Südkorea will Mobber bestrafen und sie zufüntig nicht mehr an top Hochschulen zulassen.

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 808 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. März 2026 um 12:21) ist von Yatan.

  • https://www.firstpost.com/world/perfect-grades-but-a-school-bully-south-koreas-top-universities-wont-let-you-in-13949127.html

    Was haltet ihr davon, geht das vielleich zu weit und setzt es nicht an der völlig falschen Stelle an? Es bedeutet ja mit anderen Worten, das menschenverachtende System in Südkorea, welches unerbitterlichen Wettbewerb und knallharten Leistungsdruck über alles andere stellt, wird nach wie vor nicht angegangen. Stattdessen werden lediglich einige Mobber bestraft und ihnen jegliche Zukunftschancen verbaut, was sicher nicht dazu beiträgt, dass diese Kinder und Jugendlichen später ausgeglichenere und empatischere Individuen werden.

    Das selbe System welches Mobbing quasi hervorbringt bestraft selbige nun, aber auch nur wenn sie sich beim Mobbing nicht schlau genug angestellt haben und erwischt wurden. Oder wenn Lehrer schweigen, weil sie insgeheim glauben, dass diese Schikanen nötig seien um starke Persöhnlichkeiten hervorzubringen oder wenn die Schulleitung solche Fälle von vornherein vertuscht um das gute Ansehen nicht zu gefährden, dann werden die Mobber dennoch vorrankommen im Leben und ihre Opfer womöglich mit ihrem Trauma trotz Intelligenz und Begabung womöglich nie so ganz Erfolg haben im späteren Leben. Genauso kann es natürlich auch sein, dass sich eine ganze Klasse gegen einzelne gemobbte Schüler wendet und niemand die anderen Verpfeift.

    In diesem Video wird auch sehr schön auf die gesamte Thematik eingegangen und hervorragend erklärt, warum es eben keine Sache einzelner Problemschüler ist, sondern ein systemisches gesamtgesellschaftliches Versagen, zumindest wenn einem menschlicher Umgang und das Wohlbefinden der Mitmenschen wichtiger ist, als bloße Höchstleistung zu produzieren.

    Es ist ein Problem welches sich auf allen Ebenen der Gesellschaft, von der Schule bis in die spätere Arbeitswelt hineinzieht und welches auch von unserer assozial abgehobenen Politikerklasse nicht nur tolleriert wird sondern insgeheim sogar gewünscht ist.

    Ich selbst zähle zu diesen besonders sensiblen Menschen, nur war mir das lange Zeit gar nicht so richtig bewusst. Ich hatte sogar Phasen wo ich dachte ich sei selber ein Psychopath oder ich hätte eine schizoide Persönlichkeitsstörung, entweder das oder betrachtete mich selbst als ungenügend und mangelhaft und suchte die Schuld bei mir. Ich hatte die Schulzeit nur schlecht verkraftet. Eine gewisse abgeschwächtere Form der Russischen Dedowschtschina gibt es nun mal nicht nur im Militär oder Gefängnissen und auch außerhalb von Russland, sogar hier bei uns im ach so weichen und woken Deutschland. Und sensible Menschen wie ich es bin, können damit einfach nur schlecht umgehen. Eine Zeitlang war ich jemand der starke Sympathien für Amokläufer hekte und hielt mich auch selbst für einen potentiellen Shooter. Aber eigentlich war das nie wirklich ich, im tiesten Herzen bin ich jemand der niemandem Schaden zufügen möchte, instinktiv habe ich mich daher bereits sehr früh dazu entschlossen der Schule weistestgehend fern zu bleiben und dann später auch am Arbeitsleben nicht teilzuhaben, quasi als Selbstschutz und auch zum Schutz meiner Mitmenschen, um nicht irgendwann durchzudrehen und ein Blutbat unter Mitschülern oder Arbeitkollegen anzurichten.

