Vollkommen werden

    • Vollkommen werden

      Ja, die Frage die sich stellt ist, kann der Mensch sich vervollkommnen?
      Kann ein Mensch immer besser , größer ,weiser und vollkommener werden?Oder ist das nur eine Illusion?
      Ich stelle mir die Frage, ob die alten Weisen die Wahrheit sprechen.
      Als Mensch sollte man immer offen sein dazu lernen und weiser werden, man sollte seine Persönlichkeit entfalten seinen Charakter veredeln und all seine Erfahrungen in Weisheit umwandeln.

      Aber die Frage die ich mir schon länger stelle ist , ist das überhaupt möglich?, oder irren sich womöglich die alten Weisen und Heiligen alle?
    • Jedenfalls, habe ich persönlich nie wirklich das Gefühl gehabt, dass ich vollkommener geworden bin, es kann auch sein dass ich mich selber unterschätze, oder ich bin doch demütiger als ich dachte.Ein klein wenig bin ich glaube ich schon vorangekommen.jedenfalls kann man seine eigene Größe, glaube ich, nicht erkennen. ^ ^

      "je größer das Herz desto größer der Mensch."

      Damals jedenfalls, habe ich daran geglaubt, dass man höhen Erreichen kann, dass man immer besser immer vollkommener wird.Aber nach allem , was ich in den letzten Jahren erlebt habe haben sich zunehmend Zweifel ausgebreitet.
    • Deine Themen /Fragen kreisen rund um das große Thema "Wer bin ich", und sind mit einigem an "innerer Arbeit" und Selbstreflexion verbunden.
      Auf die eigenen Erfahrungen diesbezüglich zurückzublicken halte ich für sinnvoll.
      Wenn man ständig das Gefühl von Fremdbestimmtheit und Konditionierung mit sich herumschleppt, kann das ganz schnell in einer Sackgasse enden.
      Wichtig dabei ist ja auch nicht welche Erfahrungen die Weisen gemacht haben, denn sie haben allesamt ihr eigenes Tal durchschritten, sondern wo ich gerade auf meiner Reise stehe, und wie es mir auf meinem Weg damit geht.
      Wege zur Lösung und Findung des Selbst/Bestimmung gibt es viele. Nicht selten heißt es für den wahrhaftigen Sucher, daß ihn sein Weg finden wird.
    • Eigentlich war die Frage , ob sich der Mensch überhaupt weiterentwickeln kann.Denn dann wäre was man tut nie umsonst.Dann würde es sich lohnen besser in allem zu werden.Da ich scheinbar viele sinnlose und absurdeErfahrungen in der Vergangenheit gemacht habe zweifle ich dass an.Denn ich wüsste nicht wozu das Schicksal mit solch einer Härte zuschlagen sollte.Und welcher (höherer)Sinn oder Lektion in meinen Erlebnissen stecken sollte.

      Ps: Ich bin ein wenig nihilistisch geworden.
    • ShadowX wrote:

      Eigentlich war die Frage , ob sich der Mensch überhaupt weiterentwickeln kann.Denn dann wäre was man tut nie umsonst.Dann würde es sich lohnen besser in allem zu werden.Da ich scheinbar viele sinnlose und absurdeErfahrungen in der Vergangenheit gemacht habe zweifle ich dass an.Denn ich wüsste nicht wozu das Schicksal mit solch einer Härte zuschlagen sollte.Und welcher (höherer)Sinn oder Lektion in meinen Erlebnissen stecken sollte.

      Natürlich kann sich der Mensch weiterentwickeln, aber es gibt eben ne biologische Grenze und man hat nicht ewig Zeit, seine Energie für Sachen zu verballern, die eher zur Unzufriedenheit führen.
      Anstatt z.b. die Abwesenheit einer mystischen Instanz zu bedauern, die den persönlichen Entwicklungsstand als edel und sinnvoll belohnt, lobpreise ich lieber freudbringende Fähigkeiten, die sich vor meinem Ende als nützlich erweisen.

      ShadowX wrote:

      Ps: Ich bin ein wenig nihilistisch geworden.
      Na und. Man kann den Planeten als Ansammlung sinnloser Vermehrung ansehen, ohne den Humor zu verlieren und seiner Existenz etwas gutes abzugewinnen.
      Und irgendwann kommen dann die künstliche, unsterbliche Wesen und lösen den Menschen ab, um noch mehr Unsinn anzustellen.
      ¯\_(ツ)_/¯
    • schreckgeist wrote:

      In einer freiwillig unterwürfigen Gesellschaft, die noch nach archaischen, tierhaften Überzeugungen lebt, endet das nur in gnadenloser Einsamkeit.

