Dian auf Youtube

  • Das wurde jetzt alles so zerrittten, daß ich gar nicht weis um welches Video es im Endeffekt ging. Um das letzte Weihnachtsvideo oder das mit der Nation (das ich nicht kenne) ?

    Das Video hier ist gemeint ! 13:13 haben die "Schminkfotzen" ihren Auftritt ....



    @ Unmensch
    Ich stoße mich jetzt nicht so wirklich an diesem Ausdruck. Aber ich kann gewissermaßen auch deine Position nachvollziehen.
    Aber im Endeffekt würde ich das nicht so dramatisch sehen. Die political Correctness liegt mir ja sowieso etwas ferner, wie du weißt.

    • Offizieller Beitrag

    Ach Gott... ich kann doch nix dafür, wenn manche Linke so humorbefreit sind (oder ein komplett anderes Humorverständnis haben als ich).
    Dass man da jetzt so ne Grundsatzdiskussion draus macht, finde ich irgendwie aber auch schon wieder lustig. ^^ Genau wie ich halt auch den Hornauer lustig finde, und ihn trotzdem für ein selbstverliebtes Arschloch halten kann, mit dem ich privat lieber nicht am selben orange table sitzen möchte. :D Humor ist schon ne seltsame Sache...


    Also rekapitulieren wir mal... um was genau geht es hier eigentlich auf den letzten beiden Seiten dieses Threads?
    Um den von einigen als diskriminierend empfundenen Begriff "Schminkfotze"? Oder ist es die alte "Gutmensch"- und political-correctness-Diskussion, die eben jetzt wieder aufgebrochen ist, weil wir dazu bis heute keinen gemeinsamen Nenner gefunden haben?
    Mir ging es beim Machen des Videos einfach darum, diese fast 40 Minuten irgendwie unterhaltsam zu gestalten, und durch die Auswahl der Bilder und den einen oder anderen verbalen Ausraster ein bissel aufzulockern. Obszönitäten sind da immer eine gute Methode, die sich anbietet... jedenfalls, so lang man es damit nicht übertreibt.


    Die alles entscheidende Frage (über die man sicher diskutieren kann) lautet: Ist das Wort "Fotze" frauenfeindlich?
    Zunächst einmal ist "Fotze" einfach ein vulgärer Ausdruck für das weibliche Geschlechtsorgan. Genau so, wie "Schwanz" eben ein vulgärer Ausdruck für "Penis" ist.
    Im deutschsprachigen Raum haben wir nun das Phänomen, dass "Fotze" ebenso auch als Beleidigung gegen eine (üblicherweise weibliche) Person benutzt werden kann... während "Schwanz" gegen Männer eher selten als Beleidigung benutzt wird.
    Im englischen wiederum sieht es anders aus. Da bezeichnet ja "dick" sowohl das männliche Geschlechtsorgan, aber es ist da sehr wohl auch üblich, dass man es als Beleidigung einsetzt a la "You are such a dick". Ohne dass jetzt jemand auf die Idee kommen würde, dass das männerfeindlich ist, wenn ich einen Kerl so bezeichne. Weil sich das ja üblicherweise auch nicht gegen alle Mitglieder des männlichen Geschlechts richtet, sondern eben nur gegen jemanden, den man für ein Arschloch hält.
    Nenne ich hingegen in Deutschland eine Frau eine "dumme Fotze", dann wird mir vermutlich schnell grundsätzlich frauenfeindliches Gedankengut unterstellt werden, auch wenn ich damit einfach nur meine Abneigung gegen eine bestimmte Person zum Ausdruck bringen möchte.


    Frauenfeindlich wäre es, wenn ich Frauen generell als Fotzen bezeichnen würde. Aber wenn ich von "Schminkfotzen" rede, meine ich damit ja nicht alle Frauen... und natürlich auch nicht alle Frauen, die sich schminken... sondern ich benutze den Begriff als herabwertende Bezeichnung für (üblicherweise weibliche) Menschen, die sehr viel Zeit damit verbringen, ihre Oberfläche zu polieren und sich was darauf einzubilden, dass sie aussehen wie ein Topmodel, obwohl sie vielleicht stattdessen besser mal ihrem Denkorgan und ihrer charakterlichen, innerlichen Schönheit etwas mehr Pflege zukommen lassen sollten.
    Und ich denke, dass das in dem Kontext des Videos auch klar wird, wie ich das meine.

