Beiträge von Lonewolf

    Für mich bedeutet "Diskussion" einen gemeinsamen Nenner zu erreichen.

    Eine gute Einstellung, daher schlage ich im Namen von Konsens und Unity folgenden Kompromiss vor, um allen Seiten gerecht zu werden.

    Alle Unity-Member verpflichten sich

    - auf ihren Vitamin-D-Haushalt zu achten

    -regelmäßig Sport zu treiben

    -sich impfen zu lassen

    -das Rauchen aufzugeben

    -eine Karl-Lauterbach-Voodoopuppe anzufertigen

    Damit dürften alle zufrieden sein :thumb_up4:

    Ach, ich habe gar nix gegen Ungeimpfte, einige meiner besten Freunde sind ungeimpft :badluck: Impfen ist eben momentan nachweislich ein entscheidender Hebel zur Eindämmung der Pandemie. Realitätsbezogene Alternativvorschläge habe ich bis jetzt nicht gehört. Mit gesunder Lebensführung alleine kommen wir da eben kurz- bis mittelfristig nicht raus. Langfristig könnte man natürlich überlegen, wie viele ungesunde Individualentscheidungen man kollektiv abfedern will, ohne hier die vielbeschworene Eigenverantwortung tatsächlich mehr einzufordern. Hilft uns im Hier und Jetzt aber auch nicht. Es ist schon amüsant, dass es in diesem Forum vor allem die 'anarchistischen' Impfverweigerer sind, die am lautesten nach dem Beschützerstaat schreien, ohne sich mal Gedanken darüber zu machen, wie ein eigenverantwortlicher Beitrag aussehen könnte. Wenn ihr alle gesund und unangreifbar seid, dann solltet ihr eigentlich die ersten sein, die auf medizinische Hilfe verzichten, um denen den Vortritt zu lassen, die aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen sind.

    Das hat für mich weniger eine moralische Dimension, sondern ist simple Mathematik. Dass Krankenhäuser am Limit und teils überlastet sind, ist ein Fakt und keine simple Schlagzeile.

    Ist doch super, aber dann rede doch nicht von irgendeinem Solidarsystem. Wenn wir hin zu Freiheit und Individualität wollen, müssen wir eben auch das Gesundheitssystem lediglich als Dienstleistungsangebot mit begrenzten Kapazitäten betrachten. Wenn zu viele Menschen gleichzeitig eine Reifenpanne haben, kann der ADAC auch nicht allen helfen, sondern muss eine Entscheidung treffen. Um die Analogie fortzusetzen, könnte man sagen, dass diejenigen als Erste Hilfe bekommen sollten, die unverschuldet in die Situation gekommen sind, und nicht z. B. diejenigen, die zu schnell unterwegs waren. Momentan wird ja denen zuerst geholfen, bei denen die Aussichten auf Reparatur/Heilung am größten sind. (Um beim ADAC-Beispiel zu bleiben, würde auch niemand hinnehmen, nicht mehr Autofahren zu dürfen, nur weil die Gefahr besteht, dass im Falle einer Panne nicht geholfen werden könnte) Ich sage im Grunde nix anderes, als dass man von freien, mündigen Menschen erwarten könnte, ihre Freiheit und Eigenverantwortung dann eben konsequent zu Ende zu denken. Impfen ist eine Risikoabwägung, wer sich dagegen entscheidet, sollte doch nun wirklich kein Problem haben, wenn er im extrem unwahrscheinlichen Fall nachrangig behandelt wird - schließlich hat er diese Risikoabwägung aus freien Stücken und unter Abwägung aller Möglichkeiten getroffen.

    Im gegenwärtigen Diskurs erleben wir eine Demontage von individueller Freiheit und Verantwortung - momentan haben wir 'nur' ein Corona-Problem, und wir können uns ausmalen, auf was für Dystopien wie zusteuern, wenn wir es nicht schaffen, unsere Freiheiten gegen die 'Notwendigkeiten' zu verteidigen.

    Die genannten Beispiele sehe ich ebenfalls so.