      Mal nebenbei, wenn ich an Weisheiten denke, dann kommt mir automatisch die Yoga oder Budda-Ecke vor Augen, was mich ehrlich gesagt nur an Opiumweisheiten und erlernbare Zustandsliebe erinnert. Damit bleibt man quasi bequemlich Devot in seiner Position verharrt, man beginnt sie zu "lieben", was nichts für mich wäre forum.theunity.de/attachment/5…35e5070ab819416dce58cfa08
      Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Rebellen und einem "Devoti" ??

      Der Unterschied liegt im Umgang mit den täglichen, inneren Dämonen.
      Lade sie an deinen Tisch ein, lerne sie kennen und ja - auch lieben!
      Das kommt für mich jedenfalls sehr viel näher an Rebellion ran, als alles andere was du schreibst.
      Das meint ShadowX vielleicht wenn er von 'Vollkommen werden' spricht.
      Wenn ich lerne mich mit allen widrigen Umständen zu arrangieren und mich eben nicht! entscheide im inneren Konflikt zu bleiben, kann ich diesen zu meinem Vorteil nutzen, um zu gucken, wo er denn genau herkommt, und warum mich z.B. manche Sachen negativ triggern und manche überhaupt nicht.
      Diese Entscheidung erfordert für mich sehr viel mehr Mut, als sich kopflos in den Widerstand mit Allem und Jedem zu schmeißen (ohne Erfolg).
    • schreckgeist wrote:

      MiriOm wrote:

      Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Rebellen und einem "Devoti" ??
      Der Devote akzeptiert quasi einfach alles, er bleibt still um niemanden zu verärgern. Ein Rebell hingegen spricht durchaus die Umstände an, die ihn und andere seiner Art bedrücken, gleichgültig davon, ob daraus später etwas gutes oder schlechtes wächst, er probiert es aus. Das selbst-verneinende Einstecken passt nicht zu seinem Charakter.

      MiriOm wrote:

      Der Unterschied liegt im Umgang mit den täglichen, inneren Dämonen.
      Lade sie an deinen Tisch ein, lerne sie kennen und ja - auch lieben!
      Das kommt für mich jedenfalls sehr viel näher an Rebellion ran, als alles andere was du schreibst.
      Wenn du mit inneren Dämonen etwa Erkenntnis und Motivation meinst, reden wir vom Gleichen. Für mich zählt es zu den Erkenntnissen, dass Menschen ihre Freiheit schon oft erkämpfen mussten durch eine Form des Handelns. Lässt man andere über sich dominieren, werden sie zur dominanten Instanz heranwachsen. Es hat viel mit Disziplin zu tun, aber auch eine, die Freiheiten und Verbesserungen für Menschen aufstellt, ihre triebhaften Instinkte und destruktiven Handlungen einzusehen und zu überkommen. Wer aber nur das Akzeptieren lernt, bleibt still.

      MiriOm wrote:

      Wenn ich lerne mich mit allen widrigen Umständen zu arrangieren und mich eben nicht! entscheide im inneren Konflikt zu bleiben, kann ich diesen zu meinem Vorteil nutzen, um zu gucken, wo er denn genau herkommt, und warum mich z.B. manche Sachen negativ triggern und manche überhaupt nicht.
      Ich betrachte dabei nur die Vorschriften, derer kein Mensch freiwillig einwilligen würde, sondern sie von dominantesten Gruppen durch ausgeklügelte Techniken aufgedrückt bekommt. Kein Mensch steckt doch freiwillig Schmerzen und widrige Zustände ein bevor er es durch Adaption lernt. Dass auf dieser Welt vieles triggert, liegt daran, dass Menschen per se frei sein möchten, aber nicht frei sein können, weil sie dazu schon nachdenken/handeln müssten, vor allem ihre irrationale Angst ablegen. Ohne klares Denken geht es leider nicht. Dazu bedarf es einer Selbst-Erkenntnis, was aber halt nur funktioniert, wenn man ausreichend Zeit zur Verfügung hat.
      Also optimiert die "Natur" sich in Richtung neutraler Verträglichkeit und Freiheit, aber der Mensch stellt sich mit seiner individuellen Entscheidungsmacht dazwischen, in dem er dominante Gruppen bildet, durch sie manipuliert oder per Gewalt seine Ziele erreicht.
      Zum Thema lebensbedrohliche Gefahr oder Gewalt fällt mir nur ein, daß ich wirklich niemanden kenne der dabei stillsitzen würde. Was für ein merkwürdiges Bild!
      Zum Thema Zeit für Erkenntnisse: Die viel gepriesenen "Meditationen in Bewegung": Das kann zum Einen beim Hobby passieren, oder auch bei jeglicher, handwerklichen Arbeit die man verrichtet. (Oder eben danach, wenn man drüber geschlafen hat.)
      Ich kenne auch niemanden der mehr oder weniger als 24 Stunden pro Tag dafür übrig hat.
      Die Frage ist halt wirklich, wie ich die Zeit nutze! Ich gucke lieber was auf meinem Teller liegt, und wie ich es am besten verwerten kann, anstatt mich zu beschweren dass Andere ne größere Portion abbekommen haben.
      Das Schauen auf Andere und eventueller Neid, Gefühle von "Ungerechtigkeit" zu kultivieren - Das hält mich am meisten im Status: Handlungsunfähigkeit !
      Gedanken des Widerstands sind ein Bremsprogramm auf dem Weg zur Selbsterkenntnis. Vorsicht!
      * Die Gesellschaft kann sich nur zu dem Grad wandeln zu dem ich mich auch selbst verändere. (Mehrheitsgrad versteht sich.)

      The post was edited 1 time, last by MiriOm: *Edit ().

    • schreckgeist wrote:

      schreckgeist wrote:

      Kein Mensch steckt doch freiwillig Schmerzen und widrige Zustände ein bevor er es durch Adaption lernt.
      Es kommt auf die bereits erlernte Hingabe an, und auf die Art des Schmerzes, darunter auch welche von psychischer Natur.


      Also ich mag es hinter die Kulissen zu sehen, z.B zu hinterfragen, wer sich skrupellos mehr auf den Teller giert und dadurch fundamentale Prinzipien des Zusammenlebens zerstört. Oder wer so manch falsche Vorbilder einführt, die zB auf Betrug oder niederen Instinkten aufbauen. Natürlich ist es mir gleichgültig, ob jemand auf Augenhöhe mehr/weniger besitzt, solange es eben nicht auf verwerflichen Ideen basiert.
      Das verstehe ich nicht. Ich bin nicht masochistisch veranlagt.
      Wenn ich unter etwas zu leiden habe, bin ich in meinem Bereich des Möglichen konsequent und ändere etwas an meiner Situation. Wenn dies (noch) nicht möglich ist, ja, dann leide ich psychisch ein wenig, das stimmt. Dass ich manchmal an einer Situation nichts ändern kann, weil es höchstwahrscheinlich einen Lernzweck für mich beinhaltet, muss ich wohl mit einer gewissen Portion an Hingabe kompensieren. Aber ich verliere dabei nicht den Blick aufs Wesentliche, was bedeutet, daß ich mich zusammen mit der Gesellschaft als Ganzes verändern muss. Da ist einfach zu wenig Platz für Mangelbewusstsein und übersteigerte Skepsis. Sorry, vielleicht denke ich da einfach zu global, und /oder verstehe dich falsch.
    • ShadowX wrote:

      Eigentlich war die Frage , ob sich der Mensch überhaupt weiterentwickeln kann.Denn dann wäre was man tut nie umsonst.Dann würde es sich lohnen besser in allem zu werden.Da ich scheinbar viele sinnlose und absurdeErfahrungen in der Vergangenheit gemacht habe zweifle ich dass an.Denn ich wüsste nicht wozu das Schicksal mit solch einer Härte zuschlagen sollte.Und welcher (höherer)Sinn oder Lektion in meinen Erlebnissen stecken sollte.

      Ps: Ich bin ein wenig nihilistisch geworden.
      Ich habe wohl früh genug die Philosophie des Absurden (Camus) verinnerlicht, sodass ich mir solche Fragen wiederum nicht unbedingt stelle. 'Bad things happen to good people '

      Weiterentwicklung ist schon möglich, aber eben nicht immer linear. Manchmal geht man einen Schritt vor und zwei zurück.

      youtube.com/watch?v=LstIgtkEe50
      Why do we fall?