Social Justice Warriors / Gutmenschentum

Es gibt 120 Antworten in diesem Thema, welches 78.742 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. August 2018 um 15:33) ist von Lonewolf.

  • Natürlich gibt es unter Einwanderern auch Rassismus gegen Deutsche, aber die Qualität, die rechte Hetzjagden hierzulande annehmen, kann ich nicht sehen. Wie viele Brandanschläge haben denn im letzten Jahr Migranten auf Häuser von Deutschen verübt? Wie viele migrantische Aufmärsche und politische Propaganda gegen Deutsche gibt es denn? Nicht falsch verstehen, das soll keineswegs den z.B. vorhandenen Chauvinismus von Teilen der arabischen oder türkischen Zuwanderer relativieren, nur ist die Qualität hier eben eine deutlich andere.

    Stichwort Nationalismus unter Migranten: Linke und Antifaschisten sind die einzigen (!) bis auf sehr wenige Ausnahmen wie z.B. den FDP'ler Tobias Huch, die sich an der Seite der kurdischen Bewegung gegen die türkisch-nationalistischen Aufmärsche und Agitation der letzten Monate gestellt haben. Richtig ist, dass es oft schwer ist, rechte Strömungen unter Einwanderern zu lokalisieren. Absurd und weltfremd ist allerdings der Vorwurf, Linke würden nur deutschen Nationalismus und Rassismus kritisieren.

    Hinsichtlich des Islam bräuchten wir eben eine konsequente säkulare Politik, was auch die Entmachtung der Kirche beinhaltet, Stichwort Religionsunterricht.
    Wir müssen eben die atheistische Front aufbauen;-)

    Aber grundsätzlich stimme ich der Auffassung zu, dass hier noch viele blinde Flecke bestehen, auch wenn ich das Problem eher bei den Strukturen (Moschee-Verbände und Prediger) sehe, und weniger bei einem diffusen Kulturraum.

    Stichwort Proletariat: Wer seine Arbeitskraft verkaufen muss, gehört dazu. Und das betrifft Studenten ebenso wie Fabrikarbeiter. Wie es sich mit "SJW" verhält weiß ich nicht, aber die Linken und Antifas, mit denen ich politisch sozialisiert wurde, waren Proletariat durch und durch.

    Why do we fall?

  • Wie viele Brandanschläge haben denn im letzten Jahr Migranten auf Häuser von Deutschen verübt? Wie viele migrantische Aufmärsche und politische Propaganda gegen Deutsche gibt es denn? Nicht falsch verstehen, das soll keineswegs den z.B. vorhandenen Chauvinismus von Teilen der arabischen oder türkischen Zuwanderer relativieren, nur ist die Qualität hier eben eine deutlich andere.

    Ich würde nicht sagen, dass die "Qualität" eine andere ist... denn das klingt wieder so danach, als ob das bei den Migranten harmlose Kavaliersdelikte sind, während die bösen Deutschen gerade in Ostdeutschland einen neuen Holocaust durchführen. Ich glaube, von solchen Verhältnissen sind wir glücklicherweise noch weit entfernt. Womit ich nichts verharmlosen will. Ich bin nur dagegen, dass man das gegeneinander aufrechnet und dann sagt: "Aber der Nationalismus der Deutschen ist viel schlimmer als der Nationalismus unter Migranten", weil das meiner Meinung nach einfach auch nicht stimmt.
    Nationalismus und Chauvinismus ist immer und überall scheiße. Und wenn du als schwuler Jude auf eine Schule voller arabisch- und türkisch-stämmiger Schüler gehst, wirst du vermutlich genauso heftig gemobbt werden wie auf irgendeiner Hauptschule in Hoyerswerda. Da sehe ich echt keine großartig andere Qualität, sondern eher ein und die selbe Mentalität. Und das ist ja das, was eigentlich bekämpft gehört... diese Mentalität, ganz unabhängig von welcher Hautfarbe oder Nationalität sie ausgeht.

