Verschwörungstheorien zum Coronavirus

Es gibt 170 Antworten in diesem Thema, welches 66.840 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Juli 2022 um 20:27) ist von Marc Gerhard.

  • Ich finde es ja irgendwie lustig, wenn irgendwelche (vermutlich tendenziell linksgrünen) "Demokratie-Freunde" plötzlich auf die Erkenntnis kommen, dass die Polizei auf dem rechten Auge blind ist.

    Dass Polizei und Staat grundsätzlich kacke sind und überwunden werden sollten, war eigentlich mal so vor 50 Jahren eine Art Grundübereinkunft, auf die man sich im antibürgerlichen Lager geeinigt hatte, und die als selbstverständlich angesehen wurde.

    Heute gibt es gutbürgerliche Antifa-Sympathisanten, die für eine bessere und gerechtere Welt sind, aber gleichzeitig den Staat und dessen Repressionsmethoden gutheißen, so lange sie sich gegen Andersdenkende richten und nicht gegen sie selbst und ihre eigene Ideologie.

    Und die Gegenseite ist natürlich auch nicht viel besser, wenn sie da mit SA-Methoden aufmarschieren und ihre Ewiggestrigkeits-Flaggen hissen. Wobei sie ja vielleicht auch nur das machen, was die Protestbewegungen der Linken halt schon seit 60 Jahren tun, nur eben mit etwas anderen ideologischen Zielen.

    Da stellt sich die Frage: Was soll die Polizei denn nun genau machen? Rechte und linke "Störer" gleich behandeln? Also auch die linken Kliimaaktivisten knüppeln, wenn sie irgendwo eine Straße blockieren, so wie die Rechten da jetzt diese Kundgebung gestört haben?

    Das würde dem Verfasser dieses Artikels ja vermutlich auch nicht gefallen.

    Also soll die Polizei besser Gesinnungsjustiz betreiben und nur diejenigen knüppeln, die die falsche Gesinnung haben? :hmm:

    Das kann aber leider schnell nach hinten losgehen... denn wer legt denn fest, was gerade die falsche Gesinnung ist? Und was eine menschliche, gerechte und fortschrittliche Gesinnung ist, für die man demonstrieren darf?

    Letztlich legen es doch immer diejenigen fest, die gerade an der Macht sind und die Medien und die Justiz kontrollieren. Aber auch diese Äußerung ist für manche aus der heutigen "linksgrünversifften Gutmenschenfraktion" ja schon Schwurbelei und eine rechte Verschwörungstheorie...

    Irgendwann in den letzten 30, 40 Jahren muss die Menschheit falsch abgebogen sein, und ich hab es nicht so ganz mitbekommen.

  • Dian : Kann es sein, dass du das in dem falschen Thread gepostet hast?

    Dann kannst du meine Antwort (Entwurf aus meinem Buch) gleich mit verschieben. Das bringt es eigentlich recht gut auf den Punkt was ich denke, ganz generell zum Thema globaler Anarchismus im 21. Jh.

    Ich vermute mal, der Beitrag gehört in "anarchistische antifa kritik" - Was Deine Bedenken dazu angeht, dass die linken im Endeffekt nur den neuen Faschismus/Totalitarismus befeuern (Ich sag das immer noch so deutlich, auch wenn du es nur als Schuss benennst, der nach hinten losgehen kann) - da geb ich dir vollkommen recht

  • @ SeeBee:
    Ich bezog mich eigentlich auf den vorigen Post von mi san thrope:

    Demokratiefest von Querdenkern überrant Hallo Menschen. Ich möchte euch von einem Ereignis berichten, dass sich letztes Wochenende in Neustadt an der Weinstraße ereignet... http://www.reddit.com


    Na da kommt doch Freude auf.

    Und klar könnte man das alles auch in einen anderen Thread verschieben. Aber wir müssen es mit der Ordnungswut ja auch nicht übertreiben. :D

  • Das bringt es eigentlich recht gut auf den Punkt was ich denke, ganz generell zum Thema globaler Anarchismus im 21. Jh.

    Auch wenn ich es nicht gern tue, weil ich es lieber etwas idealistischer sehen wollte... aber ich muss dem, was du da geschrieben hast, wohl zu großen Teilen zustimmen.

    Es ist alles so miteinander verzahnt und das hierarchische und kollektivistische Denken ist so in den Köpfen drin seit hunderten oder tausenden von Jahren... wir kommen aus der Nummer nicht mehr so einfach raus.

    Ich weiß zwar, was aus idealistischer und utopischer Sicht richtig wäre, aber was konkrete Lösungsansätze angeht, werde ich zunehmend ratloser, und es wird eben auch um so schwieriger, je komplexer die Welt und die darin vorhandenen Abhängigkeitsverhältnisse sind.

  • Heute gibt es gutbürgerliche Antifa-Sympathisanten, die für eine bessere und gerechtere Welt sind, aber gleichzeitig den Staat und dessen Repressionsmethoden gutheißen, so lange sie sich gegen Andersdenkende richten und nicht gegen sie selbst und ihre eigene Ideologie.

