Was kotzt euch heute an?

Es gibt 884 Antworten in diesem Thema, welches 389.470 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. Dezember 2023 um 13:23) ist von Yatan.

  • Aber welche der restlichen Aussagen hältst du für nicht wahrheitsgemäß?

    Aus diesem Thread keine. Die aus dem Bundestagswahl-Thread finde ich jedoch zu sehr über einen Kamm geschert. Wir haben sicher kein perfektes Sozialsystem, aber es ist im internationalen Vergleich sehr breit gefächert und sozial ausgerichtet. So sehr, dass die Schlechtmenschen sich seit Jahren schon darüber auslassen und diesen ganzen Kram am besten abschaffen, zumindest aber in die freie Wirtschaft überführen würden. Natürlich hast du auch schlechte Erfahrung gemacht und suchst nun ein Ventil um das, was dich unweigerlich am meisten geprägt hat, kräftig an den Schultern zu schütteln. Dir sollte dabei allerdings klar sein, dass es kein Dekret gab, dich fertig zu machen. Das war eher das Versagen Einzelner, die mit ihren Fehlentscheidungen für einen fehlerhaften Verlauf deines weiteren Lebens gesorgt haben. Menschliches Versagen. Wie immer dort, wo Menschen zu viel Macht gegeben wird. Aber im Bereich der Kinder- und Jugendpädagogik bedeutet die weit ungünstigere Variante, sich gar nicht mehr drum zu kümmern und jeden komplett für sich dahinvegetieren zu lassen. Stichwort Kinderheim Cighid. Kannst du dir auf Youtube noch ansehen. Vielleicht fühlst du dich hinterher wirklich besser.

  • Dir sollte dabei allerdings klar sein, dass es kein Dekret gab, dich fertig zu machen. Das war eher das Versagen Einzelner, die mit ihren Fehlentscheidungen für einen fehlerhaften Verlauf deines weiteren Lebens gesorgt haben.

    Nein, eben nicht! Es liegt begründet im System, welches das Versagen Einzelner nicht nur begünstigt, sondern regelrecht forciert. Hätten Minderjährige mehr Rechte, etwa das Recht, selbst über ihren Aufenthaltsort bestimmen zu dürfen, wären solche Zustände überhaupt nicht möglich.

    Klar könnte es trotzdem Leute geben, die irgendwelche Kinder irgendwo einsperren, oder Eltern die ihre Kinder zuhause schlagen... aber es würde ihnen jedenfalls nicht auch noch vom Gesetzgeber (und damit auch von der Gesellschaft) dafür der rote Teppich ausgerollt.

    Das ist die selbe Heuchelei wie Christen, die die ganze Zeit ach so schockiert sind über Missbrauchsskandale in kirchlichen Einrichtungen, ohne je auf die Idee zu kommen, mal ihre eigene Religion daraufhin abzuklopfen, ob nicht vielleicht in der christlichen Lehre der Missbrauch schon vorprogrammiert ist, wenn man einerseits Gehorsam und kindliches Opferverhalten fördert und andererseits Sexualität unterdrückt und Menschen stigmatisiert, die nicht nach den gängigen Moralvorstellungen leben wollen.

    Deine ständigen Versuche, das System zu verteidigen, sind ehrlich gesagt auch völlig Fehl am Platze in einem Forum wie diesem, und ich frage mich wirklich von Tag zu Tag mehr, was du hier eigentlich noch verloren hast, abgesehen von der alten Verbundenheit mit einigen Leuten hier.

    Wenn dir das System so gefällt, dann leb doch im System und mach mit, und erfreu dich daran, und schreib in einem Forum für Systemfreunde! Da kannst du dir dann auch wunderbar mit denen zusammen das Maul darüber zerreißen, wie schlimm und tragisch das Versagen Einzelner ist, wenn mal wieder irgendwo ein Kind missbraucht oder geschlagen worden ist, oder ein Amoklauf passiert. Das sind dann auch immer nur ein paar tragische, bedauernswerte Einzelfälle...

    aber meine Denkweise zielt eher darauf ab, zu hinterfragen, warum Einzelne so werden und was sie so egoistisch oder psychopathisch werden lässt. Und da muss man eben ganz klar sagen, ist der Hauptgrund einfach das beschissene System, die Politik der herrschenden Klasse und die verlogenen Konventionen und Moralvorstellungen jener Gesellschaft, die du bei jeder sich bietenden Gelegenheit verteidigst.