    Ich habe tatsächlich starke Angstzhustände im Zusammenhang mit dem rauhen Klima der Arbeitswelt und den brutalen Anforderungen und Umfangsformen die dort vielfach herrschen und kann mich nur schlecht in sozialen Schulkontexten einfinden und das habe ich bis heute auch nie wirklich überwinden können. Und wenn man schon durch die vielen Fehlzeiten in der Schule und die schlechten Zeugnisse keinen guten Abschluss erlangen konnte und dann konsequenterweise auch keine Ausbildung und ähnliches absolviert hat, hat man dann auch später nur sehr wenig Optionen im weiteren Leben, um z.b. eine Arbeitsstelle finden zu können wo pure Schikane und Ausbeutung nicht gang und gäbe sind. Es ist halt eine Teufelsspirale, denn für den Rest seines Lebens von Sozialhilfe leben zu müssen ist halt auch kein Vergnügen und bedeutet sein gesamtes weiteres Leben auf vieles verzichten zu müssen was für andere ganz selbstverständlich erscheint, da einem einfach für fast alles das nötige Geld fehlt und man somit auch vom gesellschaftlichen Leben weitestgehend ausgeschlossen ist und man dahergehend auch mit höherer Wahrscheinlichkeit früher oder später in Einsamkeit endet und sogar rein statistisch eine geringere Lebenserwartung dadurch hat, insbesondere wenn Armut mit Einsamkeit geparrt ist. Wenn man dann zusätzlich auch noch neurodivergent ist und es um die eigene mentale Gesundheit dann auch logischerweise irgendwann nicht mehr so gut bestellt ist etc. Hat man eigentlich auf jeder erdenklichen Ebene die Arschkarte gezogen und hat im Grund überall verschissen.

    Unsere gesamte Gesellschaft ist halt hochgradig unfair und ungerecht und natürlich kommt zu allem überfluss immer auch noch das generelle Problem der stetig zunehmenden ungleichen Vermögensverteilung hinzu, sowie steigende Inflation und ähnliches. Und nun wo auch das politische Klima immer rauer, unsozialer und menschenverachtender wird, fällt es einem immer öfter schwer überhaupt noch irgendwie positiv und obtimistisch in die nahe oder gar ferne Zukunft zu blicken.

    ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
    Motoko Kusanagi

    2 Mal editiert, zuletzt von Shinobi (18. März 2026 um 15:48)

  • Ich bin dafür, Schulbullys und Co angemessen und zeitnah zu bestrafen, um die Opfer zu schützen. Klar muss man auch systemische/strukturelle Fragen angehen, also das Übel an der Wurzel bekämpfen, aber ich poche vor allem auf die Verantwortung des Einzelnen für sein Verhalten. Ich hatte früher auch kein gutes Leben und habe trotzdem keinen gemobbt in der Schule. Die Motive von Menschen, die auch nach gutem Zureden nicht aufhören, Schwächere zu quälen, sind mir wurscht - wichtig ist, dass sie erst mal unschädlich gemacht werden, dann kann man immer noch genauer hinschauen. Kann mir echt Schlimmeres vorstellen, als zukünftige Probleme asozialer Menschen in Südkorea, als staatlich geprüfte Mobber später keinen guten Job zu finden. Apropos asozial und mobbing, habe mir deinen Austausch mit Darth Bodyscan im discord durchgelesen: Das erste was der Typ, der sich als "sehr weit rechts" bezeichnete, nach dem Ausbreiten seines Faschoweltbildes zum Unityeinstieg gemacht hatte, war bodyshaming gegenüber einem freundlichen User und halt ständig mit seiner Bullshitargumentationsschleife dazwischenfunken, um den Coolen zu spielen und sich über "unschuldige Progressive" und ihre schwächliche Moral lustig zu machen. Konsequenz: Man diskutiert lustig mit dem Vogel und produziert tonnenweise Text gegen eine Wand, anstatt ihm mal das Maul zu stopfen, wie er es in meinen Augen verdient hätte. Genau so läuft das auch oft in Schulen und anderswo: "Aber mit dem kann man doch prima Fußball spielen, also meinen Kopf hat er noch nie ins Klo gestopft" Es mag immer gute Argumente dafür geben, nicht zu streng mit anderen zu sein, Kompromisse zu finden usw., aber ich vermute eher eine Überpräsenz von konfliktscheuen, opportunistischen Schleimern und zynischen Ignoranten. Die sind in meinen Augen auch nicht besser, als die überzeugte Ellbogenfraktion, über die immer gern geheult wird und vielleicht ist das auch ein gesellschaftliches Problem, bzw. ein Teil davon. "Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun."

