Die neue rechte Leitkultur

Es gibt 424 Antworten in diesem Thema, welches 167.300 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. Januar 2022 um 23:21) ist von Unmensch.

  • Es ist, wie gesagt, völlig irrelevant, wie du die Begrifflichkeiten definierst. DU entscheidest nicht über die Verwendung der Begriffe in der Öffentlichkeit. Mit deren Verwendung reproduzierst du lediglich den herrschenden Diskurs.

    Ich sage nochmal: Um Leute zu manipulieren werden gernde im herrschenden Diskurs begriffe verdreht und tabuisiert. Davon lasse ich mich lediglich nicht beieindrucken. Damit reproduziere ich nicht den herrschenden Diskurs.


    Wenn du ein Problem mit Gewalt hast, dann distanzier dich halt von Gewalttätern. Macht der Unmensch meines Wissen auch, da habt ihr schon was gemeinsam.

    Woher willst du wissen, dass ich das nicht auch mache. Trotzdem drüber reden wird man wohl dürfen, oder reproduzierst du hier den herrschenden Diskurs, den Leuten das Maul zu verbieten?

    ICh habe es anderswo auch schong gesagt: Wenn wir keine Worte mehr verwenden würden, nur weil sie von irgendwem falsch verwendet wurden, dann stehen wir demnächst auf der Wiese und Blöcken nur noch.

    Wenn mir jemand ein Wort verbieten will, dann frage ich gerne "Wie soll ich denn dann dazu sagen?" - Eine Antwort darauf bekomt man eigentlich selten bis nie.

  • Ich sage nochmal: Um Leute zu manipulieren werden gernde im herrschenden Diskurs begriffe verdreht und tabuisiert. Davon lasse ich mich lediglich nicht beieindrucken. Damit reproduziere ich nicht den herrschenden Diskurs.


    Woher willst du wissen, dass ich das nicht auch mache. Trotzdem drüber reden wird man wohl dürfen, oder reproduzierst du hier den herrschenden Diskurs, den Leuten das Maul zu verbieten?

    ICh habe es anderswo auch schong gesagt: Wenn wir keine Worte mehr verwenden würden, nur weil sie von irgendwem falsch verwendet wurden, dann stehen wir demnächst auf der Wiese und Blöcken nur noch.

    Wenn mir jemand ein Wort verbieten will, dann frage ich gerne "Wie soll ich denn dann dazu sagen?" - Eine Antwort darauf bekomt man eigentlich selten bis nie.

    Ich habe dir bereits eine Antwort genannt, das Problem ist hier einzig deine Begriffsstutzigkeit. Wenn du ein Problem mit Gewalt im politischen Kontext hast, ist das deine Sache - hat nur nix mit 'Extremismus' zu tun. Wir benötigen diese Begriffe nicht, da sie eine Kritik der Verhältnisse nur erschweren. Aber du da selbst in deinem Narrativ festhängst, wonach 'die Bürger' 'gespalten' werden, bist du letztlich von der Erzählung des 'Volkes' , das vor den 'Extremen' geschützt werden muss, nicht weit entfernt. Im Übrigen verbiete ich hier niemandem das Wort, sondern stelle nur fest, dass du ahnungslos bist ;-)

    Why do we fall?

  • Zumindest zum googeln sollte es schon reichen:

    Extremismus – Wikipedia

    Der Begriff wurde und wird nicht 'verdreht' , er ist von bürgerlichen Ideologen erfunden worden und wird bis heute in dieser Form verwendet.

    Was tatsächlich mehr Sinn machen würde, wäre z.B. eine Diskussion über Begriffe, die nicht im heutigen herrschenden Diskurs begründet sind, aber von diesem angeeignet wurden, beispielsweise: Demokratie.

    Why do we fall?

  • Der Begriff wurde und wird nicht 'verdreht' , er ist von bürgerlichen Ideologen erfunden worden und wird bis heute in dieser Form verwendet.


    Was tatsächlich mehr Sinn machen würde, wäre z.B. eine Diskussion über Begriffe, die nicht im heutigen herrschenden Diskurs begründet sind, aber von diesem angeeignet wurden, beispielsweise: Demokratie.

    Nun, wer einen Begriff "erfunden" hat und wer ihn wie verwendet und was er damit ausdrücken will, darüber kann man lange diskutieren (Siehe die Veschwörungstheorie zur Herkunft des Wortes Verschwörungstheorie XD )

    Wenn ich extremismus sage, dann meine ich damit ideologische, extreme, radikale, gewalttätige Sichtweisen. Für mich kann auch der Staat extremistisch sein, der diesen Begriff vermeintlich in die Welt gesetzt hat.


    Ich habe dir bereits eine Antwort genannt, das Problem ist hier einzig deine Begriffsstutzigkeit.

    Dann nenne sie doch bitte einfach nochmal. Dass ich diesen Begriff aus meinem Bewusstsein streiche und deinen neuen verwende, kann ich aber nicht garantieren. Ich finde es eh ziemlich dämlich über Worte zu streiten. Damit soll eine Information transportieren und wenn das nicht klappt, dann kann man das im Gespräch klären. Orwellscher Neusprech schliesst auch Wortverbote ein.

  • beispielsweise: Demokratie.

    Seh ich genauso. Es ist schon teilweise widerwärtig, wie dieser Begriff von den größten demokratiefeinden der politischen Bühne in jedem zweiten Satz verwendet wird.

