Update zur Corona - Lage

Es gibt 2.035 Antworten in diesem Thema, welches 494.493 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. April 2024 um 10:44) ist von Lonewolf.

  • Was soll so eine Frage? Natürlich habe ich mir das durchgelesen.

    Ich sehe es auch so, dass man etwas Gutes in Lauterbachs Argumentation sehen kann "schlechte Kliniken schließen".

    --> Sein Versprechen an uns war: "Gesundheit wird dadurch nicht eingeschränkt"

    Nun hatte ich aber auch die Überschriften zu den Versorgungs-Notständen gepostet, insbesondere ab 2016 gings richtig los.

    Damit hat Lauterbach versagt!

    Das Gesundheitssystem hat sich NICHT verbessert. Nein, im Gegenteil: verschlechtert.

    Ich will Ergebnisse sehen! Oder will Du gerne nochmal 8 Jahre warten, in der Hoffnung, dass sein Konzept aufgeht?

    Dein Satz "alle sind diesem System unterworfen" rechtfertigt fatale (und korrupte) Handlungen einzelner Politiker.

    Was willst Du uns damit sagen? --> alles egal? lass uns alles hinnehmen und immer so weitermachen?

    Hier (nochmal) das Ergebnis der Politik von Lauterbach und Co:

  • Nochmal für dich zum mitschreiben!

    WIR HABEN KAPITALISMUS!

    Das einzelnen Gesundheitsministern in die Schuhe zu schieben ist halt auch am Ende sehr einfach.

    Bisher haben wir in Deutschland uns als kollektive Kapitalismusprofiteure doch auch nicht beschwert.

    Dein Satz "alle sind diesem System unterworfen" rechtfertigt fatale (und korrupte) Handlungen einzelner Politiker.

    Zeige mir, wo sich Lauterbach oder andere Politiker im Gesundheitssektor korrupt Verhalten haben.

    Da sehe ich zB eher eine Frau Glöckner, die trotz besseren Wissen immer noch Glyphosat zulässt oder

    Praktiken der Landwirtschaft noch immer mal für ein paar weitere Jahre erlaubt, damit die arme Industrie sich darauf einstellen kann.

    --> Sein Versprechen an uns war: "Gesundheit wird dadurch nicht eingeschränkt"

    Du glaubst Versprechen von Politikern. Dann bist du wirklich naiv ...

    Was willst Du uns damit sagen? --> alles egal? lass uns alles hinnehmen und immer so weitermachen?

    Der Kapitalismus muss weg. Das will ich damit sagen. (Wird ja aber sobald nicht passieren)

    Kritik an Einzelpersonen ist sinnlos. Ich würde meinen Arsch verwetten, dass du an Lauterbachs stelle genauso handeln würdest.
    Innerhalb eines begrenzten Rahmens Dinge zu verlangen, die gewissermaßen außerhalb dessen liegen ist halt nunmal nicht möglich.

    Es wird eine humane Betreuung im Gesundheitssektor verlangt. Wie soll das im Kapitalismus gehen?

    Dem Kapital ist der Mensch egal. Das ist schon seit jeher so. Nur die Auswirkungen sind halt immer deutlicher zu sehen

    und es trifft langsam aber sicher immer deutlicher auch die einst noch fröhlichen Kapitalismusprofiteure und nicht nur

    die Ärmsten dieser Welt, die schon seit Hunderten von Jahren in die Röhre schauen ...

  • Halten wir also fest: die Intensivstationen waren damals schon unterversorgt. Am Gesundheitssystem muss dringend etwas gemacht werden, das stand auch schon weit vor der Pandemie außer Zweifel.

    Inwiefern das jetzt Schwurbeleien zu Corona legitimieren soll, erschließt sich mir jedoch nicht. Jede Seite hat ihren Part zu erfüllen, nicht nur immer die anderen oder "die da oben", die gefälligst mehr Intensivbetten schaffen sollen. Dann ist nämlich Corona lediglich in unserer Wahrnehmung weg, nicht jedoch in der Realität. Aber bezeichnend, dass die Schwurbler jetzt schon fehlende Vertuschungsmaßnahmen kritisieren, dabei aber gar nicht merken, dass es die einzigen Grundlagen für ihren Quatsch sind, weshalb sie dieselben Quellen auch gerne doppelt und dreifach verlinken.

