Beiträge von Edrey

    So wie du aufgehört hast, an Demokratie zu glauben, habe ich lange schon aufgehört, zu hoffen, dass das alles mal besser wird und die Menschheit klüger.

    Kann ich auch so unterschreiben.

    In meinen Augen wird die Menschheit sich (im Kapitalismus erstrecht nicht) nie ändern. Selbst in 200 Jahren, wenn nur noch Server auf der Erde sind und sich das ganze Leben auf einer digitalen Plattform abspielt nicht.

    Dian

    Schau Dir mal den Film "Downsizing" an.

    Menschen werden geschrumpft (für n Haufen Kohle), haben dann dementsprechend unmassen an Nahrung und Co. verfügbar aber zerstören sich trotzdem selbst.

    Oder die Serie "Schöne neue Welt", wo alles 'perfekt' scheint, aber auch nur, wenn jeglicher Funken Emotionalität, dass einen bestimmten wert überschreitet, ausgeknipst wird. Dann geht das, eine Welt, wo jeder jedem gehört. Wo Menschen in Klassen gesteckt werden und soweit von außen reguliert werden, dass sie diese Klasse "lieben".

    Weil die Menschen kollektiv drinhängen in ihrem Trott aus den immer gleichen Reflexen.

    True Story.

    Da gefällt mir das Zitat von August Bebel:

    "Will man einen Menschen genauer beurteilen, so muß man die Geschichte seiner Kinder- und Jugendjahre kennen."

    Das war 1910 - und heute sind wir immer noch soweit, dass wir alle über einen Kamm scheren und verurteilen.

    "Die Schwarzen", "Die Flüchtlinge", "die Ausländer",... Ja aber wer ist das genau?

    Und warum habe sie weniger recht auf ein 'Luxus'leben, wie wir es führen.

    Wenn die Menschen so schlau wären, dann wäre es schon anders. Warum sollte sich das in 50-100 Jahren ändern?

    Sicher ändert sich was, aber dann ist es z.b. nicht das Geld, womit gezahlt wird, sondern z.b. Zeit. Oder die Arbeit ist so rar, dass man bettelt und kriecht um einen Job zu bekommen, weil es kein Sozialsystem mehr gibt und man ohne Job pleite ist.

    Oder denkst Du wirklich, dass ein BGE auf unserem Planeten kommt?

    Dann wäre das Geld plötzlich nichts mehr wert.

    Gerade noch ein schönes Zitat von ihm:

    "Was also einer ist, das hat die Gesellschaft aus ihm gemacht."

    Ob jemand wählt oder nicht, ist mir vollkommen egal, dass muss jeder selber wissen.

    Wie definierst du den "vergleichbaren Luxus"?

    Soll heißen, dass wir hier auf gutem Niveau reden. Andere Kulturen/Länder haben nicht mal die Möglichkeit sich einzumischen. Luxus, der Wahl quasi.

    Dabei ist nicht unbedingt das Wählen an sich gemeint.

    Nicht zu wählen bietet mir ehrlich gesagt eher den Hauch einer Hoffnung auf eine Revolution

    Ne, mir nicht. Weil eine "mir egal was passiert, ich geh nicht mal wählen" - Gesellschaft, keine Revolution anzetteln.

    Wir Deutschen gehen doch eh nie auf die Straße. Schon gar nicht aus den richtigen Gründen und mit der richtigen Motivation.

    Wie gesagt, da hoffe ich lieber auf ein schlaues schwarzes Schaf in einer Kleinstpartei die den Schein nutzt und Oben dann das richtige umsetzt.

    kollektiven Wahlstreiks

    Das einzige was die Deutschen hinkriegen, ist kollektiven Klopapierkauf. Und Gehorsamkeit. Ich mein, schau Dir doch mal die ganzen Streiks und deren Erfolge an.

    Artikel 13 vor ein paar Jahren - demnächst kommt das samt den Upload-Filter trotzdem.

    Corona-Maßnahmen, hat auch keinen gejuckt, dass vieles unlogisch war und besser gegangen wäre.

    Wann gehen den mal die Leute auf die Straße?

    Fridays for Future? Ich seh da noch keine Erfolge. Vielleicht bin ich eher auch blind.

    Wir sind halt "kleine Menschen", die sich kein Recht erkaufen können.

    Oder durchklagen, nur GEZ schafft es zu sagen: Die Erhöhung muss sein, steht im Gesetz.

    Was DB und die ganzen Häfen aktuell abziehen ist einzig und allein ein Wirtschaftsruin. Die ganzen Streiker kloppen nur noch mehr auf unseren aktuellen Wirtschaftsschaden. Wenn dann alles kaputt is, jammern die, weil die ihren Job verloren haben, weil so viele, die sie hätten beliefern müssen PLEITE sind.

    reichlich sinnlos

    Sinnlos ist sooo vieles was wir tun.

    Leben zum Beispiel. Am Ende stirbt man auch. Und hinterlässt Schulden und noch mehr Belastungen für die Angehörigen.

    Aber wenn eh egal was wir tun sinnlos ist, warum tun dann Menschen immer noch etwas? Wir könnten daheim sitzen HartzV beziehen und nichts tun. Oder uns doch einfach umbringen.

    Vielleicht sollten wir in die Vergangenheit reisen um den Höhlenmenschen zu sagen, dass sie bloß nichts entwickeln, auf keinen Fall eine Zivilisation aufbauen sollen und wehe sie wagen es den Kapitalismus einzuführen.

    Die Aussage das nicht zu Wählen sinnlos sei, ist gewiss korrekt - Das kannst Du aber nur aus einer Position sagen, die einem vergleichbaren Luxus gleicht.

    Vieles bringt nichts, es deshalb zu lassen? Was soll das den dann bringen?

    Aufhören Sport zu machen, weil ich dadurch eh nicht fitter werde, bringt auch nur das Gegenteil.

    Nicht zu wählen, bringt Dir auch nur die Bestätigung, dass sich eh nie etwas ändern wird. Aber zu wählen, bietet zumindest den Hauch einer Hoffnung.

    Who knows, wer da mal hoch kommt. Vielleicht schlummern unter manchen Politikern interessante Trickser. Die am Ende Dinge durchringen, die wir hier diskutieren.

    Und gleich danach wird Cannabis legalisiert!!!

    Das wäre cool.

    Was man halt nicht vergessen darf, auch wenn alles ach so scheiße ist, es gibt auch sehr viele Kleinparteien.

    Ich wäre ja eh für mehr Vielfalt im Bundestag. Wo diskutiert werden muss, warum es klüger wäre, das und das durchzubringen.

    Quasi nach der Aussage von die Partei: Wenn wir oben sind, entscheiden wir nichts, weil wir uns nicht auskennen, sondern holen Leute, die es besser wissen.

    Selbst wenn die Kleinpartei kein Erfolg hat, ist es immer noch besser als nicht zu wählen und sich dann zu beschweren. Wenn alle Nichtwähler eine Kleinpartei wählen, ist sie auch nicht mehr klein.

    Ich kann mir einen Bundestag vorstellen wo 3-5 Parteien sich einig sein müssen, damit was durchgesetzt wird. Und 5-10 sind anwesend.

    Ich werde schon wählen.

    Eine Partei auf zu machen, Ist mir zu anstrengend, habs nicht mal mit dem Verein geschafft. Dann Leute noch von ausgerechnet "meiner" Sache überzeugen... Nö. Ich glaube in dieser Rolle sehe ich mich nicht.

    Dieses Jahr wirds wieder "Die Linke".

    Dessen Programm ist recht gut. Nicht alles, aber vieles.

    Und wenn ichs richtig sehe, sind sie von ihrem "Schafft die EU ab" - Plan auch schon abgewichen. Wobei ich per se nix dagegen hätte. Ich könnte es mir mit Bündnissen auch recht fair, sozial und kommunikativer vorstellen.