    Sag mir bitte, was du im Gesundheitssektor mit den jetzigen Bedingungen ändern würdest ...

    Ich behaupte mal, dass es in Bezug hierauf schon eine Menge Konzepte und Forderungen von Menschen gibt, die sich im System bewegen. Zu der konkreten Frage gibt's doch genug Antworten bzw. mögliche Ansätze.

    https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Politik/Bundesaerztekammer_Kernforderungen.pdf

    Als Laie würde ich eben mal ganz platt fordern, dass die Kräfte, die nicht in dem Beruf arbeiten wollen, wieder angeworben werden mit entsprechend hohen Anreizen. Wenn das dann bedeutet, dass die Beiträge erhöht werden, sollte das auch vermittelbar sein, wenn man konkrete Resultate sieht.

    Es geht doch im Kern darum, dass die Überlastung des Systems vermieden wird - genau darauf muss der Fokus liegen. Gleichzeitig wollen wir, dass die Freiheitseinschränkungen ein Ende finden. Natürlich ist Gesundheitsversorgung keine private oder individuelle Veranstaltung, sofern man von anderen behandelt werden will. Nur gilt das für auch für jede andere Dienstleistung. Freiheiten einzuschränken, nur weil eine Dienstleistung nicht mehr erbracht werden kann, lässt sich meines Erachtens überhaupt nicht in der Form rechtfertigen, wie dies gegenwärtig geschieht. Und ich rede hier nicht von der juristischen Komponente, sondern vom gesellschaftlichen Diskurs, der teilweise mit einem gezielt antiliberalen Tonfall geführt wird. Es hat nichts mit 'Egoismus' zu tun, wenn man keine Einschränkungen hinnehmen will. Dieses Moralisieren ist wiederum nur ein Ablenkungsmanöver, ebenso wie das Gerede von 'Solidarität'. Solidarität kann nicht verordnet oder bei Nichteinhaltung sanktioniert werden, sondern sie ist ein freiwilliger Akt.

    Insofern ist der Fokus auf die Gesundheitsversorgung im Grunde die einzige sinnvolle politische Option nicht nur in Pandemiezeiten. Klar, Impfen ist ein zentraler Faktor, aber ich behaupte nach wie vor, dass dies auch ohne Zwang gehen muss. Die andere Seite von Freiheit und Individualität ist dann eben auch die Eigenverantwortung, die dann mitunter bedeutet, dass die individuelle Versorgung nicht mehr sichergestellt wird. Wie gesagt, so konsequent sollte man dann auch sein, sofern das System auch bei Reformierung nicht genug Kapazitäten aufweist.

    Wir reden hier von einer einfachen Impfung, also einem kleinen Aufwand, den jeder kurzfristig erbringen kann.

    Das erzählt Dir Lauterbach. "einfache Impfung" kann sein - kann aber auch nicht sein!

    2009 (Lauterbachs Propaganda) bis 2016 (Entschädigungszahlungen) war es leider NICHT so einfach, wie Lauterbach versprochen hatte.

    Dafür ist er heute "Experte" und Gesundheitsminister.

    Und jetzt vergleich mal die drohenden Langzeitfolgen durch Corona mit denen einer Impfung. Für mich eine ziemlich schräge Wahrnehmung - einerseits die Gefahr durch Corona bagatellisieren und andererseits einen Aufstand wegen der Impfung veranstalten. Aber keine Bange, für eine Impfpflicht habe ich nirgends argumentiert, wenn auch eher aus Prinzip und weniger aufgrund guter Argumente.

    Das ist eine simple Abwägung: Wir reden hier von einer einfachen Impfung, also einem kleinen Aufwand, den jeder kurzfristig erbringen kann.

    Hast du für diese Abwägung auch Argumente, die nicht lauten: Mach das einfach, damit die Regierung aufhört, unsere Grundrechte einzuschränken?
    Ich bin nämlich ein gesunder Mensch und habe keine Angst vor dem Virus und die Impfung schützt weder vor Infektion noch vor Weiterverbreitung, sondern (angeblich) vor einem schweren Verlauf.