    Stichwort Kinderheim Cighid. Kannst du dir auf Youtube noch ansehen. Vielleicht fühlst du dich hinterher wirklich besser.

    Der Verweis darauf, dass es anderswo noch schlechter ist, ist ja auch so ein Reflex der Systemlinge, sobald man mal ihr System kritisiert. Als zweites "Totschlagsargument" kommt dann meistens: "Wenn es dir hier nicht passt, kannst du ja auswandern." Aber auch das ist ja von dir irgendwo schonmal ernsthaft gebracht worden... :dash::dash::dash:

    Bei allem Respekt vor deiner Diskussionsfreude und der intelligenten Wortwahl (die dir sicher keiner absprechen möchte...)

    Aber du schreibst manchmal so einen BULLSHIT, dass sich mir die Zehennägel hochbiegen.

  • Nein, eben nicht! Es liegt begründet im System, welches das Versagen Einzelner nicht nur begünstigt, sondern regelrecht forciert.

    Ich weiß, dass das in deinem Kopf so gesehen wird. Ich ziehe jedoch das Differenzieren vor und höre mir den konkreten Einzelfall an, statt den Hasen schon tot zu sehen, obwohl der Jäger noch gar nicht geschossen hat.

    Anhand von Marcs Schilderung erkenne ich nichts anderes, als was ich aufgedröselt habe. Er scheint mir als Beteiligter auch nicht zu widersprechen. Du jedoch leidest an einem Verfolgungswahn, warst gar nicht dabei, weißt aber mit absoluter Sicherheit, dass alles ganz böse ist. Weil so und nicht anders ist das System! Man will dir nur Schlechtes, dabei hast du wohl das sorgloseste Leben von allen hier.

    Ich frage mich zum Beispiel, ob du den Konkurrenzkampf auf dem Wohnungsmarkt je mal erlebt hast, wo man wie ein unterwürfiger Bittsteller sich komplett nackt machen muss, nur um überhaupt in eine engere Wahl aufgenommen zu werden. Eine engere Wahl derer, die monatlich im großen Maße abgezockt wird, nur um ein Dach über den Kopf zu haben und nicht auf der Straße schlafen zu müssen. Das Thema Wohnen ist eines der größten unserer Zeit, doch von dir hat man davon noch nie (!) etwas gehört. Schon seltsam. Hauptsache das System muss weg. Was auch immer damit gemeint ist. Und wer auch immer damit gemeint ist. Hauptsache alles Scheiße. Und je größer der Gegner, desto leichter lässt sich irgendwo auch ein Rädchen finden, auf das man seinen gesamten Hass projizieren kann. Irgendwann macht jeder Fehler. Nur geduldig warten, dann schlägst du zu wie so eine Schlange aus dem Nichts.

    Solange etwas gut läuft, wird's unter den Teppich gekehrt. Natürlich läuft im Scheißsystem gar nichts gut, drum geht es dir so gut. Scheiß Staat!

    Hätten Minderjährige mehr Rechte, etwa das Recht, selbst über ihren Aufenthaltsort bestimmen zu dürfen, wären solche Zustände überhaupt nicht möglich.