    Sicher gibt es Straftaten, die hauptsächlich von Deutschen verübt werden. Wie etwa Asylantenheime angreifen.
    Dafür gibt es aber andere Bereiche, in denen die Migranten meilenweit vorneliegen dürften... etwa, was die Diskriminierung und Unterdrückung ihres eigenen (vor allem weiblichen) Nachwuchs angeht.
    Und ich behaupte einfach mal, das sind keine Einzelfälle, dass Mädchen von ihren Brüdern oder Eltern bevormundet und teilweise richtig bedroht werden und man ihnen vorschreibt, mit wem sie sich treffen dürfen und mit wem nicht, etc. Das hat dann tatsächlich eine andere "Qualität" als die Unterdrückung von Mädchen in deutschstämmigen Familien. Ich sehe aber nicht, dass jetzt deshalb linke Feministen die Moscheen stürmen würden und den dort versammelten Gläubigen zurufen "Wir wollen eure scheiß Unterdrücker- und Macho-Kultur hier nicht in diesem Land!"
    Von daher kann ich schon nachvollziehen, wenn man Teilen der Linken vorwirft, hier mit zweierlei Maß zu messen.

  • Ich würde nicht sagen, dass die "Qualität" eine andere ist... denn das klingt wieder so danach, als ob das bei den Migranten harmlose Kavaliersdelikte sind, während die bösen Deutschen gerade in Ostdeutschland einen neuen Holocaust durchführen. Ich glaube, von solchen Verhältnissen sind wir glücklicherweise noch weit entfernt. Womit ich nichts verharmlosen will. Ich bin nur dagegen, dass man das gegeneinander aufrechnet und dann sagt: "Aber der Nationalismus der Deutschen ist viel schlimmer als der Nationalismus unter Migranten", weil das meiner Meinung nach einfach auch nicht stimmt.Nationalismus und Chauvinismus ist immer und überall scheiße. Und wenn du als schwuler Jude auf eine Schule voller arabisch- und türkisch-stämmiger Schüler gehst, wirst du vermutlich genauso heftig gemobbt werden wie auf irgendeiner Hauptschule in Hoyerswerda. Da sehe ich echt keine großartig andere Qualität, sondern eher ein und die selbe Mentalität. Und das ist ja das, was eigentlich bekämpft gehört... diese Mentalität, ganz unabhängig von welcher Hautfarbe oder Nationalität sie ausgeht.

    Sicher gibt es Straftaten, die hauptsächlich von Deutschen verübt werden. Wie etwa Asylantenheime angreifen.
    Dafür gibt es aber andere Bereiche, in denen die Migranten meilenweit vorneliegen dürften... etwa, was die Diskriminierung und Unterdrückung ihres eigenen (vor allem weiblichen) Nachwuchs angeht.
    Und ich behaupte einfach mal, das sind keine Einzelfälle, dass Mädchen von ihren Brüdern oder Eltern bevormundet und teilweise richtig bedroht werden und man ihnen vorschreibt, mit wem sie sich treffen dürfen und mit wem nicht, etc. Das hat dann tatsächlich eine andere "Qualität" als die Unterdrückung von Mädchen in deutschstämmigen Familien. Ich sehe aber nicht, dass jetzt deshalb linke Feministen die Moscheen stürmen würden und den dort versammelten Gläubigen zurufen "Wir wollen eure scheiß Unterdrücker- und Macho-Kultur hier nicht in diesem Land!"
    Von daher kann ich schon nachvollziehen, wenn man Teilen der Linken vorwirft, hier mit zweierlei Maß zu messen.

    Weswegen es wohl nicht gar keinen Feminismus, sondern eben einen mit neuer Ausrichtung braucht.
    Wobei die innerfeministische Debatte hier durchaus komplex ist und auch diesem Umstand Rechnung trägt: Hirsi Ali kritisiert Women's March | EMMA

    Mit Qualität meinte ich auch weniger die Schwere von bestimmten Taten, sondern die politische Dimension. So könnte man sagen, dass sich Rassismus und Nationalismus einer einheimischen Mehrheitsgesellschaft in politischer Form organisieren, während sie im Falle von Zuwanderern eher innerhalb der Communities auftreten. Im Falle der türkischen Faschisten sehen wir allerdings, dass dies auch ein schnell abrufbares politisches Potenzial darstellt.
    Das eine gegen das andere auszuspielen ist ja ohnehin idiotisch. Das ist genau die Taktik der "Rechtspopulisten", die sich mit dem scheinheiligen Verweis auf den Erhalt der liberalen Gesellschaft gegen islamische Einwanderer stellen.

