Update zur Corona - Lage

Es gibt 2.035 Antworten in diesem Thema, welches 494.397 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. April 2024 um 10:44) ist von Lonewolf.

  • Sind Impfverweigerer unsolidarisch? Ja. Stellt diese Schlussfolgerung eine Berechtigung dar, den Grundsatz der medizinischen Selbstbestimmung aufzuheben? Nein.

    Marc, davon redet doch auch niemand. Soll doch jeder unsolidarisch sein, wie er will. Soll sich jeder der Spritze entziehen, wie er will. Aber bitte dann auch akzeptieren, wenn die Gesellschaft, von der man nichts wissen will, sich ihrerseits genauso abspaltet.

    Wenn also 1G kommt, dann sollte man auch die Konsequenzen für seinen "Grundsatz der medizinischen Selbstbestimmung" wahrnehmen, dafür einstehen und nicht direkt losjammern, dass das jetzt aber echt fies, total ungerecht und ziemlich unsolidarisch ist.

  • nö, es ist nur unlogisch.

    Aber in der Politik war noch nie etwas logisch. :cookie:

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Aber bitte dann auch akzeptieren, wenn die Gesellschaft, von der man nichts wissen will, sich ihrerseits genauso abspaltet.

    Aber dann bitte auch akzeptieren, wenn Nena sich ebenfalls von der Gesellschaft abspaltet und ihre Konzertbesucher auch ungeimpft auf ihre Konzerte lässt. :D Wird ja keiner gezwungen, da hin zu gehen. Die feine 1G-Gesellschaft kann von mir aus in ihren Supermärkten so lange 1G-Pflicht einführen, wie sie will. Aber wenn sie gleichzeitig durch Zwangsmaßnahmen verhindert, dass nebenan ein alternativer Supermarkt aufmacht, der jeden willkommen heißt, dann wird es eben wieder faschistoid, und hat absolut nichts mehr mit "soll doch jeder machen, wie er möchte" zu tun. Sondern eben das genaue Gegenteil: "Mach, was wir dir sagen, oder du wirst verhungern, weil wir alle alternativen Möglichkeiten zerstören werden."

  • Sondern eben das genaue Gegenteil: "Mach, was wir dir sagen, oder du wirst verhungern, weil wir alle alternativen Möglichkeiten zerstören werden."

    Nur noch mal zur Erinnerung: die Menschheit hat tausende von Jahre ohne Supermarkt überleben können. War natürlich etwas aufwendiger und nicht so komfortabel wie man es in der Wiege der Gesellschaft hat, wo einem die Waren fein säuberlich in Regalen aufgereiht werden und man nur zugreifen muss. Doch das ist dann halt die Kehrseite der Medaille, wenn man auf die Solidargemeinschaft scheißt und nichts von ihr wissen will, aber bitteschön das Essen weiter von ihr auf den Teller gelegt bekommen möchte.

    Einmal editiert, zuletzt von Unmensch (13. Oktober 2021 um 12:52)

  • Ach Brot ist auch gut. Und ich habe soooo viele Felder um mich herum.

    Verhungern werde ich nicht, mal n nettes Pläuschchen mit dem Bauern nebenan und das Problem ist gelöst.

    Von Liefermöglichkeiten mal ganz abgesehen ;)

    Andererseits hoffe ich ja immer noch, dass mich das Virus so richtig dahinrafft. Ich wollte schon immer mal sterben.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Ach Brot ist auch gut. Und ich habe soooo viele Felder um mich herum.

    Verhungern werde ich nicht, mal n nettes Pläuschchen mit dem Bauern nebenan und das Problem ist gelöst.

    Dian scheint mir weder der Typ, der selbst sein Brot knetet und sich ausschließlich davon ernährt, noch dass er sich mit dem Bauern von nebenan bei einem "netten Pläuschchen" unterhält. ;)

  • Na, aber wenn man immer gebetsmühlenartig darauf verweist, dass diejenigen, die über die Gesellschaft meckern, auch nicht die Annehmlichkeiten dieser Gesellschaft nutzen sollen... dann muss man diesen Menschen auch einen Platz zugestehen, an dem sie sich alternativ entfalten können. Bin mir sicher, viele Reichsbürger und Autonome würden liebend gerne irgendwo ihr eigenes Brot anbauen, ihre eigene Polizei (oder gar keine) installieren, und ihre eigenen Straßen anlegen und benutzen. Und es gibt mehr Impfgegner da draußen, als du denkst, die gar keinen Bock auf eine Behandlung in einem modernen, von der Pharma-Industrie geführten Krankenhaus haben, sondern lieber zu einem alternativen Heilpraktiker oder Schamanen ihres Vertrauens gehen würden (sogar wenn sie Krebs haben).