  • Die Reaktion wundert mich nicht. Hatte ja bereits vorausgesagt, dass das eine Einbahnstraße wird. Dian sieht sich, wie immer eigentlich, komplett im Recht und alle anderen seien "Gutmenschen" und überhaupt, einfach nur political-correctness Spinner.


    Wann hat das eigentlich angefangen, dass Menschen, die sich versuchen korrekt im Leben zu verhalten, abgewertet werden und man sie als Gutmenschen brandmarkt, während als Schlechtmensch jede Missetat durchgeht, solange sie von einem selbst begangen wurde?


    Andere Mitmenschen, die sich ähnlich denkfaul oder obszön verhalten, sind direkt dumme Lemminge und gehören dem "Pöbel" an. Die Gesellschaft sei ja so verkommen, doch dass man selbst auch seinen Teil zu dieser Gesellschaft beiträgt, das sieht man nicht. Immer nur die anderen. Hauptsache auf den Ballermann schimpfen, dabei teilen die dort vermutlich haargenau dieselbe Ansicht was political-correctiess betrifft, und dass sich alle mal nicht so haben sollen. Das sei doch lustig, man wolle den Abend etwas "unterhaltsamer gestalten" und man könne doch nichts dafür, wenn Leute ein komplett anderes Humor- und Spassverständnis haben.


    Das ist einfach Doppelmoral. Und Egoismus in Reinform. Man nimmt sich für die eigene Person alles raus, andere hingegen sollen ihren Verstand einschalten, ihren Weg suchen und gerade durchs Leben gehen. Und wenn dieser Weg ist, sich im Gesicht anzumalen, dann wird einem das direkt abgesprochen. Dürfen sie nicht! Schminkfotzen sind das! Aber wehe auch nur irgendeiner will einem die eigenen Videospiele absprechen. Das geht ja wohl mal gar nicht! Was bilden die sich ein, mir vorschreiben zu wollen, was ich in meinen eigenen vier Wänden treibe?


    Statt Differenzierung gibt es jetzt irgendwelche merkwürdigen Herleitungen, die ich zuletzt von besorgten Bürgern gehört habe. Die würden ja auch nicht alle Flüchtlinge meinen, wenn sie ASYLBETRÜGER rausschreien, nein, man meine natürlich nur die, die sich in ihren Augen falsch verhalten. Gegen gut integrierte Flüchtlinge habe man nichts. Man sei weissgott kein Rassist, das würde dies doch ganz klar belegen!

    • Offizieller Beitrag

    Die Reaktion wundert mich nicht. Hatte ja bereits vorausgesagt, dass das eine Einbahnstraße wird.

    Wie sollte ich denn reagieren, damit es dem Herrn Unmensch ins Weltbild passt?


    Möglichkeit 1: Ich mach es wie Ya und poste sowas hier:

    Dann kommt als Antwort vom Unmensch: "War ja klar, dass Dian jetzt wieder versucht, das ganze ins Lächerliche zu ziehen, wenn ihm die Argumente ausgehen."
    Möglichkeit 2: Ich schreib einfach überhaupt nix mehr dazu und kümmere mich um wichtigere Dinge.
    Dann kommt als Antwort vom Unmensch: "War ja klar, dass Dian schweigt, wenn er ertappt worden ist."
    Möglichkeit 3: Ich mach es wie oben und nehme ausführlich dazu Stellung, wie ich die Sache empfinde, und warum ich das gemacht habe.
    Dann kommt als Antwort vom Unmensch: "Statt Differenzierung gibt es jetzt irgendwelche merkwürdigen Herleitungen, die ich zuletzt von besorgten Bürgern gehört habe. Die
    würden ja auch nicht alle Flüchtlinge meinen, wenn sie ASYLBETRÜGER rausschreien, nein, man meine natürlich nur die, die sich in ihren Augen falsch verhalten."
    Wie man auch macht, macht man es verkehrt. Erinnert mich bitte daran, niemals in die Politik zu gehen! Wahrscheinlich würde ich irgendwann "Bei allem Respekt, Frau Merkel, sie sind eine Drecksfotze" sagen, und schon würde man mich mit Schimpf und Schande aus dem Amt jagen. :lol:
    Aber mal ernsthaft:
    Ich bin nun wirklich dagegen, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder sonstiger körperlicher Merkmale in irgendeiner Form diskriminiert werden. Dennoch möchte ich jemand, der dick ist und den ich nicht leiden kann, gern auch mal als "Fettsack" bezeichnen dürfen. Vor allem, wenn es situationsbedingt passt, und wenn es diese Person aufgrund ihres Verhaltens verdient hat. Ich sehe da keinen Widerspruch zwischen "Ich bin gegen Diskriminierung" und "Ich benutze manchmal gern Worte, die verletzend sein können"
    Dafür haben wir doch eine lebendige Sprache, um damit auch mal zu beleidigen oder zu provozieren oder auch mal jemanden richtig niederzumachen, der es verdient hat.
    Natürlich kann ich auch einfach nur unverfänglichere Schimpfworte wie "Arschloch" verwenden, aber "Arschloch" wirkt halt manchmal nicht halb so gut wie "Fotze". Und die deutsche Sprache wäre ein kleines Stück langweiliger, wenn es dieses schöne Wort nicht gäbe.