    Heimkinder finden vor allem deshalb dort ein Zuhause, weil sich niemand sonst kümmert. Wo geht man denn sonst so hin, wenn man niemanden hat? Erzähl doch mal, statt deine großen Reden zu schwingen. Du schwebst auf deiner rosaroten Wolke und hast keinen Plan von der Welt, die sich außerhalb deiner Provinz abspielt. Übrigens einer Region in Deutschland, der es blendend geht. Genau dort schlägt das Herz der Anarchie und der Rebellion. Ja wo denn auch sonst!?!? Andere Spähren sind dir unbekannt. Maximal vom Hörensagen, den Rest dichtest du dir dazu, weil du dir ja schon immer Geschichten ausgedacht hast und darin besonders gut bist.

    Ich erlebe gerade aus nächster Nähe einen Fall von Heimunterbringung. Da wird sich wirklich viel Mühe gegeben und es gibt auch kein System dahinter (das meinte ich mit "Dekret"), was finstere Pläne erdenkt und zum Spaß in Verbindung mit anderen Bösartigkeiten ausführen lässt. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Selten so viel Courage gesehen von Menschen, die wirklich für die Sache leben. Nicht ohne Grund gehen in diesen Bereich vor allem jene linken Personenkreise, deren Metier diese soziale Arbeit viel mehr entspricht, als sich in der freien Wirtschaft zu prostituieren.

    Der Staat fungiert in den Heimen als Geldgeber und das war auch gemeint, als ich diese facettenreiche Unterstüzung hervorhob. Da sind wir anderen Ländern tatsächlich meilenweit voraus. Streitest du das etwa ab? Nein? Wieso darf ich es trotzdem nicht erwähnen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Und doch gehört es nun mal zur Wahrheit dazu. Wenn du an ihr doch nur tatsächlich mal interessiert wärst...

    Doch du kehrst lieber alles solange unter den Teppich, bis sich mal wieder ein Skandal auftut und du wieder richtig vom Leder ziehen kannst. Das ist dämlich und eher afd-Style. Die kommen auch immer nur dann aus ihren Löchern gekrochen, wenn ein Flüchtling irgend etwas angestellt hat. Kennst einen, kennste alle. Glaubst du ernsthaft, dass sämtliche Flüchtlinge kriminell sind und nur böses im Schilde führen? Nein? Bei anderen Themen glaubst du es aber völlig problemlos. Scheinst wohl doch nicht so ein freier Geist zu sein.

    Klar könnte es trotzdem Leute geben, die irgendwelche Kinder irgendwo einsperren, oder Eltern die ihre Kinder zuhause schlagen... aber es würde ihnen jedenfalls nicht auch noch vom Gesetzgeber (und damit auch von der Gesellschaft) dafür der rote Teppich ausgerollt.

    Stichwort Kindeswohlgefährdung. Da rollt gewiss niemand den roten Teppich aus. Was für ein Unsinn. Mach dich mal drüber schlau und sieh, welche Hebel in Bewegung gesetzt werden.

    Allerdings befürchte ich, dass es bei dir mal wieder an der Interpretation hapern wird. Plötzlich greift der Staat zu sehr in die Familien ein und entreißt den Eltern ihre Kinder! Es bräuchte sich dann niemand wundern, wenn eines Tages hier die ganzen Psychowracks stranden und ihr Leid klagen. Böser Staat, du hast es ja immer schon gewusst!

    Das ist die selbe Heuchelei wie Christen, die die ganze Zeit ach so schockiert sind über Missbrauchsskandale in kirchlichen Einrichtungen, ohne je auf die Idee zu kommen, mal ihre eigene Religion daraufhin abzuklopfen

    Ja ja, aber wehe ich ziehe vergleiche zu anderen System. Das ist dann schlimm. Wenn du aber von irgendwas faselst, was gar nicht Thema ist, geht das natürlich als absolut valider Punkt durch.

    Nur weil die Kirche seit Jahren Mist baut, tut es das Heim in meiner Stadt nicht auch. Das ist absurd und eine Herleitung, die dir nur allzu gut in den Kram passt. Genauso könnte man auch unterstellen: du hast den Schokoriegel aus dem Regal geklaut, denn das hat letzte Woche auch schon jemand gemacht!