    Why do we fall?

  • Das ist genau die Taktik der "Rechtspopulisten", die sich mit dem scheinheiligen Verweis auf den Erhalt der liberalen Gesellschaft gegen islamische Einwanderer stellen.

    Das klappt aber vorallem deshalb so gut, weil die selbsternannte politische Linke sämtliche sachlichen Versuche, den politischen Islam und die damit verbundenen Gefahren zu thematisieren, als rechtspopulistisch abgestempelt hat. Man hat damit in diesem Bereich vollkommen kampflos den Rechten das Feld überlassen, die dankbar eingesprungen sind.

  • Das klappt aber vorallem deshalb so gut, weil die selbsternannte politische Linke sämtliche sachlichen Versuche, den politischen Islam und die damit verbundenen Gefahren zu thematisieren, als rechtspopulistisch abgestempelt hat. Man hat damit in diesem Bereich vollkommen kampflos den Rechten das Feld überlassen, die dankbar eingesprungen sind.

    Das Gegenteil ist richtig: Weil die Rechten von Anfang an das Feld besetzt haben, um ihre Hetze zu verbreiten, fällt es vielen - auch in der Linken- schwer, eine sachliche Kritik zu entwickeln.
    Nebenbei bemerkt ist jede politische Richtung "selbsternannt" -wer sollte sie denn auch ernennen?

    Why do we fall?

  • Hinsichtlich des Islam bräuchten wir eben eine konsequente säkulare Politik, was auch die Entmachtung der Kirche beinhaltet, Stichwort Religionsunterricht.
    Wir müssen eben die atheistische Front aufbauen;-)


    Und das wäre dann "nichtrepressiver Anarchismus"? Es gibt ja nuneinmal viele Millionen Menschen, die sich Religionen zugehörig fühlen. Wieso sollte das nicht auch Teil des Schulunterrichts sein, mal davon abgesehen, daß man Schulen der heutigen Art besser ganz abschaffen sollte?

  • Ich finde es nicht schlecht das hier so hitzig diskutiert wird. Vor allem zu den Zeiten, in dem Links und Rechts sich mehr und mehr einen Krieg um die Vorherrschaft dieses Landes erkämpfen (wenn man es denn etwas dramatisch ausdrücken wollte).

    Aber eigentlich sollte das Thema doch um SWJ's und die Gutmenschen gehen - deswegen fange ich hier mal an meine Meinung beizutragen... naja, oder euch meine Meinung ertragen zu lassen, je nach dem was euch lieber ist:

    Gutmenschen, so wie ich sie kenne, haben mir nie etwas gebracht. Gutmensch =/= guter Mensch. Ich kenne eine Menge Gutmenschen, davon waren kaum welche Gut zu mir. Beleidigungen und Parolen konnte ich mir immer bei ihnen abholen, aber wirklich vernünftig und ruhig mit ihnen reden war nicht wirklich möglich.