    Man nimmt sich für die eigene Person alles raus, andere hingegen sollen ihren Verstand einschalten, ihren Weg suchen und gerade durchs Leben gehen. Und wenn dieser Weg ist, sich im Gesicht anzumalen, dann wird einem das direkt abgesprochen. Dürfen sie nicht! Schminkfotzen sind das! Aber wehe auch nur irgendeiner will einem die eigenen Videospiele absprechen. Das geht ja wohl mal gar nicht!

    Ich glaube nicht, dass du mit Bibi so gut über ethische Fragen diskutieren könntest wie mit mir. Aber darfst es gern mal versuchen, und uns dann davon berichten, wie es gelaufen ist. :D
    Übrigens geht es nicht darum, dass ich jemandem sein Hobby nicht gönne oder dass ich Frauenhasser bin... sondern es geht darum, was in solchen Videos für oberflächliche Werte vermittelt werden, und dass ich es einfach generell kacke finde, wenn junge Mädchen dazu angestachelt werden, sich auf ihr Äußeres zu konzentrieren und diese althergebrachten Rollenklischees zu erfüllen, anstatt sie dazu zu inspirieren, mal ein gutes Buch zu lesen oder lange Wanderungen (abseits der Shopping-Malls) zu machen.
    Wären das nur ein paar Leute, die sich solche Videos reinziehen, hätte ich auch gar kein Problem damit. Jedem Tierchen sein Plässierchen. Aber es ist ja wirklich so, dass es an Massenverblödung grenzt, und dass man sich dem als heranwachsendes Mädchen kaum entziehen kann. Und nachher wundert man sich dann, warum es so viele Magersüchtige gibt..."Oh, ich muss doch perfekt sein. Ich muss so aussehen wie die auf Youtube, sonst bin ich bei meiner Klasse unten durch." Ich denke schon, dass so eine Entwicklung mehr als kritikwürdig ist, und dass man diejenigen, die das noch weiter forcieren, auch mal als "Schminkfotzen" bezeichnen dürfen sollte.

  • Eine angemessene Reaktion ist es, wenn man das Vergangene reflektiert, das eigene Verhalten etwas revidiert oder zumindest nachvollziehbar rekapituliert (was jetzt geschehen ist). Zuvor wurde jegliche Kritik einfach nur ins Lächerliche gezogen, ausgeteilt gegen "Gutmenschen", statt sich selbst mal kritisch zu beleuchten. Stattdessen wird mit der Schulter gezuckt, da man doch nichts dafür kann, wenn andere den eigenen Humor nicht verstehen.
    Eine Reaktion also, in der man sich selbst nur noch mal lobt für sein geniales Handeln, ohne sich selbst die geringsten Gedanken zu machen oder irgendwas daraus mitzunehmen. So als habe man bereits die Weißheit mit Löffeln gefressen und als sei man keiner Kritik würdig. Und das ist einfach arrogant und wenig reflektiert, sondern tatsächlich eher Lemmingverhalten.

    sondern es geht darum, was in solchen Videos für oberflächliche Werte vermittelt werden, und dass ich es einfach generell kacke finde, wenn junge Mädchen dazu angestachelt werden, sich auf ihr Äußeres zu konzentrieren und diese althergebrachten Rollenklischees zu erfüllen, anstatt sie dazu zu inspirieren, mal ein gutes Buch zu lesen oder lange Wanderungen (abseits der Shopping-Malls) zu machen

    Zu einer differenzierten Betrachtungsweise gehört es, die ganze Wahrheit zu sehen. So hat Gronkh ebenso eine Zuschauerschar von mehreren Millionen. Kein Wort über dieses männliche Pendant unter den Jugendlichen. Dabei ermutigt er auch nicht gerade seine Zuschauer, ein Buch zu lesen oder einen Spaziergang in Angriff zu nehmen.