    Du würdest ausflippen, wenn jemand nach einer derartigen Logik verurteilt werden würde. Du würdest pochen auf die individuelle Beurteilung des Falles. Machen aber andere genau das, dann sind es unwürdige Systemlinge.

    Deine ständigen Versuche, das System zu verteidigen, sind ehrlich gesagt auch völlig Fehl am Platze in einem Forum wie diesem, und ich frage mich wirklich von Tag zu Tag mehr, was du hier eigentlich noch verloren hast,

    Die Frage gebe ich gerne an dich weiter. Du bist Nutznießer dieses Systems, hast es dir darin gemütlich gemacht und schickst lediglich ab und an mal eine süffisante Botschaft aus deinem Exil, in dem es dir an nichts mangelt.

    Es darf also durchaus die Frage gestellt werden, was DU hier eigentlich willst. Du bist weder interessiert, das System zu verändern (Nichtwähler, auf Demos gehst du auch nicht), noch Krankheiten zu bekämpfen (Impfgegner), noch willst du anderweitig an der Veränderung der Gesellschaft mitwirken, weil bei dir nur das Draufschlagen zählt. Du bist gar nicht fähig, auch mal zuzuhören. Alles was dir nicht in den Kram passt, lässt bei dir sofort "die Zehennägel hochbiegen"

    Scheint mir eine typische Ursache zu sein, wenn man seit Jahren auf der Stelle tritt.

    Wenn dir das System so gefällt, dann leb doch im System und mach mit, und erfreu dich daran, und schreib in einem Forum für Systemfreunde!

    Es ist schon sehr bedenklich, dass die Fähigkeit zu differenzieren und einzuordnen, nachzudenken und das Bewerten von Sachverhalten, unabängig ob es eine Mehrheitsmeinung findet, direkt mit einer Freundschaft zum System gleichgestellt wird. Wenn das System wirklich so drauf ist, wieso stemmst du dich dann so dagegen? Dachte, diese Ideale seien dir alle mal wichtig gewesen.

    Dir fallen in deinem Wahn ja schon länger nicht mehr die Widersprüche in deinen Aussagen auf. Du bist längst ein Systemling in deinem eigenen System des Hasses und der Hetze geworden. Jeder, der wirklich ein freier Geist ist, hat noch so etwas wie Menschlichkeit in sich, lebt ohne Rollenbilder und scheut sich auch nicht, seine Meinung offen zu bekennen, obwohl er genau ahnt, dass das so gar nicht gut ankommen könnte und wieder einen Shitstorm lostritt. Ich mach's trotzdem. Ich ducke mich nicht weg, stehe zu dem, was ich denke und scheue auch keine Diskussion. Anfeindungen sowieso nicht. Von wem auch? Es bist doch ohnehin nur immer du, der ständig mit denselben Themen um die Ecke kommt. Entweder es geht gegen mich oder gegen den Staat. Ab und zu wird auch mal wieder etwas Anarchie gefordert, dann aber neigt sich dein Repertoire schon dem Ende zu. Der Dian von früher war nicht so stereotypisch, er konnte sich ewig lang zu Themen auslassen, weil er sie von allen Seiten beleuchtet hat. Weil er auch mal die Pro-Seiten erwähnt hat. Heute immer nur Contra, Contra und Corona. Mir kommt das so vor, wie jemand, der sich selbst nur noch in die Tasche lügt und wie Margot Honecker in ihrem Exil noch die unvergessene DDR hochhält. Nur mit dem Unterschied, dass sie für ihre Überzeugung den Staat, das System und alles andere, was ihr zuwider war, tatsächlich hinter sich gelassen hat - worauf du hingegen schon seit Jahrzehnten warten lässt. Ist ja ekelhaft wie du an diesem System hängst.

    Wenn dir das System so gefällt, dann leb doch im System

    Wenn du das System so sehr hasst, dann leb' doch ohne das System. Wie wäre denn das mal?

    Bei mir stellt sich weit weniger ein Widerspruch ein, wenn ich so lebe, wie ich es in meinen Texten schreibe. Aber ob das bei dir auch so ist? I doubt it.