    Aber was mich wirklich stört - und das stört mich bei jedem Menschen, völlig unabhängig von der Ideologie - ist die Heuchelei und die Scheinheiligkeit. Einerseits sind sie dafür, jedem noch so kleinem Grüppchen das Recht auf völlige Entfaltung zu geben, auch im öffentlichen Raum. Außer es sind Rechte, Neonazis, Islamkritiker, etc. Dagegen gehen sie starrköpfig vor. Es bekommt eben nicht jede kleine Gruppe gleiche Rechte, nein, lediglich die welche eben in ihr Weltbild passen. Gerade wenn es um den Islam geht, ist der Widerspruch einfach nur noch amüsant. Der Islam kommt heutzutage noch am ehesten an "Nazis" heran. Trump, Marine Le Pen und die NPD sind ein Witz dagegen. Die haben zwar auch ihre extremen Ansichten, jedoch schlachten sie nicht jedem der anders aussieht, andere Religionen hat oder anders denkt den Schädel ab. In den Ländern, in welchem der Islam überwiegend ausgelebt wird, würde ich sogar sagen, das die Nationalsozialisten von 1933-1945 ein geringeres Übel waren. Der große Unterschied ist, das der Nationalsozialismus sich anders als der Islam unfassbar schnell ausgebreitet hat, dementsprechend auch als Gefahr für so ziemlich jeden darstellte. Dort konnte man nicht einfach noch ein paar Jahrhunderte warten. Aber Insgesamt dürfte es wohl wesentlich mehr Todesfälle durch den Islam und auch andere Religionen gegeben haben, als durch Nationalsozialisten - die wie gesagt nur sehr kurz existierten. Wenn man also gegen das Verfolgen von Gruppierungen ist, sollte man keine Gruppierungen schützen, welche Verfolgen...

    Dann gibt es ja noch die SJW's. Ich bin ein Schandmaul und lasse mir mein Mund nicht verbieten. Das habe ich als Kind lange genug gemacht, daran geht man nur kaputt. Und wenn ich mich in Deutschland so umsehe, scheinen die Leute auch an der political correctness langsam einzugehen. Ich frage mich ob vielleicht die Rechte Seite überhaupt so erstarkt wäre, wenn man einfach Wörter wie Neger und Schneckenfresser noch öffentlich sagen dürfte, ohne gleich angst haben zu müssen das man seinen Ruf, damit auch seinen Schul- und Arbeitsplatz verliert, oder gar öffentlich wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird.

    Aber auch die SJW's betreiben eine Doppelmoral: Es geht ihnen nicht darum, rassistische oder diskriminierende Begriffe zu verbieten, nein, es muss erneut in das eigene Weltbild passen. Wenn ich einen AfD-Wähler als Nazi, also als Massenmörder bezeichne, ist das ebenfalls diskriminierend und abwertend. Aber das ist dann wieder in Ordnung.

    Mal abgesehen empfinde ich Rassismus persönlich viel weniger schlimm, als Schimpfwörter. Wenn man mich als Sohn einer Hure darstellt, dann greift das nicht meine Rasse, meine Religion oder meine Hautfarbe an, von denen zig Millionen Menschen die selbe haben, nein, sie wird gegen mich persönlich, also das Individuum (und in dem Fall auch meine Mutter) gerichtet. Das Individuum ist doch wesentlich schwächer als Gruppen, aber so was ist den meisten ja egal.
    Da kommen dann so Sätze wie: "Junge, nimms nicht so schwer. War doch nur Spaß.". Oder: "Ach, es sind doch nur Worte. Mach dir nichts draus.".

    Und dann vielleicht zum Abschluss noch was über typisch Grüne/Linke. Mit solchen Leuten kann man in den extrem-Erscheinungen ja gar nicht mehr reden. In de Anwesenheit von so einer Person muss man meistens nur "Scheiß Türke sagen", dann bekommt man in der Regel die auswendig-gelernten Parolen von ihnen zu hören. Sagt hingegen ein Türke "Scheiß Deutscher", sind diese mucks Mäuschen still. Auch hier ist es lediglich eine widerliche Doppelmoral. Es geht ihnen nicht darum, Rassismus zu bekämpfen, sondern ebenfalls um das durchdrücken ihrer Ideologie. In Amerika ist das bereits so schlimm, da glauben manche, schwarze Menschen wären nicht in der Lage, rassistisch zu sein. Na, danke fürs Gespräch.


    Zum Ende sei gesagt: Leider kann man sich über derartige Ideologien nicht mehr lustig machen. Wie auch der Nationalsozialismus setzt sich derartiges Gedankengut mehr und mehr in die Köpfe der Menschen fest, dazu radikalisiert es sich und wird eine Gefahr sowohl für die Gesellschaft als auch für das Individuum. Da gab es auch so einen schönen Spruch: "Jaja, die Nazis, sie sind wieder da. Nur nennt man sie nun Antifa.".