    Wenn ich jedenfalls manchen Sozialpädagogen zuhöre, wie sie selbst für das allerletzte Stück Scheisse noch Verständnis aufbringen, könnt ich auch manchmal Amok laufen ;-) Wobei das jetzt kein Lehrerbashing sein soll, meist sind ja auch die Eltern das Problem und das Schulpersonal soll alles auffangen, was schon außerhalb der Schule in der Gesellschaft falsch läuft und weil das oft so viel ist, wird sich anscheinend immer seltener getraut, bei bestimmten Leuten klare Kante zu zeigen, denn sie haben es ja so schwer mit diesem und jenem, oder aber sie bedrohen gleich die zu engagierten Lehrer mit nem Messer zwischen die Rippen. Die gemobbten Schüler wechseln dann halt die Schule oder sollen halt zum Psychologen, damit der arme Bully später nicht unter die Räder gerät, weil man seiner Schullaufbahn geschadet hat oder so ähnlich.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Was haltet ihr davon, geht das vielleich zu weit und setzt es nicht an der völlig falschen Stelle an? Es bedeutet ja mit anderen Worten, das menschenverachtende System in Südkorea, welches unerbitterlichen Wettbewerb und knallharten Leistungsdruck über alles andere stellt, wird nach wie vor nicht angegangen.

    Es ist eben das übliche Herumdoktern an Symptomen, obwohl die Ursachen der Probleme eigentlich ganz woanders liegen.

    So, wie wenn man die Strafe fürs Schwarzfahren erhöht... aber das Grundproblem, dass manche zu wenig Geld haben, wird dadurch ja nicht aus der Welt geschafft.

    Und so wird man auch Mobbing durch höhere Strafen nicht aus der Welt schaffen, wenn die Gesellschaft gleichzeitig alles dafür tut, dass es immer mehr Frust unter den jungen Menschen gibt.

    Einerseits natürlich durch das Schulsystem, aber wie man so hört, ist das ja in Korea auch ziemlich schlimm mit dem Erwartungsdruck durch die Eltern, und generell haben die da noch ein ganz komisches Verhältnis zwischen Alten und Jüngeren, dass die Jüngeren den Alten nicht widersprechen sollen und beim Trinken z.B. der Junge immer dem Alten einschenken muss und solche Sachen. Keine Ahnung, in wie weit das noch wirklich alltagsrelevant ist, aber natürlich schafft das ein Klima, in dem sich viel Frust anstaut, der dann irgendwo abgelassen werden will.

    Daher ist das dann einerseits natürlich etwas doppelmoralisch, die Auswüchse des Konkurrenzkampfs bekämpfen zu wollen, aber nicht den Konkurrenzkampf an sich in Frage zu stellen.

    Andererseits ist es aber vermutlich ja ein gutes Zeichen, dass das Mobbing-Problem zumindest erkannt wurde und durch solche Maßnahmen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt. Besser, als es einfach nur totzuschweigen.

    Genau so läuft das auch oft in Schulen und anderswo: "Aber mit dem kann man doch prima Fußball spielen, also meinen Kopf hat er noch nie ins Klo gestopft" Es mag immer gute Argumente dafür geben, nicht zu streng mit anderen zu sein, Kompromisse zu finden usw., aber ich vermute eher eine Überpräsenz von konfliktscheuen, opportunistischen Schleimern und zynischen Ignoranten.

