Beiträge von Madhias

    Interessant diese Diskussion zu verfolgen. Anstatt sich zu freuen, dass jemand anarchistisch denkt wird er platt gemacht.

    Vermutlich ist das auch genau das Problem in der Szene, man streitet sich lieber und konkurriert in einer Weise, die unter die Gürtellinie geht und wirft das dem Gegenüber vor.

    Konkurrenz ist nichts schlechtes, wenn sie in einem sportlichen Rahmen statt findet.
    Oder spielt ihr nicht auch gerne Gesellschaftsspiele?
    Ist ein sportlicher Wettkampf etwas schlechtes?
    Konkurrenz bedeutet auch das man etwas in Bewegung bringt und im Kapitalismus sorgt sie für Gerechtigkeit.
    Da sie das Mittelgegen Monopole ist.

    Anstatt sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, schreit man lieber Kampf den Kapitalisten undzeigt somit direkt dieses verwerfliche Ellenbogen Kultur.
    Vermutlich keiner hier ist besitzlos, also alles Kapitalisten oder schenkt ihr eure Eigentum her?
    Nein, das sollen dann lieber die anderen machen oder Staat soll sie dazu zwingen!?
    Einmal gegen Staat und wenn's unbequem wird dann wieder für den Staat!?

    Hmm vielleicht sollte man einfach mal bei sich selber anfangen und sich fragen, wo verhalte ich mich selbst genau so?
    Aber das können vermutlich nur Egoisten, die machen sich auf dem Feld nichts vor.
    In der Praxis erlebe ich immer wieder, wie Leute die sich gerne einen sozialistischen Touch geben,verdammt asozial drauf sind und handeln.
    Bei Egoisten erlebe ich das tatsächlich seltener und wenn, na dann geben sie es zumindest zu.

    Ein Egoist beschäftigt sich stark mit sich selbst und hinterfragt sich selbst auch.
    Wo tut ihr das?
    Jeder Egoist der sich tiefer damit beschäftigt stellt fest, das er auf soziale Kontakte und ähnliches angewiesen ist.
    Das heißt er kann aus einer egoistischen Motivation viel sozialer und solidarischer handeln als die meisten Sozialisten es tun oder können.
    Wenn man kein oberflächlicher Egoist ist, dann hat man so eine viel tiefer Selbsterkenntnis.
    Wir sind alle Egoisten, weil wir in einer subjektiven Wahrnehmung verhaftet sind, natürlich können wir diese Verblendung erkennen und sie nach und nach auflösen.
    Wenn wir sterben ist das bei uns allen der Fall.
    Das Leben bedeutet aber eben Egoist zu sein, eine Zelle welche sich vom Ganzen abgrenzt.
    Das wird auch schön mit der Luzifer Analogie oder dem Sündenfall verbildlicht.
    Wir erheben uns gegen die Sklaverei der Natur.

    In dieser Diskussion hat Saya die gewaltfreiste Ausdrucksweise und das sagt schon viel aus über seine/ihre Haltung und die der weiter Beteiligten aus.
    Lest es euch doch noch mal in Ruhe durch.
    Wenn man schon eine möglichst gewaltfreie Kommunikation nicht hin bekommt, also dann kann das sicher nix werden.
    Wenn man aber schon davon nicht überzeugt ist, dass das geht und versucht umzusetzen, wieso nennt man sich dann Anarchist?

    Ich finde jede Gruppe hat das Recht von ihrem Eigentumsrecht gebrauch zu machen und jemanden rauszuschmeißen oder auszugrenzen. Ich tue es aber selten. Den Eindruck hatteich bei Saya auch.
    Viele hier verhalten sich komplett konträr, das finde ich schon ziemlich amüsant.
    Ehrlich gesagt bin ich ziemlich enttäuscht von der Community, ziemlich unreflektiert.

    Gegen etwas wettern, was man selbst als Mittel nutzt und das auf allen Ebenen!
    Wird die Gemeinschaft gemein, interessieren die Anderen kein Schwein!

    Diese Problematik habe ich versucht aufzuzeigen, aber man kann natürlich die Augen zu machen und LaLaLa ich seh dich nicht, Scheiße, Scheiße, Scheiße rufen.
    Also wenn das mal nicht Egozentrik pur ist, dann weiß ich auch nicht.
    Aber Hauptsache man schimpft sich Anarchist oder Sozialist.
    Genau diese Problematik erleben wir gerade in Bezug auf Corona gesellschaftlich auf allen Ebenen.
    Ich hatte die Hoffnung hier nette Leute zu treffen, welche diese Problematik erkennen können.
    Aber dafür muss man in den Spiegel schauen können und sollte anfangen sich selbst zu lieben!