    Auf "GuteFrage.net" hat mal ein Lehrer geschrieben, ein Schüler hätte gefragt, ob Demokratie nicht auch eine Ideologie wäre. In dem Kontext mit sicherheit . Und eine verlogene dazu auch noch. Demokratie war noch nie im Sinne der Herrschenden. (Der böse Rainer Mausfeld behandelt das Thema recht intensiv)

  • Nun, wer einen Begriff "erfunden" hat und wer ihn wie verwendet und was er damit ausdrücken will, darüber kann man lange diskutieren (Siehe die Veschwörungstheorie zur Herkunft des Wortes Verschwörungstheorie XD )

    Wenn ich extremismus sage, dann meine ich damit ideologische, extreme, radikale, gewalttätige Sichtweisen. Für mich kann auch der Staat extremistisch sein, der diesen Begriff vermeintlich in die Welt gesetzt hat.


    Dann nenne sie doch bitte einfach nochmal. Dass ich diesen Begriff aus meinem Bewusstsein streiche und deinen neuen verwende, kann ich aber nicht garantieren. Ich finde es eh ziemlich dämlich über Worte zu streiten. Damit soll eine Information transportieren und wenn das nicht klappt, dann kann man das im Gespräch klären. Orwellscher Neusprech schliesst auch Wortverbote ein.

    Sag mal, soll ich dir ein Bild malen? Wieso liest du nicht einfach, was ich geschrieben habe? Man muss nicht darüber diskutieren, wer einen Begriff erfunden und geprägt hat, es reicht eine Minute Internet-Recherche.

    Über Begriffe als solche zu streiten und diese in Frage zu stellen ist eine Grundvoraussetzung (!) jeder modernen Gesellschaftskritik, denn (ich wiederhole mich): Begriffe formen unsere Wahrnehmung. Das tun sie sogar soweit, dass der unreflektierte Verstand auf die Idee kommt, einem Begriff als solchem kommt eine eigene Realität zu (wir hatten ja das Beispiel des 'Volksschädlings'). Das ist tatsächlich eine vormoderne Sprachauffassung, mittlerweile haben wir Philosophien wie Diskurs- und Ideologiekritik oder (Post-)Strukturalismus erlebt.

    Aber ich wiederhole mich ja gerne und schreib es auch noch ein drittes Mal: Nach deiner Auffassung sind 'Extremisten' wohl einfach Menschen, die ihre politischen Ansichten mit Gewalt durchsetzen wollen. Bei solchen Festlegungen stellt sich eben immer die Frage, wie eine Gewaltlosigkeit im politischen Bereich letzten Endes aussehen kann - gerade vor dem Hintergrund, dass der politische Gegner nicht unbedingt auf Gewalt verzichtet.

    Why do we fall?

  • es reicht eine Minute Internet-Recherche.

    Wiki weiss alles :lol:

    Du siehst doch, dass ich den Begriff anders verwende und viele andere sicherlich auch. Verbieten lasse ich ihn mir nicht...

    Begriffe formen unsere Wahrnehmung.

    Nein, das was du damit assozierst formt deine Wahrnehmung. und es macht kommunikation kaputt, begriffe zu tabuisieren. Deshalb hab ichs wie gesagt nicht so mit begriffsverboten.

    Eine Alternativbegriff wolltest du ja auch nicht aufzeigen bzw. nochmals wiederholen.

    Aber ich wiederhole mich ja gerne und schreib es auch noch ein drittes Mal: Nach deiner Auffassung sind 'Extremisten' wohl einfach Menschen, die ihre politischen Ansichten mit Gewalt durchsetzen wollen. Bei solchen Festlegungen stellt sich eben immer die Frage, wie eine Gewaltlosigkeit im politischen Bereich letzten Endes aussehen kann - gerade vor dem Hintergrund, dass der politische Gegner nicht unbedingt auf Gewalt verzichtet.

    Das ganze geblubber schreibst du aber nicht jedesmal, wenn du "Extremist" sagen würdest. Mich hätte interessiert, welchen Begriff du stattdessen sagst. Ich sage halt Extremist, solange bis mich jemand mit Gesetzesgewalt unter Androhung von Gewalt dazu zwingt stattdessen "Schwurbonautenführeninspee" zu sagen oder so.

    Also frage ich dich zum vierten mal: Wenn du mir verbieten willst, extremist zu sagen solltest du schon einen Alternativbegriff in der Tasche haben - das ist das mindeste.

  • Das Problem ist, dass du jede Kritik sofort als persönlichen Angriff wertest, anstatt einfach mal einzusehen, dass du falsch liegst. Wir können das Spiel noch seitenlang weiterspielen, aber mir ist das irgendwo auch zu blöd.

    1. Deine Definition ist irrelevant, denn Monsieur Seebee ist keine einzigartige Schneeflocke in seiner kleinen Welt, sondern bewegt sich wie wir alle in einem gesellschaftlichen Kontext.

    2. politischer Gewalttäter, da hast du deinen Alternativbegriff, kurz und prägnant.

    Why do we fall?

  • Was tatsächlich mehr Sinn machen würde, wäre z.B. eine Diskussion über Begriffe, die nicht im heutigen herrschenden Diskurs begründet sind, aber von diesem angeeignet wurden, beispielsweise: Demokratie.

    Dann mach doch. ICh bin drauf eingegangen. Wenn du mich lieber belabern willst, dass ich einen Begriff ersatzlos aus meinem Wortschatz streiche - kannste das natürlich auch machen, damit wirst du aber wenig Erfolg haben. :hammer: