanden bin und mich adäquat vertreten fühle. Tatsächlich jedoch finde ich, dass Volksvertreter, mit dem Großteil des Volkes ziemlich wenig gemeinsam haben, jedenfalls mit Sicherheit nicht die gleichen politischen Interessen.
Jede Entscheidung einer Gruppe, die nicht auf dem Konsens aller Gruppenmitglieder beruht ist um Grunde Unterdrückung und Beweis dafür, dass die Organisationsform _für diese spezielle Konstellation an Menschen_ nicht hinreichend gut funktioniert. Sobald ein einziges Gruppenmitglied in einer Entscheidung übergangen wird, schwächt das bereits den Zusammenhalt und die Effektivität der ganzen Gruppe. Mir ist klar, dass sich eine auf Konsens basierende Organisation des Zusammenlebens für 99% der Menschen völlig utopisch anhört, aber für mich ist das ist auch nicht verwunderlich, wenn es weitestgehend normal ist, nicht einmal mit sich selbst klar zu kommen, ohne sich, in welchen Formen auch immer, immer wieder an anderen abzureagieren. Und dazu gehört über-genaugenommen schon, sich ein billigst in Fernost von Kindern zusammengenähtes T-Shirt zu kaufen.