    Da kannst du dir dann auch wunderbar mit denen zusammen das Maul darüber zerreißen, wie schlimm und tragisch das Versagen Einzelner ist, wenn mal wieder irgendwo ein Kind missbraucht oder geschlagen worden ist, oder ein Amoklauf passiert.

    Hattest du nicht gefordert, dass man beim Thema bleiben soll und nicht irgendwelche willkürrlichen Vergleiche an Land zieht?

    Marc hat doch ziemlich gut geschildert, dass ihm nicht nur Schlechtes widerfahren ist. Wäre die These mit dem Versagen (oder in diesem Fall dem kämpferischen Bemühen) des Einzelnen so unwahr, wie konnte es dann trotzdem dazu kommen?

    Ich sag es dir: weil es eben nicht ein großtes Ganzes gibt (und ich auch immer bemüht bin, nicht einer unter zig anderen zu sein, die alle nach Schema F agieren). Du aber wärst so einer. Früher wärst du es nicht gewesen, heute aber schon. Das liest sich schon in deinen ganzen Gewaltfantasien, was du mit Leuten, die ihren Müll irgendwo haben liegen lassen, alles anstellen würdest. Du hast ein Mindset drauf wie so ein autoritärer Vater aus den 50er Jahren, hältst dich dabei aber für den größten Anarchisten mit einem unendlich freien Geist. Wird Zeit, dass du endlich auch mal systemkritisch in deiner eigenen Bubble agierst.

  • 'Staat' und 'System' sind sicherlich keine monolithischen Blöcke, aber Positives kommt eben nur teilweise raus, wenn sich an den Entscheidungsstellen mal korrekte Menschen befinden. Das Schulsystem ist mit guten Lehrern natürlich besser als Homeschooling durch religiöse Fundamentalisten, und Kinder, die aus gewalttätigen Familien rausgenommen werden. sind sicher besser dran. Umgekehrt gibt's eben leider genug Beispiele für staatlichen Missbrauch und miese Typen an den Entscheidungsstellen.

    Es gibt auch menschlich korrekte Polizisten und Richter, die keine völligen Arschlöcher sind (okay, mir ist noch keiner von letzteren begegnet). Es wird auch niemand behaupten, dass wir das ganze 'System' in absehbarer Zeit abschaffen oder auch nur nachhaltig reformieren können. Die Tendenz geht ja eher in die falsche Richtung, mehr Kompetenzen für die Polizei, mehr Überwachung etc. Insofern sind mir Leute, die vielleicht etwas undifferenziert gegen Behörden hetzen immer noch lieber als z.B. rot-grüne Staatsfreunde, die ausnahmslos legalistisch argumentieren. Ich sehe das differenziert und pragmatisch: In vielen Situation braucht es leider Polizei und Justiz (oder staatliche Beschulung und staatliche Sozialdienste), aber vielen anderen Situationen ist 'Selbstjustiz' die bessere Antwort. Insofern hab ich natürlich ein rein instrumentelles Verhältnis zu diesem Staat. Aber genug Allgemeinplätze und Phrasen fürs Erste.

    Why do we fall?

  • Das Thema Wohnen ist eines der größten unserer Zeit, doch von dir hat man davon noch nie (!) etwas gehört. Schon seltsam. Hauptsache das System muss weg.

    Ohje, das ist mal wieder Unmensch, wie er leibt und lebt...

    Immer, wenn dir die Argumente ausgehen, kommst du mit irgendwelchen völlig deplatzierten Vergleichen daher oder verdrehst die Argumente der Gegenseite so lang, bis es so aussieht, als ob du die Logik auf deiner Seite hättest.

