Welt/System ohne 'Geld'

Es gibt 141 Antworten in diesem Thema, welches 38.909 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Juli 2022 um 08:20) ist von Edrey.

  • Mir schwebt dazu spontan das gruselige social credit system chinas vor xD

    Ja, das ist nicht von der Hand zu weisen. Kam mir dann unweigerlich auch in den Sinn, als ich es ausformuliert habe.

    Wofür es Karma oder Geld aufs Konto gäbe, müsste ja trotzdem geklärt werden und wenn man sich darüber sozialverträglich einigen kann, braucht man ja eigentlich auch kein Karmasystem. Man wirtschaftet eben so, dass alle profitieren, anstatt Karmagewinner und Karmaverlierer zu haben.

    Vielleicht lebt man dort - ähnlich wie auf Erden - jeder für sich, weil es sich langfristig so etabliert hat. Und mit einer größeren "Nachbarschaft" schwindet auch die Bereitschaft, einfach so gemeinschaftlich anzupacken. Sind ja potentiell genug andere vorhanden; da wird schon irgendwer helfen <-- sagt sich ein jeder.

    Spätestens wenn nicht im sozialistischen Einheitsleben verweilt wird, braucht man ein Vergütungsmittel. Zum Beispiel weil derjenige, dem einmal bei seinem Hüttendach geholfen wurde, nicht einsieht, erst den Pool für einen anderen auszuheben, und die nächsten Tage beim Einrichten der Gästezimmer zur Verfügung zu stehen. Zwar könnte er mit mehr Karmapunkten sich selbst irgendwann auch einen Palast bauen (lassen), aber es kristallisiert sich eben schon heraus, dass manche das gar nicht wollen und ihre Arbeit nur verrichten, weil sie müssen, und weniger aus einem ehrlichen, sozialen Antrieb.

    Das wirft natürlich Probleme und zu erzählende Lösungsansätze auf. Irgend ein fragiles Gerüst muss die Geschichte natürlich schon bekommen. Eine Welt, in der sich jeder nur hilft und alles wie am Schnürchen läuft, ist in der Theorie zwar gut, aber eben auch nur dort.

  • @Unmensch , die Idee mit dem Karmasystem hatte ich auch so ähnlich. Aber genau die Punkte die Yatan aufgeführt hat, kamen mir dann auch in den Sinn. Deshalb habe ich es (zumindest bisher) nicht etabliert oder genauer beschrieben.

    Also viele wohnen für sich in Familien, in Wohnungen, Gemeinschaftskreise (kleine Wohnungen gebündelt mit gemeinsamer Versorgung) oder jetzt habe ich auch ein WG-Konzept, wo jeder trotzdem seinen eigenen Wohnbereich hat (2 Zimmer + Bad) und nur die Küche und ein Gemeinschaftsbereich geteilt wird.

    Doch wie bei uns, das jemand allein am Arsch der Welt wohnt, gibts dort eher selten. Die meisten sind in Dörfer oder in Gemeinschaftswohnungen.

    Jeder hilft jeden - ist nicht ganz so, jeder versucht jene zu helfen, die Fragen. Also ist es in einem viel kleineren Kreis.

    Ich mein, bei uns fragt auch nicht der Bauer vom anderen Eck des Dorfes, ob man ihm beim Umgraben hilft, sondern höchstens der Nachbar unmittelbar oder im näheren Umfeld, wenn nicht nur direkt Freunde.

    Zur Arbeit gehen ja auch die meisten und da wird auftragsbezogen gearbeitet, natürlich möglichst regional.
    Darüber habe ich aber bisher nicht viel geschrieben. Einmal ist jemand 'Gärtner' und wird spontan noch zu einem Auftrag gerufen, ansonsten (und auch wenn gerade kein Auftrag da ist), wird das Dorf durchlaufen, geflickt, repariert, verschönert, also wirklich: frei Schnauze gestaltet.

    Jemand anderes ist super flexibel und hilft mal da aus und mal dort. An einem Tag eine Versammlung bestühlen, am anderen Kellnern und beim nächsten wieder etwas aufbauen oder daheim im Garten beim Feld helfen,... was halt anfällt oder wo die Person gerade gebraucht wird.