    Es sind nicht Raucher, nicht herzkranke Manager, nicht Skifahrer, sondern eben Corona-Patienten, die die Krankenhäuser verstopfen und dafür sorgen, dass andere Menschen keine Behandlung mehr bekommen.

    Woher nehmen die Karl Lauterbach und Söder-Fans nur ihre Fakten? Das hört sich so an als würdest du einfach die Schlagzeilen deiner Lieblingszeitung wiedergeben - das wird dadurch jedoch nicht wahr!
    Ich bin Mathelehrer und kann euch sagen: Weder Politiker noch Reporter können Statistiken auswerten!
    Wenn der Großteil der Betten von Coronapatienten belegt sind, aber die Gesamtzahl der belegten Betten seit 2020 völlig unverändert ist - im Gegenteil aktuell sogar viel geringer als letztes Jahr, dann deutet das eher darauf, dass hier jemand einfach die normalen Patienten durch irgendeine Aktion als "Coronafälle" deklariert - das wäre meine erste Vermutung. Wenn man zusätzlich weiß, dass bei genügend hohem ct-Wert fast JEDER positiv getestet wird (vor allem wenn man die Menschen mehrfach testet) UND die krankenhäuser für Coronafälle mehr Geld bekommen, dann schwächt das meine Vermutung nicht wirklich!
    Natürlich könnte ich Unrecht haben, aber im Gegensatz zu dir stelle ich keine Grundrechtseinschränkenden Forderungen mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen!

    Mir reichen meine Erfahrungen in Krankenhäusern bzw. die Berichte meiner Bekannten, die in diesen arbeiten, in dieser Frage völlig aus, um mir eine Meinung zu bilden. Ansonsten weiß ich nicht so ganz, was du eigentlich von mir willst. Ich habe nirgendwo Grundrechtseinschränkungen gefordert, im Gegenteil. Und wenn du keine Angst vor Corona hast, dürfte dich auch mein Vorschlag, Ungeimpfte in einer Triage-Situation nachrangig zu behandeln, nicht beunruhigen ;-)

    Es sind nicht Raucher, nicht herzkranke Manager, nicht Skifahrer, sondern eben Corona-Patienten, die die Krankenhäuser verstopfen und dafür sorgen, dass andere Menschen keine Behandlung mehr bekommen.

    Du kannst die wissenschaftlichen Studien weiterhin negieren.....

    In den Studien ist die Rede von Corona-Patienten die rauchen.

    Und wo genau findest du in den Studien den Hinweis, dass die schweren Verläufe in den Krankenhäusern zugleich Raucher sind und dies ursächlich für deren Einweisung ist? Wie gesagt: Zeig mir, dass in Wahrheit nicht Corona, sondern Rauchen in Verbindung mit Corona für die schweren Verläufe verantwortlich ist, und ich bin der Erste, der eine Petition für ein Rauchverbot unterschreibt. Nur fürchte ich, dass sowohl das Rauchen als auch die Impfverweigerung das Risiko eines schweren Verlaufs erhöht. Insofern ändert das eben nix an meiner Aussage, dass diejenigen, die eine Mitverantwortung an ihrer Situation tragen, nicht denjenigen vorgezogen werden sollten, bei denen dies nicht der Fall ist.

    Das ist eine simple Abwägung: Wir reden hier von einer einfachen Impfung, also einem kleinen Aufwand, den jeder kurzfristig erbringen kann. Das ist nunmal die einzige unmittelbar verfügbare Lösung. Es sind nicht Raucher, nicht herzkranke Manager, nicht Skifahrer, sondern eben Corona-Patienten, die die Krankenhäuser verstopfen und dafür sorgen, dass andere Menschen keine Behandlung mehr bekommen. Ich sage nix anderes, als dass im Falle einer unzureichenden Versorgung den Menschen der Vortritt gewährt werden sollte, die unverschuldet in Not geraten sind. Ich sehe nicht so ganz, wo hier das Problem besteht. Mir geht es hier überhaupt nicht um moralische Verurteilung, aber wenn jemand in die Röhre schauen muss, ist doch ganz klar, wer das in der jetzigen Situation sein sollte.