    Ich will mich ja jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das die Linke Szene den Rechtsextremismus nur verstärkt anstatt ihn zu bekämpfen.

  • Und das wäre dann "nichtrepressiver Anarchismus"? Es gibt ja nuneinmal viele Millionen Menschen, die sich Religionen zugehörig fühlen. Wieso sollte das nicht auch Teil des Schulunterrichts sein, mal davon abgesehen, daß man Schulen der heutigen Art besser ganz abschaffen sollte?

    Die Lösung wäre z.B. ein wertneutraler, bekenntnisfreier , d.h. religionshistorischer Unterricht.
    Und um Anarchismus ging's hier eigentlich gar nicht, sei er repressiv oder nicht. Persönlich denke ich nicht, dass sich ein Zusammenleben frei von Repressionen derzeit realisieren lässt. Wobei auch der Anarchismus keineswegs gewaltfrei ist, auch wenn einige Vertreter dies eingefordert haben. Die Frage ist eben, wozu die Gewalt dient.

    Ansonsten hab ich gerade keine Lust, mich wieder aufzuregen ;-) Verharmlosung des NS und dümmliche Extremismus-Doktrin am Morgen, nee danke (ist jetzt nicht an dich gerichtet, sondern an den Kandidaten unter dir).

    Why do we fall?

  • Religion und Schule ist ein nicht ganz einfaches Thema. Du hast in Richtung Islam gefordert zu säkularieren und dabei das Stichwort Religionsunterricht genannt. Andere fordern islamischen Religionsunterricht einzufühen in der Hoffnung dadurch Einfluß auf die Inhalte zu bekommen, die sonst außerhalb in Moscheen vermittelt würden.

    Religion ist auch nicht etwas, das nur historisch existiert, sie existiert heute. Ich finde es allgemein bedenklich sie aus dem öffentlichen Leben zurückdrängen zu wollen. Wer entscheidet denn, was "gut" ist? Wenn man da auf staatliche Weisheit zurückgreift wird mir immer etwas mulmig.

    Wofür darf anarchistische Gewalt (ein Widerspruch in sich wenn man so will) denn dienen?

  • Religion und Schule ist ein nicht ganz einfaches Thema. Du hast in Richtung Islam gefordert zu säkularieren und dabei das Stichwort Religionsunterricht genannt. Andere fordern islamischen Religionsunterricht einzufühen in der Hoffnung dadurch Einfluß auf die Inhalte zu bekommen, die sonst außerhalb in Moscheen vermittelt würden.

    Religion ist auch nicht etwas, das nur historisch existiert, sie existiert heute. Ich finde es allgemein bedenklich sie aus dem öffentlichen Leben zurückdrängen zu wollen. Wer entscheidet denn, was "gut" ist? Wenn man da auf staatliche Weisheit zurückgreift wird mir immer etwas mulmig.

    Wofür darf anarchistische Gewalt (ein Widerspruch in sich wenn man so will) denn dienen?

    Ich sprach von wertneutral und bekenntnisfrei. Man kann gerne die unterschiedlichen Religionen thematisieren - in ihrer Geschichte und Gegenwart - ohne ein Bekenntnis zu ihnen abzuverlangen. Es wäre doch schön, wenn Kinder und Jugendliche mit unterschiedlicher familiärer Prägung sich mit verschiedenen Religionen und Philosophien auseinandersetzen - oder?
    Nicht nur dir wird mulmig bei der Dominanz staatlicher Weisheit. Allerdings ist die religiöse Weisheit auch nicht besser. Vielleicht bekommen wir es ja irgendwie hin, verschiedene Ansätze im Unterricht (sei er staatliche oder nicht) abzubilden?

    Theoretisch dürfte anarchistische Gewalt dazu dienen, Unterdrückung und Ausbeutung zu beenden bzw zu verhindern (ja, genau: Die Unterdrücker zu unterdrücken. Politische Bewegung ist niemals frei von tatsächlichen oder empfundenen Widersprüchen - oder kennst du ein Gegenbeispiel?).

    Why do we fall?