Kinderserien

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 9.621 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (6. November 2021 um 16:20) ist von SeeBee.

  • Ich habe "Avatar - der Herr der Elemente" geliebt.

    Die Serie hat mir Exuser Nemesus mal für meine Kinder empfohlen, weil sie so wahnsinnig tiefgründig und spirituell angehaucht sein soll. Ich seh da jetzt auf den ersten blick nichts, was sie vom tiefgang her von "standardmist"wie spongebob unterscheidet. Was ich von spongebob mitbekommen habe, fand ich immerhin witzig und im gegensatz zu avatar, wollte meine tochter das auch gern weiterschauen. Was hat dir an dieser avatarserie denn am meisten gefallen?

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • oh.

    Also entweder hast Du da nicht richtig mitgeschaut oder ich hype das zu sehr.

    Die Serie hat sehr viel Tiefgang finde ich.

    Man sieht die Entwicklung der einzelnen Protagonisten sehr gut, von Band zu Band. Vom "bösen" und fehlgeleiteten Suko, der am Ende ein aufgeschlossener und treuer Verbündeter wird. Bis hin zu Aang, der in den ersten Folgen extrem kindlich ist und sich immer weiterentwickelt.

    Der Fortschritt, die Story, die Hintergründe. Einige Dilemmas und die ganze Dynamik. Es ist kein Krieg gegen "Gut und böse", es ist ein Krieg gegen 3 Nationen, das Böse ist nicht nur böse und das gute auch nicht immer gut.

    Ich finde das Elemente-bändigen toll, auch die Beziehungsentwicklung, der Truppe. Und das sie offen für weitere Mitglieder sind.

    Spongebob hingegen... Ist halt "immer dasselbe" und stupides Burgerbraten und Co. Klar.

    Tiefgang kann man überall finden.

    Aber Avatar ist, so finde ich, doch deutlich intellektueller. Schätze, dass ist auch erst was ab 8 oder 10 Jahre. Früher wohl etwas zu kompliziert. Spongebob ist für alle, da muss man nicht viel "verstehen".

    Da geht es auch nicht unbedingt um "witzig". Sondern um die Story. Aber es gibt vereinzelt auch witzige Stellen. Manchmal auch nur theoretisch.

    Müsstest es dir wirklich zusammenhängend reinziehen um es beurteilen zu können.

    Bei Spongebob ist es ja völlig egal, wie/wo man anfängt.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • Müsstest es dir wirklich zusammenhängend reinziehen um es beurteilen zu können.

    Ich hab nur die erste Folge gesehen. So wie du das schilderst, scheint da ja doch mehr drin zu stecken, thx.

    Für das yatanische Volk, Yatanistan und den gelenkten Yatanismus!

  • Ja, die erste ist ja nichtssagend. Da wird ja nur ganz kurz angerissen. Man hat noch keinen Überblick über die ganze Story - wie er im Eis gelandet ist, was dahinter steht und und und. :D Da passiert noch so irre viel.

    Es lebe die Freiheit, die Meinungsäußerung und der Respekt anderen gegenüber.

    „Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen.“

    - August Bebel

  • spongebob... haha. der hats in sich. ich überleg mir dauernd was ich früher dauernd angeschaut hab...

    ein colt für alle fälle, masters of the universe, und die 2 mexikanischen frösche waren geil haha... bugs bunny... sendung mit der maus..

    löwenzahn... etwas später dann denver clan, hart aber herzlich, lindenstrasse...

    aber nichts wo ich sagen würde, das hat mich jetzt überdurchschnittlich gefesselt oder geprägt... mir ging's schon von frühester kindheit an am arsch vorbei XD

    oh ich glaub das erste woran ich mich erinnere war bonanza... fast vergessen...