    Wir reden über Gewalt und Willkür in Kinderheimen, und du fängst plötzlich damit an, mir vorzuwerfen, dass ich nichts gegen die Zustände am Wohnungsmarkt sagen würde. :pillepalle: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Was hat es mit meiner privilegierten Wohnsituation zu tun? Ich war auch nie in einem Kinderheim behördlicher Willkür ausgesetzt, kann aber ja wohl trotzdem eine Meinung darüber haben. Genau wie ich auch eine Meinung zu der Wohnungsproblematik habe, die ich übrigens auch schon öfters geäußert habe... daher hast du mit deiner Aussage nicht nur das Thema verfehlt, sondern die Aussage ist auch noch sachlich falsch.

    Irgendwo in der Unity-Philosophie oder im Anhang davon steht mit Sicherheit etwas darüber, dass man jedem jungen Menschen einen eigenen Rückzugsort zur Verfügung stellen sollte, der nur diesem allein gehört und wo ihm keiner reinreden kann. Eine eigene, wetterfeste Behausung sollte ein Grundrecht sein, und nichts, was man erst mühsam mieten oder kaufen muss. Das war schon immer meine Ansicht dazu, ebenso wie ich diesen Mietkult in Deutschland sicher auch schon irgendwo mal kritisiert habe, weil ich es ziemlich krank finde, dass selbst in "ärmeren" Ländern wie Spanien oder Griechenland der Anteil an Menschen, die ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung besitzen, größer ist als in Deutschland, wo die meisten nur auf Miete leben.

    Es ist jetzt nicht mein wichtigstes Thema, über das ich ständig Videos mache, das geb ich ja zu. Aber nicht deshalb, weil ich das Thema für unwichtig halten würde, sondern weil ich eben meinen Schwerpunkt nicht auf sozialpolitischen Themen habe. Ich rede ja auch nicht ständig über Mindestlöhne oder Rente, sondern lieber über freiheitliche Themen, aber deshalb bin ich ja noch lang kein Neoliberaler. Dass ich für Grundeinkommen bin und eben auch für Grundrecht auf Wohnung, sollte eigentlich klar sein.

    Heimkinder finden vor allem deshalb dort ein Zuhause, weil sich niemand sonst kümmert. Wo geht man denn sonst so hin, wenn man niemanden hat? Erzähl doch mal, statt deine großen Reden zu schwingen.

    Ähm... es ist doch gerade das von dir so leidenschaftlich verteidigte System, das dafür sorgt, dass es so wenig alternative Wohnprojekte und Kommunen gibt, in die sich junge Menschen flüchten könnten, die sich anderswo nirgends zuhause fühlen. Würde man die bösen Hausbesetzer nicht immer aus ihren Häusern vertreiben, hätte sich dort eine viel bessere Gegenkultur entwickeln können, die Zuflucht für Straßenkinder und von ihren Eltern vernachlässigte oder schlecht behandelte Kinder bieten könnte. Aber dank des Systems stehen die Leute, die sowas aufbauen wollen, ja immer mit einem Bein im Knast.

    Mal ganz abgesehen davon, dass jugendlichen Ausreißern ja auch sofort der komplette Staatsapparat hinterhergeschickt wird, und das liebe System eben so mit dazu beiträgt, dass sie schnell wieder eingefangen und zurück zu ihren prügelnden Eltern gebracht werden. (oder in das nächste Heim, wo man sie halt auch nicht unbedingt danach fragt, ob es ihnen da gefällt, weil die Meinung von Minderjährigen in unserem System reichlich irrelevant ist)

    Dass es auch Angestellte in solchen Einrichtungen gibt, die sich aufrichtig für junge Menschen einsetzen und denen helfen wollen, bestreitet übrigens keiner. Genau wie es auch Lehrer gibt, die es gutmeinen und für ihre Schüler das Bestmögliche rauszuholen versuchen. Dadurch wird das Schulsystem als solches aber auch nicht besser, sondern es ist eher so, dass diese Leute trotz des Systems etwas Gutes tun... ich denke aber, engagierte Menschen würde es auch ohne das System geben, bzw. die könnten dann vermutlich sogar noch viel besser arbeiten und helfen, wenn man ihnen nicht ständig bürokratische Hürden in den Weg legen würde.