Ansonsten lege ich eh keinen Wert mehr auf diesen weinerlichen Mist, der Rest ist nur Kopfsache, ich treibe mich mit meinen Gedanken eigenständig in diesen Wahnsinn.
Verstehe ich nicht ganz. Welcher "weinerliche Mist"?
Kopfsache - Gefühlssache - Körpersache.
Der Kopf (Verstand) lebt nicht. Es funktioniert. Was lebt sind Gefühle - Gefühle schaffen Lebendigkeit und Lebenswille/Lebensfreude. Und der Körper ermöglicht beides.
Dank DP/DR bin ich auch von den Gefühlen abgeschnitten. Ich kann also sehr gut nachvollziehen, wie trostlos alles erscheint.
Und ich würde lügen, würde ich es nicht oft genauso sehen:
Meinetwegen kann sich die Menschheit heute auslöschen und die Welt morgen untergehen. 

So sehen es aber garantiert viele.
Das trifft es gut, allerdings ist die DR nicht der entgültige Auslöser.
Ist es auch nicht. Im Gegenteil. Die DP/DR ist das Hilfsmittel um das tatsächliche Leid erst ertragen zu können. Es "deckelt" quasi das Unaushaltbare und macht es erschwerend, aber aushaltbar.
Nie sollte man der Aufgabe schon Jahrzehnte zuvor Raum geben, sonst redet man sich wie nach einer intensiver Werbebeschaltung ein, dass man das jetzt unbedingt haben muss.
Das hätte ich auch gern vor 7 Jahren gewusst.
Lissaminka , ich weiß, wie ultra schwer das ist, aber versuch bitte nicht, die Lösung im Tod zu sehen.
Menschen sind sehr zäh. Man überlebt ultra viel - aber hinterher hat man dann die Probleme, dass es eigentlich gut sein soll, aber immer noch alte Laster nagen.
Das mit dem Todsein-wollen, ist schon mein Begleiter seit 7-8 Jahren. Es ist wie eine Schallplatte, die im Hintergrund mitläuft und (man glaubt es nicht), vieles beeinflusst. Vieles gar nicht möglich werden lässt und alles dreimal so schwer macht. Es ist wie eine Ausrede, zu welcher man nie müde wird. Als wäre es ein Teil der Persönlichkeit ohne die man gar nicht existieren kann. Die bloße Vorstellung, dass ich jemals nicht sterben wollen würde, ist so absurd für mich, wie die Technik von heute für die Menschen um 1900 sein müsste.
Ich kann Dir nicht helfen. Ich kann Dir nur mutmachen, nicht alles zu verteufeln, trotzdem offen zu sein - Ja vielleicht sogar etwas neugierig auf die Menschen. Auf die Natur, auf Tiere oder auf das Leben. Versuch Dir, gern auch auf verrückte Arten etwas Lebensfreude künstlich zu erschaffen. Momente zu 'feiern', die für andere Alltag sind und Ausschau halten, für Dinge, die so klein aber bezaubernd sind, dass sie untergehen.
Dazu gibts einen schönen aber auch traurigen Film: "Sechzehn Stunden Ewigkeit" (The Map of tiny perfect things).