    Ich nehme an das meinte @Dian , schade das @Saya nicht mehr dabei ist. Tolle Argumentation und vor allem sehr gewaltfrei.

    Warum, du sagst, er ist Anarchokapitalist. Das reicht mir, damit belegst du doch meine Aussagen dazu und ich sage dir, wenn dem so ist, dann werde ich mich sicherlich nicht mit ihm befassen. Kenne auch genug andere Leute, die ihn für sehr problematisch halten aus genau dem Grunde. Ich werde meine Zeit nicht mit dem Anschauen verwirrter Köpfe verschwenden.

    Top Haltung sehr tolerant und vor allem offen!

    @Madhias

    Du scheinst da ein paar grundsätzliche Begriffe nicht wirklich zu verstehen. Rassismus ist prinzipiell wertend, vor allem wenn es um strukturelles Runtermachen geht, also angefangen mit z.B. Polen- oder Judenwitzen über Affengeräusche im Stadion, Benachteiligung nicht deutscher Namen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt bis hin zu Anfeidungen wegen 'Rassenschande' u.ä.

    Dass Leute anders aussehen und manche auch bestimmte Dinge nicht vertragen hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, wie Gesellschaften diese Unterschiede nutzen, um Menschen auf- bzw. abzuwerten. Zu bemerken, dass Schwarze weniger Sonnenbrand-/Hautkrebs-Probleme haben, dafür aber Vitamin-D-Mangel in Polarregionen bekommen können, ist nicht rassistisch...

    Die Beispiele, um die's gegangen ist, haben ja auch gerade mit verzerrter Kulturdarstellung zu tun - wenn sich als 'Indianer' oder 'Neger' verkleidet, lernt man nichts über 'Kulturen' sondern reproduziert Stereotype und Zerrbilder. Verkleiden als solches ist nicht natürlich nicht problematisch.

    Natürlich verstehe ich, das Rassismus so gedeutet wird. Allerdings ist der Mechanismus dahinter das Schubladendenken und so denken wir nun mal. Was ich damit aufzeigen will ist dass es Sichtweisen geben kann, welche man als rassistisch bezeichnen kann, aber vielleicht nicht unter diese wertende Definition fallen. Ich denke viele Menschen gerade aus dem rechten Lager denken so und denen kann man dann sagen, ja das ist grundlegend richtig wie du denkst, aber in dem und dem Punkt stimmt das nicht weil...somit baut man ein Brücke und wertet sie nicht gleich ab, beendet das Gespräch oder grenzt sie aus.

    CoroZenTri(c)k

    Von Coronaeingefangen, starrer Blick,
    ein schwarzmagischer Trick.
    Angst reitet auf demPanikdrachen.
    Das Gegenmittelheißt Lieben und Lachen!
    Das Zombievirus istreal,
    befreit die Erde vonihrer menschlichen Qual!
    Da taucht er auf derMoatherpfahl,
    oh Mutter, Schmerz,glänzender Stahl,
    befrei uns ausdieser konzentrierten Qual!
    Er lenkt uns ab
    dieser Schabernack!
    Wo kommt er her, wogeht er hin?
    Objektivität undRelation macht das Sinn?
    Ach was lieb
    ich diesen Monolith!

    ---
    Der Weise MadZe sahauf den Boden.
    Er sah zehn Zehen.
    Erleuchtet rief er:
    "Ich seh ZenZen!"

    Ich lade dazu ein das Thema Anarchokapitalismus auf Basis des Videos, welches ich im entsprechenden Thread gepostet habe zu diskutieren. Vielleicht können sich die Leute raushalten, die gar keine Lust haben sich das anzuschauen und einfach nur wie verschreckte Hühner Anarchkapitalismus schreien und aufgeregt mit den Flügeln flattern.

    Genau deswegen sollten man lernen, seine Positionen nachvollziehbar zu vermitteln. Begriffe sind eben schon besetzt und rufen Assoziationen hervor, deswegen sollte eine Umdeutung schon gut begründet werden. Das ist bisher in deiner Argumentation nicht gegeben (sei es in Hinblick auf 'Faschismus' oder 'freier Markt') - ja, das ist mein subjektiver Eindruck, aber damit scheine ich nicht alleine dazustehen. Das ist kein persönlicher Angriff auf dich, ich glaube dir durchaus, dass du gute Absichten hast und 'Brücken bauen', also verschiedene Denkansätze zusammenführen willst. Allerdings kommst du für mich nicht sonderlich 'radikal' rüber, sondern eher recht oberflächlich, z.B. in Hinblick auf dein Verständnis von Rassismus oder Diskriminierungsmechanismen.