    Wenn schon, denn schon.
    Aber gut, wir können das Thema von meiner Seite aus abhaken. Ich denke jeder hat seinen Standpunkt ganz gut zu Papier gebracht. Was der einzelne, oder der lesende Dritte, daraus mitnimmt, muss am Ende jeder für sich entscheiden.

    • Offizieller Beitrag

    So hat Gronkh ebenso eine Zuschauerschar von mehreren Millionen. Kein Wort über dieses männliche Pendant unter den Jugendlichen.

    Echt nicht?
    "Die hängen nur noch rund um die Uhr vor ihren scheiß Smartphones und schauen sich auf Youtube irgendwelche Dummschwätzer an, die alle das gleiche hirnlose Computerspiel daddeln"
    Zitat aus dem Video, genau einen Satz vor den Schminkfotzen. Ok, ich hab nicht explizit auf deren Geschlecht hingewiesen, aber sollte ja klar sein, wer zu der Fortnite-Zielgruppe gehört und wer damit gemeint ist.
    Ich hatte sogar mal die Idee, eine Let's Play-Parodie zu machen und diese ganze Szene und die pickligen Bubis, die sich sowas anschauen, ein bisschen ins Lächerliche zu ziehen. Da ich mir aber Let's Plays grundsätzlich nur mit ausgeschaltetem Ton anschaue und keine aktuelle Jugendsprache beherrsche, verfüge ich leider nicht über die nötigen Kenntnisse, um sowas richtig zu parodieren. Aber prinzipiell finde ich das auch dämlich, und habe das ja auch schon mehr als nur einmal erwähnt.

  • Mir persönlich ist die Verwendung bestimmter Begrifflichkeiten ziemlich egal - ich würde jetzt auch niemanden vom Camp verweisen oder aus dem AZ schmeißen (alles schon vorgekommen), weil er unüberlegt Begriffe wie "Mongo", "Fotze" oder "schwul" verwendet. Da macht's dann schon eher Sinn, mal konkret darauf hinzuweisen, dass sowas für manche Menschen verletzend klingen könnte, da kommen irgendwelche Kids nämlich tatsächlich nicht von selbst drauf.
    Wenn ich was an Dians Video bemängeln würden, dann eher, dass eben wieder mal auf hohem Niveau hinterm Rechner gemeckert wird, während zeitgleich viele Menschen ganz konkret versuchen, üble Entwicklungen zu stoppen - auch unter Einsatz ihres Lebens oder zumindest ihrer Freiheit oder körperlichen Unversehrtheit. Das sind z.B. doofe Linke, denen es nicht egal war, wenn "in Kurdistan ein Sack Reise umfällt", sondern an die wir nur noch zu Gedenkanlässen erinnern können, weil sie von Deutschlands Verbündeten ermordet wurden.
    Das ist eben das ganze Problem an der "Gesellschaftskritik", wie sie hier formuliert wird: Die Konsumentenperspektive wird nie verlassen. Und somit sind solche Videos eben so viel wert wie das Gelaber aller anderen Bescheidwisser, die uns mit ihrer Weisheit beglücken.
    Für mich war die Sache immer klar: Entweder ich versuche, irgendwas an der Scheiße zu ändern, oder ich halte mich mit Kritik an denen zurück, die zumindest irgendwas für ihre Überzeugung riskieren.


    Das ist nicht böse gemeint, aber es ist jetzt doch keine Neuigkeit, dass die Unity insofern eine Mogelpackung ist, als es hier nicht darum geht, sich wirklich als Weltverbesserer hervorzutun. Gesellschaftskritik dient eher der individuellen Bestätigung, es besser zu wissen, und "Anarchie" ist eine folgenlose Pose, die man gerne einnimmt. Wenn Menschen inspiriert werden, eine innere Resistenz gegen die ganze manipulative Scheiße zu entwickeln, ist das schon mal eine gute Sache. Wenn sich wiederum Menschen hier zusammenfinden, um nicht vereinzelte Monaden zu bleiben, die an ihrer Fremdheit in dieser Welt verzweifeln, haben Dians Ideen schon etwas Gutes bewirkt.
    Wenn man die mit kurzen Videos anfixen kann - okay. Ich bin ja eher ein Freund der Bücher und weniger der Youtube-Monologe, aber das ist wohl das Medium der Zeit.