  • Irgendwie überzeugt mich das jetzt nicht so. Auch wenn wir im Kapitalismus leben, gibt es durch aus Wege, durch sinnvolle Gesetze, das Leben erträglicher zu machen. Und wenn sich jetzt ein Politiker vor allem dafür auszeichnet für Neoliberalisierung einzustehen, dann kann man ihm das durch aus auch übel nehmen. Zum Beispiel die Protagonisten der Harz 4 Reformen, ein Ronald Reagen eine Margaret Thatcher, lebten zwar vielleicht im Kapitalismus trotzdem haben sie den Kapitalismus noch mal deutlich schlimmer gemacht und dafür sollte man sie auch zur Verantwortung ziehen. Es kommt mir so ein bisschen so vor als ob du ein unzureichendes System als Entschuldigung für schlechte Politik benutzt. Man kann auch in einer nicht Optimalen Umgebung Sachen schlechter oder besser machen.

    Inwieweit das jetzt alles auf Karl Lauterbach zutrift weiß ich nicht. Dafür kenne ich mich mit dem Gesundheitssystem nicht gut genug aus. Ich finde nur, dass das Argument mit dem Kapitalismus ein bisschen schwach ist.

  • Die genannten Beispiele sehe ich ebenfalls so.

    Sag mir bitte, was du im Gesundheitssektor mit den jetzigen Bedingungen ändern würdest ...

  • Die genannten Beispiele sehe ich ebenfalls so.

    Sag mir bitte, was du im Gesundheitssektor mit den jetzigen Bedingungen ändern würdest ...

    Ich denke jetzt gerade kann man nicht viel machen, durch die Pandemie müssen wir mt unserem Gesundheitssystem durch. Zumindest ich sehe kein einfache Lösung wie man in den nächsten Jahren einfach so das Gesundheitssystem wieder aufbaut. Ich denke auch nicht das es Sinnvoll ist Dauerhaft die nötigen Kapazitäten für eine Pandemie aufrecht zu erhalten.

    Aber von dem ganzen abgesehen, was ich auf den Weg bringen würde wäre eine Maximalarbeitszeit für Pfleger von 6 Stunden, pro Tag (30 Stunden Woche), bei natürlich gleich bleibender Bezahlung. Ich denke Arbeitszeitverkürzung, ganz abgesehen davon das ich sowas so oder so für etwas Sinnvolles halte, ist der einzige Weg den Pflege Beruf Attraktiver zu machen. Denn selbst man nur die Löhne erhöht, den Stress und die Körperliche Belastung macht glaub ich niemand auf dauer mit. Vor allem wird man ja auch nicht Pfleger wegen dem Geld. Und klar in Notfällen wie in einer Pandemie kann es vielleicht auch mal sein das solle Regelungen ausgesetzt werden, aber dann nur über einen Zeitraum und nicht als einzige Maßnahme. Wenn Pfleger dann zum Beispiel in einer Welle, für 2 Monate 40 Anstatt 30 Stunden arbeiten würden, dann hätte man schon eine 33% Effektivitätssteigerung. Das ist ja schon mal ziemlich viel, womit man einiges Wahrscheinlich abfangen kann.

    Was man natürlich dann auch braucht sind Gastarbeiter, für die Pflege, beziehungsweise Migration. Das bleibt uns aber sowieso nicht erspart wegen dem Steigendem Alter in Deutschland.

    Um aber jetzt spezifische Vorschläge bezüglich der Organisation in Krankenhäuser zu machen kenne ich mich aber zu wenig aus.

  • Nochmal für dich zum mitschreiben!

    [....]

    Du glaubst Versprechen von Politikern. Dann bist du wirklich naiv ...

    Die nächste Arroganz und die nächste Unterstellung/Verdrehung.

    Was bedeutet "Diskussion" für Dich?

    Sieg oder Niederlage?

    Konkurrenzkampf?

    Erzähl mir, was Du bei Deinem Diskussionspartner erreichen willst.

    Für mich bedeutet "Diskussion" einen gemeinsamen Nenner zu erreichen. Und man sollte respektvoll bleiben.

    Manche Kontroversen bedürfen einer längeren Klärung. Das ist nicht schlimm, solange man respektvoll bleibt.

  • Für mich bedeutet "Diskussion" einen gemeinsamen Nenner zu erreichen.

    In welcher Traumwelt lebst du? Weder mit Nazis, Kinderschändern, Schwurblern oder diversen anderen fragwürdigen Gruppierungen, will ich jemals einen "gemeinsamen Nenner" erreichen.