    Wie kommst du denn darauf? Ich würde mir ein sehr tiefes Verständnis dessen unterstellen. Natürlich ist Rassismus scheiße und das Wort hat eine sehr negative Einfärbung. Allerdings rein auf das Wort zurück zuführen ist das nicht. Die Rassen Denkweise ist vereinfacht einfach nur ein Schubladendenken. Werden diese Schubladen gewertet, wird es zum Problem. Das geht aber eben in beide Richtungen. Es gibt halt positiven und negativen Rassismus. Aber Schubladen/Symbole machen halt Sinn anders können wir nicht denken. Damit es hier zu keinem Missbrauch kommt müssen diese eben ständig hinterfragt und neu definiert werden, was den Inhalt angeht.

    Wie gesagt ich finde man sollte Themen trennen, hier wird hauptsächliche über die Auswirkungen eines Monopolkapitalismus diskutiert und nicht über die Definition eines freien Marktes.

    Wäre dieser unreguliert oder nur natürlich reguliert, finde ich den Vergleich mit der Natur durchaus als zu treffend. Er ist einfach ein Ökosystem. Außer man sieht den Menschen außerhalb von dieser. Wann ein Markt als freier Markt bezeichnet werden kann, darüber kann man eben diskutieren. Aktuell sind wir aber weit davon entfernt. Die Idee dahinter ist:

    Entsteht ein Monopol auf einem freien Markt, kann jeder ein Unternehmen Gründen und das Monopol wird zerstört. In einem Monopolkapitalismus kann man sich durch Lobbyismus unfaire Vorteile verschaffen, also in dem der Staat für unlauter baren Wettbewerb missbraucht wird. Die Konkurrenz ist hier eine natürliche Regulation, dass die Unternehmen nicht zu groß werden. Ganz von dem abgesehen wird der freie Markt hauptsächlich von den Kunden reguliert. Das hat einen basisdemokratischen Charakter, es kann jeder Wählen was er kaufen will oder eben ein eigenes Unternehmen gründen. Wenn die Kunden natürlich keinerlei Verantwortung übernehmen wollen und nur wie Schafszombies agieren, tja dann könnte das Problematisch werden, aber das verhält sich in allen anderen Bereichen genauso nur mit dem Unterschied, dass es viel weniger direkte Wahlmöglichkeiten gibt.
    Übrigens können sich auf einem freien Markt auch Kollektive oder Communities, soziale Einrichtungen bilden, das ist ja nicht ausgeschlossen, wenn sie von entsprechenden Menschen unterstützt werden. Solidarität und Sozialität hängt immer von den Menschen ab, wollen diese das dann wird es das geben. Das System hilft dabei wenig. In einem freien Markt würde aber der staatliche Wasserkopf wegfallen und es vermutlich keine Kriege geben, in diesem enormen Ausmaß geben, vielleicht sogar gar keine auf einer körperlichen Ebene. Denn diese sind ganz sicher nicht gewinnmaximiert, außer es gibt Staaten o.ä. wie religiöse Sekten.

    Kann ich jetzt so anhand der Leute, die hier im Forum waren und in diese Richtung tendierten (Saya, etc.) nicht bestätigen... die haben sich eigentlich alle korrekt verhalten (korrigiert mich, falls ich mich irren sollte oder jemanden vergessen/verdrängt habe)Wohl aber erinnere ich mich daran, dass es bei dem Thema schon in irgendeinem anderen Thread, möglicherweise auch noch im alten Forum, ziemlich schnell beleidigend geworden ist, und man sich gegenseitig "Nazi" und anderes schimpfte, anstatt auf der Sachebene miteinander zu diskutieren.

    Kann ich mir gut vorstellen, die Dynamik sieht man ja recht deutlich. Wo ist der Unterschied ob ich jemanden auf Grund seiner Ansicht oder dem was er gesagt hat denunziert und in eine Schublade gesteckt wird ohne richtig zu verstehen warum er das tut und wie seine Haltung ist, oder das anhand der Hautfarbe tue? --- genau dieses Verhalten würde ich als embryonalen psychischen strukturellen Faschismus bezeichnen. Der ist in allen Lagern aktuell an der Tagesordnung wirklich schlimm.