    Das Konzept baut sich daher darauf auf, dass es in den jeweiligen Gemeinden untereinander geholfen wird. Und sich die Arbeit aufgeteilt wird. mhm... mit Karmapunkten müsste wieder alles registriert und bewertet werden, was ja dort eigentlich nicht gemacht werden soll. Es gibt ja nicht mal ne Versicherungsnummer ^^ von Steuernummer sind sie auch weit entfernt. Freiwillig kann man sich aber natürlich an ein paar Stellen registrieren und dann auch an Arbeit kommen oder am Volksentscheid teilnehmen.

    Wie genau das ganze System dann funktioniert, ist wohl eher was für den zweiten Teil.

    Eine Welt, in der sich jeder nur hilft und alles wie am Schnürchen läuft, ist in der Theorie zwar gut, aber eben auch nur dort.

    Mir fällt nur nicht ein, was ich an meiner Idealwelt "kaputt" machen soll. Was eben nicht so gut läuft wirtschaftlich betrachtet.

    Gut es kann natürlich sein, dass mal Ressourcen knapp sind, weil die Ernte schlecht war. Dann gibts halt vom Gemüse "x" nicht so viel diese Saison. Oder Probleme in Lieferketten kann es ja auch mal geben ;)

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Mir fällt nur nicht ein, was ich an meiner Idealwelt "kaputt" machen soll. Was eben nicht so gut läuft wirtschaftlich betrachtet.

    Gut es kann natürlich sein, dass mal Ressourcen knapp sind, weil die Ernte schlecht war. Dann gibts halt vom Gemüse "x" nicht so viel diese Saison. Oder Probleme in Lieferketten kann es ja auch mal geben ;)

    Klingt ganz so, als ob es auf Verderben dort nichts Schlechtes gibt. Aber welche Geschichte wird dann eigentlich erzählt? :desert:

    Eine Utopie, eine neue Unity-Philosophie? Bringe doch mal etwas Action rein. :sniper::rocketlauncher:^_^

  • Klingt ganz so, als ob es auf Verderben dort nichts Schlechtes gibt. Aber welche Geschichte wird dann eigentlich erzählt? :desert:

    Eine Utopie, eine neue Unity-Philosophie? Bringe doch mal etwas Action rein. :sniper:

    Klingt so.

    Aber gibt es, Rassismus, bzw. Speziesmus gibt's. Und was erzählt wird? Ganz einfach, alles, das System und die Gesellschaft. Als würde es in Storys immer nur um was schlechtes gehen. Pfff.

    Es geht um die Wesen, um Tiere, um Politik, Kultur, Lebensweisen und alles was zwischenmenschlich passiert. Es ist eben eine Erlebnisreise und kein Action-Thriller.

    Und bisher ist mein Eindruck, dass es trotzdem interessant und spannend genug ist, auch ohne klassischem Spannungsbogen.

    Sag mal, willst Du es eigentlich lesen?

    Würde mich freuen auch wenn ich schon fast Angst hätte, dass Du es mir zerlegst. :roll:

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    - August Bebel

  • Sag mal, willst Du es eigentlich lesen?

    Wenn zu viele Fantasy-Elemente drin sind (und so klingt es bisher) dann ist das nichts für mich. Wenn es an der Wirklichkeit angelegt ist, sieht der Fall anders aus - auch wenn ich bereits jetzt eine stringente Storyline vermisse, die mich abholt.

    Ich glaube, es geht hierbei eher um eine Stadtrundfahrt durch eine skurrile Welt, die mit unserer so gar nichts zu tun hat. Wobei: Klug genug, auf Geld zu verzichten, sind sie ja, erliegen dann aber doch solch primitiven Unterscheidungen, die in Rassismus und Herrenrasse münden.

    Klingt fast so, als ob die nächste Konsequenz dann ist, bedrucktes Papier einführen und jeder nach dem Aufstehen woanders hinfährt, dort seinen Tag verbringt und am Abend nach Hause zum Schlafen kommt, um dieses bedruckte Papier schließlich zu erhalten.

    Vielleicht wird es aber doch eine sehr abgedrehte Geschichte.

    Lass mich raten: Es gibt weder Protagonisten, die Namen tragen, noch Dialoge, die untereinander gesprochen werden?

  • Wenn es an der Wirklichkeit angelegt ist, sieht der Fall anders aus

    So ist es gedacht. Also ich versuche es schon sehr realistisch zu halten und Google auch stellenweise, wie es bei uns ist und ob es dort machbar ist. Also Teleportation gibt's da jetzt nicht und fantasy... Je nachdem wie man es beurteilt, klar sind die Tiere dort ausgedacht und die Spiele, das Essen, Die Sprache und auch Zeichen. Geht ja kaum anders.