    Ich sehe nicht wirklich, wo du hier eine Veränderung ausmachst. Bürgerliche Demokraten befürworten natürlich das staatliche Gewaltmonopol. Und sie fordern, dass dieser Staat gegen Nazis und 'Verfassungsfeinde' aktiv wird. Das kann man naiv nennen, aber es ist nicht unbedingt inkonsequent. Im vorliegenden Fall hat der Staat bzw. die Polizei eben das Demonstrationsrecht der 'Querdenker' und 'Reichsbürger' höher gestellt als dasjenige der Gegendemonstranten, vermutlich aus primär taktischen Gründen. Dass sich darüber empört wird, dürfte nicht überraschen.

    Why do we fall?

  • Aber wir müssen es mit der Ordnungswut ja auch nicht übertreiben.

    Ne, es passt halt mal gar nicht zu Corona-Verschwörungstheorien (ausser man subsumiert darunter das typische Covidioten-Hater-Geschwätz) Also nicht dein beitrag aber das worauf er sich vermutlich bezogen hat... ;-)

    Deshalb dachte ich, du wolltest auf "Anarchistische Antifa-kritik" antworten. Jetzt ist es mir klar...

  • Ich weiß zwar, was aus idealistischer und utopischer Sicht richtig wäre, aber was konkrete Lösungsansätze angeht, werde ich zunehmend ratloser, und es wird eben auch um so schwieriger, je komplexer die Welt und die darin vorhandenen Abhängigkeitsverhältnisse sind.

    Naja, ich denke, dass vor allem der einzelne Gefragt ist, sich aus der Suppe der Masse und ihrer manipulierbarkeit durch das herauszuheben, was kant gemeint hatte mit "Habe Mut, dich deines verstandes zu bedienen." (Zeitgemäßer Freudscher Versprecher wäre es, statt "bedienen" zu sagen "bemühen" ;-) ) Der Krasse zeitgemäße Gegenpol ist der meme-Dialog: "Wie ist das Wetter heute?" - "Was weiss ich, bin ich Meterologe?"

    Utopie... In der Realität ist alles immer nur ein Pol und eine Tendenz. Ein wenig mehr anarchismus könnte man wagen, wenn man als einziger weniger obrigkeitshörig ist und weniger jubelt, wenn der Staat repressive Maßnahmen gegen dissidenten fährt. Und das tut er lange. [Mit Hilfe der s.g. Transatlantifa]

    Anarchistische Tendenzen wären eine ganz normales Gewürz in der Suppe, was die Demokratie vielleicht wieder etwas herstellen könnte. (Besonders groß war sie seit Anbeginn der BRD nicht aber heute ist es eine Katastrophe)

  • Ich sehe nicht wirklich, wo du hier eine Veränderung ausmachst. Bürgerliche Demokraten befürworten natürlich das staatliche Gewaltmonopol. Und sie fordern, dass dieser Staat gegen Nazis und 'Verfassungsfeinde' aktiv wird. Das kann man naiv nennen, aber es ist nicht unbedingt inkonsequent. Im vorliegenden Fall hat der Staat bzw. die Polizei eben das Demonstrationsrecht der 'Querdenker' und 'Reichsbürger' höher gestellt als dasjenige der Gegendemonstranten, vermutlich aus primär taktischen Gründen. Dass sich darüber empört wird, dürfte nicht überraschen.

    Opfer Repressiver MAßnahmen sind heute nicht nur "Diktatur"-Schreier auf Covidioten Demos, sondern renomierte Wissenschaftler, die vom Staat in ihrer Existenz zerstört werden, weil sie nicht dem wissenschaftlichen Mainstream folgen, der beiläufig gesagt so gar nicht evident ist. Durch die komplette Maßnahmenchronologie zieht sich das, was Lauterbach so schon wörtlich gesagt hat "Mit dieser Hyopthese arbeiten wir" (Anm: Bei unseren Maßnahmenentscheidungen)

    Von Schwab und WEF Seite wurde das übrigens "No-Regret-Strategie" genannt, dass man auch heute nachdem die ganze scheisse passiert ist, nicht den Hauch eines Bedauerns zeigt. EIn kritikunfähiger Mensch rennt in die scheisse ebenso ein kritikunfähiger Staat, den man dabei nebenher auch noch faschistoid nennt.

  • Dian Ein Prof. Höckerts wurde scheins mit Hausdurchsuchungen terrorisiert und dem Versuch, ihm seinen Doktortitel abzuzerkennen. Bei einigen anderen ist das wohl bereits durch. (Bakdi hat man mit dem Vorwand der Volksverhetzung terrorisiert) Außerdem ist die allgemeine Stimmung so gestrickt, dass es auch zu Repressionen durch LEute kommt, die durch die Staatspropaganda aufgehetzt wurden. Beispielsweise beklagen Impfopfer seit jeher, dass sie - selbst von ärzten - nicht beachtet, ja sogar - auf twitter - ausgeschimpft und beleidigt werden. Dass das alles passiert ist eine Selbstverständlichkeit, wenn man sich die allg. Stimmung im Land anschaut und die methodik, wie diese PR betrieben wurde.

    @Unmensch : Halt die fresse, mit dir rede ich nicht.