    Ich verstehe ja, was du meinst, auch wenn ich den konkreten Fall mit Hyperion jetzt nicht mit irgendwelchen Schulhofbullys vergleichen würde. (immerhin war er der Außenseiter, der neu in eine Gruppe kam, und dem dann einige Gruppenmitglieder zu verstehen gegeben haben, dass er sich verpissen soll, weil er mit seinen Ansichten hier falsch ist, und darauf hat er dann EINMAL oder so unter der Gürtellinie zurückgeschlagen. Und ja, ich mag seine Ansichten auch nicht, hab auch nicht mehr so viel Probleme damit, ihn rauszuwerfen, wenn es von ein paar mehr Leuten öffentlich gefordert werden sollte als nur von dir.)

    Aber wie gesagt, das war für mich kein typischer Fall von Mobbing.

    Prinzipiell gebe ich dir jedoch schon Recht damit, dass viel falsches Verständnis und Pädagogik-Gesülze oftmals die Täter mehr schützt als die Opfer.

    Wie aktuell in dem Fall mit der Vergewaltigung in einem Berliner Jugendzentrum, wo den Pädagogen auch am wichtigsten zu sein schien, dass niemand ihre Schützlinge stigmatisiert oder gar eine Diskussion losgetreten wird, dass es eventuell zu viele junge Migranten mit frauenfeindlichen Ansichten gibt.

    Und so gibt es auch bei vielen Lehrern und Eltern so einen blinden Fleck, wo sie lieber nicht hinschauen wollen, weil der Nachwuchs ja eigentlich ganz höflich und gut entwickelt ist, so wie man sich das vorstellt, sodass man ihm den einen oder anderen Fehltritt dann auch gern mal verzeiht, vor allem wenn es gegen Leute geht, die einen eh nicht besonders kümmern, weil man sie kaum wahrnimmt.

    Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass es auch ein "zu viel" der Mobbingbekämpfung geben kann. Ich kenne das ja schon aus meiner Schulzeit, dass Lehrer überreagieren und aus Kleinigkeiten, die man eben mal so gesagt oder gemacht hat, weil man auf irgendjemanden sauer war, ein großes Drama machen, was dann nicht wirklich zu mehr gegenseitigem Verständnis führt, sondern zu noch mehr Frust, der dann wiederum an jemand anderem ausgelassen wird, weil man sich ungerecht behandelt fühlt.

    Kann mir schon vorstellen, dass das mit den heutigen Gutmenschen-Pädagogen noch viel schlimmer geworden ist.

  • haltet ihr davon, geht das vielleich zu weit und setzt es nicht an der völlig falschen Stelle an? Es bedeutet ja mit anderen Worten, das menschenverachtende System in Südkorea, welches unerbitterlichen Wettbewerb und knallharten Leistungsdruck über alles andere stellt, wird nach wie vor nicht angegangen. Stattdessen werden lediglich einige Mobber bestraft

    Eigentlich finde ich es nicht schlecht das die Mobber auf diese Weise bestraft werden.

    .denn die Opfer sind noch mehr bestraft und müssen dann nicht selten mit psychischen Problemen kämpfen , nicht selten ruinieren die Mobber leben damit .

    Eine gerechte Strafe eben.

    „Ihr ruiniert einen Menschen und deswegen geschieht das gleiche mit euch .“

    Und dass sie nicht auf bestimmte Schulen oder Universitäten dürfen finde ich jetz garnicht so schlimm .

    Nur aber denke ich dass das alles garnicht die Ursache der Probleme ist.

    Das Problem sind Lehrer die mobbing ignorieren oder nicht richtig wahrnehmen .und deswegen nicht auf der Stelle handeln und aufklären.

    Schlechte Lehrer sind das Problem, denn die ignorieren triftige Probleme oder nehmen die nicht wahr .

  • Aber wie gesagt, das war für mich kein typischer Fall von Mobbing.

    Stimmt, das seh ich auch eher als nen Fall von Charakterschwäche bei den meisten Beteiligten/Verantwortlichen, aber wenn es um mobbing geht, geht es halt auch meist um Arschlöcher, die man einfach mal machen lässt.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!