    Ich glaube, es geht hierbei eher um eine Stadtrundfahrt durch eine skurrile Welt, die mit unserer so gar nichts zu tun hat

    Naja bissl größer ist die Rundfahrt oder eher der Rundgang schon.

    Mit unserer hat es reichlich viel zu tun, was mir sogar schon kritisiert wurde.

    erliegen dann aber doch solch primitiven Unterscheidungen, die in Rassismus und Herrenrasse münden.

    Mhm... Es ist ein Volk/Kultur, welche nicht per se rassistisch ist, sondern sehr vorsichtig gegenüber Neuem und meinen Protagonisten daher ablehnen, weil es ja realistisch ist, haben diese quasi die Position der Menschen inne: Kenn ich nicht, lass mal wegsperren und schauen was es macht.

    Lass mich raten: Es gibt weder Protagonisten, die Namen tragen, noch Dialoge, die untereinander gesprochen werden?

    Gibt's. Einen Hauptprota und viele zeitweilige Nebenrollen. Dialoge existieren natürlich auch - wie soll man es sonst alles erklären? Dort geht es ja gerade um das Miteinander, um Beziehungen und den tieferen Kontakt zueinander.

    Hat somit etwas von Dians Büchern, In welchen es auch um tiefere Freundschaften geht. Nur, dass es dort eher Alltag ist.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

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    - August Bebel

  • Einen Hauptprota und viele zeitweilige Nebenrollen. Dialoge existieren natürlich auch - wie soll man es sonst alles erklären?

    Im Sinne einer Es war einmal-Geschichte ginge das natürlich schon. Deshalb nahm ich auch an, es spielt sich als eine Art Rundfahrt ab; ein Vorbeischauen in diverse Situation dortigen Lebens. Andererseits kommt man damit nicht auf annähernd 400 Seiten. Die müssen ja erst mal gefüllt sein. Das geht quasi gar nicht ohne eine durchaus komplexe Geschichte zu spinnen (oder aber alles sehr detailliert zu erzählen).

    Hat somit etwas von Dians Büchern, In welchen es auch um tiefere Freundschaften geht. Nur, dass es dort eher Alltag ist.

    Das ist meist ein Erfolgsgarant.

    Hoffe auf eine Exemplar im ePUB-Format. :love:

  • eine Art Rundfahrt ab; ein Vorbeischauen in diverse Situation dortigen Lebens

    Ach so meintest du das. Nein. Es ist halt wirklich eine 1:1 Erlebnisreise in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Hauptprota (der ein Mensch ist). Dabei bin ich bemüht, dass der Leser ähnliche Gefühle durchlebt, wie mein Protagonist, was durchaus verwirrend sein kann.

    Das ist meist ein Erfolgsgarant.

    Hoffe auf eine Exemplar im ePUB-Format. :love:

    Das klingt ironisch? Bin mir aber nicht sicher.

    Es wird halt als Ebook auf allen gängigen Plattformen verfügbar sein. Oder als Taschenbuch im A5 Format.

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    - August Bebel

  • Das klingt ironisch? Bin mir aber nicht sicher.

    Keineswegs. Der letzte Saint war sehr gut!

    Ich will mal abwarten auf das fertige Ergebnis. Sollte dein Erstlingswerk (?) nicht weit über 400 Seiten werden, dann bin ich durchaus offen für diese Fantasy-Welt, die in manchen Belangen wohl doch einiges anders und besser macht als Planet Erde.

  • Keineswegs. Der letzte Saint war sehr gut!

    Ich will mal abwarten auf das fertige Ergebnis. Sollte dein Erstlingswerk (?) nicht weit über 400 Seiten werden, dann bin ich durchaus offen für diese Fantasy-Welt, die in manchen Belangen wohl doch einiges anders und besser macht als Planet Erde.

    Dann ist ja gut.

    Ich habe von Dian nur eins gelesen, kann mir aber schon denken, dass es in den meisten um Beziehungen und Co geht.

    Es ist mein erstes Eigenes, ja.

    Mit einem Freund habe ich schon mal ein anderes Buch geschrieben, somit bin ich nicht ganz ein Anfänger ;) und da ich schon seit ich klein bin schreibe, gehe ich mal davon aus, dass es nicht ganz so schlecht wird, wie es oft bei ersten Büchern ist.

    Ich denke es werden um die 400 Buchseiten.

    Bin gespannt, was Du davon hältst!

    Und Danke für das ganze Feedback und die Resonanzen.

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    - August Bebel