    Aber die Gesellschaft lässt das Entstehen solcher Parallel-Strukturen ja gar nicht zu. Du hast Steuern zu zahlen, ob du die Hilfe der Polizei nun in Anspruch nehmen willst oder nicht. Und für dein Land musst du auch Steuern zahlen, also selbst wenn du deinen Weizen selbst anbauen und umsonst verteilen oder tauschen willst, brauchst du immer noch genug System-Währung, um deine Grundsteuer zu bezahlen. Und Steuern gibt es selbst im hintersten Winkel von Sibirien. Es ist schlicht und ergreifend nicht mehr möglich, sich komplett von den etablierten Strukturen loszusagen und völlig autonom zu leben, weil "das System" längst die ganze Welt kontrolliert. Außer man versteckt sich vielleicht wirklich irgendwo nackt im Wald. Aber sobald du anfängst, dir ein eigenes Dorf aufzubauen, kommt garantiert bald jemand vorbei und fragt nach deiner Bau-Genehmigung. Egal wo auf dieser Welt. Von daher ist dein Argument einfach komplett sinnlos, da es nicht verwirklichbar ist.

  • @Miriam: Schau mal ganz rechts unten, neben den Buttons für Bearbeiten und " (also zitieren)... ist da bei dir kein Smiley? Den muss man nämlich anklicken, um "gefällt mir" zu sagen. Nur bei deinen eigenen Beiträgen gibt es diese Funktion natürlich nicht.

    Ist das bei dir vorhanden? Wenn nicht, dann frage ich mich wirklich, was das nun wieder für ein komischer Bug ist... :hmm:

  • Solidarität ist für mich etwas Freiwilliges. Ich kann nicht Solidarität fordern, und wenn sie nicht kommt, dann die Menschen mit Gewalt dazu zwingen, dass sie sich "solidarisch" verhalten. Das ist einfach eine Perversion des Begriffes.

    Aber wieso wundere ich mich noch, in einer Zeit, in der Menschen, die auf der Straße ihre Freiheit zurückfordern (wie neulich wieder in Italien), von der Regierung als "Faschisten" bezeichnet werden?

    Das ist einfach eine totale Umdeutung der Realität, die da stattgefunden hat. Faschisten sind plötzlich nicht mehr die, die anderen Menschen zum Wohl des großen Ganzen ihre Ansichten aufzwingen wollen, sondern diejenigen, die gegen eine solche Praxis aufbegehren, weil sie sich dem System nicht unterordnen wollen. :kopfschuss:

    Und das schlimme ist, dass diese Umdeutung der Realität in den Köpfen der Menschen angekommen ist und von vielen gar nicht mehr hinterfragt wird. Den allmächtigen Medien sei dank.

    Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Der Wunsch nach Freiheit ist Faschismus.

    Das ist halt auch Blödsinn, was du da erzählst. Schau dir den geschichtlichen Bezug an. Es ist genau 100 Jahre her, dass

    der Duce mit den Faschisten den Marsch auf Rom vornahm und von daher ist es nicht wirklich vermessen, die rechten Demonstranten
    als Faschisten zu bezeichnen, oder etwa nicht? Lies dir bitte die 2 Artikel hier durch und bleibe bei der Realität ...

    Wenn in Italien ein rechter Mob den Sitz einer Gewerkschaft stürmt, dann kommt man um die historische Parallele nicht umhin. Es war vor exakt 100 Jahren, als die Anhänger des damals neuen und rasch expandierenden Faschismus im ganzen Land massenhaft Sitze von Gewerkschaften und Kooperativen plünderten und überfielen. Dort saßen Anhänger der kommunistischen Partei, die rechten Stürmer agierten im Namen des späteren faschistischen „Duce“ Benito Mussolini. Was am Samstag in Rom geschah, hat deshalb durchaus beabsichtigten historischen Bezug: Neofaschistinnen und -faschisten stürmten den Sitz der größten italienischen Gewerkschaft CGIL. Sie zerstörten das Mobiliar, die Rede war von Plünderungen. Ministerpräsident Mario Draghi besuchte am Montag den Sitz der Gewerkschaft in Rom.

    https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Itali…id60761291.html
    https://www.derstandard.de/story/20001303…fgeloest-werden