    Einmal editiert, zuletzt von Unmensch (14. Dezember 2021 um 17:01)

  • Lassen wir mal Lauterbach außen vor und nehmen uns eine weitere Person, die ähnlich wie Lauterbach eingestellt ist:

    Die Wissenschaftlerin und Virologin Brinkmann.

    Melanie Brinkmann im Frühjahr 2021:

    Es erfordere jetzt "eine konsequent durchgesetzte Kontaktvermeidungsstrategie, um die Zahlen sehr schnell zu senken. Damit ließe sich die 7-Tage-Inzidenz zügig unter 10 drücken."

    Würde man tatsächlich bei Zahlen knapp unter 50 wieder öffnen, würden die Infektionszahlen prompt wieder nach oben schießen, dafür müsse man nur in andere Länder wie Irland blicken, so die Virologin. Brinkmann beruft sich auf Hochrechnungen des "No Covid"-Papiers, die zu dem Ergebnis kamen, dass 180.000 Menschen in Deutschland unter 60 Jahren das nächste Frühjahr nicht erleben würden. "Auch Kinder würden sterben."

    QUELLE: https://www.stern.de/gesundheit/-da…n-30365226.html


    Brinkmann hatte 180.000 Tote unter 60 Jahren prognostiziert, wenn man ihrem Anliegen nicht folgen würde.

    Ihr wurde nicht gefolgt.

    Die Zahl der Toten unter den 60 jährigen: 700

    Fazit:

    Brinkmann lag als Wissenschaftlerin falsch.

    In der Öffentlichkeit fallen solche Fakten meines Erachtens unter den Tisch....

  • Die genannten Beispiele sehe ich ebenfalls so.

    Sag mir bitte, was du im Gesundheitssektor mit den jetzigen Bedingungen ändern würdest ...

    Ich behaupte mal, dass es in Bezug hierauf schon eine Menge Konzepte und Forderungen von Menschen gibt, die sich im System bewegen. Zu der konkreten Frage gibt's doch genug Antworten bzw. mögliche Ansätze.

    https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Politik/Bundesaerztekammer_Kernforderungen.pdf

    Als Laie würde ich eben mal ganz platt fordern, dass die Kräfte, die nicht in dem Beruf arbeiten wollen, wieder angeworben werden mit entsprechend hohen Anreizen. Wenn das dann bedeutet, dass die Beiträge erhöht werden, sollte das auch vermittelbar sein, wenn man konkrete Resultate sieht.

    Es geht doch im Kern darum, dass die Überlastung des Systems vermieden wird - genau darauf muss der Fokus liegen. Gleichzeitig wollen wir, dass die Freiheitseinschränkungen ein Ende finden. Natürlich ist Gesundheitsversorgung keine private oder individuelle Veranstaltung, sofern man von anderen behandelt werden will. Nur gilt das für auch für jede andere Dienstleistung. Freiheiten einzuschränken, nur weil eine Dienstleistung nicht mehr erbracht werden kann, lässt sich meines Erachtens überhaupt nicht in der Form rechtfertigen, wie dies gegenwärtig geschieht. Und ich rede hier nicht von der juristischen Komponente, sondern vom gesellschaftlichen Diskurs, der teilweise mit einem gezielt antiliberalen Tonfall geführt wird. Es hat nichts mit 'Egoismus' zu tun, wenn man keine Einschränkungen hinnehmen will. Dieses Moralisieren ist wiederum nur ein Ablenkungsmanöver, ebenso wie das Gerede von 'Solidarität'. Solidarität kann nicht verordnet oder bei Nichteinhaltung sanktioniert werden, sondern sie ist ein freiwilliger Akt.

    Insofern ist der Fokus auf die Gesundheitsversorgung im Grunde die einzige sinnvolle politische Option nicht nur in Pandemiezeiten. Klar, Impfen ist ein zentraler Faktor, aber ich behaupte nach wie vor, dass dies auch ohne Zwang gehen muss. Die andere Seite von Freiheit und Individualität ist dann eben auch die Eigenverantwortung, die dann mitunter bedeutet, dass die individuelle Versorgung nicht mehr sichergestellt wird. Wie gesagt, so konsequent sollte man dann auch sein, sofern das System auch bei Reformierung nicht genug Kapazitäten aufweist.

    Why do we fall?