    • Offizieller Beitrag

    Das sind z.B. doofe Linke, denen es nicht egal war, wenn "in Kurdistan ein Sack Reise umfällt", sondern an die wir nur noch zu Gedenkanlässen erinnern können, weil sie von Deutschlands Verbündeten ermordet wurden.

    Das interessiert den Durchschnitts-Deutschen aber reichlich wenig. So ehrenwert das Interesse an der kurdischen Sache auch sein mag... es ist Herrn Müller scheißegal, weil er hier in Deutschland lebt und Kurdistan weit weg ist. Und weil Herr Müller den Eindruck bekommt, dass die Linken nur für irgendwelche Fremden demonstrieren, aber keiner demonstriert für ihn, deshalb geht er auch lieber zur Pegida als zur Antifa. Und auf die Art wird die radikale Linke auch langfristig keinen Blumentopf gewinnen, sondern in der Bedeutungslosigkeit versinken. Darauf wollte ich eigentlich hinaus.

    Wenn man die mit kurzen Videos anfixen kann - okay. Ich bin ja eher ein Freund der Bücher und weniger der Youtube-Monologe, aber das ist wohl das Medium der Zeit.

    Da bin ich auch völlig deiner Meinung, und mache daher auch nur noch selten solche Videos. Ging mir jetzt auch nicht so darum, irgendwelchen Doofköpfen die Welt zu erklären und mich als Besserwisser in Szene zu setzen. Sondern das Hauptanliegen war eben tatsächlich das "Anfixen" bzw. mal wieder ins Gespräch kommen. Der andere Grund ist tiefsitzender Frust darüber, dass sich in den letzten 20 Jahren die Gesellschaft zwar ziemlich verändert hat... dass ich mich mit meinen Ansichten aber im Grunde heute genauso wenig von irgendeiner gesellschaftlichen Strömung oder "Szene" vertreten fühle wie damals. Die einen sind links, die anderen sind rechts, und wieder andere sind einfach nur für das System. Aber kaum jemand da draußen spricht mir mal wirklich aus der Seele. Und dann muss ich's mir eben selber machen und ab und zu solche Videos produzieren. Aber mal sehen... vielleicht besinne ich mich ja bald mal wieder auf meine Wurzeln... ;)

  • Falls du ein neues Buch ansprichst, fände ich das natürlich prima.
    Dieses Medium hat den Vorteil daß man es im eigenen Tempo konsumieren kann, zwischen drin mal bei Seite legen, um seinen eigenen Ideen nachzuhängen.
    Unnötige Ausdrücke lenken meiner Meinung nach zu sehr vom eigentlichen Geschehen ab, und eine etwas verbitterte Haltung über diverse Zustände endet meistens in Handlungsunfähigkeit. Das sind die Gefahren, die ich bei solchen Videos zur kurzfristigen Belustigung sehe.
    Ich glaube nicht daran dass Leute, die hier versucht haben was zu reißen aus Enttäuschung und zu hoher Erwartungshaltung wieder gingen. Es ist einfach nur zu schwer, sich gegen noch mehr "Gegner" zur Wehr zu setzen als ohnehin schon.

    • Offizieller Beitrag

    Falls du ein neues Buch ansprichst, fände ich das natürlich prima.

    :oops::whistle:

    Ich glaube nicht daran, dass Leute, die hier versucht haben was zu reißen, aus Enttäuschung und zu hoher Erwartungshaltung wieder gingen. Es ist einfach nur zu schwer, sich gegen noch mehr "Gegner" zur Wehr zu setzen als ohnehin schon.

    Nun ja, ich denke schon, dass den meisten reifen Leuten klar sein dürfte, dass das hier nicht die Antifa oder die virtuelle Wiedergeburt der RAF ist, sondern dass man hier vorzugsweise das tut, was man in einem Forum eben üblicherweise tut. Aber wir hatten vor allem früher, als auch noch junge Leute hier hergefunden haben, schon den einen oder anderen, der sich davon mehr versprochen hat. (woran ich möglicherweise auch nicht ganz unschuldig war, ähem...) Der größere Teil dürfte aber, wie du schon richtig erwähnt hast, eher deshalb dem Forum den Rücken zugekehrt haben, weil es ihm hier zu viel internen Zoff gab, oder weil er sich hier genauso wenig verstanden gefühlt hat wie anderswo. Ist eben schon auch eine sehr spezielle Mischung hier.