Klingt nicht gut. Willst du detaillierter darauf eingehen?
Was kotzt euch heute an?
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Wie es aussieht werde ich dieses Jahr nicht versetzt. "Dank" der Umstellung auf G9 dürfte ich dann gleich 2 Jahre länger in der Schule sitzen...
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Klingt nicht gut. Willst du detaillierter darauf eingehen?
Kommt vieles zusammen manchmal. Am schlimmsten ist die psychische Erkrankung und die halbe Tonne Medis, die nicht richtig wirken. Die Anhedonie macht mir zu schaffen, ich schaffe es total schwer, mal an irgendetwas Spaß zu haben. Zur Zeit sind mir die Hände gebunden, in meinem Leben voranzukommen. Habe den Führerschein angefangen, aber das Straßenverkehrsamt will zum zweiten Mal eine Bescheinigung meines Arztes, dass ich fahrtauglich bin - die ich ihnen jetzt geschickt hab. So lange kann ich nicht weitermachen. Ich habe auch einen Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt, auch da kann ich derzeit nur warten - wenn es klappt, bis Herbst.
Kurzum: Krankheit scheiße, Bürokratie scheiße.
Danke der Nachfrage und sorry fürs Auskotzen. :>[b]https://www.youtube.com/watch?v=_IJrWu3CNvo[/b]
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Das kenn ich gut. Nach meiner akuten Psychose hat sich bei mir sone Phase eingeschlichen, in der ich keine Freude mehr empfinden konnte. Es war ein Dauerzustand aus Angst vor allem, Niedergeschlagenheit, rund um die Uhr, außer im Schlaf. Das ging bestimmt 2 Jahre oder so so. Hab mir in dieser Phase immer gesagt, dieser Zustand kann nicht für immer sein, irgendwann muss es dir mal besser gehen, und irgendwann wurde es auch langsam besser, ich hab zwar immer noch Phasen der Niedergeschlagenheit, aber sie sind nicht mehr durchgehend da.
Die Medikamente, die ich für angebliche Antriebssteigerung bekommen hab, haben auch irgendwie gar nicht geholfen, irgendwie hab ich eher das Gefühl, dass das Hirn einfach Zeit brauchte, um sich wieder ordentlich zu sortieren. Hatte Trevilor bekommen und noch irgendeins, weiß nicht mehr den Namen. Na ja, ich hab da das Gefühl, dass die Scheiße gar nicht richtig hilft, vielleicht muss man selbst davon überzeugt sein, damits im Hirn Veränderungen vornimmt und man setzt bei einigen Medikamenten auf einen Placebo-Effekt, weiß ich nicht, mag ja bei anderen vielleicht helfen diese Psychopharmaka.
Bis ich meinen Platz, in dem ich jetzt bin, bekommen hab, ist auch ein gutes halbes Jahr vergangen. In der Zeit war ich dann krank geschrieben, da war ich eigentlich auch ganz froh drum, weil ich mit meinem Sein zu dem Zeitpunkt lieber abgeschottet gelebt hab. Aber als es dann mal losging, war ich auch zufrieden, es bringt schon was, unter Gleichgesinnten zu sein und "aufgehoben" zu sein, nicht dauernd maximale Leistung erbringen zu müssen usw... -
Zitat von Celdur
Hab mir in dieser Phase immer gesagt, dieser Zustand kann nicht für immer sein, irgendwann muss es dir mal besser gehen, und irgendwann wurde es auch langsam besser, ich hab zwar immer noch Phasen der Niedergeschlagenheit, aber sie sind nicht mehr durchgehend da.
Diese Denkweise ist wichtig. Für mich ist es eine Art Glaube, der Glaube an die Tragfähigkeit des Lebens. Ich versuche mich oft daran zu erinnern, das bislang kein Unglück ewig währte und nach den miesesten Phasen immer auch noch gute Dinge passierten. Und ich finde es erfreulich, dass es dir besser geht.
Zitat von CeldurDie Medikamente, die ich für angebliche Antriebssteigerung bekommen hab, haben auch irgendwie gar nicht geholfen, irgendwie hab ich eher das Gefühl, dass das Hirn einfach Zeit brauchte, um sich wieder ordentlich zu sortieren. Hatte Trevilor bekommen und noch irgendeins, weiß nicht mehr den Namen. Na ja, ich hab da das Gefühl, dass die Scheiße gar nicht richtig hilft, vielleicht muss man selbst davon überzeugt sein, damits im Hirn Veränderungen vornimmt und man setzt bei einigen Medikamenten auf einen Placebo-Effekt, weiß ich nicht, mag ja bei anderen vielleicht helfen diese Psychopharmaka.
Gerade bei Antidepressiva scheints echt pure Rumprobiererei zu sein. Man trifft auch Leute, die nach bestimmten Antidepressiva im positiven Sinne wie ausgewechselt wirken. Aber um zu diesen Leuten zu gehören muss man scheinbar Glück haben, oder vielleicht wirklich den Glauben. Meist haben diese Leute jedoch vorher zig AD ausprobiert ohne Erfolg.
Zitat von CeldurBis ich meinen Platz, in dem ich jetzt bin, bekommen hab, ist auch ein gutes halbes Jahr vergangen. In der Zeit war ich dann krank geschrieben, da war ich eigentlich auch ganz froh drum, weil ich mit meinem Sein zu dem Zeitpunkt lieber abgeschottet gelebt hab. Aber als es dann mal losging, war ich auch zufrieden, es bringt schon was, unter Gleichgesinnten zu sein und "aufgehoben" zu sein, nicht dauernd maximale Leistung erbringen zu müssen usw...
Da stimme ich absolut zu, so einen Ort zu finden ist wichtig. Jedoch gibt es auch Bürokraten, die versuchen, alles zu verweigern, was viel Geld kostet. Und solche LTA-Sachen kosten viel Geld. Aus meiner vor kurzem beendeten medizinischen Reha ergibt sich (laut denen) ein Anspruch auf berufliche Reha. Antrag ist gestellt - bis dahin bleibt mir wohl ebenfalls nur der von dir erwähnte Abschottungsmodus.
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Zu Antideppresiva: Es gibt verschidene Antideppresiva und da muss man eng mit seinem Arzt zusammen Arbeiten und auch welche Ausprobiren. Da Antideppresiva unterschiedlich bei Menschen wirken und man deshalb die Perfekte erst finden muss. Deshalb muss man da auch mit seinem Arzt zusammenarbeiten, der einen da dann berahten kann und so durch Ausprobiren, die Perfekte Antideppresiva für dich zu finden.
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maksim, eigentlich bin ich ja echt froh, jetzt da zu sein, wo ich bin, da kann man wirklich der Sozialkrüppel sein, der man ist.

Willst du eigentlich wieder auf den 1. Arbeitsmarkt? Ich glaub, als psychisch Erkrankter ist es sehr schwer, sich wieder unter die "Normaloarbeiter" zu mischen. Bei uns schaffen ganz wenige den Absprung, viele sind schon 10+ Jahre da beschäftigt.Ich muss jetzt mal sagen, dass ich eigentlich drei Psychopharmaka genommen habe, und eins jetzt immer noch nehme, das ist Zyprexa, und das soll gegen Psychose helfen, und das hilft bei mir auch, in dem Sinne, dass ich keine Halluzinationen mehr erlebe. Einzige von mir wahrgenommene Nebenwirkung war, dass ich anfangs kein Sättigungsgefühl mehr hatte, und ich gefuttert hab, bis sonstwas. Na gut, ist eigentlich was Positives gewesen, denn als ich mit meiner Psychose ins Krankenhaus kam, wog ich 55 Kilo oder sowas bei 1,90m. Also eigentlich denk ich doch schon, dass Psychopharmaka das Hirn "manipulieren" kann. Spürte ich auch beim Absetzen des Trevilors, da kamen ab und zu für ein paar Sekunden komische Wellen ausm Hirn.
Aber das Trevilor und das andere, von dem ich den Namen nicht mehr hab (fing mit A an glaub ich), die sollten laut Ärzten ja aufmunternd wirken, hab ich aber nix von gespürt. Wie gesagt, bei anderen mögen sie wirken. Und ich hab wohl nicht genug Psychopharmaka ausprobiert, um objektiv sagen zu dürfen, dass mir gar nichts davon hilft.(Edit - hoffe es ist nicht zu viel, wenn ich n bisschen meine Erfahrungen hier teile.)
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Zyprexa kommt für mich nicht in Frage, da es Zwänge allgemein verstärkt. Und ich bin leider ziemlich zwanghaft.
Darüber hinaus wiege ich schon ca. 105 kg bei 190 cm - Zyprexa ist ja soweit ich weiß der König unter den Gewichtszunahme hervorrufenden Neuroleptika. Auch deshalb nichts für mich.
Ich nehme z.Z. Seroquel und Risperdal und komme mit beiden zurecht. Auch wenn die Nebenwirkungen nicht unerheblich sind. Risperdal bspw. lindert Zwänge und Wahn, verstärkt jedoch die Depression.Freue mich, dass du sowohl mit Medikation als auch Arbeitsplatz gut fährst

Erst einmal will ich im Berufsförderungswerk eine kaufmännische Ausbildung machen. Ich war da schon mal und kam sehr gut zurecht, auch inhaltlich. Ausgerechnet dann wurde ich aber erstmals nach sieben stabilen Jahren ernsthaft krank und musste in die Klinik. Da ich länger als sechs Wochen in der Klinik war, musste ich die Sache abbrechen.
Im zweiten Anlauf wird das, denke ich, nicht passieren. Also erst einmal das absolvieren - danach überlege ich mir das mit dem Arbeitsmarkt.Zitat von Celdur(Edit - hoffe es ist nicht zu viel, wenn ich n bisschen meine Erfahrungen hier teile.)
Alles gut! Unterhalte mich bzw. lese hier immer gerne.
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Muss natürlich jeder für sich wissen, was er einnimmt und was nicht. Zyprexa war das erste Neuroleptika, das ich bekam, und ist bis heute mein Weggefährte. Optimal wäre es natürlich, ganz ohne Neuroleptika auskommen zu können, aber bei mir z.B. wüsste ich nicht, ob nicht die Psychose wieder ausbricht, wenn ich es absetze. Müsste man vielleicht einfach mal probieren.
Jup, Zyprexa lässt einen wirklich aufgehen.
Mit Seroquel und Risperdal hab ich mich jetzt nicht so auseinandergesetzt, aber es ist gut, dass du damit zurechtkommst.Mir geht es eigentlich recht gut mit der Medikation, muss halt nur aufpassen, dass ich mir nicht zuviel zumute, dann werde ich recht schnell niedergeschlagen. Allgemein mute ich mir manchmal zu viel zu, was der Körper mit Unwohlsein quittiert, ich bin da wahrscheinlich noch in der Zeit verhaftet, in der ich mit meinem Körper fröhlich umherhüpfen konnte, wie ich wollte. Muss mich echt mal damit arrangieren, die Grenzen, die der Körper mir aufzeigt, zu akzeptieren.
Viel Glück mit dem Berufsförderungswerk! Hoffe, du kannst das durchziehen - und mit dem ersten Arbeitsmarkt kannst du ja immer noch schauen. Auch wenn das vielleicht jetzt nach Schönmalerei klingt, aber eigentlich bin ich froh, dass man, erkrankt man ernsthaft, doch aufgefangen wird und einem solche Möglichkeiten gegeben werden. Auch wenn man vielleicht meinen könnte, diese ganze Rehabilitationsmaßnahmen dienen einzig dem Zweck, die eigene Arbeitskraft wieder so arbeitstauglich zu machen, damit man auf dem 1. Arbeitsmarkt fleißig wieder seine Steuern berappen darf.
Aber dann wiederum ist es ja so, dass die Vermittlungsquote auf den ersten Arbeitsmarkt von solchen Einrichtungen (also welche, wie die, wo ich jetzt arbeite, keine Ahnung, wie das bei BFW ist) relativ gering ist, solche Einrichtungen quasi "Verwahranstalten" für psychisch Erkrankte sind. Paradox.Zitat von maksimAlles gut! Unterhalte mich bzw. lese hier immer gerne.
Na ja, hab halt so das Gefühl, zu Ich-bezogen zu schreiben, was ich dann im nächsten Post versuche, mit nicht allzu sehr Ich-bezogenen Inhalt zu relativieren, was mir dann im Nachhinein aber wahrscheinlich wieder nicht gelungen ist!
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Zitat von Celdur
Aber dann wiederum ist es ja so, dass die Vermittlungsquote auf den ersten Arbeitsmarkt von solchen Einrichtungen (also welche, wie die, wo ich jetzt arbeite, keine Ahnung, wie das bei BFW ist) relativ gering ist, solche Einrichtungen quasi "Verwahranstalten" für psychisch Erkrankte sind. Paradox.
Basiert die Teilnahme eigentlich auf Freiwilligkeit?
Meine Maßnahme ist ja nun seit ende letzter Woche auch vorbei. Ich dachte ich hätte jetzt endlich mal eine Zeitlang meine Ruhe und am Anfang der Woche ging es mir dann auch richtig gut, mal nichts mehr zu müssen. Aber dann kam schon wieder der nächste Brief vom Jobcenter, mit der Aufforderung am Montag zu einem Termin zu erscheinen und jetzt ist meine Verfassung wieder am Tiefpunkt.
Ich würde ja jetzt langsam gerne mal zum Sozialamt wechseln, um endlich weniger Druck ausgeliefert zu sein. Aber irgendwie habe ich auch Angst davor vom Amtsarzt als Arbeitstauglich eingestuft zu werden, was mir den kompletten Boden unter den Füßen wegziehen würde, da ich definitiv nicht arbeitsfähig bin.Ich werde jetzt am Montag zunächst mal versuchen eine dreiwöchige Ortsabwesenheit zu beantragen und anschließend lasse ich mich wohl mal zum Amtsarzt schicken. Was mir zudem ein mulmiges Gefühl bereitet ist dass mein zuständiger Sachbearbeiter beim Jobcenter gewechselt ist und ich den der aktuell für mich zuständig ist gar nicht kenne und somit auch überhaupt nicht einschätzen kann.
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