  • Vor den Riesen bei den fraggels hatte ich als kind immer schiss, lol.

    haha... ja doch, mir waren die auch immer unheimlich :p

    Das hier ist auch geil:

    Jetzt weiss ich auch, warum ich mich heute nicht impfen lassen will.... XD

  • Ein Colt für alle Fälle hab ich auch immer geschaut. Für ARD/ZDF-Verhältnisse war das damals der absolute Action-Kracher. Mehr Ballerei und Autoverfolgungsjagden ging damals nicht... es sei denn, man hatte das Glück, mal ausnahmsweise etwas länger aufbleiben zu dürfen und sich einen Schimanski-Tatort oder einen James Bond-Film anschauen zu dürfen.

    Gleichzeitig wundere ich mich aber auch jedes Mal, was für Mist wir uns damals alles reingezogen haben. Ich meine, es war ja echt nicht nur Löwenzahn, Sendung mit der Maus und Co., was rückblendend betrachtet immer alle voll loben, wie gut und pädagogisch wertvoll damals doch das Kinderprogramm gewesen ist.

    Aber Hart aber herzlich? Trio mit vier Fäusten? Agentin mit Herz?

    Eine Serie über ein spießiges Millionärs-Ehepaar, die ihren Luxus zur Schau stellen, sich von ihrem senilen alten Butler sämtliche Arbeit abnehmen lassen und nebenher aus lauter Langeweile Mordfälle lösen? Da frage ich mich heute auch: Wo lag da der pädagogische Mehrwert? War es wenigstens unterhaltsam und spannend?

    Damals hat man es vermutlich so empfunden. Heute würde ich das keine 5 Minuten aushalten.

    Also wir waren damals nicht gerade anspruchsvoll. So gesehen kann man den Kids von heute auch nicht unbedingt immer einen Vorwurf machen, dass sie sich irgendeinen debilen Müll anschauen. Der einzige Vorwurf, den man ihnen machen kann, ist: Ihr habt heute Auswahl. Wir hatten das damals nicht. ;)

  • Eine Serie über ein spießiges Millionärs-Ehepaar, die ihren Luxus zur Schau stellen, sich von ihrem senilen alten Butler sämtliche Arbeit abnehmen lassen und nebenher aus lauter Langeweile Mordfälle lösen?

    Geile Inhaltsbeschreibung XD

    So gesehen kann man den Kids von heute auch nicht unbedingt immer einen Vorwurf machen, dass sie sich irgendeinen debilen Müll anschauen. Der einzige Vorwurf, den man ihnen machen kann, ist: Ihr habt heute Auswahl.

    Mir fällt halt vor allem auf, dass alles viel schneller wird. Hab mir gestern mal ne alte Bonanza folge angeschaut. Das taktet ganz anders, die schnitte gehen viel länger. Aus heutiger Sicht wirkt das ziemlich langatmig.

    Wo lag da der pädagogische Mehrwert?

    Also als Kind hab ich schon sehr gemerkt, wo die Doppelmoral von erwachsenen liegt. Erwachsene schauen auch ne Menge Müll, einfach zum Spass und Zeitvertreib; Kindern gegenüber hängen sie gerne den Moralapostel raus. Das wirkt nicht sehr konsistent. Ich weiß nicht, ob andere Kinder da genauso empfindlich sind wie ich war. Mir wollte man z.b. recht früh verbieten, die Tagesshow mit anzuschauen. Für mich war das damals unbegreiflich, weil mir schon klar war, was Nachrichten sind usw. Warum verbietet man einem Kind zu schauen, was da berichtet wird, was ja (Nachtrag: relativ genau so) auch real passiert.

    Letztens hatte ich's mit dem Dönermann kurz vom Corona-Wahn. Seine Tochter kam dann rein (etwa 8-10) und er macht nur so eine Geste von wegen "ruhig, die soll das nicht mitbekommen" und meinte dann nur "Die sitzen halt am längeren Hebel". Kinder sind halt auch nicht dumm. Die merken das schon. Mich haben solche offensichtlichen "Lügen" - und das ist es ja, wenn auch mit Rechtfertigung, jedenfalls geprägt.