Update zur Corona - Lage

Es gibt 2.035 Antworten in diesem Thema, welches 494.614 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. April 2024 um 10:44) ist von Lonewolf.

  • Stell dir vor, ich war auch zwei Jahrzehnte in linken Zusammenhängen aktiv und erlaube mir gerade aus diesem Grund, soziale Bewegungen nach den Erfahrungen der Krisenproteste, Platzbesetzungen etc. auch kritisch zu hinterfragen,

    anstatt mich einfach nur dem 'In group'-Effekt einer angeblichen 'globalen Bewegung' hinzugeben. Dass du konsequent kritischen Nachfragen ausweichst, zeigt eben schön, wie es um deine Selbstreflexion bestellt ist. Scheinbar bist du nicht bereit, denselben kritischen Anspruch, den du an die Linke heranträgst, auch auf deine 'globale Bewegung' anzuwenden.

    Das zieht sich ja schön durch die entsprechenden sozialen Medien und ist auch hier im Thread zu beobachten: Man selbst hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und alle Verschwörungen durchschaut, die anderen sind dumme Schlafschafe, Lauterbachjünger etc.

    Diese Tendenz zur selbstgerechten Vereinfachung lässt mich eben sehr skeptisch auf die diffusen Alternativen blicken, die hier angeboten werden.

    Why do we fall?

  • Dieser Link schmerzt echt heftig. Meine Hochachtung, dass du dir sowas freiwillig anschaust ...

    "Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird." – Die Russische Revolution, Hrsg. Paul Levi, Verlag Gesellschaft und Erziehung G.m.b.H., 1922, S. 109,

    Ich halte das Zitat von Rosa Luxemburg für eine ganz gute Grundlage für eine anarchistische Idee. Was denkt ihr, wie sollte Anarchismus aussehen und wie können wir uns in unserer Gesellschaft schonmal auf diesen vorbereiten? Im Moment erstmal ganz theoretisch. In naher Zukunft ist das sowieso eher ausgeschlossen.

    Sorry, aber Du bist einfach ein kleiner Bilderbuchanarchist.

    Vor den Gründen, weswegen Menschen auf die Strasse gehen, sollte ein Anachist immer Respekt haben.

    Und man sollte dann als Anarchist auch fähig sein, einen gemeinsamen Nenner zu finden, der die Bedürfnisse aller berücksichtigt und nicht einen Teil der Menschen in körperlichen Zwangsmaßnahmen zu stecken plant. Ja, die Lösungssuche ist manchmal kompliziert und kann auch Zeit in Anspruch nehmen.

    In jedem Falle aber, sollte man sich umfangreich damit auseinandersetzen und den Menschen Gehör schenken.

    Und in jedem Falle gilt für Anarchisten das Prinzip von Unten nach Oben - nicht von Oben nach Unten. Die Bedürfnisse einzelner Menschen sind zu respektieren und nicht durch übergeordnete Zwangsmaßnahmen zu sabotieren.

    Eine anarchistische Ur-Formel ist die Dezentralität und Machtverteilung. Die derzeitigen Maßnahmen -die Du verteidigst- bedeuten mehr Zentralität, mehr Machtkonzentration und stehen deshalb konträr zur anarchistischen Organisationsform.

  • Lonewolf, ist doch kein Problem. Alles gut.

    Du meinst was Entscheidendes fehlt?

    Geimpften Pflegern wird zu wenig Solidarität entgegengebracht? Oder etwas anderes fehlt?

    --> mal Dein eigenes Transparent! Schreibe Deinen eigenen Text! Und komm auf die Strasse bzw. organisiere Dich.

    Ich muss und werde Dich nicht so beliefern, dass Du 100% zufrieden bist. Selber machen ist besser!

    Früher riefen die Linken auf fast jeder Demo "Bürger lasst das Glotzen sein - kommt herunter und reiht euch ein!"

    Heute glotzen die Linken. Und sollten sich diesen alten Spruch dringend zu Herzen nehmen und sich konstruktiv beteiligen.

  • Einfach nur peinlich, was du hier ablieferst ...

    Versuch es mal mit Selbstreflektion. Vielleicht kommst du auf den Trichter.

    Du redest hier, ohne die Worte zu verwenden, von absoluter Querfront.

  • Guter Vorschlag, mit einem entscheidenden Haken: Kritikloses Einreihen und Mitlaufen ist gewiss nicht die Lösung, sondern der Todesstoß für jeden sozialen Protest. Aus Querfrontstrategien sind noch nie die progressiven Strömungen als Gewinner hervorgegangen.

    Nimm dir mal lieber ein Beispiel an der Gruppe, die Mathias vor kurzem verlinkt hat: https://twitter.com/antifaautonom?lang=de

    Den reinen Glauben an den manifestierten Volkswillen konnten vielleicht noch die Anarchisten des 19. Jahrhunderts hegen, heute sollten wir etwas weiter sein.

    Why do we fall?

  • Kann ich nicht, nein. Wird auch klar im Video gesagt, dass die Medien extrem verantwortlich dafür ist.

    Du meinst, die medien sind verantwortlich für die Spaltung? Seh ich genauso. Aber die Covidioten schreien doch grad alle im Einheitschor, dass es keine Spaltung gibt. Kann sein, dass ich den Beitrag verwechselt hab. Lauterbach schwurbelt jetzt - nachdem die Propaganda abgeschlossen ist, die Leute manipuliert und auf den Impfzwang vorbereitet sind davon, dass Angst- und Panikmache unangebracht sind. Dabei war es seine Clique, die Kindern eingeredet hat, am Tod ihrer Großeltern schuld zu sein und co.

    Hier noch ein netter Arschtritt für die Loyalitäts-schwurbler:

  • _604_

    Ist schon echt vermessen von den Medien, dass die Impfgegner mit Impfgegnern in Verbindung bringen. Na holla hie ... Wie können die nur ...

  • Guter Vorschlag, mit einem entscheidenden Haken: Kritikloses Einreihen und Mitlaufen ist gewiss nicht die Lösung, sondern der Todesstoß für jeden sozialen Protest. Aus Querfrontstrategien sind noch nie die progressiven Strömungen als Gewinner hervorgegangen.

    Nimm dir mal lieber ein Beispiel an der Gruppe, die Mathias vor kurzem verlinkt hat: https://twitter.com/antifaautonom?lang=de

    Den reinen Glauben an den manifestierten Volkswillen konnten vielleicht noch die Anarchisten des 19. Jahrhunderts hegen, heute sollten wir etwas weiter sein.

    Du hast ja recht. Allerdings sind die Anarchisten noch NIE als Gewinner hervorgegangen. Auch bei einer Linksfront unterlagen die Anachisten früher oder später heftiger Repression bzw. wurden an die Wand gestellt.

    Vielleicht sollte man eher zwischen antiautoritären, dezentralen, basisdemokratischen (imperatives Mandat) Ideologien und autoritären, zentralistischen Ideologien unterscheiden.

    Mit links und rechts haben Anarchisten eigentlich wenig zu tun.

    Vielleicht sollte man eben schauen, welche Menschengruppen sich mit der Formel "jeder nach seinen Bedürfnissen - ohne andere einzuschränken" am ehesten identifizieren und mit diesen in Dialog treten.

    Impfzwang und ein einseitiger, zentraler Umgang mit Corona werden es definitiv nicht sein, weil sehr viele Menschen einfach überrannt werden.