Beiträge von Funkenbrand

    Die Vermessung des Herzens

    Mein Herz gleicht

    einem ruhigen,

    tiefen See.

    Es ist warm,

    wenn der Regen mich küsst.

    Blume und Regen

    Die Blume erblühte

    einst in der vollen

    Pracht, die die

    Sonne ihr schenkte.

    Der Sommerregen

    wird allmählich kühler

    Die Blume spürt den Herbst,

    ahnt bereits den Winter.

    Wie sich die Jahreszeiten doch immer wiederholen?

    Wer kann sie schon aufhalten?

    Nachtsicht

    Inmitten des undurchsichtigen Dschungels

    bei Nacht umherirren

    und sich dabei mit Schmutz

    bedecken.

    Tiefer im Schlamm steckenbleiben,

    hilflos herumzappeln.

    Allmählich Schatten und Umrisse

    erkennen.

    Sobald die Augen sich dran gewöhnen:

    Im Dunklen sehen.

    Küchenspiele

    Frau an kurzer Leine

    bringt kühles Bier.

    Kühles Bier,

    kalte Herzen.

    Warmer Tee

    wartet in der Küche.

    Und der Traum von Liebe.

    Vergänglichkeit

    Auch vom leckersten

    Kuchen bleiben am Ende

    nur ein paar Krümel.

    Weltenreise

    Die kleine Pfütze

    am Rande des Rinnsteins

    ist ein Ozean für die Ameise.

    Das heruntergefallene Blütenblatt

    ein Segelboot,

    das mich dieser Welt näherbringen kann.

    Es ist nur mein eigener Geist,

    der diese Dinge für

    klein und unbedeutend

    hält.

    Ordnung

    Das heiße Bügeleisen

    glättet die Falten meiner

    Kleidung und in

    meinem Kopf.

    Sommernacht

    In Kästchen gesperrte

    Träume

    entfachen sich

    beim Betrachten

    des Sternenhimmels

    von Neuem.

    Ein abgekühltes

    Herz

    wird von dem

    Lagerfeuer einer

    Sommernacht gewärmt.

    Zukunft

    Kirschblüten im November,

    tote Hummeln im

    August.

    Antiquierter Mensch.

    Sommertag

    Blauer Himmel

    ungemähte Wiese

    ungemähter Augenblick

    So-sein.

    Brennende Ameisensäure

    auf meiner Haut.

    Letztendlich war ich bei dem Gespräch nicht dabei und habe nur seine Version gehört. Der Streit fing an, weil die Mutter einen Alkoholiker am Bahnhof sah, der seinen Rausch ausschlief und sie sich darüber aufregte. Er meinte dazu, dass auch sehr viel im Verborgenen läuft und sie nur den äußeren Schein sieht. Dann ging das Gespräch wohl in Richtung Gesellschaftskritik und sie sagte, dass er ja selbst vom System profitiert, das er kritisiert. Sie denkt, dass ihm das "seine neue Kommunistenfreundin" eingeredet hätte. Und dann ging das Gespräch weiter über Depressionen und dass er sie nicht darum gebeten hätte auf der Welt zu sein. Daraufhin sagte sie wohl oben erwähnten Satz.

    Oder stark depressiv. Gestern hatte er sich noch irgendwie mit seiner Mutter gestritten und es scheinen wohl seltsame Familienverhältnisse zu sein. Er meinte zu ihr, dass es ihm gerade nicht gut geht und sie fragte ihn, ob er es dann nicht mal richtig durchziehen möchte (Suizid). Finde das total befremdlich von einer Mutter zu hören.

    Ja mal schauen, ob ich mich zu so einem Kurs aufraffen kann. ^^

    Es geht mir mittlerweile schon etwas besser. Ich schaffe es jetzt gerade so einkaufen zu gehen oder etwas längere Strecken zu gehen und Termine wahrzunehmen. Seit 3 Tagen habe ich auch wieder mit Sport begonnen.