Überwundene Schreibangst :)

    • Überwundene Schreibangst :)

      Hi,

      ich lese hier schon seit längerem mit und vieles spricht mir direkt aus der Seele! Kenne das Forum durch Dian's damaligen Youtube Kanal dessen Videos mich stark inspiriert haben. Aber ich kam durch meine doofe, verklemmte system-geschädigte Psyche halt nicht zum schreiben obwohl ich ja immer den Drang dazu verspürte aber die Worte nicht fand :dash:

      Bin sehr anarchistisch und anti-autoritär drauf und wünsche mir eine Gesellschaft, die auf totaler selbstbestimmter Freiheit basiert.
    • Ich glaube, du bist hier goldrichtig! Willkommen im Club der Verstoßenen, der Ausgegrenzten und freiwillig Ausgestiegenen.
      Woher spießen denn plötzlich die Worte, die vorher zu versiegen drohten? Gab es einen Anlass?
      In jedem Fall schön, hier hoffentlich bald auch Andere als immer dieselben Wiederholungstäter zu lesen.
    • Unmensch wrote:

      Ich glaube, du bist hier goldrichtig! Willkommen im Club der Verstoßenen, der Ausgegrenzten und freiwillig Ausgestiegenen.
      Woher spießen denn plötzlich die Worte, die vorher zu versiegen drohten? Gab es einen Anlass?
      In jedem Fall schön, hier hoffentlich bald auch Andere als immer dieselben Wiederholungstäter zu lesen.
      Hey Danke!

      Ich versuchs mal einfach zu fassen: ich konnte von jetzt auf nachher nicht mehr sprechen bzw schreiben. Es klappte einfach nicht mehr. Klingt krass und verrückt, was es auch ist. Als wenn Irgendetwas im Kopf jene nötigen Worte und Begriffe schluckt, bevor sie es ins Bewusstsein schaffen. Du verfasst quasi nen Text und merkst wie du davon ermüdest ständig nen richtigen Ausdruck zu finden, während du dich mit der Zeit immer entleerter fühlst. Oder du wirst wütend, weil du dich nicht mehr aufregen kannst, weil diese Lethargie da einsetzt, das "alles scheißegal" Gefühl dich überkommt. Die totale Hoffnungslosigkeit. Man will etwas schreiben und das Resultat klingt wie ein langweiliger Mustertext. Dabei konnte ich früher mal extrem tiefere Texte verfassen.

      Ich vermute, dass es eine Folge des Mobbings, oder (was ich stärker vermute) mein freiwilliger Rückzug aus der Gesellschaft. Weil, da hasst du niemanden zum reden über die tieferen Gedanken. Nur Formalitäten. Wer von den meisten Mitläufern versteht einem den schon. Alles ist so unerträglich angepasst und devot. Gestern war es 2009, heute 1930. Die totale Unterwerfung. Leistung und Konsum bis zum letzten Atemzug, die wahnsinnige Technokratie leibt und lebt.

      Ich finde mich in dieser kranken Gesellschaft nicht wieder, alles ist sooo extrem starr und stereotyp. Das ist wie ein schlechter Traum, oder eine kaputte Matrix, die nicht mehr funktioniert, wo der unvorstellbare Wahnsinn zur gnadenlosen Realität wird.

      Lockerheit und Empathie strebt gegen Null. Reichtum und Luxus ist mehr Wert als der Mensch. Ich hab das Gefühl, das die Menschheit immer mehr zu einer Maschine mutiert. Anpassung wird jetzt wieder ganz groß beworben. Wehe man zeigt Schwäche. Ich hab es durch meine verdammt empfindliche individualistische Psyche nicht geschafft, diesen krankhaften Mainstream mental zu überleben.
    • Na dann mal :welcome: auch von mir.
      Von dem, was du schreibst, scheinst du recht gut hier her zu passen. Dafür ist das Forum eigentlich gedacht... um Menschen wie dir und mir die Möglichkeit zu geben, sich miteinander auszutauschen, oder sich einfach mal ganz unkonstruktiv auszukotzen. (das muss ab und zu auch mal sein)
      Momentan ist hier mal wieder kaum was los. Aber das sind eben so Phasen, die gab es schon immer in der Unity. Lass dich davon nicht abschrecken, sondern schreib einfach, wenn dir was einfällt.. früher oder später wird auch jemand antworten, und vielleicht ist in ein paar Wochen hier schon wieder deutlich mehr los als jetzt.

      Wie bist du eigentlich auf meine Videos gestoßen? Waren die irgendwo verlinkt, oder hast du nach einem bestimmten Begriff gesucht?
      Meine Videos scheinen in den letzten Jahren so ziemlich das einzige zu sein, was die Menschen auf dieses Forum aufmerksam macht. Aber das Forum war lange vor den Videos da. Also das ist eigentlich nicht das Forum zu den Videos, sondern genaugenommen waren die Videos mehr so als kleine Werbeaktion gedacht, um Leute ins Forum zu bringen. Hat aber nur teilweise funktioniert.. viele finden die Videos gut, aber kaum jemand verirrt sich hierher. Von daher: Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Ich hoffe, du bleibst uns ein Weilchen erhalten und haust nicht gleich wieder ab, nur wenn es mal ein paar Tage keine neuen Beiträge gibt. (denn das kann durchaus mal vorkommen)
    • Na das mit dem Ausdrücken funktioniert doch jetzt umso besser. Und was du so schreibst, kommt mir sehr sympathisch vor. Ich denke, du wirst dich hier gut einleben können.

      @Dian: Die Suchbegriffe, die das Forum ausmacht, gibt heute kaum jemand in eine Suchmaschine ein. Eher auf Facebook oder eben Youtube. Muss aber sagen, dass ich dort die Chance zur Werbung aufs Forum nie so richtig wahrgenommen habe. Ehrlich gesagt kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, dass du in den Videos das Forum auch nur mal erwähnt hättest. In jedem Fall war es deutlich unterrepräsentiert und man hätte das damals, als die Videos richtig gut geklickt wurden, besser nutzen sollen - auch wenn das natürlich auch einen Haufen Idioten angespült hätte. Vielleicht ist das ja eine Anregung für die Zukunft.
    • Hey.

      Eigentlich bin ich auch verklemmt und oft schreib ich was und lösche es wieder. Will keiner hören, nur Schwachsinn etc. blubb.. da hat mir immer der Alkohol geholfen und ich hab viele Beiträge angetrunken bis betrunken schreiben können. Mal gucken, wies jetzt ist, hab vor ein paar Wochen aufgehört, Alk zu konsumieren. Oh man, hab ich ein Mitteilungsbedürfnis, und das in deinem Hallo-Thread.

      Aber willkommen.
    • Unmensch wrote:

      Ehrlich gesagt kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, dass du in den Videos das Forum auch nur mal erwähnt hättest.
      Ich hatte mal ein Video (weiß gar nicht mehr, wie das hieß), da hab ich mich bei den langjährigen Fans für ihre Treue bedankt und auch explizit auf das Unity-Forum hingewiesen. Das Video hatte ich aber damals schnell wieder runtergenommen, weil es einfach nicht gut war. Ansonsten wurde halt an fast jedem von den alten Videos am Ende theunity.de eingeblendet. Also sollte man eigentlich schon meinen, dass jemand, der sich von den Videos wirklich angesprochen fühlt und sie bis zum Ende anschaut, dann auch den Weg hierher findet.
      Aber stimmt schon, so ganz offensiv habe ich auf Youtube nie auf das Forum hier hingewiesen... das könnte man sicher noch etwas intensivieren. Aber damals war es eben auch so, dass es sehr viele Hater und Irre auf Youtube gab, die meine Videos geschaut haben, und ich wollte den Trollen nicht Tür und Tor öffnen. Inzwischen könnte man das durchaus riskieren, weil ich glaube, dass die Extremspinner (wie TheTruthAssociation und Co.) das Interesse an mir verloren haben, seit der Kanal nicht mehr so gut läuft.

      schreckgeist wrote:

      Ich hatte mal auf anderen Foren gelesen, z.B für Leute mit psychischen Problemen, aber die kannst knicken. Dort rennen nur gewisse Oberlehrer und Schlechtdenker rum, die bei jeder Form an Kritik sofort ihre soziale Programmierung und Hirnwäsche mitzuteilen gezwungen sehen.
      Mainstream-Foren sind generell scheiße, wenn es darum geht, bestimmte Themen anzusprechen. Erinnert mich daran, wie ich auch in irgendsoeinem Psychoforum mal einen guten Beitrag gelesen hab von einem jungen Menschen, der sich intelligente Gedanken gemacht hat über die Gesellschaft, und dass er die Aussichten auf das Arbeitsleben scheiße findet und nicht so enden möchte wie die spießigen Erwachsenen... aber er bekam da kaum brauchbare Antworten, sondern nur beleidigte Reaktionen von Leuten, die sich auf den Schlips getreten gefühlt haben, nach dem Motto "Wie kannst du es wagen, dich über Menschen zu stellen, die hart arbeiten, um ihre Familie zu ernähren! Leiste erstmal selber was, bevor du andere kritisierst, bla bla bla"
      So auf diesem Niveau läuft das dann meistens ab. Ich hab da auch keine Lust mehr, mitzudiskutieren, wie ich es früher vielleicht noch gemacht hätte. (Aber ich wurde dann eh meistens schnell gebannt.)
      Ich schicke dann in solchen Fällene den interessanten Leuten lieber eine PN und lade sie hier ins Forum ein, anstatt mich auf den großen Schwanzvergleich mit Idioten einzulassen, die damit angeben, wie erfüllt und spannend ihr Leben ist, aber dann doch immer noch genug Zeit haben, um stundenlang in Internetforen rumzuhängen und zu allem und jedem ihren Senf abzugeben.

      schreckgeist wrote:

      Ich bin sogar irgendwie ganz froh, dass hier weltoffenere Menschen schreiben und dass das Klima hier besser ist
      Momentan ist das Klima gut. Aber das kann hier auch schnell mal kippen, denn auch alternativ gesinnte, weltoffene Menschen können sich ziemlich in die Haare kriegen. Beispielsweise bei der Frage, ob man Nazis gleich an die Wand stellen sollte, weil sie einfach Arschlöcher sind und Arschlöcher sich nicht ändern lassen, oder ob man versuchen sollte, sie durch Argumente auf ihre Denkfehler aufmerksam zu machen, weil in jedem Nazi auch nur ein von der Gesellschaft kaputtgemachtes Kind steckt. ^^ Also da kann es dann schon auch mal etwas heftiger zur Sache gehen, und leider ist es auch oft so, dass NUR dann etwas hier los ist, wenn es mal wieder ideologische Grabenkriege zu führen gibt.
      Aber zumindest bemühe ich mich als Admin darum, dass das Niveau nicht zu tief sinkt.
      Von daher bin ich auch dankbar für jeden neuen User, mit dem man vernünftig diskutieren kann und der nicht nur mit Schaum vorm Mund allen anderen seine Weltanschauung einprügeln möchte. Und ganz besonders freut es mich, wenn so jemand dann auch noch Sätze schreiben kann, die aus mehr als drei Wörtern bestehen (und sogar mehr als fünf Sätze pro Beitrag.) Das ist heutzutage ja leider nicht mehr selbstverständlich... bei jungen Leuten im Internet schonmal gar nicht... Von daher: Weiter so! :thumbsup:
      Ich habe mich zwar in den letzten Wochen auch nicht so viel hier im Forum beteiligt, aber vielleicht wird das ja wieder besser, wenn jetzt mal wieder ein bisschen mehr los ist und alle mal so allmählich ihre Winter-Lethargie abschütteln.
    • Dian wrote:

      Ansonsten wurde halt an fast jedem von den alten Videos am Ende theunity.de eingeblendet. Also sollte man eigentlich schon meinen, dass jemand, der sich von den Videos wirklich angesprochen fühlt und sie bis zum Ende anschaut, dann auch den Weg hierher findet.
      Bedenke, dass Videos, die nichts visuelles zu bieten haben, schnell mal abgelegt und mit den Ohren weitergeschaut werden. Vielleicht bietet es sich an, neben am Ende, auch direkt am Anfang auf das Forum hinzuweisen. Oder zum Schluss eben direkt sprachlich einen Aufruf zu starten, dass die Diskussion gerne online im Unity-Forum weitergehen kann für alle, die sich für den Stoff interessieren oder einen Ort suchen, an dem sie nicht nur konsumieren können, sondern auch selbst eine Stimme haben.
      In der Youtube-Kommentarspalte ist das lange schon nicht mehr möglich und ich glaube, viele verzichten deshalb auch auf derartige Konversationen. Ich kann mir auch vorstellen, dass jüngeren Semestern so etwas wie ein Forum völlig fremd ist, man nur Kommentarspalten auf Youtube und Facebook kennt und dies einem eine komplett neue Dimension öffnen würde. Spätestens in ein paar Jahren wird es dann tatsächlich traurige Alltagsrealität sein.

      Vielleicht wäre auch so etwas ein reiner Werbeclip fürs Forum eine Option. Ruhig dabei mit den Klischees eines typischen Spots spielen. Oder eben etwas völlig anderes. Spätestens dann kann niemand mehr den Clip ignorieren und weiß Bescheid. Und das Gute: das Video bleibt ja. Und wenn es erst jemand in zwei Jahren anschaut.
    • schreckgeist wrote:

      Kann es vielleicht sein, dass manche in Gesellschaftskritik eine Art von Erniedrigung empfinden (hypothetisch)?, obwohl doch die Kritik an erster Stelle ja solidarisch mit den meisten Menschen steht.
      Ich denke, das ist so ähnlich wie bei diesem Stockholm-Syndrom, bei dem sich die Geiseln irgendwann mit ihren Entführern solidarisieren, und diese bis zu einem gewissen Grad auch gegen Kritik verteidigen.
      Die modernen Menschen wurden in gewisser Weise von der kapitalistischen Arbeitswelt "entführt", an einen Ort gebracht, an dem sie eigentlich nie sein wollten, und gezwungen, Dinge zu tun, die sie freiwillig sonst nie getan hätten. Weil sie sich aber nicht als hilflose Opfer fühlen wollen, fangen sie irgendwann an, die "Entführung" als richtig zu bezeichnen und ihre "Entführer" (das System, das Kapital, und manchmal auch die dominante, manipulative Ehefrau :P ) gegen jede Kritik zu verteidigen.
      Man will sich nicht eingestehen müssen, sich nicht ausreichend gegen die Vereinnahmung durch andere gewehrt zu haben, und daher muss das, was die anderen mit einem gemacht haben, einfach gut und richtig sein.
      Wenn dann nun jemand wie ich oder sonst ein Systemkritiker daherkommt, der eigentlich ja gar nicht die Menschen als solche angreifen will, sondern die Mechanismen der Manipulation aufzuzeigen versucht, dann fühlt sich wohl mancher schnell mal ertappt und schaltet auf Durchzug. Erst recht natürlich, wenn die Kritik von außerhalb kommt, also nicht aus der eigenen Peergroup oder aus der eigenen Schicht. Wenn es jetzt der eigene Arbeitskollege wäre, der selber Familie und 2 Kinder hat, und der sich auskotzt und die Fehler des Systems anspricht, dann würde man ihm vielleicht sogar recht geben... aber nicht, wenn das von irgendeinem dahergelaufenen Künstler oder Aussteiger kommt, der sich ja nicht in der selben Situation befindet wie man selbst, und der einem daher immer nur wie ein belehrender oder besserwisserischer Klugscheißer vorkommen wird.

      schreckgeist wrote:

      Meinst du, mann könnte diese hart eingestellten Leute irgendwie anders erreichen, so dass sie durchaus auch Vertrauen entwickeln können?
      Nun, den Rechten gelingt es scheinbar ja aktuell deutlich besser als den Linken, den unzufriedenen "kleinen Mann" zu erreichen. Der Trick dabei ist: Gib ihnen etwas Fremdes, worauf sie wütend sein können, und gib ihnen etwas, worauf sie stolz sein können.
      Auf vergewaltigende Flüchtlingshorden können sie wütend sein, und auf ihre bessere Kultur können sie stolz sein. Beides hat nichts mit ihnen selbst zu tun. Sie müssen sich nicht anstrengen für ihre Kultur, denn die ist ja bereits da... und sie müssen sich auch nicht schuldig fühlen für die Flüchtlingskrise, denn damit haben sie ja absolut nichts zu tun.
      Deshalb erscheinen rechte Ideologien wohl aktuell für viele so attraktiv.
      Die Linken hingegen machen das genaue Gegenteil... sie geben den Menschen nicht etwas, worauf sie stolz sein können, sondern etwas, wofür sie sich zu schämen haben (Holocaust, etc.). Und sie geben ihnen zwar auch was, worauf sie wütend sein können, die Bonzen und den Kapitalismus... aber das ist jetzt in dem Sinne nichts von außerhalb... nichts, was man bedingungslos hassen kann, weil es komplett fremd ist und nichts mit einem selbst zu tun hat... denn man selbst lebt ja auch im Kapitalismus, und man selbst arbeitet ja auch für die Bonzen... man soll also in gewisser Weise sich selbst hassen. Und Selbsthass kommt bei den meisten Menschen halt nicht besonders gut an.
      Ich habe auch keine wirkliche Lösung, was man da anders machen könnte... meiner Meinung nach muss man sich erstmal selbst verachten, und muss durch eine Phase gehen, wo man an allem verzweifelt und am liebsten komplett aufhören möchte zu existieren, weil der Weg zur Erkenntnis nunmal leider kein einfacher Weg ist, sondern ein schmerzvoller. Aber "Ihr braucht mehr Schmerzen, um euch selbst zu erkennen" ist leider ein dämlicher Slogan für ein Wahlprogramm. Daher würde meine Partei auch keiner wählen. :/

      schreckgeist wrote:

      Es ist schon länge her, als ich das gelesen hab, vielleicht irre ich mich und bilde mir das ein oder andere ein, du hattest auch darin einen verlassenen Ort erwähnt oder so in die Richtung, wo du nachdenken konntest, während die anderen den alltäglichen, oberflächigen vorgetragenen Rollen nachgingen (z.B sich zum Fußball getroffen haben, oder auf dem Spielplatz abhingen). Da ich die nächsten Tage mehr Zeit habe, werde ich mir gerne mal wieder dieses Buch durchlesen und die anderen auch nochmal, um mich wieder einzufinden. Hast du die Bücher noch Online, weil die waren echt fett und nachdenklich!
      Die Bücher sollten eigentlich alle noch da sein.
      Romane | Dian The Saint
      Ich glaube, das war Reinkarnator (Unity 4), was du meintest. Da habe ich auch viel autobiographisches verarbeitet, weil ich auch so ein Tagträumer war, der sich im Unterricht lieber an ferne Orte geträumt hat, anstatt den Worten des Lehrers zu lauschen.
      Aber im Prinzip ist das ja Thema in meinen ganzen Büchern, oder auch in Anarchonauten-Songs wie "Einsamkeit" oder "Der Abstand", und natürlich auch bei einigen meiner alten Videos. Ist auch ein Thema, was mich einfach mehr interessiert als jetzt etwa aktuelle Politik oder so. Letztlich sind Systeme und politische Geschehnisse auch komplett austauschbar... egal ob nun in der Gegenwart, im Dritten Reich oder im Mittelalter zu Zeiten der Hexenverbrennung... immer gab es die Masse, die mitgelaufen ist, und Einzelne, die ihrer Zeit voraus waren und unter den Zuständen gelitten haben.

      Wie bist du eigentlich damals so zu deiner Sinn-Suche gekommen? Bzw. was hat dich dazu gebracht, deine Umgebung zu hinterfragen und dir solche Videos wie meine anzuschauen?
      Gab es irgendein konkretes "Erweckungserlebnis"? Oder warst du schon immer mehr so der Außenseiter, der das alles eher von außen beobachtet hat?